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Atypische Gesellschaft. Die Folgen der Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse

Titel: Atypische Gesellschaft. Die Folgen der Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse

Hausarbeit , 2014 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Stefanie Ertl (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Atypische Beschäftigungsverhältnisse nehmen kontinuierlich zu und gewinnen gegenüber regulären Normalarbeitsverhältnissen zunehmend an Bedeutung. Für einige ist es lediglich ein Nebenjob, um neben dem geregelten Einkommen aus Normalarbeitsverhältnissen noch weitere Einnahmen zu erzielen. Für andere stellt die Ausübung der atypischen Beschäftigung die einzige Einkommensquelle dar. Die Expansion atypischer Beschäftigungsverhältnisse bleibt für das Individuum nicht ohne Folgen. Die Auswirkungen atypischer Beschäftigungsverhältnisse stehen im Fokus der vorliegenden Hausarbeit. Bevor ich jedoch auf diese eingehe, werden atypische Beschäftigungsverhältnisse und Normalarbeitsverhältnisse voneinander abgegrenzt, indem beide definiert werden. Anschließend gehe ich auf die verschiedenen Formen atypischer Arbeitsverhältnisse ein und erläutere kurz deren Entwicklungsverlauf. Im Anschluss werden die sozialen Risiken der Ausübung atypischer Beschäftigungsverhältnisse für das Individuum beschrieben und schließlich wird diskutiert, welche Möglichkeiten bestehen, um die Risiken möglicherweise zu minimieren. Um den vorgeschriebenen Rahmen dieser Arbeit nicht zu überschreiten, beziehen sich alle Angaben ausschließlich auf Deutschland.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1 Normalarbeitsverhältnisse

2.2 Atypische Beschäftigungsverhältnisse

3. Formen atypischer Beschäftigung und deren Entwicklung

3.1 Sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung

3.2 Geringfügige Beschäftigung

3.3 Befristete Beschäftigung

3.4 Leiharbeit

3.5 Solo- Selbstständigkeit

3.6 Sozialstrukturelle Zusammensetzung

4. Soziale Folgen des Beschäftigungswandels

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die zunehmende Bedeutung atypischer Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland und analysiert deren soziale Auswirkungen sowie die damit verbundenen Prekaritätsrisiken für das Individuum. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Abgrenzung zu Normalarbeitsverhältnissen und der kritischen Diskussion möglicher politischer Lösungsansätze.

  • Strukturelle Entwicklung atypischer Beschäftigungsformen
  • Einkommensprekarität und Armutsrisiken
  • Einfluss auf Beschäftigungsstabilität und soziale Sicherungssysteme
  • Zugangschancen zu beruflicher Weiterbildung
  • Regulierungsmöglichkeiten zur Risikominimierung

Auszug aus dem Buch

3.2 Geringfügige Beschäftigung

„Geringfügige Beschäftigung stellt eine spezifische, durch Vorgabe monatlicher Einkommensgrenzen definierte Variante von Teilzeittätigkeit dar.“ (Keller/Seifert 2013: 12, [Hervorh. d. Verf.]) Unter geringfügiger Beschäftigung fallen sogenannte Mini- und Midi-Jobs. Bei einem Mini-Job darf das monatliche Gehalt eine Grenze von 450 Euro nicht überschreiten, beim Midi-Job darf das daraus resultierende monatliche Einkommen die 850 Euro Grenze nicht überschreiten. Der Unterschied besteht darin, dass bei einem Mini-Job „[d]ie pauschalierten Beiträge zur Sozialversicherung einschließlich Steuern in Höhe von […] 30 Prozent […] allein der Arbeitgeber [leistet].“ (Ebd.: 12) Arbeitnehmer die im Bereich der Midi-Jobs tätig sind, zahlen einen ermäßigten Sozialversicherungsbeitrag. Somit sind Midi-Jobs sozialversicherungspflichtig und haben eine Einkommensgrenze. Dadurch nehmen Midi-Jobs einen „Zwitterstatus“ (vgl. ebd.: 30) ein und man kann sie nicht eindeutig der Teilzeit- oder der geringfügigen Beschäftigung zuordnen. In meiner Arbeit zähle ich sie zu der Kategorie der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse, da ich die Einkommensgrenze als Hauptkriterium zur Zuordnung in geringfügige Beschäftigung verwende.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Zunahme atypischer Beschäftigung und formuliert das Ziel der Arbeit, die sozialen Risiken für das Individuum im deutschen Arbeitsmarkt zu analysieren.

2. Definitionen: Hier werden Normalarbeitsverhältnisse sowie atypische Beschäftigungsverhältnisse definiert und voneinander abgegrenzt.

3. Formen atypischer Beschäftigung und deren Entwicklung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Beschäftigungsformen wie Teilzeit, Minijobs, Befristung, Leiharbeit und Solo-Selbstständigkeit sowie deren soziodemografische Zusammensetzung.

4. Soziale Folgen des Beschäftigungswandels: Hier werden die Risiken wie Einkommensprekarität, mangelnde Beschäftigungsstabilität und erschwerte Zugänge zur Weiterbildung detailliert untersucht.

5. Ausblick: Der Ausblick fasst die zentralen Prekaritätsrisiken zusammen und diskutiert regulatorische Ansätze zur Verbesserung der Situation atypisch Beschäftigter.

Schlüsselwörter

Atypische Beschäftigung, Normalarbeitsverhältnis, Prekarität, Sozialversicherung, Niedriglohn, Teilzeitbeschäftigung, Leiharbeit, Minijob, Beschäftigungsstabilität, Altersarmut, Weiterbildung, Beschäftigungsfähigkeit, Solo-Selbstständigkeit, Arbeitslosigkeitsrisiko, Arbeitsmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Zunahme von atypischen Beschäftigungsverhältnissen in Deutschland und den daraus resultierenden sozialen Risiken für die betroffenen Arbeitnehmer.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von Arbeitsverhältnissen, die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung (wie Leiharbeit oder Minijobs), deren soziale Auswirkungen und mögliche politische Regulierungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Prekaritätsrisiken atypischer Beschäftigung aufzuzeigen und zu diskutieren, wie diese Risiken durch rechtlich-institutionelle Gestaltung minimiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse bestehender Studien und arbeitsmarktstatistischer Daten, um die aktuelle Situation und Entwicklung zu bilanzieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Begrifflichkeiten geklärt, gefolgt von einer detaillierten Analyse einzelner atypischer Beschäftigungsformen und der Untersuchung sozialer Folgen wie Einkommensunsicherheit und mangelnde Altersvorsorge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Atypische Beschäftigung, Prekarität, Niedriglohnsektor, Beschäftigungsstabilität und soziale Sicherung charakterisieren.

Wie unterscheiden sich Mini-Jobs und Midi-Jobs in Bezug auf die Sozialversicherung?

Während bei einem Mini-Job pauschalierte Abgaben durch den Arbeitgeber geleistet werden, sind Midi-Jobs sozialversicherungspflichtig, wobei der Arbeitnehmer einen ermäßigten Beitrag zahlt.

Warum haben atypisch Beschäftigte schlechtere Chancen bei der Weiterbildung?

Dies liegt primär an fehlenden finanziellen Ressourcen aufgrund niedriger Entlohnung sowie einer hohen Beschäftigungsinstabilität, die den Zugang zu innerbetrieblichen Fortbildungen erschwert.

Welche Rolle spielt das Äquivalenzprinzip bei der Altersarmut?

Da Rentenansprüche an die Höhe und Dauer der Beiträge gekoppelt sind, führen geringe Löhne und Erwerbsunterbrechungen in atypischen Beschäftigungsverhältnissen direkt zu niedrigeren Rentenanwartschaften und damit zu einem erhöhten Altersarmutsrisiko.

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Details

Titel
Atypische Gesellschaft. Die Folgen der Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse
Note
2,0
Autor
Stefanie Ertl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
15
Katalognummer
V286225
ISBN (eBook)
9783656863601
ISBN (Buch)
9783656863618
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Atypische Beschäftigungsverhältnisse Arbeitsmarkt Normalarbeitsverhältnis atypisch Beschäftigung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Ertl (Autor:in), 2014, Atypische Gesellschaft. Die Folgen der Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286225
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Leseprobe aus  15  Seiten
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