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Die II. Generalversammlung der Celam 1968 in Medellín. Das Problem der Gewalt in Lateinamerika

Title: Die II. Generalversammlung der Celam 1968 in Medellín. Das Problem der Gewalt in Lateinamerika

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 36 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jennifer Stockum (Author)

Theology - Miscellaneous
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Wenige Tage nach dem 39. Eucharistischen Weltkongress in Bogota findet sich am 6. September 1968 die CELAM in Medellín/ Kolumbien zu ihrer II. Generalversammlung ein. Drei Jahre nach dem Ende des II. Vatikanischen Konzils, an dem auch einige Vertreter der CELAM teilgenommen haben, treffen sich die Bischöfe Lateinamerikas und der Karibik, um die während des II. Vatikanums gefassten Erkenntnisse auf ihren Kontinent zu beziehen und anzuwenden. Die Ergebnisse ihrer Arbeit halten sie in einem Abschlussdokument mit dem Titel DIE KIRCHE IN DER GEGENWÄRTIGEN UMWANDLUNG LATEINAMERIKAS IM LICHTE DES KONZILS (1968) – Botschaft an die Völker Lateinamerikas fest. Dabei bildet die Gewaltproblematik einen wichtigen Themenpunkt in diesem Dokument und ist Gegenstand vorliegender Arbeit. Es wird der Fragestellung nachgegangen, wie die Bischöfe die gegenwärtige Situation ihres Kontinents wahrnehmen und welche Mittel sie für gerechtfertigt sehen, der Gewalt und damit dem Elend entgegenzuwirken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.Hintergründe und Voraussetzungen

1.1 Lateinamerika

1.2 Kolonialzeit

1.3 Gesellschaftliche Struktur

1.4 Wirtschaftliche Situation

1.5 Politische Situation

1.6 Bewusstwerdung und Aufbruchsstimmung

2.Christentum und Widerstandsrecht

2.1 Pacem in Terris (1963)

2.2 Populorum progressio (1967)

3. Der Vorabend Medellíns

4. Inhaltliche Dokumentenanalyse

4.1 Die Lateinamerikanische Situation und der Friede

4.2 Überlegungen zur Lehre der Kirche

4.2 1 Frieden als Werk der Gerechtigkeit

4.2.2 Frieden als dauernde Aufgabe

4.2.3 Frieden als Frucht der Liebe

4.3 Problem der Gewalt

Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Gewaltproblematik in Lateinamerika im Kontext der II. Generalversammlung des Lateinamerikanischen Episkopates in Medellín (1968). Das Hauptziel ist die Analyse der offiziellen kirchlichen Wahrnehmung der Gewalt sowie der von den Bischöfen befürworteten Lösungsansätze im Spannungsfeld zwischen sozialer Ungerechtigkeit und revolutionären Bestrebungen.

  • Historische Hintergründe und sozioökonomische Voraussetzungen der Gewalt in Lateinamerika.
  • Die christliche Lehre zum Widerstandsrecht unter Berücksichtigung päpstlicher Enzykliken.
  • Inhaltliche Analyse des Abschlussdokuments der CELAM-Konferenz von 1968.
  • Kirchliche Positionierung gegenüber revolutionärer Euphorie und struktureller Gewalt.

Auszug aus dem Buch

4.3 Problem der Gewalt

Der letzte Punkt dieses Unterkapitels im Abschlussdokument wird schließlich ganz dem Problem der Gewalt in Lateinamerika gewidmet und es wird diskutiert, wie gegen die schreiende Ungerechtigkeit in den betroffenen Ländern, die eben durch diese Gewalt untermauert wird, vorgegangen werden kann. Direkt zu Beginn wird bereits betont, dass man hierbei „den Impulsen des Gefühls und der Leidenschaft nicht eine Entscheidung überlassen [darf], von der die gesamte Zukunft der Länder des Kontinents abhängt“.

So wird wohl schon auf die Bestrebungen Mancher hingewiesen, angetrieben von der erlittenen Misere, sich gewaltsam von der Unterdrückung zu befreien. Auch in diesem „dramatischen Dilemma“ müssen die christlichen Lehren und die aus dem Evangelium hergeleiteten Kriterien beachtet werden. Bezug nehmend auf verschiedene Ansprachen, die Papst Paul VI. unmittelbar vor Beginn der Generalkonferenz in Südamerika gehalten hat, verweisen die Bischöfe auf die grundsätzliche Friedensliebe des Christen, der zwar durchaus fähig ist, zu kämpfen, friedfertigen Mitteln jedoch immer den Vorzug gibt.

Die Gewalt ist weder christlich noch entspricht sie dem Evangelium“. Der Christ ist friedfertig und schämt sich dessen nicht. Er ist nicht schlechthin friedliebend, weil er fähig ist zu kämpfen. Aber er zieht den Frieden dem Krieg vor.

Darüber hinaus wird in konkreten Bezug auf den Kontinent anmerkt, dass die Versuchung durchaus bestünde, die dringend nötigen Reformen gewaltsam herbeizuführen, dieses Mittel sich aber als falsch herausstellen würde, da es die Würde des Volkes belange: Er weiß, daß „die plötzlichen und gewaltsamen Strukturwandlungen trügerisch wären, unwirksam in sich selbst und sicherlich nicht in Übereinstimmung mit der Würde des Volkes.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Gewaltproblematik Lateinamerikas und Vorstellung der zentralen Fragestellung der Arbeit bezüglich der Haltung der Bischöfe in Medellín.

1.Hintergründe und Voraussetzungen: Darstellung der historischen, wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen in Lateinamerika, die den Nährboden für Gewalt und Unterdrückung bildeten.

2.Christentum und Widerstandsrecht: Untersuchung der kirchlichen Lehrmeinung zum Widerstand gegen staatliche Gewalt anhand von Enzykliken wie "Pacem in Terris" und "Populorum progressio".

3. Der Vorabend Medellíns: Kurzer Abriss der Vorbereitungsphase der II. Generalversammlung der CELAM und des kirchlichen Klimas vor der Konferenz.

4. Inhaltliche Dokumentenanalyse: Detaillierte Untersuchung des Abschlussdokuments von Medellín hinsichtlich der Analyse der lateinamerikanischen Situation, kirchlicher Lehren und der expliziten Thematisierung von Gewalt.

Schlüsselwörter

Lateinamerika, Gewalt, CELAM, Medellín, Kirche, Befreiung, Sozialhirtenbriefe, Unterdrückung, Gerechtigkeit, Widerstandsrecht, Friede, Soziale Gerechtigkeit, Papst Paul VI., Strukturwandel, Menschenrechte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Haltung der lateinamerikanischen Bischöfe zum Problem der Gewalt im Rahmen der historischen CELAM-Konferenz von 1968 in Medellín.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die strukturelle Gewalt, die Rolle der Kirche bei der Befreiung, die Auseinandersetzung mit revolutionären Bewegungen und die Suche nach friedlichen Reformwegen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie die Bischöfe die gewaltsame Unterdrückung auf ihrem Kontinent wahrnahmen und welche Mittel sie als kirchlich legitim ansahen, um diesem Elend entgegenzuwirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine inhaltliche Dokumentenanalyse des Abschlussdokuments von Medellín, eingebettet in einen zeitgeschichtlichen und theologischen Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der historischen Hintergründe, die Analyse des christlichen Widerstandsrechts anhand päpstlicher Texte und eine detaillierte Inhaltsanalyse des Medellín-Dokuments.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lateinamerika, Gewaltproblematik, CELAM, soziale Gerechtigkeit und das kirchliche Verständnis von Friede charakterisiert.

Wie positioniert sich die Kirche zu revolutionärer Gewalt?

Die Kirche lehnt gewaltvolle Revolutionen grundsätzlich ab, gesteht aber ein, dass diese in absoluten Ausnahmefällen als letztes Mittel zur Beseitigung eines weitaus größeren Übels nicht kategorisch auszuschließen sind.

Warum ist das Medellín-Dokument für die Befreiungstheologie wichtig?

Das Dokument markiert einen Wendepunkt, da es die "Zeichen der Zeit" im Licht des Evangeliums deutet und die dringende Notwendigkeit tiefgreifender gesellschaftlicher Umwandlungen für ein menschenwürdiges Leben betont.

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Details

Title
Die II. Generalversammlung der Celam 1968 in Medellín. Das Problem der Gewalt in Lateinamerika
College
Saarland University  (Katholische Theologie)
Course
Hauptseminar Theologie- und Kirchengeschichte
Grade
1,3
Author
Jennifer Stockum (Author)
Publication Year
2014
Pages
36
Catalog Number
V286191
ISBN (eBook)
9783656863748
ISBN (Book)
9783656863755
Language
German
Tags
generalversammlung celam medellín problem gewalt lateinamerika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Stockum (Author), 2014, Die II. Generalversammlung der Celam 1968 in Medellín. Das Problem der Gewalt in Lateinamerika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286191
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