Die folgende Arbeit setzt sich mit der externen Kommunikation und Imagebildung der Charité Berlin auseinander.
Im Fokus steht hierbei ihre hauseigene PR- und Marketingarbeit.
Diese wird exemplarisch an dem Imagefilm der Klinik und ihrer Krisenkommunikation untersucht werden.
Letztendlich soll sich zeigen inwieweit die Kommunikationsweise eines Non-Profit-Unternehmens sich profitorientierten Unternehmen angeglichen hat, wo ihre Schwachstellen liegen und was es noch zu verbessern gilt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Berliner Charité
2.1. Zahlen und Fakten
2.2. Die Unternehmenskommunikation
3. Neue Herausforderungen an PR und Krisenkommunikation
4. Selbstdarstellung: Video als PR-Instrument der Charité
5. Krisenkommunikation der Charité
6. Fazit
7. Quellenverzeichnis
7.1. Wissenschaftliche Literatur
7.2. Fachliteratur
7.3. Websites/ Journalistische Artikel
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die externe Kommunikation und Imagebildung der Charité Universitätsmedizin Berlin vor dem Hintergrund eines zunehmend kompetitiven Gesundheitsmarktes und analysiert dabei, wie das Klinikum sowohl durch strategische Instrumente wie Imagefilme als auch durch die Bewältigung von Krisenfällen versucht, seine Reputation zu steuern und zu wahren.
- Struktur und Instrumente der Unternehmenskommunikation bei Non-Profit-Organisationen
- Herausforderungen für Krankenhäuser durch Patientenorientierung und Wettbewerbsdruck
- Die Rolle von audiovisuellen Medien (Imagefilmen) in der strategischen PR
- Krisenkommunikation als Instrument zur Wiederherstellung von Glaubwürdigkeit und Vertrauen
Auszug aus dem Buch
4. Selbstdarstellung: Video als PR-Instrument der Charité
Als Ergebnis einer kontinuierlich ansteigenden Informationsüberflutung, steigt der Bedarf an Bildkommunikation. Visuelle Reize lösen beim Beobachter sehr viel weniger kognitive Anstrengung aus, als es bei rein textbasierten Kommunikationsmitteln der Fall ist. Optisch vermittelte Informationen werden schneller aufgenommen und bleiben langfristiger in Erinnerung. Daher ist es notwendig, sich dem Kunden/Patienten mit Hilfe bildbasierter Kommunikationsmittel zu präsentieren, so z.B. in Form eines Imagefilms.27 Ein solcher dient der Darstellung des Unternehmens nach außen. Als dienstleistungsorientierte Organisation ist für die Charité Universitätsmedizin Berlin der Imagefilm ein besonders wichtiges PR-Instrument. Da Dienstleistungen durch eine Immaterialität geprägt sind, ist ihre Vergleichbarkeit eingeschränkt. Sie werden somit zu Vertrauensgütern.28 Ana Lüthy und Uta Buchmann verweisen in ihrem Marketing-Ratgeber für Krankenhäuser auf die Möglichkeiten von Imagefilmen. Nach Lüthy/Buchmann sind diese in der Lage die immateriellen Dienstleistungen sichtbar und spürbar für den Patienten zu kommunizieren. Film, Musik und eine eingängliche Off-Stimme rufen beim Betrachter stärkere Emotionen hervor als Bild und Text (z.B. in Form eines Flyers oder einer Broschüre). Dies führt letztendlich sowohl zu einer positiven Qualitätsassoziation, als auch zu einem gesteigerten Vertrauen seitens des Patienten. Die beiden Faktoren sind oftmals ausschlaggebend für die Entscheidung einer Person ein spezifisches Klinikum aufzusuchen und sich in diesem in Behandlung zu begeben.29
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der externen Kommunikation von Nonprofit-Organisationen am Beispiel der Berliner Charité ein und beleuchtet den Wandel des Patienten zum mündigen Kunden.
2. Die Berliner Charité: In diesem Kapitel werden die historischen Hintergründe und aktuellen Strukturdaten des Klinikums vorgestellt sowie die Aufgabenbereiche der internen Unternehmenskommunikation skizziert.
3. Neue Herausforderungen an PR und Krisenkommunikation: Das Kapitel thematisiert den Transformationsprozess des Gesundheitswesens und die daraus resultierende Notwendigkeit für Kliniken, marktorientierte PR-Strategien zu entwickeln.
4. Selbstdarstellung: Video als PR-Instrument der Charité: Hier wird der Einsatz von Imagefilmen als PR-Instrument zur emotionalen Bindung und Vertrauensbildung analysiert.
5. Krisenkommunikation der Charité: Dieser Abschnitt untersucht beispielhaft den Umgang der Charité mit einem spezifischen Missbrauchsvorwurf und bewertet die kommunikative Reaktion der Klinikleitung.
6. Fazit: Das Fazit resümiert die Professionalität der Charité-Kommunikation und bewertet, wie das Klinikum durch Krisenintervention und Maßnahmenkataloge seine Reputation zu sichern versucht.
7. Quellenverzeichnis: Hier werden die verwendeten wissenschaftlichen Quellen, Fachliteratur sowie journalistische Beiträge und Webseiten aufgelistet.
Schlüsselwörter
Charité, Non-Profit-Organisation, Externe Kommunikation, Imagebildung, PR-Strategie, Krisenkommunikation, Krankenhaus-Marketing, Markenbildung, Patientenorientierung, Vertrauensbildung, Imagefilm, Gesundheitswesen, Unternehmenskommunikation, Öffentlichkeitsarbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Strategien der externen Kommunikation und der Imagebildung, die von der Charité Universitätsmedizin Berlin genutzt werden, um sich im modernen Gesundheitssektor zu positionieren.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Rolle von Nonprofit-Organisationen, die Bedeutung von Markenbildung im Krankenhaussektor, den Einsatz visueller PR-Instrumente sowie Prinzipien der Krisenkommunikation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie die Charité ihre Kommunikation nach außen gestaltet, um auf einen zunehmend informierten Patientenstamm zu reagieren und gleichzeitig die Herausforderungen durch den Wettbewerbsdruck zu meistern.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse der theoretischen Kommunikationsgrundlagen sowie einer praxisorientierten Untersuchung von Fallbeispielen, insbesondere des Imagefilms der Klinik und der Reaktion auf einen spezifischen Krisenfall aus dem Jahr 2012.
Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Charité, die theoretische Einordnung neuer Anforderungen an die PR im Gesundheitswesen, die Analyse des hauseigenen Imagefilms sowie eine detaillierte Aufarbeitung der krisenkommunikativen Prozesse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Markenbildung, Patientenorientierung, Krisenprävention und strategische Unternehmenskommunikation definiert.
Welche Rolle spielt der Imagefilm für die Charité?
Der Imagefilm fungiert als wichtiges PR-Instrument, um immaterielle Dienstleistungen erlebbar zu machen, das Vertrauen der Patienten zu gewinnen und sich gegenüber anderen Kliniken im Wettbewerb zu differenzieren.
Wie bewertet die Autorin das Krisenmanagement der Charité?
Die Autorin stellt kritisch fest, dass die initiale Kommunikation bei der Krise 2012 unzureichend war, jedoch durch einen später implementierten Maßnahmenkatalog und eine Budgetaufstockung die notwendige professionelle Korrektur stattfand.
- Citar trabajo
- Kira Gehrmann (Autor), 2014, Die externe Kommunikation und Imagebildung von Nonprofit-Organisationen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285871