Da es heutzutage nicht mehr ausreicht einfach nur qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen anzubieten, müssen Firmen und Unternehmen, um der immer weiter anwachsenden weltweiten digitalen Vernetzung gerecht zu werden, neue Wege bestreiten. Einer dieser innovativen Wege nennt sich Enterprise Collaboration Systeme (ECS), was eine Ablösung der traditionellen Unternehmenskommunikation darstellt.
Das Ablösen dieser traditionellen Instrumente zur Kommunikation zwischen Mitarbeitern eines Unternehmens durch eCollaboration Systeme stößt mitunter auf Unmut in den Unternehmen. Aus diesem Grund wird in dieser Ausarbeitung zum einen auf die Nutzenpotentiale einer Intergration von Social Media sowie auf die In-tegration dieser Anwendungen in Verbindung mit dem Enterprise Resource Planing (ERP) eingegangen. Die „kollektiven Intelligenz“ zur internen Unternehmenskommunikation wird in folgender Ausarbeitung durch den Begriff Enterprise 2.0 näher betrachtet und erläutert.
Nachdem durch das Kapitel 1 ein erster Einblick in die Arbeit gegeben wurde, beschreibt das Kapitel 2 die wichtigsten in dieser Ausarbeitung verwendeten Begrifflichkeiten. Da der Kern dieser Arbeit auf einer Betrachtung der Nutzenpotentiale einer Integration von Social Media-Anwendungen im Unternehmen zur internen und externen Unternehmenskommunikation liegt, befasst sich das Kapitel 3.1 mit den verschiedenen Arten von Social Media und zeigt zudem Vor- und Nachteile für Mitarbeiter und das Unternehmen auf. Anschließend wird durch das Kapitel 3.2 auf die Integration dieser Anwendungen in den Unternehmensbereichen des Wissens-, Innovations- und Beziehungsmanagements eingegangen. Anschließend werden in Kapitel 3.3 die durch ein ERP-System unterstützten betriebswirtschaftliche Prozesse, wie das PM und GPMt sowie auf die einzelnen Funktionsbereiche der traditionellen Wertschöpfungskette näher erläutert. Das Kapitel 4 zeigt zudem den Einsatz von ERP in Verbindung mit Social Media im Unternehmen in Form zweier Praxisbeispiele auf. Anhand von bereits in Unternehmen eingesetzter ERP Social Media-Software soll über das Kapitel 5 nochmals der Nutzen durch eine Integration für die Mitarbeiter und das Unternehmen selbst verdeutlicht werden. Die Gefahren welche sich bei einer Integration von Social Media im Unternehmen ergeben können, werden durch das Kapitel 5 beschrieben. Nachdem Fazit und Ausblick, werden im Anhang die wichtigsten in dieser Ausarbeitung beschriebenen Begriffe analysiert und bewertet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Begriffsdefinition
2.1 Web 2.0
2.2 eCollaboration
2.3 Enterprise-Resource-Planning (ERP)
2.4 Social Software und Social Media
2.4.1 Social Software
2.4.2 Social Media
3 Integration von Social Media im Unternehmen - Enterprise 2.0
3.1 Arten von Social Media – Nutzenpotentiale und Herausforderungen
3.1.1 Wikis
3.1.2 Weblogs
3.1.3 Social Bookmarking
3.1.4 Social Tagging
3.1.5 Podcasting
3.1.6 Communities und Soziale Netzwerke
3.1.7 Instant Communication (IC)
3.2 Nutzenpotentiale durch die Integration von Enterprise 2.0
3.2.1 Wissensmanagement
3.2.2 Innovationsmanagement
3.2.3 Beziehungsmanagement
3.3 Nutzenpotentiale durch die Integration von ERP mit Enterprise 2.0
3.3.1 Projektmanagement (PM)
3.3.2 Geschäftsprozessmanagement (GPM)
3.3.3 Funktionsbereiche entlang der Wertschöpfungskette
4 Praxisbeispiele – ERP im Zusammenspiel mit Social Media
4.1 SAP Jam
4.1.1 Geschäftsprozesse optimieren
4.1.2 Einsatz im Bereich HR, Learning und Weiterbildung
4.1.3 Einsatz im Bereich Sales und Service
4.2 IFS Applications
4.2.1 IFS Wiki Help
4.2.2 IFS Boards
4.2.3 IFS Communicator
5 Gefahren durch die Integration von Enterprise 2.0
5.1.1 Dehumanisierung
5.1.2 Mangelnde Authentizität
5.1.3 Sprachverfall
5.1.4 Oberflächlichkeit
5.1.5 Bildüberflutung
6 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Nutzenpotentiale einer Integration von Social-Media-Anwendungen in bestehende ERP-Systeme, um eine effizientere interne und externe Unternehmenskommunikation sowie eine bessere Zusammenarbeit („Enterprise 2.0“) zu ermöglichen. Es wird analysiert, wie diese Technologien die betrieblichen Prozesse unterstützen und welche Herausforderungen dabei entstehen.
- Integration von Social Media in Unternehmensprozesse
- Nutzen von Enterprise 2.0 für Wissens-, Innovations- und Beziehungsmanagement
- Zusammenspiel von ERP-Systemen und Social-Media-Tools
- Analyse konkreter Praxisbeispiele (SAP Jam, IFS Applications)
- Herausforderungen und Risiken bei der Implementierung
Auszug aus dem Buch
Nutzenpotentiale im Unternehmen
Ein Wiki besitzt nicht das statische Systemdilemma, da es dynamisch und sozial eingebettet ist. Somit eignet es sich hervorragend für den Einsatz als Wissensmanagementwerkzeug im Unternehmen. Die Inhalte werden durch bestimmte Personengruppen, sogenannte Knowledge-Experts gepflegt. Dadurch, dass jeder Mitarbeiter seine Inhalte selbst in die Wikis einstellt, fördert dies die Teilnahme am gemeinsamen Wissensmanagement welches dem gesamten Unternehmen als Informationssystem dient und das kollaborative lernen fördert. Der Inhalte dieser Wikis befinden sich in einer stetigen organischen Entwicklung was einen kontinuierlichen Beta-Phasen-Charakter aufweist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung erläutert die zunehmende Bedeutung von eCollaboration-Systemen und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Integration von Social Media in ERP-Systeme.
2 Begriffsdefinition: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie Web 2.0, eCollaboration, Enterprise-Resource-Planning und Social Media definiert.
3 Integration von Social Media im Unternehmen - Enterprise 2.0: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Social-Media-Arten und deren Nutzenpotentiale sowie Herausforderungen im Wissens-, Innovations- und Beziehungsmanagement unter Einbeziehung von ERP-Prozessen.
4 Praxisbeispiele – ERP im Zusammenspiel mit Social Media: Anhand von SAP Jam und IFS Applications wird aufgezeigt, wie ERP-Systeme konkret mit Social-Media-Funktionen zur Prozessoptimierung erweitert werden können.
5 Gefahren durch die Integration von Enterprise 2.0: Hier werden potenzielle Risiken und negative Effekte wie Dehumanisierung, Sprachverfall und Bildüberflutung durch die zunehmende digitale Vernetzung beleuchtet.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass eine erfolgreiche Integration eine Änderung der Unternehmenskultur in Richtung "Wissen teilen" erfordert, um die hohen Potentiale für Innovationen nutzen zu können.
Schlüsselwörter
Enterprise 2.0, Social Media, ERP-System, Wissensmanagement, eCollaboration, Innovationsmanagement, Beziehungsmanagement, SAP Jam, IFS Applications, Geschäftsprozessmanagement, Kollaboration, Enterprise-Resource-Planning, Wissensverteilung, Web 2.0, Digitale Vernetzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Integration von Social-Media-Anwendungen in betriebliche ERP-Systeme zur Verbesserung der internen und externen Unternehmenskommunikation und Zusammenarbeit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören Enterprise 2.0, Wissensmanagement, Geschäftsprozessmanagement sowie die technologische Verknüpfung von ERP-Software mit kollaborativen Web-2.0-Tools.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Nutzenpotentiale aufzuzeigen, die sich für Unternehmen aus einer Integration von Social Media in Verbindung mit ERP-Systemen ergeben, und dabei auch potenzielle Herausforderungen zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor führt eine theoretische Analyse und Literaturarbeit durch, kombiniert mit einer Untersuchung spezifischer Praxisbeispiele (SAP Jam, IFS Applications) zur Validierung der Nutzenpotentiale.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst verschiedene Arten von Social Media (Wikis, Blogs etc.) analysiert, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung ihrer Integration in spezifische Unternehmensbereiche und ERP-gestützte Geschäftsprozesse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Enterprise 2.0, Wissensmanagement, eCollaboration, ERP-Systeme sowie kollaborative Geschäftsprozessoptimierung.
Warum sind Wikis für das Wissensmanagement im Unternehmen besonders geeignet?
Wikis ermöglichen eine dynamische und sozial eingebettete Wissenspflege, bei der Mitarbeiter ihr Wissen kontinuierlich beitragen können, was eine stetige organische Weiterentwicklung der Inhalte fördert.
Welche Gefahren sieht der Autor bei einer zu starken Integration von Enterprise 2.0?
Der Autor nennt unter anderem eine mögliche Dehumanisierung der Kommunikation, Sprachverfall, zunehmende Oberflächlichkeit sowie eine drohende Bildüberflutung, die die Glaubwürdigkeit beeinträchtigen kann.
- Citation du texte
- Bachelor of Science David Siepmann (Auteur), 2014, eCollaboration Systems. Nutzenpotentiale einer Integration von ERP und Social Media, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286464