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Ermittlung der Qualität von sozialer Arbeit als Dienstleistung anhand von Interviews

Title: Ermittlung der Qualität von sozialer Arbeit als Dienstleistung anhand von Interviews

Academic Paper , 2007 , 53 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl. Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge Daniel Elste (Author)

Social Work
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Diese Arbeit verfolgt die Klärung folgender Frage: Wenn also das nachfragende Subjekt Ausgangspunkt sozialarbeiterischen Handelns ist, so wäre zu klären, welche Bedeutung subjektiven Qualitätsbewertungen zukommt.

Bei der Recherche zu dieser Arbeit rückten hinsichtlich dieser Frage insbesondere Menschen mit Behinderungen als Mitarbeiter in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) in das Zentrum meiner Überlegungen. Dieser Abschnitt ist so aufgebaut, dass zunächst auf die Begriffe Behinderung, Menschen mit Behinderungen, Rehabilitation und berufliche Rehabilitation eingegangen wird, um dann die WfbM hinsichtlich gesetzlichen Auftrags, Leistungsspektrum und Qualitätssicherung theoretisch zu umrahmen. Anschließend wird die Thematik der Qualitätsbewertung durch Menschen mit Behinderungen im Rahmen eines Qualitätsmanagementsystems behandelt. Dieser Gliederungspunkt dient als theoretischer Bezugrahmen für die qualitative Befragung von Mitarbeitern einer WfbM in Apolda, welche den thematischen Abschluss dieser Arbeit bildet. Mit der Untersuchung soll geprüft werden, wie die Dienstleistungen einer WfbM, bezüglich Befindlichkeiten in der Einrichtung, Verhältnis zum Personal, Kompetenzaneignung und Teilhabe/Mitbestimmung, von deren Adressaten bewertet werden, um dann Rückschlüsse auf die fachlich verwertbare Reichweite einer solchen nutzerseitigen Qualitätsbeurteilung zu ziehen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Dienstleistungsbegriff - Ökonomische Dimension und Zugang zur Sozialen Arbeit

3. Praktischer Teil

3.1 Gegenstandsbestimmung: Theoretische und rechtliche Rahmung einer WfbM

3.1.1 Menschen mit Behinderungen

3.1.2 Rehabilitation

3.1.3 Berufliche Rehabilitation

3.1.4 Die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen

3.2. Problemaufriss - Qualitätsbewertung der Dienstleistungen einerWfbM durch ihre Mitarbeiter

3.2.1. Chancen, Möglichkeiten und Grenzen der Qualitätskontrolle durch Menschen mit Behinderung

3.3. Dienstleistungsqualität der WfbM Apolda aus Nutzersicht – Eine qualitative Untersuchung

3.3.1 Intention der Untersuchung

3.3.2 Methodik

3.3.3 Der Interviewleitfaden

3.3.4 Die Datenerhebung

3.3.5 Auswahl der Interviewteilnehmer und Zugang

3.3.6 Untersuchungsverlauf

3.3.7 Auswertung

3.4 Analyse und Interpretation der Interviews

3.4.1 Wie wird die WfbM von den Befragten gesehen?

3.4.2 Strukturelle Leistungen

3.4.3 Mitarbeiterorientierung und psychosoziales Befinden

3.4.4 Kompetenzvermittlung und Lernerfahrungen

3.4.5 Teilhabe und Mitbestimmung

4. Schlussfolgerung und Hypothesenüberprüfung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Qualität von Sozialer Arbeit als Dienstleistung, indem sie die subjektive Perspektive von Menschen mit Behinderungen als Mitarbeiter einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) analysiert. Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, wie die Beschäftigten die Dienstleistungsqualität sowie ihr Interaktionsverhältnis zum Personal bewerten, um daraus Erkenntnisse für die fachliche Praxis und nutzerseitige Qualitätsbeurteilungen abzuleiten.

  • Selbstverständnis Sozialer Arbeit als Dienstleistung
  • Rechtliche und theoretische Rahmenbedingungen der WfbM
  • Qualitätsmanagement und Nutzerperspektive in der Behindertenhilfe
  • Qualitative Befragung von Werkstattmitarbeitern (Interviews)
  • Analyse von Arbeitszufriedenheit, Teilhabe und Mitbestimmung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Selbstverständnis Sozialer Arbeit als Dienstleistung vor dem Hintergrund sozialpolitischer Reformen und Restrukturierungen, durch die das Wohlfahrtssystem in der BRD in den letzten Jahren teilweise grundlegenden Veränderungen unterworfen war und immer noch ist. Soziale Arbeit als gesellschaftlich legitimierte und beruflich ausgeübte Solidarität ist von diesem sozialpolitischen Paradigmenwechsel unmittelbar betroffen, da sie sich zum Großteil über öffentliche Mittel finanziert und im gesellschaftlichen Auftrag handelt. Gekennzeichnet ist dieser Wandel zum einen durch den zunehmenden Einfluss marktförmiger und betriebswirtschaftlicher Prinzipien im deutschen System sozialer Dienstleistungen und zum anderen durch fachinterne Diskurse, die das Selbstverständnis Sozialer Arbeit als Dienstleistung aufgreifen.

Die Dienstleistungsorientierung und die damit einhergehenden Diskurse haben eins gemeinsam: die zentrale Stellung des nachfragenden Subjektes und die Kennzeichnung der helfenden Beziehung durch ein interaktionistisches Verständnis, was sich in dem Terminus der „Koproduktion“ niederschlägt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert Soziale Arbeit als Dienstleistung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Reformen und definiert die zentrale Fragestellung der subjektiven Qualitätsbewertung durch Menschen mit Behinderungen.

2. Der Dienstleistungsbegriff - Ökonomische Dimension und Zugang zur Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel erläutert ökonomische Definitionen von Dienstleistungen und setzt diese in Bezug zur Sozialen Arbeit als personenbezogene, nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtete Dienstleistung.

3. Praktischer Teil: Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Rahmung der WfbM, eine Erörterung der Qualitätskontrolle durch Menschen mit Behinderungen und die detaillierte Darstellung einer qualitativen Untersuchung in der WfbM Apolda.

4. Schlussfolgerung und Hypothesenüberprüfung: Die Ergebnisse der Interviews werden zusammengefasst, die Hypothese bestätigt und der Mehrwert der nutzerseitigen Qualitätsbeurteilung für das Qualitätsmanagement in Werkstätten hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Dienstleistung, Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, WfbM, Qualitätsmanagement, Nutzerforschung, qualitative Befragung, Rehabilitation, Teilhabe, Mitbestimmung, Mitarbeiterorientierung, Arbeitszufriedenheit, Koproduktion, behinderte Menschen, Subjektorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit als Dienstleistung und beleuchtet dabei, wie Menschen mit Behinderungen, die in einer Werkstatt arbeiten, die Qualität ihrer Einrichtung und Betreuung wahrnehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der beruflichen Rehabilitation, das Konzept der WfbM, Methoden der Qualitätssicherung sowie die Analyse der Nutzerperspektive auf Aspekte wie Arbeitsbedingungen, Vergütung und Mitbestimmung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine qualitative Befragung von Werkstattmitarbeitern herauszufinden, ob und wie die subjektiven Befindlichkeiten der Adressaten als wertvolle Indikatoren für die Dienstleistungsqualität innerhalb eines Qualitätsmanagementsystems genutzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor führt eine qualitative Untersuchung durch, bei der teilstrukturierte Interviews mit acht Werkstattmitarbeitern geführt und anschließend analysiert und interpretiert wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Verortung von Behinderung und Rehabilitation als auch eine praxisnahe Fallstudie in der WfbM Apolda, in der Themenfelder wie Arbeitsbereiche, Verhältnis zur Gruppenleitung und Mitbestimmung evaluiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Soziale Arbeit als Dienstleistung, Nutzerforschung, Empowerment, Partizipation, WfbM und psychosoziale Arbeitsgestaltung definiert.

Welche Rolle spielt die Gruppenleitung für die Mitarbeiter?

Die Untersuchung zeigt, dass das Verhältnis zur Gruppenleitung als zentraler Faktor für die Arbeitszufriedenheit angesehen wird, da diese als primäre Vertrauenspersonen und Ansprechpartner bei Problemen fungieren.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich der Mitbestimmung?

Obwohl sich die Mitarbeiter in ihrem Alltag oft gut einbezogen fühlen, zeigt sich bei formellen Hilfeplangesprächen ein Teilhabedefizit, da die Betroffenen sich bei Verhandlungen mit externen Kostenträgern oft unsicher oder minderwertig fühlen.

Inwiefern beeinflusst die Art der Behinderung das Ergebnis?

Der Autor stellt fest, dass die individuelle Wahrnehmung stark von den persönlichen Biografien und den Krankheitsbildern abhängt, wobei insbesondere bei Menschen mit seelischen Behinderungen häufiger Wünsche nach höherer Herausforderung geäußert wurden.

Kann die Nutzerperspektive wirklich die Qualität steigern?

Ja, der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Einbeziehung der Adressaten authentische Einblicke bietet und Defizite aufdeckt, die rein objektive Qualitätsmanagement-Systeme oft übersehen, weshalb sie als integraler Bestandteil der Qualitätssicherung empfohlen wird.

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Details

Title
Ermittlung der Qualität von sozialer Arbeit als Dienstleistung anhand von Interviews
College
Erfurt University of Applied Sciences
Grade
1,0
Author
Dipl. Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge Daniel Elste (Author)
Publication Year
2007
Pages
53
Catalog Number
V286160
ISBN (eBook)
9783656861751
ISBN (Book)
9783656905905
Language
German
Tags
Soziale Arbeit Dienstleistung subjektive Qualität Werkstätten für Behinderte Qualitätsbewertung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge Daniel Elste (Author), 2007, Ermittlung der Qualität von sozialer Arbeit als Dienstleistung anhand von Interviews, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286160
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