Die Frage, wie man als Führungskraft seine Angestellten so führt, dass sie durch ihre Arbeit einen wirksamen Beitrag zum Erreichen der Unternehmensziele leisten, ist zwar alt, doch stets präsent. Die im Folgenden vorgestellte Personalführungstechnik der Zielvereinbarung stellt dazu eine weit verbreitete und anerkannte Methode dar. Da sich dieses ursprünglich aus den USA stammende Instrument mittlerweile auch in Europa sowohl im Profit- wie auch im Non-Profit-Bereich bewährt hat und ein bedeutendes Konzept zur Personalführung darstellt, möchte ich dieses hier behandeln.
Dabei soll diese Arbeit einen ersten Einblick in die Thematik geben. Nach einer kurzen Vorstellung des Instruments soll dabei zunächst auf den Nutzen der gemeinsamen Vereinbarung von Zielen eingegangen werden. Im Folgenden werden Kriterien und Anforderungen an die Zielformulierung aufgezeigt, die für eine positive Wirkungsweise essentiell sind. Insbesondere wird an dieser Stelle das sogenannte „SMART Prinzip“ vorgestellt. Anschließend wird das gemeinsame Zielvereinbarungs- und das Zielerreichungsgespräch erläutert und aufgezeigt anhand welcher Überlegungen sich die Führungskraft und die Angestellten auf die Gespräche vorbereiten können. Auch wird dargelegt, was bei der eigentlichen Durchführung der jeweiligen Gespräche - insbesondere von der Führungskraft - beachtet werden sollte. Abschließend wird ein kurzer Bezug zur Sozialen Arbeit hergestellt und auf die Anwendung des Führungskonzeptes in sozialwirtschaftlichen Unternehmen eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Begriffsdefinitionen
1.1 (Personal-) Führung
1.2 Ziel
2. Was ist "Führen mit Zielvereinbarungen"?
3. Vorteile des Führungsinstruments der Zielvereinbarung
4. Anforderungen an die Zielformulierung
4.1 Das "SMART-Prinzip"
5. Das Zielvereinbarungsgespräch
5.1 Vorbereitung
5.2 Durchführung
6. Das Zielerreichungsgespräch
6.1 Vorbereitung
6.2 Durchführung
7. Anwendung in der Sozialen Arbeit
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Führungsinstrument der gemeinsamen Zielvereinbarung und analysiert dessen Vorteile, die zentralen Anforderungen an die Zielformulierung sowie die strukturierte Durchführung von Vereinbarungs- und Zielerreichungsgesprächen, um deren Eignung und Anwendungsmöglichkeiten in sozialwirtschaftlichen Unternehmen zu bewerten.
- Grundlagen der Personalführung und Zielsetzung.
- Nutzen und Vorteile des Führungsinstruments der Zielvereinbarung.
- Anforderungen an die Zielformulierung (SMART-Prinzip).
- Strukturierung von Zielvereinbarungs- und Zielerreichungsgesprächen.
- Anwendung des Führungskonzepts in der Sozialwirtschaft.
Auszug aus dem Buch
4.1 Das „SMART-Prinzip“
Ein Hilfsmittel zur weiteren, schnellen Überprüfung der Zielanforderungen ist das bekannte „SMART-Prinzip“. Das ist ein Akronym für fünf wesentliche Anforderungen an die Zielauswahl und -formulierung (vgl. Eyer/Heussmann 2009, S. 36):
Specific (Spezifisch)
Measurable (Messbar)
Achievable (Angemessen)
Realisitc (Realistisch)
Timeley (Terminiert)
Spezifisch: Ein Ziel muss spezifisch sein. Es muss präzise und eindeutig formuliert werden was, bis wann, in welcher Menge und in welcher Qualität erreicht werden soll (vgl. Comelli/v. Rosenstiel 2009, S. 88).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung der Personalführung durch Zielvereinbarungen und skizziert den Aufbau sowie die Zielsetzung der vorliegenden Hausarbeit.
1. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe der Personalführung sowie des Ziels theoretisch hergeleitet und definiert.
2. Was ist "Führen mit Zielvereinbarungen"?: Es wird der Ursprung und die Funktionsweise des Instruments "Management by Objectives" sowie dessen Etablierung in der Personalführung beschrieben.
3. Vorteile des Führungsinstruments der Zielvereinbarung: Dieses Kapitel arbeitet die motivationale Wirkung sowie die Effizienzsteigerung durch Zielvorgaben für Unternehmen und Angestellte heraus.
4. Anforderungen an die Zielformulierung: Hier werden Qualitätskriterien für die Zielbildung erläutert, wobei das SMART-Prinzip als methodischer Standard eingeführt wird.
5. Das Zielvereinbarungsgespräch: Das Kapitel behandelt die notwendige Vorbereitung und die konstruktive Durchführung von Gesprächen zwischen Führungskräften und Mitarbeitern.
6. Das Zielerreichungsgespräch: Hier wird der Prozess der gemeinsamen Reflexion und Analyse der erreichten Ergebnisse nach einem vereinbarten Zeitraum dargestellt.
7. Anwendung in der Sozialen Arbeit: Das Kapitel reflektiert die spezifischen Herausforderungen und Chancen der Implementierung von Zielvereinbarungen in sozialwirtschaftlichen Organisationen.
8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einer Bewertung der Relevanz des Führungsinstruments für die Sozialbranche.
Schlüsselwörter
Personalführung, Zielvereinbarung, Management by Objectives, SMART-Prinzip, Führungsinstrument, Zielerreichungsgespräch, Sozialwirtschaft, Mitarbeitermotivation, Zielformulierung, Führungskraft, Mitarbeiter, Unternehmensziele, Leistungsbeurteilung, Zielklarheit, Sozialmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Führungsinstrument der Zielvereinbarung und dessen Bedeutung für eine erfolgreiche Personalführung.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Zielen, den Qualitätsanforderungen an diese (SMART-Prinzip) und der praktischen Gesprächsführung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Die Arbeit möchte aufzeigen, wie Zielvereinbarungs- und Zielerreichungsgespräche optimal vorbereitet und durchgeführt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Grundlagen und Konzepte aus der Fachliteratur zusammenführt und analysiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis, die methodischen Anforderungen an die Zielbildung und die konkrete prozessuale Gestaltung der Mitarbeitergespräche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Zielvereinbarung, Personalführung, SMART-Prinzip, Mitarbeitermotivation und Sozialwirtschaft.
Warum ist das SMART-Prinzip für das Führungskonzept essenziell?
Es dient als Hilfsmittel, um sicherzustellen, dass Ziele präzise, messbar und realistisch formuliert werden, um die Zielerreichung zu erleichtern.
Wie unterscheidet sich die Anwendung in der Sozialen Arbeit von der Privatwirtschaft?
In der Sozialen Arbeit ist die Zielmessbarkeit aufgrund der Art der Dienstleistungen häufig komplexer und schwieriger, weshalb hier besondere Anforderungen an die Zielformulierung bestehen.
Welche Rolle spielt die Führungskraft in den Gesprächen?
Die Führungskraft trägt die Verantwortung für die Gesprächsatmosphäre, die Zielkonkretisierung und die Unterstützung des Mitarbeiters bei der Zielerreichung.
Warum sollte man das Zielerreichungsgespräch nicht als "Strafgericht" führen?
Das Gespräch soll der konstruktiven Reflexion und dem gemeinsamen Lernen dienen, nicht der Schuldzuweisung, um die Mitarbeitermotivation langfristig zu erhalten.
- Quote paper
- Bachelor of Arts Lisa Piel (Author), 2012, Das Führungsinstrument der gemeinsamen Zielvereinbarung in sozialwirtschaftlichen Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285224