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Kinder im Konzentrationslager. Buben in Buchenwald

Title: Kinder im Konzentrationslager. Buben in Buchenwald

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 37 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: David Neideck (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Bei der Zusammenstellung dieser Ausarbeitung wurde auf Literatur zurückgegriffen, die ausführlich im Literaturverzeichnis auf Seite 35 aufgelistet ist. Der Forschungsstand der Thematik „Kinder und Buchenwald“ wird besonders durch Nivens „Das Buchenwaldkind“ aus dem Jahr 2009 deutlich. Es ist in Bezug auf Stefan Zweig, der als einer der berühmtesten Überlebenden Buchenwalds gilt, sehr aufschlussreich und ist – da Zweig in dieser Arbeit als biographisches Beispiel dient – ein ständiges Nachschlagewerk bei der Beantwortung der Forschungsfragen.
Der Bericht des Überlebenden Werber ist ebenfalls aufschlussreich. Der Autor berichtet aus erster Hand, wie die Rettung der Kinder von Statten ging. Das Kapitel „Saving Children“ aus der gleichnamigen Literatur hilft bei der Forschung und macht somit deutlich, dass es sich hierbei um ein aktuelles Thema handelt.
Keims „Erziehung unter der Nazi-Diktatur“ erschien 2005 und ist für einen Überblick der Thematik „Kinder und Jugendliche“ sowohl aufschlussreich als auch wichtig. Keim beleuchtet viele Punkte, die in der vorliegenden Arbeit aufgegriffen worden sind.
„Der Buchenwald-Report“ aus dem Jahr 2010 ist eines der aktuellsten Werke, auf das sich diese Arbeit bezieht. Um die Frage „Wie und warum konnten Kinder beschützt werden?“ beantworten zu können, ist es notwendig, dieses Werk zu beachten. Das Werk hilft ebenfalls bei Fragen zum Alltag im Konzentrationslager. Zuletzt sei noch Geves Buch anzuführen, das neben den Zeichnungen des „kindlichen Historikers“ (wie der Titel des Buches Geve bezeichnet), die als Quelle dienen können, auch über einen biographischen Teil verfügt, der informativ ist, da Geve, wie auch Zweig, in dieser Hausarbeit näher beleuchtet wird. (...)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Forschungsstand

Einführung in das Thema

Hauptteil 1: Wissenschaftliche Erarbeitung

1. Warum kamen Kinder nach Buchenwald?

2. Warum wurden Kinder gerettet?

3. Wie und warum konnten Kinder beschützt werden?

4. Warum benötigten Kinder lebensrettende Maßnahmen und welche gab es?

5. Welche Baracken galten als Zuflucht für die Jungen?

6. Aus welcher Perspektive sahen die Kinder das Lagerleben?

7. Wie erging es den Kindern nach deren Befreiung?

Hauptteil 2: Didaktische Möglichkeit der Gedenkstätte Buchenwald als Lernort

Schwierigkeit des Ortes

Möglichkeiten des Ortes – Potential der Materialien

Abwägung zwischen Möglichkeit und Schwierigkeit des Ortes

Was kann vor Ort mit der Thematik vermitteln werden?

Welche Kompetenzen können vermittelt werden?

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Lebensbedingungen von Kindern im Konzentrationslager Buchenwald und beleuchtet die Möglichkeiten, diesen historischen Ort didaktisch sinnvoll als außerschulischen Lernort für den Geschichtsunterricht zu nutzen.

  • Lebensbedingungen und Überlebensstrategien von Kindern im KZ Buchenwald
  • Die Rolle von Häftlingssolidarität und Rettungsmaßnahmen
  • Biographische Perspektiven anhand von Zeitzeugen wie Thomas Geve und Stefan Zweig
  • Didaktisch-methodische Chancen und Herausforderungen einer Gedenkstättenexkursion
  • Kompetenzerwerb durch die Arbeit mit historischen Quellen vor Ort

Auszug aus dem Buch

1. Warum kamen Kinder nach Buchenwald?

Sowohl Zweig als auch Geve hatten zuvor andere Konzentrationslager überlebt und wurden „im Spätsommer 1944“, beziehungsweise Anfang 1945 nach Buchenwald gebracht. Zweig war am Tag der Befreiung 1945 vier Jahre alt, Geve 15.

Während Zweig mit seinem Vater nach Buchenwald kam, kam Geve ohne Familie mit einem Transport aus dem KZ Auschwitz, das wegen der herannahenden Front geräumt werden musste. Beide kamen mit dem Zugtransport über Weimar auf den Ettersberg; das Lager verfügte über einen eigenen Bahnhof.

Zweig und dessen Vater Zacharias wurden 1944 für den Transport aus Polen nach Deutschland eingeteilt und Stefans Vater verbarg ihn vor den Augen der SS, „bevor sie in den Güterwaggon stiegen.“

In Buchenwald angekommen, „wurden die jüdischen Familien […] auf der Verladerampe rücksichtslos auseinandergerissen.“ Die Männer und Söhne blieben in Buchenwald, die Frauen und Kinder wurden zurück auf den Zug gebracht. Stefan Zweigs Vater, der seinen Sohn mit sich genommen hatte, wurde „von irgendeinem Befehlshaber der SS angehalten […]. Dieser SS-Mann fragte ihn, warum er mit einem Kind angekommen sei.“ Durch „Einfallsreichtum und […] Findigkeit“ konnte Zweigs Vater schon bei der Ankunft das Leben seines Sohnes retten.

Natürlich wurde Stefan Zweigs Leben mehrfach gerettet, doch stellt sich die Frage, ob sein Leben nicht gleichzeitig aufs Spiel gesetzt worden war. Er war zwar vor der Deportation seines Vaters von anderen Polen beschützt und versteckt worden (auch gegen Bezahlung), dennoch hatten dieselben Beschützer ihn auch ausgesetzt. Sein Vater hatte also letzten Endes keine Möglichkeit mehr als seinen Sohn mit sich zu nehmen. Zweigs Leben wurde somit nicht aufs Spiel gesetzt, sondern eine Entscheidung, selbst wenn die Reaktion die Deportation und das Konzentrationslager bedeutete, ermöglichte ein Aufschub der unmittelbaren Lebensgefahr. Zweig wäre hilflos zurück geblieben, wenn sein Vater ihn nicht mit auf den Zug genommen hätte. Wäre er von seinem Vater nicht mit in das Lager genommen worden, hätte die SS ihn womöglich getötet.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Forschungsstandes zur Thematik „Kinder und Buchenwald“ unter Verwendung zentraler biographischer Quellen.

Forschungsstand: Kritische Auseinandersetzung mit der vorhandenen Literatur und Abgrenzung gegenüber ideologisch gefärbten DDR-Publikationen.

Einführung in das Thema: Begründung der Themenwahl und Darlegung der didaktischen Motivation für einen Gedenkstättenbesuch.

Hauptteil 1: Wissenschaftliche Erarbeitung: Analyse der Überlebensumstände von Kindern im Lager sowie der rettenden Häftlingsstrukturen.

Hauptteil 2: Didaktische Möglichkeit der Gedenkstätte Buchenwald als Lernort: Reflexion über die Vor- und Nachbereitung sowie die methodischen Potenziale der Gedenkstätte.

Fazit: Zusammenfassendes Plädoyer für die pädagogische Bedeutung von Gedenkstättenexkursionen im Geschichtsunterricht.

Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Buchenwald, Konzentrationslager, Kinder, Überlebensstrategien, Häftlingssolidarität, Gedenkstättenpädagogik, Geschichte, Nationalsozialismus, Didaktik, Quellenkritik, Biographien, Thomas Geve, Stefan Zweig, Erziehung, Widerstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Bedingungen, unter denen Kinder im Konzentrationslager Buchenwald überlebt haben, sowie der didaktischen Umsetzung dieses Themas als außerschulischer Lernort.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Rettungsstrategien von Häftlingen, die Bedeutung von Bildung und Arbeit im Lager sowie die Vorbereitung einer Exkursion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kinder durch soziale Netzwerke und Funktionshäftlinge geschützt wurden und wie ein Gedenkstättenbesuch historisches Lernen vertiefen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Analyse von Zeitzeugenberichten, biographischen Aufzeichnungen und Fachliteratur sowie eine didaktische Reflexion von Kompetenzmodellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine wissenschaftliche Analyse der Haftbedingungen von Kindern und eine didaktische Analyse der Möglichkeiten zur Gestaltung eines Gedenkstättenbesuchs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Buchenwald, Kinder im Konzentrationslager, Überlebensstrategien, Didaktik, Gedenkstätte, Häftlingssolidarität und Kompetenzmodelle.

Welche Bedeutung haben die Zeichnungen von Thomas Geve für die Arbeit?

Die Zeichnungen dienen als wesentliche Quelle, um das Lagerleben aus der Perspektive eines Kindes zu rekonstruieren und die Realität hinter der Statistik zu verdeutlichen.

Warum wird der "Carachoweg" in der Gedenkstätte erwähnt?

Der Weg dient als Beispiel für einen Ort, an dem Schüler die Härte der Lagerbedingungen und den psychischen Druck, unter dem die Häftlinge standen, nachempfinden können.

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Details

Title
Kinder im Konzentrationslager. Buben in Buchenwald
College
University of Education Heidelberg
Grade
2,0
Author
David Neideck (Author)
Publication Year
2013
Pages
37
Catalog Number
V285950
ISBN (eBook)
9783656860495
ISBN (Book)
9783656860501
Language
German
Tags
kinder konzentrationslager buben buchenwald
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Neideck (Author), 2013, Kinder im Konzentrationslager. Buben in Buchenwald, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285950
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