Werbung ist heutzutage allgegenwärtig, wir sehen sie so gut wie überall. Unser Kaufverhalten wird unbewusst von Werbung beeinflusst und in eine bestimmte Richtung gelenkt. Seit den Anfängen der Werbung werden bevorzugt Frauen als Werbeobjekt genutzt. Mit ihren vielen verschiedenen Facetten und auf Grund ihrer verführerischen Reize ist sie universal einsetzbar. Wenn man der Meinung ist, dass Werbung als ein Spiegelbild der Gesellschaft gesehen werden kann, dann lässt sich diese an Hand dieser die Rolle der Frau über die Jahre hinweg beobachten.Auf diese Eigenschaften werde ich in meiner Arbeit noch genauer eingehen und diese Entwicklung der Rolle der Frau in der Werbung genauer erläutern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Entwicklung der Frauenrolle in der Werbung
3. Heutiges Frauenbild
4. Frauentypen in der Werbung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die historische und aktuelle Darstellung der Frau in der Werbung und analysiert, wie sich Werbebilder über Jahrzehnte hinweg verändert haben und welche Auswirkungen diese auf das weibliche Selbstbild haben.
- Historische Entwicklung der Frauenrolle in der Werbung seit den 1920er Jahren
- Die Entstehung und Etablierung verschiedener Werbe-Frauentypen
- Einfluss von Schönheitsidealen und medialer Perfektion auf die Psyche
- Kritische Auseinandersetzung mit der Wirkung von Model-Staturen auf das Selbstwertgefühl
- Analyse der Werbestrategien im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen
Auszug aus dem Buch
2. Die Entwicklung der Frauenrolle in der Werbung
In den 20er Jahren und auch noch lange Zeit danach hatte die Frau nur wenige Rechte. Für sie galt es zu Hause zu bleiben und sich in die Rolle der perfekten Hausfrau einzufügen (Netopilek 2007/2008, S. 32). Sie sorgte sich ausschließlich um den Haushalt, das Wohlbefinden ihres Mannes und umsorgte und erzog die Kinder. Genauso wurde sie auch in der Werbung dargestellt; indem sie lediglich für typische Frauenprodukte, wie Waschmittel und Dr. Oetker warb (Netopilek 2007/2008, S. 33). Sie hatte eine sehr weibliche, mütterliche Figur mit den entsprechenden Merkmalen eines breiten Beckens, einer großen Oberweite und eines ausgeprägten Gesäß (Netopilek 2007/2008, S. 31).
Frauen mit einer schlanken Figur wurde zuerst Ende der 20er Jahren in der Werbung gezeigt und waren von da an in der Werbung der 30er und 40er immer häufiger zu sehen (Netopilek 2007/2008, S. 35).
Während der 50er Jahre blieb die traditionelle Rollenaufteilung weiterhin bestehen. Die Frau war ausschließlich Hausfrau und im Vordergrund standen ihre Schönheit und eine tadellose Haushaltsführung. Die Werbung versuchte zu dieser Zeit Hausfrauen davon zu überzeugen, dass bestimmte Mittel oder Maschinen sie von ihrer Last befreien können und Frauen warben mit Produkten, die ihnen die Hausarbeit erleichterten. (M. Kriebus 2003/2004, S. 24).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Allgegenwärtigkeit von Werbung und deren unbewussten Einfluss auf das Kaufverhalten sowie die Rolle der Frau als häufig genutztes Werbeobjekt.
2. Die Entwicklung der Frauenrolle in der Werbung: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Frauenbilder von den 20er Jahren bis in die 90er Jahre nach, unterteilt in die jeweiligen gesellschaftlichen Rollenzuweisungen.
3. Heutiges Frauenbild: Der Fokus liegt hier auf der digitalen Manipulation von Bildern und dem Druck, den unerreichbare Schönheitsideale auf das psychische Wohlbefinden von Frauen ausüben.
4. Frauentypen in der Werbung: Hier werden verschiedene Kategorien wie die Hausfrau, die berufstätige Frau oder das Sexobjekt definiert und deren jeweilige Funktion im Werbekontext erläutert.
5. Fazit: Das Fazit kritisiert die Diskrepanz zwischen realer Lebenswelt und werblicher Inszenierung und diskutiert positive Ansätze wie die Dove-Kampagnen zur Stärkung des Selbstvertrauens.
Schlüsselwörter
Werbung, Frauenrolle, Frauenbild, Werbeobjekt, Schönheitsideal, Kaufverhalten, Rollenaufteilung, Körperbild, Selbstwertgefühl, Medienwirkung, Sex sells, Hausfrau, weibliche Identität, digitale Bearbeitung, Konsumverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Kommunikation und der Darstellung von Frauen als Werbeobjekte und deren historischer Wandlung über die Jahrzehnte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die historische Rollenentwicklung, Typologien von Frauen in der Werbung, der Einfluss von Schönheitsidealen und die Wirkung medialer Inszenierungen auf das Selbstbild.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Entwicklung der Frau in der Werbung darzustellen und zu analysieren, wie sich diese Bilder von der perfekten Hausfrau bis hin zu aktuellen Idealen gewandelt haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und analysierende Literaturarbeit genutzt, um Trends in der Werbegeschichte und deren gesellschaftliche sowie psychologische Implikationen aufzuzeigen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Analyse der Frauenrolle, die Untersuchung moderner digitaler Bildmanipulation und eine Einteilung verschiedener Frauentypen in der Werbelandschaft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Werbung, Frauenrolle, Schönheitsideal, Werbeobjekt und Selbstwertgefühl.
Wie unterscheidet sich das Frauenbild der 50er Jahre von dem der 90er Jahre?
In den 50er Jahren stand die Frau primär als Hausfrau im Mittelpunkt, während in den 90er Jahren eine bewusstere, oft sexualisierte Inszenierung und eine Abkehr von reinen Haushaltsthemen stattfand.
Warum kritisieren die Autorin die Darstellung von Frauen in der Werbung?
Die Kritik richtet sich gegen die Vermittlung unrealistischer Ideale, die den Druck auf Frauen erhöhen und psychische sowie physische Belastungen durch den ständigen Vergleich mit "perfekten" Bildern nach sich ziehen.
Welche Rolle spielen aktuelle Dove-Kampagnen in der Schlussbetrachtung?
Dove dient als positives Beispiel für eine Werbestrategie, die mit durchschnittlichen Frauen arbeitet und damit einen Impuls zur Stärkung des weiblichen Selbstvertrauens gibt.
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- Anonym (Autor), 2014, Die Entwicklung der Frau als Werbeobjekt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285720