Architektur in Mittelerde. Analyse der Filmarchitektur nach Tolkien und ihrer möglichen Vorbilder


Bachelorarbeit, 2013
81 Seiten, Note: 1,8

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand

3. Theorie: Die fiktive Architektur in Literatur und Film
3.1. Fiktive Architektur in der Literatur
3.2. Fiktive Architektur im Film

4. Tolkiens Mittelerde und deren filmische Umsetzung

5. Analyse
5.1. Methodik
5.2. Allgemeines zur Architektur in Mittelerde
5.3. Bruchtal
5.3.1. Die Beschreibung im Buch
5.3.2. Die Darstellung im Film und Gedanken der Filmemacher
5.3.3. Mögliche Vorbilder und Vergleiche
5.4. Lothlórien
5.4.1. Die Beschreibung im Buch
5.4.2. Die Darstellung im Film und Gedanken der Filmemacher
5.4.3. Mögliche Vorbilder und Vergleiche
5.5. Edoras
5.5.1. Die Beschreibung im Buch
5.5.2. Die Darstellung im Film und Gedanken der Filmemacher
5.5.3. Mögliche Vorbilder und Vergleiche

6. Schluss
I. Bibliographie
II. Filmographie
III. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Die Welt der Hobbits, Elben und Zwerge ist eine Welt, die unserer fern liegt, denn in dieser Welt herrscht Magie. Mittelerde ist eine andere Welt als unsere - oder? Der Herr der Ringe von J.R.R. Tolkien wird zwar als Fantasy-Roman bezeichnet, doch schaut man genauer hin, lassen sich viele Parallelen zu unserer Welt entdecken. Ziel dieser Arbeit soll sein, die Ähnlichkeiten Mittelerdes mit der echten Welt herauszufinden. Besonders die Architektur wird dabei im Vordergrund stehen. Es soll herausgestellt werden, wie die Architektur der verschiedenen Völker in Mittelerde aussieht und welche Vorbilder diese gehabt haben könnte. Besonders Auffallend sind dabei die Entlehnungen aus dem Mittelalter.

Die Hauptquelle für die Analyse der Architektur wird die filmische Umsetzung von Peter Jackson aus den Jahren 2001 bis 2003 sein. Die Trilogie dient als bildlicher Vergleich der tatsächlich hergestellten Architektur für die Darstellung von Mittelerde, die aber natürlich auf den Grundlagen Tolkiens basiert. Deshalb soll vorher untersucht, werden inwieweit Tolkien selbst bereits auf das Aussehen der Architektur seiner fiktiven Völker und Landschaften eingegangen ist und ob es auch dort schon Parallelen zu realen Völkern gibt. Die textliche und bildliche Untersuchung wird im Anschluss verglichen und analysiert. Dabei werden Merkmale und Beispiele von realer Baukunst mit der filmischen Baukunst verglichen und versucht, Vorbilder selbstständig herauszuarbeiten.

Um eine Grundlage des Verständnisses von Architektur in Literatur und Film zu haben, soll zu Beginn ein Blick auf den theoretischen Bestand geworfen werden. Dadurch lassen sich Gründe für Vorbilder, das Hinzunehmen und Weglassen von bestimmten Merkmalen und das Einsetzen von gewissen Bautypen besser verstehen.

Am Ende soll anhand von drei ausgewählten Beispielen eine umfassende Analyse der Filmarchitektur entstehen, um diese mit realen Vorbildern zu vergleichen. Es wird sich zeigen, ob die Filmarchitektur den Vorbildern gerecht wird, beziehungsweise ob sie auch zu den kulturellen und Wesensmerkmalen der dargestellten Völker passt.

2. Forschungsstand

Zur Filmarchitektur gibt es nur wenige Bücher, die auf eine theoretische Grundlage eingehen. Viele Bücher beschreiben einzelne Beispiele. Einige gehen sogar nur auf die Architektur der Lichtspielhäuser und Kinos ein. Im Bereich Filmarchitektur gibt es sehr wenig aktuelles Material im deutschsprachigen Raum. „Filmarchitektur - Von Metropolis bis Blade Runner“ 1 ist ein bedeutsames Werk zum Thema Filmarchitektur mit vielen Beispielen und auch reichlichen Texten über die Theorie der Zeit. Problematisch ist, dass es bereits zur Zeit der Weimarer Republik entstand, also aus den ganz frühen Anfängen des Kinos und des Films. Dieses Werk gibt grundlegende theoretische Einordnung der Filmarchitektur, die mit kleinen Änderungen immer noch Gültigkeit besitzen. Damals waren die Dimensionen der Filmlandschaften bei weitem nicht so groß wie heutzutage. Man muss jedoch beachten, dass die Räume waren viel beengter und die Filmarchitektur demnach beschränkter und einfacher. Die Beschreibungen treffen mehr auf die Bühnenarchitektur zu. Der Film und insbesondere auch seine Ausstattung haben eine große Wendung und Entwicklung im Lauf der Jahre erfahren. Neue Technologien, wie zum Beispiel 3D oder Computergrafiken, ermöglichen es den Filmemachern größere Welten zu erschaffen und Dinge darzustellen, die nicht bautechnisch möglich sind. Die theoretischen Artikel aus der Weimarer Republik sind demnach natürlich veraltet, aber trotzdem relevant, um etwas zu den Anfängen der Filmarchitektur herauszufinden.

Im englischsprachigen Raum gibt es auch einige Literatur zur Filmarchitektur. Allerdings werden hier ebenfalls in der Mehrheit nur beispielhaft Architekturen dargestellt oder über den Zusammenhang von Architektur im Film und um den Film herum gesprochen. „Architecture and Film“ 2 von Mark Kamster beinhaltet viele Essays zu Beispielen, aber wenig Grundlagen. Außerdem gibt es nur wenig Analysematerial zur Filmarchitektur. Zur Methodik und Anwendung gibt es kaum Material, zumindest wurde dieses trotz umfangreicher Recherche nicht gefunden. Zur Analyse wie es diese Arbeit versucht, gab es keinerlei Material, welches sich direkt auf Architektur bezieht.

Literatur zu Tolkien und Mittelerde gibt es reichlich. Durch die Masse an Literatur ist es nicht einfach, qualitativ hochwertige Analysen und Angaben zu finden. Viele Werke, die sich mit Tolkien beschäftigen, gehen nur auf Mythen in Mittelerde oder fantastische Wesen ein. So zum Beispiel Arnulf Krauses „Die wirkliche Mittelerde - Tolkiens Mythologie und ihre Wurzeln im Mittelalter“ 3, welches sich nur wenig mit Mittelerde an sich beschäftigt, sondern viel mehr mit der Thematik wie Geschichte als Vorbild für Tolkien gedient haben könnte. Die Primärliteratur, also zum Beispiel Tolkiens Romane Der Herr der Ringe 4 und Das Silmarillion 5, geben viel Auskunft über die Völker und Hintergründe in Mittelerde, aber wenig über die Architektur. Nur selten gibt Tolkien genaue Berichte und Beschreibungen darüber. Er hat viel mehr die Landschaft im Fokus.

Für die Filmumsetzung waren Beschreibungen von Tolkien natürlich nicht genug und so wurden Illustrationen herangezogen. In über 40 Jahren gab es viele Illustratoren, die sich mit der Bildlichkeit in Mittelerde beschäftigten und ihre eigene Imagination spielen ließen, um Gebäude und Architektur, Ruinen und Landschaften darzustellen. Die beiden bekanntesten Illustratoren sind John Howe und Alan Lee. Auf den DVD Special Extended Editions 6 sind viele Zeichnungen dieser beiden Illustratoren zu sehen und diese wurden auch hauptsächlich für diese Arbeit verwendet.

Des Weiteren gibt es eine Fülle von Bildbänden, Büchern zu den Filmen und auch Kartenmaterial. Doch in vielen Fällen kann man sich auf die Qualität und Authentizität dieser Publikationen nicht verlassen. Das einzige wirklich renommierte Beispiel ist „Der Historische Atlas von Mittelerde“ 7 von Karen Wynn Fonstad.

Da sich diese Arbeit aber vor allem mit dem Film beschäftigt und die Architektur in ihm analysiert, kommt vor allem das Material der DVDs in Frage.

3. Theorie: Die fiktive Architektur in Literatur und Film

3.1. Fiktive Architektur in der Literatur

Es stellt sich die Frage warum man sich bei fiktiver Architektur im Film zuerst mit der Architektur in der Literatur beschäftigen muss. Natürlich, weil die meisten Filme auf Büchern basieren. Sie unterscheiden sich nur darin in welchem Ausmaß sich der Film an das Buch oder die literarische Vorlage hält. Doch was hat Architektur nun mit Literatur zu tun?

Ganz zu Beginn, als die Architektur noch nicht zu den freien Künsten, also den „artes liberales“ zählte, sondern nur als „bloßes Handwerk“ angesehen wurde, war sie keineswegs interessant für Dichter und Autoren. 8 Erst als sich das änderte und die Architektur zu einer freien Kunst aufstieg, lösten sich auch bei den Dichtern die alten Konventionen über die Architektur auf. 9

In der Literatur gab es bereits in der Antike fiktive Architektur. Mythische Orte wie das Labyrinth des Minos und Daidalos oder Odysseus' Palast in Ithaka. 10 Auch wenn es keine genauen Beschreibungen gab, so gab es doch diesen fiktiven Ort, an dem sich die Figuren aufhielten.

Der Grund, warum Architektur in der Literatur überhaupt so gut funktioniert, ist, dass das menschliche Gehirn topologisch strukturiert ist. Das heißt, einfache Nennungen von gewissen Orten rufen beim Leser gewisse Bilder und Imaginationen 11 12 und können von Mensch zu Mensch differieren.

Angelika Corbineau-Hoffmann macht in ihrem Aufsatz „Architekturen der Vorstellung, Ansätze zu einer Geschichte architektonischer Motive in der Literatur“ durch eine Beschreibung der Begegnung von Palladio und Goethe eine „Wesensverwandtschaft“ zwischen beiden Künsten klar, und zwar dass „die beiden Künste der Architektur und der Literatur tragende Ähnlichkeiten, ja sogar ein gemeinsames Fundament aufweisen“. 13

Architektur in der Literatur weist auch Vorteile für den Verlauf der Geschichten auf. Oft wird die Architektur als Leitmotiv für die Handlung eingesetzt, indem sie die Figuren durch gewisse Räume wie durch Szenen führt. 14 Außerdem gibt der Jargon der Architektur der Literatur eine Fülle an Motiven, Bezügen, Metaphern und Symbole. Gewisse Elemente oder Bautypen haben oft ganz spezifische Bedeutungen. 15 Da wäre zum Beispiel der Keller, der für Furcht und Verdrängung steht, oder das Dach, welches schützt oder sich zum Himmel öffnet. Viele andere Elemente, wie die Kathedrale, Ruine, Gefängnis, Portal, Schlußstein, Hütte, Palast oder Brücke haben immer spezifische Eigenschaften und Bedeutungen, die dem bildnerischen Ausdruck in der Literatur helfen können, den Leser in eine bestimmte Gedankenwelt zu versetzen. 16

Eine fiktive Architektur in der Literatur hat außerdem den Vorteil, dass sie Grenzen überschreiten kann. Wie Hans Holländer in „Phantastische Architektur, Texte und Bilder“ beschreibt, „ist vieles in Zeichnung und Malerei möglich, was die reale Architektur überschreitet.“ 17 Die wahre Grenze ist unsere eigene Vorstellungskraft, die uns die Grenzen der darzustellenden Möglichkeiten aufzeigt.

Die Architektur in der Literatur hat es mittlerweile auch schon so weit geschafft, dass es einen regelrechten Tourismus für Gebäude aus bekannten Romanen gibt. 18 Im Falle der Hauptquelle dieser Arbeit, dem Herrn der Ringe, gibt es in Neuseeland eine ganze Tourismusbranche, die allerdings erst durch die Filmadaption entstanden ist. Oft sind hier jedoch keine echten Architekturen mehr zu entdecken, da diese nach dem Filmdreh wieder entfernt wurden. 19 Es gibt Spekulationen, dass diese Art von Tourismus für Neuseeland ein ganz neuer Weg ist, mit Europa in Kontakt zu treten. Die Identität Neuseelands hat sich seit den Filmen stark verändert. Ob diese Wirkung nun positiv oder negativ ist, soll hier nicht beurteilt werden. Wie auch beim Herrn der Ringe gibt es auch für andere Bücher und deren Filmadaptionen ganze Atlanten und Landkarten, die dem Leser ein besseres Verständnis der Geschichte liefern. 20 Diese sogenannte Verräumlichung der Geschichte ist zwar hilfreich, unterbindet aber vielleicht auch in manchen Fällen die Imagination der Leser.

Wie jedoch entsteht so eine fiktive Architektur? Wie später auch noch am Beispiel von Tolkien genauer beschrieben werden soll, kann bereits der Schriftsteller in Skizzen die Architektur entstehen lassen. Nicht nur durch Worte wird auf diese Weise ein Raum erschaffen. Am Rand von Manuskripten finden sich oft kleine Skizzen, die später helfen, den Raum so wirklich entstehen zu lassen, wie er vom Schriftsteller vorgesehen war. 21 Auch im Falle von Tolkien gab es am Rand oft Skizzen und kleine Zeichnungen von Bauwerken oder Umgebungen. 22 Zudem ist vor allem Kartenmaterial von Tolkien selbst überliefert.

Doch es müssen nicht zwingend neue Räume und Gebäude erfunden werden. Oft reicht es, eine bereits vorhandene architektonische Situation zu nehmen und ihren Zustand so zu verändern, dass dabei ein völlig neuer Ort entsteht. 23 Dies kann auch hilfreich für die Vorstellungskraft sein, da der Ausgangspunkt ein bereits bekanntes Schema ist. So ließ auch Tolkien seine Umgebungen entstehen, wie später noch herausgearbeitet werden soll.

3.2. Fiktive Architektur im Film

Da diese Arbeit vor allem auf der Grundlage der Filmadaptionen eines Romans entsteht, ist es auch wichtig zu untersuchen, welche Rolle die Architektur im Film spielt.24

Mark Kamster sagt, dass ein Architekt und ein Regisseur sehr viel gemeinsam haben. „Their professions demand a combination of courage, determination, and hubris that allow them to impose a personal vision on an often unreceptive world. Both practice synthetic arts, where collaboration and compromise are rules rather than exceptions and where clients have financial - if not creative - control.“ 25 Allerdings sind Regisseure nicht die einzigen, die für einen Film verantwortlich sind. Zusammen mit Produktionsdesignern, Art Directors, Location Manager und vielen anderen Mitgliedern der Crew arbeiten Regisseure daran, Architektur in den Film einzubauen. 26

Heinrich De Fries sagt in seinem Werk „Raumgestaltung im Film“, dass „der Film eine Art Bühne ist", der die Handlungen eines gesteigerten Leben darstellt. 27 Obwohl diese Parallele zum echten Leben besteht, muss es nicht zwingend einen echten Raum geben, in dem sich die Handlung abspielt. Das führte in der Dichtung für die Bühne zu einer „Umformung der Raumbilder.“ 28

Die Anfänge des Films beschäftigen sich hauptsächlich mit dem Erzählen der bekannten Weltliteratur, während das Theater sich in seiner Entwicklung neuen Kunstformen zugewendet hatte. In den frühen Jahren des Films dachte also niemand daran, die Möglichkeiten des Films zu ergründen und eine eigene Kunstform zu entdecken. 29 Heutzutage hat sich dieses Verständnis erweitert. Der Film hat wieder neue Formen und Techniken entwickelt, um den Zuschauer in die Welt des Films komplett einzuschließen. Allein die Entwicklung der 3D Filme, die gerade am Anfang steht, ist eine völlig neue Erfahrung für den Besucher eines Kinos.

„Die Filmarchitektur entstand als Begleiterscheinung“ 30 und spielte vor allem am Anfang keine große Rolle und wurde kaum beachtet. F. Kaufmann berichtet in „Das Szenenbild im Film: Ein Beitrag zur künstlerischen Regie“ wie der Alltag eines Filmarchitekten ganz zu Beginn der Filmgeschichte war: „Einige (meistens nur 3 bis 4) Tage vor Beginn der Aufnahmen erfährt der Architekt, was er bauen soll, er liest häufig nicht erst das Manuskript,“. 31 Kaufmann stellt die Frage in den Raum, wie etwas Gutes aus dieser Arbeit entstehen soll, wenn der Architekt nur vier Tage für einen Stapel Entwürfe und den kompletten Aufbau hat und keine Ahnung, um was es sich eigentlich handelt. Er erläutert, dass ein Filmarchitekt einfach nicht ohne Manuskript arbeiten kann, denn man sollte den Hintergrund der Personen kennen, um die Architektur, in der sie sich bewegen, zu erbauen. 32 Weiterhin sagt er: „man muss auch die Dekoration dem Menschen anpassen, man muss die Dekoration sozusagen erst aus der Handlung heraus entstehen lassen! Und dazu braucht man Stimmung!“ 33 Das haben auch die Illustratoren von Mittelerde erkannt und arbeiteten nach diesem Prinzip, wie im nächsten Kapitel zu erkennen sein wird. Laut Kaufmann spielt auch Licht eine große Rolle bei der Erstellung des Aufbaus der Szenenarchitektur, denn Licht ist essentiell für die Stimmung im Bild. 34 Außerdem sind auch Details sehr wichtig. Bruno Taut sagt im „Künstlerischen Filmprogramm“, dass Einrichtungsstücke und Möbel für den Gesamtzusammenhang sehr wichtig seien. 35 Auch das wird im Herrn der Ringe klar und auch von den Designern explizit genannt.

Anfangs war die Architektur im Film auch nur eine Attrappe. Diese sollten nur dazu dienen, der Szene eine Untermalung und dem Darsteller Raum für die Handlung zu geben. 36 Allerdings durfte dieser Hintergrund keineswegs tot sein. Reimann sagt, „der Szenenbau muss leben“, dies sei die „künstlerische Aufgabe des Filmbildbauens.“ 37

Bei der Weiterentwicklung der Architektur im Film wurde die Architektur an sich immer bewusster. Bald „entstanden Filme, die in einzelnen Szenen nur Architektur vorführten.“ 38 Heutzutage werden dafür oft establishing shots benutzt. Sie führen in die Umgebung der Szene ein und zeigen dem Zuschauer, wo sich die Handlung demnächst abspielt. Oft wird dabei ein Gebäude oder eine ganze Stadt von Weitem gezeigt.

Architektur ist also sowohl in Romanen als auch im Film ein wichtiger Bestandteil. Sei es nun, um als Ort zu funktionieren, die Personen zu beherbergen und zu führen, oder um bekannte Situationen zu unterstreichen und den Betrachter oder Leser in eine Gedankenwelt zu versetzen. Deswegen ist es ein interessantes Feld, die Architektur in Filmen und in der Literatur zu untersuchen.

4. Tolkiens Mittelerde und deren filmische Umsetzung

Mittelerde ist eine Erfindung von John Ronald Reuel Tolkien. Er wurde 1892 in Südafrika geboren und starb 1973 in England. 39 Im Silmarillion beschreibt Tolkien die Entstehung von „Arda“, welche unserer Erde entspricht. Auf dieser „Arda“ befindet sich der Kontinent Mittelerde, auf dem die Geschichten Der Herr der Ringe und Der kleine Hobbit spielen. 40 Der Fantasy-Roman Der Herr der Ringe erschien 1954 und war eine Folge des Erfolgs des Kleinen Hobbit. Allerdings war Tolkien nicht darauf erpicht, Erfolg mit seinen Romanen zu haben. Sein hauptsächlicher Grund war wohl, einen Rahmen für seine eigens erfundenen Sprachen, Quenya und Sindarin, zu haben und diese in ihrer vollen Pracht darzustellen. 41 Tolkien war ein großer Freund von Sprachen und ein Philologe. Es stellt sich also die Frage wieso er gleich ein ganzes Universum an Völkern, Geschichte, Kunst, Sprachen und Mythologie erfand. Tolkien sagte selbst, dass Mittelerde unserer Erde entspräche. Laut Carpenter, ist die Geschichte in einer erfundenen Antike angesiedelt, in der die Formen der Kontinente noch verschieden (von 42 43 unseren) waren.

Deswegen nahm er eine Welt, die Nordwesteuropa sehr ähnlich sah, formte sie aber so um, dass es aussah, als sei es eine prähistorische Variante, einer längst vergessenen Zeit.44

Krause sagt dazu in „Fantastische Landschaften“: „Unter dem Nordwesten Europas verstand Tolkien die Britischen Inseln mit England als Herzstück, aber auch Skandinavien und die ganze Nordsee-Welt. Das war die Welt der Angelsachsen und Wikinger, also germanischer Stämme und Völker. Ebenso gehörten die keltischen Kulturen der Iren und Waliser dazu, obwohl ihnen der Anglist nicht so zugetan war.“ 45

Der Roman Der Herr der Ringe erlebte ein Revival als von 2001 bis 2003 die Filmtrilogie unter der Regie von Peter Jackson in die Kinos kam. Schon 1997 begannen die Vorbereitungen dazu. Ermöglicht wurde die Verfilmung durch die voranschreitende technische Entwicklung der digitalen Filmindustrie. 46 Die Dreharbeiten erstreckten sich über 274 Tage und kosteten insgesamt mehr als 330 Millionen Dollar. Dabei wurden jedoch alle drei Teile gleichzeitig gedreht. 47 Drehort war Neuseeland. Es wurde jedoch kaum oder nur teilweise in die bestehende Natur eingegriffen. Viele Außenaufnahmen wurden später am Computer nachbearbeitet, um Strommasten oder Häuserspitzen heraus zu retuschieren, oder Elemente einzufügen, wie Ruinen oder Architektur. 48 Peter Jackson und seine Crew achteten aber auch sehr darauf, die Natur nicht zu beschädigen. So wurde zum Beispiel das Tal, in dem sich der Berg auf dem Edoras befindet, nach den Dreharbeiten komplett wieder zurückgebaut, um es wieder komplett in den Zustand vor dem Dreh zurückzuversetzen. Sogar Zufahrtsstraßen wurden wieder zugeschüttet. 49

Die Herr der Ringe Trilogie ist eine Literaturverfilmung. Es handelt sich um eine illustrierte Version der Vorlage, was bedeutet, dass der Roman so detail- und originalgetreu wie möglich wiedergegeben wird. 50

Schäfer geht auf den Detailreichtum im Roman ein: „Tolkien gibt in The Lord of the Rings sehr detaillierte Landschafts- und Naturbeschreibungen. Auch das Wetter und die Mondphasen werden in der Regel ausführlich geschildert. Ebenso detailreich werden Lebewesen, Völker und Kulturen Middle-earths dargestellt.“ 51 Diese sehr detaillierte Fülle an Informationen war natürlich für die Filmemacher und Designer ein besonderer Pluspunkt, um alles genau so darzustellen, wie Tolkien es sich vorgestellt hatte. Peter Jackson hatte von Anfang an, als er mit dem Projekt Herr der Ringe anfing, ein ganz wichtiges Ziel im Kopf: Er wollte die Welt, die Tolkien erschuf, so authentisch wie möglich darstellen. 52 Er wies alle Menschen, die mit ihm am Drehbuch und am Design arbeiteten, dazu an, die Welt von Mittelerde als echte Geschichte 53 zu behandeln, als wäre es eine wirkliche historische Welt. Er wollte, dass sich das Aussehen so echt wie möglich 54 anfühlte, deswegen sah er vom typischen „movie design“ und Hollywood- Aussehen ab.

Beim Schreiben des Drehbuchs verwendeten Peter Jackson und seine Mitarbeiter bereits bestimmte Illustrationen, um sich die Welt von Tolkien bildlich vor Augen führen zu können. Dabei fiel ihnen auf, dass sie sich vor allem auf zwei Illustratoren stützten: Alan Lee und John Howe. Aus diesem Grund fragten sie beide Illustratoren, ob sie sich am Prozess des Schreibens und Designens maßgeblich beteiligen wollen und glücklicherweise sagten beide zu. „Dabei brachte der in England lebende Lee besonders englische Einflüsse, der in der Schweiz lebende Howe besonders kontinentaleuropäische Einflüsse in das Filmdesign ein.“ 55

Der Design-Prozess wurde jedoch nicht nur von diesen zwei Illustratoren geleitet. Es gab sehr viele Menschen, die an unterschiedlichsten Sachen arbeiteten. Am Ende war es aber immer Peter Jackson, der sein OK geben musste. Bis dahin war es aber oft kein leichter Weg, denn er wollte handfeste Entwürfe und viele Skizzen. Aber auch Tolkien selbst hatte schon einige Skizzen und Zeichnungen an den Manuskripträndern überliefert. Allerdings war Tolkien sich in der Zeichnung der Karten sicherer als in denen der Bauwerke. „[Die] Form mancher Bauwerke hingegen bedurfte oft mehrerer Entwurfsstadien.“ 56

Um die unterschiedlichen Kulturen in Mittelerde darzustellen, wollten die Designer explizite unterschiedliche Designs um die verschiedenen Völker leichter voneinander differenzieren zu können. 57 Jedes Volk hat spezielle Formen und Merkmale, die sie schon in Waffen, Kostümen oder Architektur identifizieren. Die Elben, zum Beispiel, sollten allgemein geschmeidig, schön, elegant und lyrisch dargestellt werden. 58

Peter Jackson achtete auf jedes Detail. Er wollte auch Gebäude und Orte darstellen, die am Ende vielleicht gar nicht im Film zu sehen sein würden. Jedes noch so kleine Detail sollte ikonographisch in die Welt der verschiedenen Völker passen. Er wollte damit auf eine Kunstgeschichte von Mittelerde hinweisen, die so nicht existiert. 59 Aber im Film sollte das Gefühl entstehen, dass es diese Kunstgeschichte gibt und man sollte sie spüren. 60

Von den Illustrationen von Howe und Lee ausgehend entwarfen Architekten Modelle für die Gebäude. Teilweise wurden dann aus diesen Modellen echte Gebäude gebaut, manchmal wurden nur Miniaturmodelle benutzt, und zum Teil waren es Computergrafiken. Howe und Lee haben sogar direkt von Orten, die für die Szenen ausgesucht wurden, Skizzen gemacht, die teilweise exakt so ausgeführt wurden. Als Beispiel dafür dient Hobbington, der Wohnort der Hobbits. Das Dorf wurde nach den Skizzen gebaut und dann ein Jahr sich selbst überlassen um es so natürlich wie möglich darzustellen. Dadurch hat es schon eine Geschichte und eine Lebendigkeit für sich und wirkt nicht wie ein Filmset. Damit ist die gewünschte Authentizität erreicht. 61

In der Dokumentation über das Design von Mittelerde wird auch klar, dass sich die Architekten und Illustratoren auf echte bestehende Architektur und Architekturelemente gestützt haben, je nach Volk. Im nächsten Kapitel wird dabei näher auf einzelne Beispiele eingegangen. Howe und Lee ließen sich auch von der bereits vorhandenen Landschaft leiten. Im Falle der Elben setzten sie sich auf Lichtungen und in Wälder und malten die gewünschte Architektur in die Natur. 62

Die Elben sind von menschlicher Gestalt, jedoch viel schöner und edler. Sie sind Kunstliebhaber und verehren alle schönen Dinge, wie Musik und vor allem die Natur.63 Sie streben nach Wissen, obwohl sie schon das weiseste Volk Mittelerdes sind. Im Roman Der Herr der Ringe befinden sie sich bereits in ihrer Endzeit, kurz bevor sie Mittelerde verlassen und sich in einem anderen Land zur Ruhe setzen. Nur noch wenige verbleiben in Bruchtal oder Lothlórien. 64 Tolkien war sehr darauf bedacht, dass seine Elben nicht mit den zierlichen kleinen Feen und Elfen mit Flügeln verwechselt werden sollten. 65 Daher sollten sie im Film geschmeidig, schön, elegant und lyrisch dargestellt werden. Die Illustratoren waren der Meinung, dass die Elben eine schlichte Architektur benötigten, da keine Weiterentwicklung mehr nötig sei, weil sie schon so lang auf der Erde wandelten, und bereits perfektionierte Architektur hätten. 66

Die Menschen dagegen waren das letzte Volk, dass von Ilúvatar, dem Urvater Mittelerdes, erschaffen wurde. Deshalb wurden sie von den Elben oft als niederes Volk angesehen, als die Zweitgeborenen. 67 Allerdings hatten die Menschen das Schicksal, Mittelerde zu regieren und als letztes Volk in Mittelerde zu leben. Unter den Menschen gab es auch viele verschiedene Stämme, wie zum Beispiel die Rohirrim: „‚Edoras heißt dieser eingefriedete Bezirk‘, sagte Gandalf, ‚und die goldene Halle ist Meduseld, wo Théoden sitzt, Thengels Sohn, der König der Mark von Rohan. (...)Doch wir müssen vorsichtig reiten, denn es ist Krieg, und die Rohirrim, die Pferdeherren, schlafen nicht sämtlich, auch wenn es von weitem so aussieht. (…)‘ “ 68 Deshalb war von Anfang an klar, dass sich das Menschenvolk sehr auf die Menschen des Mittelalters beziehen sollte. Das spiegelt sich sowohl in Behausung, als auch in Kleidung und Kultur wieder.

5. Analyse

5.1. Methodik

Um die Architektur aus einer fiktiven Umgebung, in diesem Beispiel einem Film, der auf einem Roman basiert, zu analysieren und zu untersuchen, gibt es keine festgelegte Methodik. Deswegen wurde die Methodik aus „Fantastische Landschaften“ von Roland Schäfer adaptiert. Obwohl es sich in dieser Arbeit um Landschaften handelt und weniger um Gebäude und eher der Zusammenhang mit Gefühlen und Stimmungen hergestellt wird, passt die Methodik auch gut auf die Analyse und den Vergleich mit Architektur.69

Obwohl Orte im Kino nur virtuell existieren und den Zuschauer in eine andere Welt entführen sollen, werden diese doch bewusst konstruiert und dargestellt. Diese bewusste Darstellung soll hier untersucht werden, denn die Filmemacher und Designer überließen nichts dem Zufall, (außer der natürlichen Überwucherung von Hobbington) und jedes Detail einen Ursprung hat. 70 Für die Analyse soll zunächst untersucht werden, wie die jeweiligen ausgesuchten Orte in beiden Medien dargestellt wurden. Zuerst erfolgt die Beschreibung aus dem Roman. Danach folgt die Bildbeschreibung aus dem Film und der Szenen, in denen der Ort zu sehen ist. Dabei wird vorrangig auf die Architektur geachtet. Im gleichen Abschnitt erfolgt auch ein Hinzuziehen von Skizzen der Illustratoren und der Gedanken der Designer und des Regisseurs Peter Jackson. Im letzten Schritt erfolgt der Vergleich zwischen Film und Buch und daraufhin ein eigener Vergleich der Architektur, einzelner Merkmale und Elemente mit realer Architektur und Stilen. Dabei sollen bis ins Detail Gleichnisse herausgearbeitet und untersucht werden, ob die Designer sich wirklich an echter Architektur orientierten und diese auch den Stilmerkmalen entsprechend den Völkern zugeordnet haben.

5.2 Allgemeines zur Architektur in Mittelerde

Bevor einzelne spezielle Beispiele besprochen, analysiert und mit echten Architekturen verglichen werden, wird erst eine allgemein Einordnung einiger Beispiele vorgenommen. Hobbington, die Heimat der Hobbits, war als idealisiertes, ländliches englisches Dorf angesetzt. 71 Tolkien wollte damit eine Allerweltslandschaft erschaffen, die den Leser nicht einengt. 72 Bei der Umsetzung im Film hat man auch genau dieses Gefühl. Die Nützlichkeitsarchitektur Englands wird hier deutlich. Alles ist heimelig, nützlich und wenig ausschmückend. Die nächste Stadt, Bree, in der die vier Hobbits im „Tänzelnden Pony“ auf den Waldläufer Aragorn treffen, weist altenglische Architektur auf. 73

Demgegenüber sollte zum Beispiel die Zwergenarchitektur sehr geometrisch sein und kaum runde Formen aufweisen. 74 Minas Tirith, die Stadt der Menschen im Süden steht ganz im Gegensatz zu Edoras, welches als Beispiel noch genauer untersucht werden wird, ist vollkommen aus Stein gebaut und hat einen wehrhaften Charakter, damit Feinde nicht direkt in die Stadt eindringen können. Außerdem liegt Minas Tirith an einem Berg und verschmilzt quasi mit dem Gestein. Das Gestein der Stadt ist jedoch weiß und erinnert an italienische oder südländische Häuser, die am Meer stehen. Wirft man einen Blick auf die Karte, liegen Edoras und Minas Tirith nicht so weit voneinander entfernt, jedoch stimmt auch hier die topographische Einordnung von Norden und Süden.

5.3. Bruchtal

5.3.1 Beschreibung im Buch

Im ersten Band des Herrn der Ringe wird Bruchtal, in der Sprache der Elben Rivendell genannt, als das „[letzte gastliche] Haus östlich des Meeres“ 75 beschrieben. Allein der Aufenthalt an diesem Ort sollte „Müdigkeit, Angst und Kummer" 76 heilen. Samwise Gamdschie, der treue Begleiter von Frodo, der Hauptfigur des Romans, bezeichnet das Haupthaus wie folgt: „Ein großes Haus ist das hier, und sehr seltsam. Da entdeckt man immer wieder was Neues und kann nie wissen, was einen erwartet, wenn man um die nächste Ecke biegt “ 77 Das Haus scheint sehr groß zu sein, da Sam Frodo „durch mehrere Flure und etliche Treppen“ 78 in einen Garten führt.

Danach wird die Landschaft und die Umgebung beschrieben. Ein Garten hoch über dem Flussufer, sonnenbeschienene Hänge, plätschernde Bäche und Wasserfälle und ein Gefühl von immer währendem Sommer. Auch die Innenräume sind reich verziert: „In der Mitte der Tafel, vor den gewebten Wandbehängen, stand ein Sessel unter einem Baldachin“. 79 Frodo wird durch einen breiten Gang in eine große Halle geführt, in der keine Tische standen, sondern „ein helles Feuer [...] in einem großen Kamin zwischen zwei reich verzierten Säulen [brannte].“ 80 Dieser Kaminsaal war, neben Elronds Halle, einer von zwei großen Hallen im Hauptgebäude. Außer diesen beiden Räumen werden noch drei weitere Räumlichkeiten genannt: Frodos Zimmer im Obergeschoss, Bilbos Zimmer im Erdgeschoss, welches gen Süden gelegen haben muss, eine Feuerstelle und eine Tür zum Garten besaß. Außerdem hatte das Zimmer einen Söller der nach Osten Tolkiens Zeichnungen zeigen auch noch einen weiteren Söller auf der anderen Seite des Hauses.81

5.3.2. Darstellung im Film und Gedanken der Filmemacher

Bruchtal liegt in einem Tal umgeben von steilen Felswänden (Abb. B01). Die Gebäude, die man von Weitem erkennt, liegen mitten in der Vegetation. Sie scheinen auf einem natürlichen Plateau zu liegen. Man erkennt einige Flüsse, Bäche, Bäume und Büsche. Die Gebäude sind mit der Natur verbaut und bieten viel Platz für deren Entfaltung und die natürlichen Bäche. Dass Bruchtal eine Zufluchtsstätte ist, ist durch viele Eigenschaften sichtbar. Zum einen ist die Lage ein wichtiger Bestandteil. Nur aus der Richtung des Betrachters ist die Schlucht, in der Bruchtal liegt, überhaupt einsehbar. Die Wege, die dorthin führen, führen zu potentiellen Zufluchtstätten. Auch die Häuser bilden diese Zuflucht, denn Häuser an sich haben eine starke Wirkung als Schutz- Symbol. 82 Die Gebäude sollen nicht aus der Natur herausstechen, sondern sich mit ihr verbinden.

Die Häuser liegen nicht alle auf einer Ebene; man erkennt mehrere Dächer und Türmchen, die niedriger oder höher liegen als der Blick des Betrachters (Abb. B02, B03). Es gibt hauptsächlich Spitzdächer mit Giebelfiguren und Akroterien, meist Tierfiguren. Auf den Dachfirsten gibt es oft krabbenähnliche Ornamentabschlüsse (Abb. B04, B05). Die Dächer sind je nach Lichteinfall Weiß oder Blau. In den vielen Türmen finden sich Fenster mit überhöhten Spitzbögen. Manche Türme sind auch pagodenartig (Abb. B06, B07). Die verwendeten Ziegel für die Dächer könnten Bieberschwanzziegel sein. Als Giebel findet man verschiedene Formen, zum Beispiel normale Dreiecksgiebel oder Kleeblattbogen (Abb. B08). Die Fenster, die jedoch kein Glas beinhalten, sind oft als Arkaden, ebenfalls mit Spitzbogen, angelegt. An Dächern oder Türmchen haben sie einen Galerie-Charakter (Abb. B09). Die Säulchen und Dächer sind alle nicht gerade und glatt, sondern wirken organisch und gewachsen (Abb. B10). Die Elben haben das Material nur wenig bearbeitet. Es ist auch unsicher, welches Baumaterial verwendet wurde; vieles sieht aus wie Holz. Innen gibt es auch viele Steinsäulen und -wände. Die meisten Möbel sind jedoch aus Holz.

[...]


1 Neumann, Dietrich (Hrsg.): Filmarchitektur - Von Metropolis bis Blade Runner. München, New York, 1996.

2 Lamster, Mark (Hrsg.): Architecture and Film. New York, 2000. 4

3 Krause, Arnulf: Die wirkliche Mittelerde - Tolkiens Mythologie und ihre Wurzeln im Mittelalter. Stuttgart, 2012.

4 Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. 9. Auflage. Stuttgart, 2001.

5 Tolkien, J.R.R.: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Stuttgart, 1999.

6 Der Herr der Ringe - Die Gefährten. Special Extended Edition. Peter Jackson. 2001. DVD. New Line Home Entertainment, Inc. 2002. und Der Herr Der Ringe - Die Zwei Türme. Special Extended Edition. Peter Jackson. 2002. DVD. New Line Home Entertainment, Inc. 2003.

7 Fonstad, Karen Wynn: Historischer Atlas von Mittelerde. Stuttgart, 1995.

8 Nerdinger, Winfried (Hrsg.): Architektur wie sie im Buche steht - Fiktive Bauten und Städte in der Literatur. München, 2007. S. 17.

9 Ebenda.

10 Ebenda, S. 16.

11 Ebenda, S. 9.

12 Ebenda, S. 10. 6

13 Corbnineau-Hoffmann, Angelika: Architekturen der Vorstellung, Ansätze zu einer Geschichte architektonischer Motive in der Literatur. In: Nerdinger, Winfried (Hrsg.): Architektur wie sie im Buche steht - Fiktive Bauten und Städte in der Literatur. Anl äß lich der Ausstellung „ Architektur Wie Sie im Buche Steht. Fiktive Bauten und Städte in der Literatur “ im Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne vom 8. Dezember 2006 bis 11. März 2007. München, 2007, S. 27-39, S. 27.

14 Nerdinger, Architektur wie sie im Buche steht, S. 12.

15 Ebenda, S. 15.

16 Ebenda.

17 Holländer, Hans: Phantastische Architektur, Texte und Bilder. In: Nerdinger, Winfried (Hrsg.): Architektur wie sie im Buche steht - Fiktive Bauten und Städte in der Literatur. Anl äß lich der Ausstellung „ Architektur Wie Sie im Buche Steht. Fiktive Bauten und Städte in der Literatur “ im Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne vom 8. Dezember 2006 bis 11. März 2007. München, 2007, S. 40-56, S. 49.

18 Nerdinger, Architektur wie sie im Buche steht, S. 10.

19 Designing Middle Earth. Auf: Der Herr der Ringe - Die Zwei Türme. Special Extended Edition. Peter Jackson. 2002. DVD. New Line Home Entertainment, Inc. 2003. T:17:25-18:23

20 Nerdinger, Architektur wie sie im Buche steht, S. 11.

21 Ebenda, S. 7.

22 Altenbuchner, Klaus: Der kleine Hobbit, 1937, Der Herr der Ringe, 1954/1955, J.R.R. Tolkien. In: Nerdinger, Winfried (Hrsg.): Architektur wie sie im Buche steht - Fiktive Bauten und Städte in der Literatur. Anl äß lich der Ausstellung „ Architektur Wie Sie im Buche Steht. Fiktive Bauten und Städte in der Literatur “ im Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne vom 8. Dezember 2006 bis 11. März 2007. München, 2007, S. 340-410, S. 371.

23 Holländer, Phantastische Architektur, S. 53.

24 Lamster, Mark (Hrsg.): Architecture and Film. New York, 2000. S. 1.

25 Ebenda.

26 Ebenda.

27 Fries, Heinrich de: Raumgestaltung im Film. In: Neumann, Dietrich (Hrsg.): Filmarchitektur. Von Metropolis bis Blade Runner. Anl äß lich der gleichnamigen Ausstellung im Deutschen Architektur-Museum und Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main, vom 26. Juni bis 8. September 1996. München/ New York, 1996. S. 182-196, S. 184.

28 Ebenda.

29 Hilberseimer, Ludwig: Filmmöglichkeiten. In: Neumann, Dietrich (Hrsg.): Filmarchitektur. Von Metropolis bis Blade Runner. Anl äß lich der gleichnamigen Ausstellung im Deutschen Architektur-Museum und Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main, vom 26. Juni bis 8. September 1996. München/ New York, 1996. S. 182-196, S. 186.

30 Richter, Kurt: Zeitgemäße Filmarchitektur. In: Neumann, Dietrich (Hrsg.): Filmarchitektur. Von Metropolis bis Blade Runner. Anl äß lich der gleichnamigen Ausstellung im Deutschen Architektur-Museum und Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main, vom 26. Juni bis 8. September 1996. München/ New York, 1996. S. 182-196, S. 186.

31 Kaufmann, F.: Das Szenenbild im Film: Ein Beitrag zur künstlerischen Regie. In: Neumann, Dietrich (Hrsg.): Filmarchitektur. Von Metropolis bis Blade Runner. Anl äß lich der gleichnamigen Ausstellung im Deutschen Architektur-Museum und Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main, vom 26. Juni bis 8. September 1996. München/ New York, 1996. S. 182-196, S. 182.

32 Ebenda.

33 Ebenda.

34 Ebenda.

35 Taut, Bruno: Künstlerisches Filmprogramm in: Neumann, Dietrich (Hrsg.): Filmarchitektur. Von Metropolis bis Blade Runner. Anl äß lich der gleichnamigen Ausstellung im Deutschen Architektur-Museum und Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main, vom 26. Juni bis 8. September 1996. München/ New York, 1996. S. 182-196, S. 183.

36 Reimann, Walter: Filmarchitektur - Filmarchitekt?! In: Neumann, Dietrich (Hrsg.): Filmarchitektur. Von Metropolis bis Blade Runner. Anl äß lich der gleichnamigen Ausstellung im Deutschen Architektur-Museum und Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main, vom 26. Juni bis 8. September 1996. München/ New York, 1996. S. 182-196, S. 189.

37 Ebenda, S. 190.

38 Richter, Zeitgemäße Filmarchitektur, S. 186.

39 Schäfer, Roland: Fantastische Landschaften - Zur Rolle der Landschaft im Film "Der Herr der Ringe - Die Gefährten “ . Freiburg, 2005. S. 11.

40 Schäfer, Fantastische Landschaften, S. 12. 11

41 Gottesman, Brian: Ten Things you should know about J.R.R. Tolkien, 2010 in: mentalfloss.com URL: http:// mentalfloss.com/article/25813/10-things-you-should-know-about-jrr-tolkien (13.11.2013)

42 Schäfer, Fantastische Landschaften, S. 12.

43 Krause, Arnulf: Die wirkliche Mittelerde - Tolkiens Mythologie und ihre Wurzeln im Mittelalter. Stuttgart, 2012. S. 26.

44 Schäfer, Fantastische Landschaften, S. 12.

45 Krause, Arnulf: Die wirkliche Mittelerde - Tolkiens Mythologie und ihre Wurzeln im Mittelalter. Stuttgart, 2012., S. 25.

46 Schäfer, Fantastische Landschaften, S. 14.

47 Ebenda, S. 14f.

48 Schäfer, Fantastische Landschaften, S. 15.

49 Designing Middle Earth. Die Zwei Türme. T:17:25-18:23.

50 Schäfer, Fantastische Landschaften, S. 16f.

51 Ebenda, S. 13.

52 Designing Middle Earth, Auf: Der Herr der Ringe - Die Gefährten. Special Extended Edition. Peter Jackson. 2001. DVD. New Line Home Entertainment, Inc. 2002. T:0:29-1:57.

53 Ebenda.

54 Ebenda.

55 Schäfer, Fantastische Landschaften, S. 17.

56 Altenbuchner, Der kleine Hobbit, Der Herr der Ringe, S. 374.

57 Designing Middle Earth, Die Gefährten, T:8:02-8:40.

58 Ebenda, T:8:47-8:51.

59 Ebenda, T:9:02-9:20.

60 Ebenda.

61 Designing Middle Earth, Die Gefährten, T:12:43-13:19.

62 Ebenda, T:21:56-22:18.

63 Schäfer, Fantastische Landschaften, S. 13.

64 Ebenda.

65 Ebenda.

66 Designing Middle Earth, Die Gefährten, T:22-26ff.

67 Tolkien, J.R.R.: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Stuttgart, 1999. S. 137 ff.

68 Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Die Zwei Türme. 9. Auflage. Stuttgart, 2001. S. 134.

69 Schäfer, Fantastische Landschaften, S. 7.

70 Designing Middle Earth, Die Gefährten, T:12:43-13:19.

71 Designing Middle Earth, Die Gefährten, T:12:43-13:19.

72 Altenbuchner, Der kleine Hobbit, Der Herr der Ringe, S. 373.

73 Designing Middle Earth, Die Gefährten, T:17:30.

74 Designing Middle Earth, Die Gefährten, T:27:30

75 Tolkien, J.R.R.: Der Herr der Ringe. Die Gefährten. 9. Auflage. Stuttgart, 2001. S. 294.

76 Ebenda.

77 Ebenda, S. 295.

78 Ebenda.

79 Ebenda, S. 297.

80 Tolkien, Die Gefährten, S. 300.

81 Fonstad, Karen Wynn: Historischer Atlas von Mittelerde. Stuttgart, 1995. S. 127.

82 Schäfer, Fantastische Landschaften, S. 91.

Ende der Leseprobe aus 81 Seiten

Details

Titel
Architektur in Mittelerde. Analyse der Filmarchitektur nach Tolkien und ihrer möglichen Vorbilder
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Philosophische Fakultät)
Note
1,8
Autor
Jahr
2013
Seiten
81
Katalognummer
V285251
ISBN (eBook)
9783656851752
ISBN (Buch)
9783656851769
Dateigröße
34395 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
tolkien, mittelerde, architektur, jugendstil, gotik, herr der ringe, hobbit
Arbeit zitieren
Anne-Ailine Krause (Autor), 2013, Architektur in Mittelerde. Analyse der Filmarchitektur nach Tolkien und ihrer möglichen Vorbilder, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285251

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