The congestion costs in Germany are dramatically high due to increasing traffic volume and congestion lengths. These costs are mainly induced to market failure, especially externalities: Car drivers don’t take the mutual impediment in consideration. In conclusion, every car driver causes the congestion while also suffering from it simultaneously. This phenomenon makes it difficult to find the right solutions in order to internalize the external costs. However, by following the Pigovian Tax strategy (congestion pricing) and by using additional advanced technologies the congestion costs can be reduced or even avoided effectively.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Staukosten
2.1 Kosten des Verkehrs
2.2 Eingrenzung zu den Staukosten
2.3 Studien – Ausmaß der Staukosten in Deutschland und Europa
3. Externe Kosten
3.1 Definition externer Effekte
3.2 Arten externer Effekte
3.3 Externe Staukosten
3.4 Diskussionen
3.4.1 Gruppeninternalisierung
3.4.2 Staatsversagen
4. Möglichkeiten der Internalisierung
4.1 Strategien der Internalisierung
4.1.1 Pigou-Steuer
4.1.2 Coase-Theorem – Verhandlungslösung
4.1.3 Haftungsrecht
4.1.4 Zwischenfazit
4.2 Instrumente zur Internalisierung
4.2.1 Moralische Appelle
4.2.2 Auflagen
4.2.3 Abgaben
4.2.4 Preis-Standard-Ansatz
4.2.5 Fusion der Beteiligten
4.3 Auswertung der Möglichkeiten
4.3.1 Stauzeitkosten
4.3.2 Energiekosten
4.3.3 Umweltkosten
4.3.4 Unfallrisiko
5. Messung der Internalisierung von Stauexternalitäten
5.1 Messung der externen Staukosten
5.2 Internalisierung: Zurechnung der Einnahmen und Verwendung
5.3 Sind die externen Staukosten in Deutschland internalisiert?
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Verkehrsstaus aus der ökonomischen Perspektive der Theorie der externen Kosten. Ziel ist es, die Möglichkeiten der Internalisierung dieser externen Kosten zu analysieren, kritisch zu bewerten und Lösungsansätze für die Politik zu identifizieren, um Staukosten effektiv zu verringern.
- Theorie der externen Effekte im Kontext des Straßenverkehrs
- Analyse und Bewertung von Internalisierungsstrategien (Pigou, Coase, Haftungsrecht)
- Untersuchung praxisnaher Instrumente wie Maut, Auflagen und Verkehrstelematik
- Bewertung der Stausituation und des Internalisierungsgrades in Deutschland
- Ansätze zur ökonomischen Effizienz und Wohlfahrtssteigerung im Verkehrssektor
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition externer Effekte
Angebot und Nachfrage bestimmen in einer freien Marktwirtschaft grundsätzlich die Preisbildung. Auf diese Weise kalkulieren bspw. die beteiligten Marktakteure jegliche Kosten in ihr wirtschaftliches Handeln mit ein und decken diese. Allerdings gibt es Ausnahmesituationen, in denen einige Kostenpositionen offen bleiben, womit das Gleichgewicht im Markt nicht mehr vorliegt, was sogar zum Marktversagen führen kann. Die Rede ist von externen Effekten und den entsprechenden Kosten.
Bevor auf die externen Effekte im Detail eingegangen wird, sei an dieser Stelle zur Abgrenzung vom externen der interne Effekt bzw. die internen Kosten beschrieben37: Der interne Effekt liegt vor, wenn ein Marktakteur die durch ihn entstandenen Kosten auch selbst deckt bzw. den entstandenen Nutzen oder Gewinn sich zu eigen macht.
Komplizierter sieht dagegen die Definition der Externalität aus. Die internationale Literatur speziell über den externen Effekt ist sehr umfangreich. Zwar stimmen die Beschreibungen dieses Effekts größtenteils überein, weisen jedoch ein breites Spektrum an Formulierungen auf, was auch einen gewissen Spielraum bei der Eingrenzung der relevanten Kosten lässt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt das stetig wachsende Verkehrsaufkommen, die resultierende Stauproblematik und die volkswirtschaftliche Relevanz der nicht internalisierten externen Kosten.
2. Staukosten: Kategorisiert die generellen Verkehrskosten, grenzt Staukosten als spezifische Kostenart ab und gibt einen Überblick über relevante Studien zu deren Ausmaß.
3. Externe Kosten: Definiert externe Effekte und deren Arten, prüft das Vorliegen einer Externalität bei Staus und diskutiert wissenschaftliche Kontroversen.
4. Möglichkeiten der Internalisierung: Analysiert theoretische Strategien und praktische Instrumente zur Internalisierung der externen Staukosten.
5. Messung der Internalisierung von Stauexternalitäten: Erläutert die methodischen Schwierigkeiten bei der Messung von Staukosten und untersucht den Internalisierungsstatus in Deutschland.
6. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und gibt eine kritische Einschätzung zur Notwendigkeit politischer Maßnahmen zur Stauvermeidung.
Schlüsselwörter
Staukosten, externe Effekte, Internalisierung, Pigou-Steuer, Coase-Theorem, Verkehrstelematik, Maut, Marktversagen, soziale Kosten, Stauvermeidung, Verkehrsinfrastruktur, Wohlfahrtsverlust, Allmendegut, Preis-Standard-Ansatz, Haftungsrecht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Problem von Verkehrsstaus unter dem Aspekt der Theorie externer Kosten und untersucht wirtschaftspolitische Möglichkeiten zu deren Internalisierung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Staukosten, externe Effekte, Internalisierungsstrategien wie Steuern oder Auflagen und die ökonomische Messbarkeit dieser Belastungen.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit fragt, wie externe Staukosten ökonomisch internalisiert werden können, um eine Verringerung oder Vermeidung von Staus bei gleichzeitiger Steigerung der Gesamtwohlfahrt zu erreichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der Umweltökonomik, eine Auswertung bestehender ökonomischer Literatur und Studien sowie eine vergleichende Betrachtung praktischer Instrumente.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Theorie externer Effekte, die Abgrenzung von internen und externen Staukosten, die Diskussion zu Politikversagen sowie eine detaillierte Analyse von Instrumenten zur Internalisierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Staukosten, Externalitäten, Internalisierung, Pigou-Steuer, Coase-Theorem und soziale Kosten stehen im Mittelpunkt der Untersuchung.
Wie unterscheidet sich die "Gruppeninternalisierung" von der klassischen Definition?
Einige Autoren argumentieren, dass Fahrer im Stau sowohl Täter als auch Opfer sind, weshalb sie sich als Kollektiv selbst internalisieren würden; die Arbeit widerlegt dies jedoch als nicht haltbar.
Warum hält der Autor den Ausbau von Straßen für oft ineffizient?
Der Autor verweist auf das Phänomen des "induzierten Verkehrs", bei dem der Ausbau der Kapazität langfristig zu neuem Verkehrsaufkommen führt und somit das Stauproblem nicht nachhaltig löst.
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- Anatolij Kasnatscheew (Author), 2014, Möglichkeiten der Internalisierung externer Staukosten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285676