Adam Rieß ist ein bedeutender Mathematiker aus Staffelstein. Die Schwerpunkte der folgenden Seminararbeit liegen einerseits darauf, sein Leben und Werk nachzuzeichnen, und andererseits seine heutige Bedeutung und Präsenz aufzuzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Adam Ries – Leben und Werk
1.1 Das Leben des Adam Ries
1.2 Seine Werke
1.2.1 „Rechenung auff der linihen…“
1.2.2 „Rechnung auff der linihen und federn…“
1.2.3 Die „Coß“ von Adam Ries
1.2.3.1 Was versteht man unter Rechenmeister und Cossist?
1.2.4 „Rechnenung nach der lenge/auff der Linihen und Feder…“ = Die „Practica“
1.2.5„Das gerechent Büchlein“=„Annaberger Brotordnung“
2. Mathematik vor Adam Ries
2.1 Die vier Grundrechenarten
2.1 Das Addieren:
2.2 Das Subtrahieren
2.3 Das Multiplizieren
2.4 Das Dividieren
3. Mathematik des Adam Ries
3.1 Adam Ries als Rezessschreiber
4. Adam Ries – seine Präsenz heute
4.1 Der ADAM‐RIES‐Bund e.V.
4.2 Die Kolloquien des ADAM‐RIES‐Bund e.V.
4.3 Der Adam Ries Wettbewerb
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Leben, dem Werk und der bleibenden Bedeutung von Adam Ries. Ziel ist es, seine mathematischen Beiträge in den historischen Kontext seiner Zeit einzuordnen und aufzuzeigen, warum er als „Rechenmeister des deutschen Volkes“ bekannt wurde und wie sein Erbe in der heutigen Zeit durch den Adam-Ries-Bund gepflegt wird.
- Biografie und Werdegang von Adam Ries
- Analyse der bedeutendsten Rechenbücher und der „Annaberger Brotordnung“
- Die mathematische Methodik des Abakusrechnens
- Die heutige Bedeutung von Adam Ries für Wissenschaft und Kultur
Auszug aus dem Buch
1.2.3 Die „Coß“ von Adam Ries
Der Name „Coß“ stammt vom italienischen Wort „cosa“ ab und bedeutet „Ding“ oder „Sache“. Dieses Substantiv ist eine Bezeichnung für die gesuchte Größe, die in Gleichungen zu bestimmen ist. Vergleichbar ist es mit unserer heutigen Bezeichnung für die Variable „x“. Adam Ries bezeichnete sie auch mit Radix, Wurzel oder Ding.
Die Gleichungslehre, welche auch in der „Coß“ von Adam Ries bearbeitet wurde, stammte ursprünglich aus Südosten und gelangte durch Muslime nach Westeuropa. Die wesentlichen Grundtypen stammen aus einem Lehrbuch „al-Kitâb al-muhtasar fî hisâb al-gabr wa-l-muqâbala“, welches von dem Muslim Muhammad ibn Mûsâ al-Hwârizmi (vor 800 – nach 847) verfasst wurde. Auf diesen ist auch die Gleichungslehre zurückzuführen, die sich in Europa ausbreitete. Vor allem in den Bibliotheken von Benediktinerklöstern wurden viele dieser Texte aufbewahrt.
Wie bereits erwähnt, begann Adam Ries 1522 mit der Arbeit an seiner „Coß“. Diese ist eine theoretische Schrift über Algebra. In ihr wird erstmals nachweisbar ein Wurzelzeichen verwendet.
Seine Erstfassung, bzw. der erste Teil davon wurde von ihm in Erfurt verfasst. Diese beendete er, trotz über 320 praktischer Rechenbeispiele, obwohl diese noch nicht vollständig war „Am Freytag nach Judica im Jar 1524“ (18. März) in Annaberg.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Adam Ries – Leben und Werk: Biografie des Rechenmeisters, seine Herkunft und die Entstehung seiner wichtigsten Werke.
2. Mathematik vor Adam Ries: Darstellung des mathematischen Stands vor seiner Zeit und Erläuterung der Grundrechenarten am Abakus.
3. Mathematik des Adam Ries: Betrachtung seiner beruflichen Tätigkeit als Rezessschreiber und sein fundiertes mathematisches Wirken.
4. Adam Ries – seine Präsenz heute: Untersuchung des anhaltenden Einflusses durch Vereine, Wettbewerbe und wissenschaftliche Kolloquien.
Schlüsselwörter
Adam Ries, Rechenmeister, Coß, Mathematik, Abakus, Algebra, Annaberg, Brotordnung, Rezessschreiber, Adam-Ries-Bund, Grundrechenarten, Historische Mathematik, Frühe Neuzeit, Staffelstein, Rechenbuch
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beleuchtet das Leben und das mathematische Erbe von Adam Ries, einem der bedeutendsten Rechenmeister der frühen Neuzeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf seiner Biografie, seinen publizierten Rechenwerken, seiner Algebra-Schrift „Coß“, der Brotordnung und seiner heutigen kulturellen Rezeption.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, Adam Ries nicht nur als historischen Mathematiker zu würdigen, sondern auch seine anhaltende Bedeutung für die heutige Zeit und die Bildung zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Studium historischer Quellen und der Aufarbeitung von Informationen des Adam-Ries-Bundes.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Werke von Ries detailliert vorgestellt, mathematische Rechenverfahren am Abakus beispielhaft erläutert und die Arbeit eines Rezessschreibers erklärt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Adam Ries, Rechenmeister, Coß, Mathematik, Abakus, Brotordnung und das Wirken des Adam-Ries-Bundes.
Was unterscheidet die „Coß“ von seinen anderen Werken?
Während seine anderen Rechenbücher primär für das praktische Rechnen (Kaufmannsrechnen) gedacht waren, ist die „Coß“ eine theoretische Abhandlung zur Algebra.
Warum ist die „Annaberger Brotordnung“ so bedeutend?
Sie diente als Standard für Brotgewichte und Preise, um Betrug zu verhindern und soziale Gerechtigkeit sowie fairen Handel in den Städten zu sichern.
- Arbeit zitieren
- Melanie Telkemeier (Autor:in), 2014, Ein Rechenmeister mit Folgen. Leben und Werk von Adam Rieß, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285267