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Arbitragemöglichkeiten bei ETF (Exchange Traded Funds) und ihrem Underlying in Abhängigkeit von der Volatilität

Titel: Arbitragemöglichkeiten bei ETF (Exchange Traded Funds) und ihrem Underlying in Abhängigkeit von der Volatilität

Seminararbeit , 2014 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Vladimir Antonov (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Exchange Traded Funds – auf Deutsch: börsengehandelte Fonds – erlangen immer mehr Aufmerksamkeit auf den Börsenplätzen dieser Welt. Zweiundzwanzig Jahre nach der „Geburt“ des klassischen Fonds wurde 1993 der erste kommerziell erfolgreiche ETF auf den Börsenplätzen gehandelt: der Standard & Poor‘s Depositary Receipt. Trotz dieses zeitlichen Unterschieds holen die ETF immer mehr auf. So wurden im Jahre 2012 weltweit 157 Milliarden Dollar aus Investmentfonds gezogen, jedoch 129 Milliarden Dollar in Exchange Traded Funds investiert. 2014 erreichten ETF ihre Spitzenwerte, der passive Fond beinhaltete in diesem Jahr ein Vermögen von rund 2.500 Milliarden Dollar. Als Pate dieser Finanzanlageform gilt Reginald Browne, Senior Managing Director bei Cantor Fitzgerald, einem amerikanischen Finanzdienstleister. Er sieht in den klassischen Fonds Auslaufmodelle und meint, dass in ETF noch so viel Potenzial stecke, dass diese sogar die Investmentfonds ersetzen würden.

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Exchange Traded Funds und beleuchtet die Möglichkeiten, Arbitrage in Abhängigkeit von der Volatilität zu realisieren. Die Untersuchung ist in zwei Abschnitte aufgeteilt. Zunächst werden die Eigenschaften und Besonderheiten von ETF herausgearbeitet. Hierbei liegen die Akzente auf dem gesetzlichen Rahmen, den Unterschieden zu klassischen Fonds, den verschiedenen Anlageklassen und dem Grund, warum sie fortlaufend auf der Börse gehandelt werden können. Letzteres spielt im darauffolgenden Abschnitt eine wichtige Rolle. Im weiteren Verlauf werden zwei Möglichkeiten der Arbitrage beschrieben und erläutert, wie Volatilität auf dem Kapitalmarkt definiert wird. Das Ergebnis dieser Untersuchung wird dann alle drei Punkte verbinden: ETF, Arbitrage und Volatilität. Anschließend gilt es die Forschungsfrage zu beantworten: Hat die Volatilität Einfluss auf die Arbitragemöglichkeiten eines ETF?

In dieser Untersuchung werden verschiedene Begriffe verwendet, die es vorher kurz zu definieren gilt. Hierbei stellen Exchange Traded Funds passiv gemanagte Fonds dar. Sie sind von Investmentfonds abzugrenzen. Aktiv gemanagte Investmentfonds werden im weiteren Ablauf als klassische Investmentfonds oder Investmentfonds bezeichnet. Wird von einem ETF gesprochen, bezieht sich dies immer auf passiv gemanagte Fonds, die Aktienindizes replizieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Unsicherheit als Arbitrageverstärker

2 Für die Untersuchung grundlegende Begriffe

2.1 Was kennzeichnet Exchange Traded Funds?

2.2 Arbitrage bei ETF

2.3 Volatilität als Unsicherheitsmaß

3 Hat die Volatilität Einfluss auf die Arbitrage der ETF?

3.1 Unsicherheit des Underlyings und der ETF

3.2 Folgen der Volatilität

4 Volatilität als Arbitragemaßstab

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Marktvolatilität und den realisierbaren Arbitragemöglichkeiten bei Exchange Traded Funds (ETF). Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob und in welchem Umfang eine steigende Volatilität die Fehlbewertung zwischen dem Marktpreis eines ETF und seinem Net Asset Value (NAV) beeinflusst und somit das Potenzial für risikolose Gewinne erhöht.

  • Grundlagen von Exchange Traded Funds und das Creation/Redemption-Prinzip
  • Mechanismen der Arbitrage bei Preisdifferenzen zwischen ETF und NAV
  • Volatilität als Messgröße für Unsicherheit am Kapitalmarkt
  • Empirische Analyse der Volatilitätseffekte auf Arbitragegewinne anhand des DAX

Auszug aus dem Buch

Arbitrage bei ETF

Arbitrage lässt sich mit verschiedenen Finanzinstrumenten erzielen. Hierbei liegt die Möglichkeit immer einer Preis-, Kurs- oder Zinsdifferenz zugrunde. Ein Arbitrageur kann mithilfe dieses Defizits und ohne Verwendung von eigenem Kapital risikolos Gewinne erzielen.

Im Bereich der ETF kann Arbitrage durch den Preisunterschied des ETF (PETF) zum NAV entstehen. Würde man die Transaktionskosten vernachlässigen, ergäbe sich folgende Konstellation: Befindet sich der Marktpreis über dem NAV, wird von einem Premium gesprochen; ist das Gegenteil der Fall, von einem Discount. Bei einem Premium kann der Arbitrageur die Assets aus dem Index kaufen und gleichzeitig das ETF leer verkaufen. Die Asstes werden dann gegen neue ETF getauscht, um den Leerverkauf glattzustellen. Durch diesen Mechanismus erwirbt der Anleger einen Gewinn von PETF – NAV. Befindet sich der Preis im Discountbereich, also liegt der Marktpreis unter dem NAV, dann kauft der Arbitrageur ETF und verkauft das Indexportfolio leer. Durch die Auflösung der ETF in ihre Bestandteile wird die Short-Position geschlossen. Es wird ein Gewinn von NAV – PETF realisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Unsicherheit als Arbitrageverstärker: Einführung in die Bedeutung und das Wachstum von ETF sowie Darlegung der Forschungsfrage bezüglich des Zusammenhangs von Volatilität und Arbitrage.

2 Für die Untersuchung grundlegende Begriffe: Definition der wesentlichen Grundlagen, einschließlich der Funktionsweise von ETF, dem Creation/Redemption-Prinzip, der Arbitrage-Logik und dem Verständnis von Volatilität als Unsicherheitsmaß.

3 Hat die Volatilität Einfluss auf die Arbitrage der ETF?: Darstellung der empirischen Methodik, der Datenauswahl (DAX/iShares Core DAX) und Analyse der Volatilitätseffekte auf Preisdifferenzen.

4 Volatilität als Arbitragemaßstab: Zusammenfassende kritische Betrachtung der Untersuchungsergebnisse, die auf einen positiven Zusammenhang zwischen Marktunsicherheit und Arbitragemöglichkeiten hindeuten.

Schlüsselwörter

Exchange Traded Funds, ETF, Arbitrage, Volatilität, NAV, iNAV, Creation/Redemption, Marktunsicherheit, Fehlbewertung, DAX, Finanzinstrumente, Kapitalmarkt, Risikomanagement, Kursverlauf, passives Investment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung, ob eine erhöhte Marktvolatilität die Arbitragemöglichkeiten zwischen dem Preis eines Exchange Traded Funds (ETF) und seinem inneren Wert (NAV) beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit umfasst die Funktionsweise von ETF, die Mechanismen der Arbitrage bei börsengehandelten Fonds sowie die theoretische und empirische Definition von Volatilität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob die Volatilität einen messbaren Einfluss auf die Arbitragemöglichkeiten eines ETF hat, insbesondere bei hoher Marktunsicherheit.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine empirische Untersuchung durchgeführt, bei der über einen Zeitraum von mehreren Jahren Preisdaten und Volatilitätsmaße (VDAX-New und berechnete Volatilität) für den DAX und einen entsprechenden ETF korreliert wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe und eine darauf aufbauende empirische Analyse, bei der Daten des DAX und des iShares Core DAX im Hinblick auf Arbitragegewinne bei unterschiedlichen Volatilitätszuständen ausgewertet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind ETF, Arbitrage, Volatilität, Creation/Redemption, NAV sowie Fehlbewertung am Kapitalmarkt.

Welche Bedeutung hat das Creation/Redemption-Prinzip für die Arbitrage?

Dieses Prinzip ermöglicht den risikolosen Ausgleich von Preisdifferenzen durch Authorized Participants, die ETF-Anteile in ihre Bestandteile (den Indexkorb) auflösen oder aus diesen neue Einheiten schaffen können.

Zu welchem Schluss kommt die Studie bezüglich der Volatilität?

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit für Arbitragegewinne in unsicheren Marktperioden mit hoher Volatilität deutlich ansteigt, da die Anpassungsgeschwindigkeit der ETF-Preise an das Underlying bei starken Kursschwankungen verzögert sein kann.

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Details

Titel
Arbitragemöglichkeiten bei ETF (Exchange Traded Funds) und ihrem Underlying in Abhängigkeit von der Volatilität
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Internationale Finanzierung)
Veranstaltung
Masterseminararbeit
Note
1,7
Autor
Vladimir Antonov (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V286131
ISBN (eBook)
9783656864790
ISBN (Buch)
9783656864806
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fonds Fund ETF ETFs Exchange Traded Funds Finanzinstrumente Volatilität Arbitrage
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vladimir Antonov (Autor:in), 2014, Arbitragemöglichkeiten bei ETF (Exchange Traded Funds) und ihrem Underlying in Abhängigkeit von der Volatilität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286131
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Leseprobe aus  17  Seiten
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