In der folgenden Arbeit soll eine finanzielle Vorteilhaftigkeitsanalyse durchgeführt werden, die zwei Varianten zur Verwaltung von Kapitalanlagen über einen einperiodischen Betrachtungszeitraum hinaus miteinander vergleicht. Variante I ist die Verwaltung über eine vermögensverwaltende GmbH und Variante II die Verwaltung der Kapitalanlagen im Privatvermögen.
Zunächst erfolgt die Modellbeschreibung mit den Modellprämissen für ein Vermögensendwertmodell bei der privaten Vermögensverwaltung und im Anschluss daran folgt die Beschreibung für ein Modell bei einer vermögensverwaltenden GmbH. Die Vermögensendwerte werden bei beiden Modellen nach steuerlichen Gesichtspunkten berechnet und miteinander verglichen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 VERMÖGENSENDWERTMODELLE
2.1 Vermögensendwert bei privater Vermögensverwaltung
2.1.1 Gewinnanteile (Dividenden)
2.1.2 Einkünfte aus sonstigen Kapitalforderungen – Zinsen
2.1.3 Gewinne aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften
2.1.4 Zusammenfassung
2.2 Vermögensendwert bei der Vermögensverwaltung über die GmbH
2.2.1 Gewinnanteile (Dividenden)
2.2.2 Einkünfte aus sonstigen Kapitalforderungen – Zinsen
2.2.3 Gewinne aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften
2.2.4 Zusammenfassung
2.3 Ergebnis des Vergleichs der Vermögensendwerte
3 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die finanzielle Vorteilhaftigkeit der Vermögensverwaltung über eine vermögensverwaltende GmbH im Vergleich zur privaten Vermögensverwaltung. Ziel ist es, unter Anwendung der Vermögensendwertmethode zu ermitteln, welche Struktur bei unterschiedlichen Kapitalerträgen und Laufzeiten zu einem höheren Endvermögen führt.
- Vergleich von privater Vermögensverwaltung und GmbH-Struktur
- Analyse steuerlicher Auswirkungen auf Dividenden, Zinsen und Veräußerungsgewinne
- Einfluss von Zinseszinseffekten durch Thesaurierung in einer GmbH
- Bedeutung von Hebesätzen und Renditen für die Vorteilhaftigkeitsentscheidung
- Ableitung von Handlungsempfehlungen für Anleger
Auszug aus dem Buch
Vermögensendwertberechnung bei privater Vermögensverwaltung
Wenn eine Investition auf einen beliebigen Zeitpunkt in der Zukunft n mit einem Zinsfuß i aufgezinst wird, so spricht man von einer Ermittlung des Endwertes (Vermögensendwert). Da die Zahlung auf den Endzeitpunkt des Planungshorizontes bezogen wird, spricht man von dem Endwert. Die allgemeingültige Formel des Endwertes bezogen auf den Vermögensendwert lautet wie folgt:11
VEW n = INV x (1+i)^n
VEW n = Vermögensendwert im Jahre n
INV = Investitionsbetrag
i = Zinsfuß in % pro Jahr (Rendite)
n = Planungszeitraum in Jahren
Von Vorteil ist bei der Endwertbetrachtung, dass der Zielwert nachvollziehbar gemacht wird. Ein Nachteil dieser Betrachtung ist die zeitliche Distanz des Zielwerts (Endwert) zum aktuellen Entscheidungszeitpunkt.12
Die Steuern werden bei der Vermögensendwertberechnung als Auszahlung erfasst, da durch sie das Ergebnis direkt beeinflusst wird. Im Grundmodell wird deshalb ein Zinsfuß nach Steuern einbezogen. Dieser ergibt sich durch die Kürzung des Zinsfußes vor Steuern um den Ertragsteuersatz.13
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Das Kapitel erläutert die steuerlichen Veränderungen durch die Abgeltungsteuer und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Vorteilhaftigkeit der Vermögensverwaltung über eine GmbH gegenüber privatem Vermögen.
2 VERMÖGENSENDWERTMODELLE: Hier werden die mathematischen Modelle und steuerlichen Parameter für die Berechnung der Endvermögen bei privater Verwaltung und innerhalb einer GmbH für verschiedene Ertragsarten detailliert dargestellt.
3 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN: Auf Basis der Berechnungen werden konkrete Ratschläge gegeben, für welche Anlegertypen und Ertragsarten eine GmbH-Struktur oder die private Vermögensverwaltung steuerlich effizienter ist.
Schlüsselwörter
Vermögensverwaltung, GmbH, Privatvermögen, Vermögensendwert, Abgeltungsteuer, Steuersatz, Kapitalanlage, Thesaurierung, Dividenden, Zinsen, Veräußerungsgewinne, Investitionsrechnung, Zinseszinseffekt, Steuerbelastung, Rendite
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit?
Die Arbeit vergleicht die finanzielle Vorteilhaftigkeit der Vermögensverwaltung in einer GmbH gegenüber der privaten Vermögensverwaltung vor dem Hintergrund der steuerlichen Gegebenheiten von 2009.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die steuerliche Behandlung von Dividenden, Zinsen und Veräußerungsgewinnen sowie der Einfluss der Thesaurierung auf den Zinseszinseffekt.
Was ist das Ziel der Untersuchung?
Ziel ist die Identifikation des steuerlich effizienteren Modells für Kapitalanlagen, um ein möglichst hohes Endvermögen nach 20 Jahren zu erzielen.
Welche wissenschaftliche Methode wird genutzt?
Es wird das dynamische Verfahren der Vermögensendwertmethode verwendet, um verschiedene Anlagevarianten vergleichbar zu machen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil erfolgen die Modellbeschreibung, die detaillierte mathematische Herleitung der Vermögensendwerte für beide Varianten sowie ein tabellarischer Vergleich bei unterschiedlichen Renditen.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Vermögensverwaltung, GmbH, Privatvermögen, Abgeltungsteuer, Thesaurierung, Rendite und steuerliche Vorteilhaftigkeit.
Warum ist der Hebesatz für die GmbH-Vorteilhaftigkeit wichtig?
Ein niedrigerer Hebesatz reduziert die Gewerbesteuerlast auf Gesellschaftsebene, was den Steuersatzvorteil erhöht und somit das für die Reinvestition verfügbare Kapital vergrößert.
Lohnt sich eine GmbH für Zinserträge?
Nein, aufgrund des geringen Steuersatzvorteils auf Gesellschaftsebene ist bei Zinserträgen die private Vermögensverwaltung in der Regel vorzuziehen.
- Citar trabajo
- Michaela Reichelt (Autor), 2009, Die finanziellen Vorteile der Vermögensverwaltung über eine GmbH und im Privatvermögen im Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285669