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Patientenedukation in der Physiotherapieausbildung

Titre: Patientenedukation in der Physiotherapieausbildung

Dossier / Travail de Séminaire , 2014 , 28 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Jessica Lamming (Auteur)

Travail Social
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Um den Patienten im physiotherapeutischen Lernprozess bestmöglich und seinen Bedürfnissen entsprechend zu unterstützen, bedarf es der systematischen und zielorientierten Betreuung des Patienten. Neben der Fachkompetenz kommen dabei weitere Kompetenzen wie Sozial-, Personal- und besonders die Kommunikationskompetenz innerhalb der Patientenedukation sowie therapeutischen Interaktion zum Tragen. Angesichts sozio-ökonomischer und demographischer Veränderungen im Gesundheitswesen im Allgemeinen (verkürzte Liegezeiten, Heilmittelkürzungen, Überalterung mit Zunahme chronischer Erkrankungen) sowie berufspolitischer und pädagogischer Entwicklungen der Physiotherapie im Besonderen (Akademisierung), gewinnen edukative Schlüsselqualifikationen für eine effektive Therapeuten-Patienten-Interaktion und nachhaltige Therapie zunehmend an Bedeutung.

Beraten, Anleiten, Instruieren, Schulen und Informieren sowie das informiert Sein sind Anforderungen, die sich bereits zu einem frühen Zeitpunkt in der Physiotherapie-Ausbildung stellen. Im ersten und zweiten Semester noch im Lernaustausch mit den Mitschülern, ab dem dritten Semester jedoch kombiniert mit der fachlichen Wissens-anwendung, dem Theorie-Praxis-Transfer im klinischen Praktikum, sind die meisten Schüler überwiegend überfordert, wenn es im Therapiealltag in die Interaktion mit realen Patienten und ihren Beschwerden geht.

Über die Betrachtung der Ausbildungsinhalte möchte ich erfahren, inwieweit Grundlagen für edukative Fähigkeiten gelegt werden und die Vielschichtigkeit dieses Anspruchs bedient wird.
Fragestellungen:
- Was sind zentrale Elemente edukativer Aufgaben in der Physiotherapie?
- Inwiefern ist Patientenedukation in der Physiotherapieausbildung vertreten?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kontext

2.1. Patientenedukation

2.2. Patientenedukation in der Physiotherapie

2.3. Patientenedukation in der Physiotherapie-Ausbildung

2.4. Patientenedukationsorientierte Fächer in den Curricula bundesweit

2.5. Rollen des lernenden Therapeuten

3. Bezüge zur Pädagogik, Psychologie und Soziologie

4. Bisherige Literatur

5. Zusammenfassung

5.1. Schlussfolgerung und Ausblick

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert und die Umsetzung von Patientenedukation in der Physiotherapie-Ausbildung. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, welche Elemente edukativer Aufgaben in der Physiotherapie zentral sind und wie diese in den bestehenden Curricula und der Ausbildungspraxis verankert sind, um Auszubildende auf ihre Rolle als Berater und Pädagogen vorzubereiten.

  • Bedeutung der Patientenedukation als Kernkompetenz im therapeutischen Prozess
  • Analyse der gesetzlichen und curricularen Verankerung edukativer Inhalte in der Ausbildung
  • Betrachtung der Rollenkonflikte des lernenden Therapeuten in der praktischen Ausbildung
  • Synthese der Anforderungen aus Pädagogik, Psychologie und Soziologie für die Physiotherapie
  • Identifikation von Defiziten in der derzeitigen Vermittlung kommunikativer und edukativer Fertigkeiten

Auszug aus dem Buch

2.5. Rollen des lernenden Therapeuten

Aufgrund der Probleme, die Schüler besonders in der frühen praktischen Ausbildung in der Interaktion mit realen Patienten erleben, lohnt die Betrachtung des Rollenaspekts.

Auf den ersten Blick ergeben sich mindestens zwei Rollen des lernenden Therapeuten: die des Therapeuten und die des Lernenden. An beide Rollen sind unterschiedliche Erwartungen aus Sicht des Rolleninhabers und aus Sicht seiner Umwelt geknüpft. An die Rolle des Therapeuten werden Erwartungen geknüpft wie: Verantwortung übernehmen für die fachlichen Entscheidungen im Rahmen der Therapie, Verantwortung übernehmen für den Fortgang der Therapie, Den Handlungsprozess steuern und mit dem Patienten aushandeln, Fachliche Kompetenz, Erfahrenheit, Souveränität ausstrahlen und Verständnis für den Patienten aufbringen und unterstützend zur Seite stehen.

An die Rolle des Lernenden hingegen werden Erwartungen geknüpft wie: Bereitschaft, sich als Lernender einzuordnen und somit sein Handeln vom Ausbilder infrage stellen zu lassen, Bereitschaft zu akzeptieren, dass in der Betreuungssituation ein „Machtgefälle“ zwischen Ausbilder und Lernendem existiert, Bereitschaft und Fähigkeit, Kritik anzunehmen und diese konstruktiv zu verarbeiten, Bereitschaft, den eigenen Lernprozess mit zusteuern, Fähigkeit der Selbstreflexion, Bereitschaft an einem Handlungsprozess teilzunehmen, der gemeinsam mit dem Ausbilder gesteuert wird.

In der praktischen Ausbildung wird von dem lernenden Therapeuten erwartet, dass er in einer Situation, in der er eigentlich selbst noch Betreuung und Unterstützung benötigt, bereits Sicherheit und Vertrauenswürde ausstrahlt. Andererseits muss er in einer Situation, in der er Sicherheit ausstrahlen und Verantwortung übernehmen soll, sein Handeln hinterfragen und ggf. kritisieren lassen. Diese Überlagerung zweier Rollen kann zu inneren Konflikten (sog. Intrarollenkonflikten) führen, da die Rolle des Therapeuten und die des Lernenden, wie beschrieben, mit gegenläufigen Erwartungen verknüpft sind (Klemme 2012).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Patientenedukation angesichts sozio-ökonomischer Veränderungen und formuliert die zentralen Fragestellungen zur Ausbildungssituation.

2. Kontext: Definiert den Begriff der Patientenedukation, beleuchtet deren Rolle im therapeutischen Alltag, untersucht die Curricula verschiedener Bundesländer und analysiert die Rollenkonflikte von Auszubildenden.

3. Bezüge zur Pädagogik, Psychologie und Soziologie: Erläutert die wissenschaftlichen Grundlagen und deren Notwendigkeit für ein ganzheitliches Verständnis der Therapeuten-Patienten-Interaktion.

4. Bisherige Literatur: Gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und zeigt auf, dass das Thema in der deutschsprachigen Literatur bisher nur unterrepräsentiert behandelt wurde.

5. Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und benennt kritische Defizite in der Ausbildung sowie den Bedarf an einer inhaltlichen Vereinheitlichung.

5.1. Schlussfolgerung und Ausblick: Plädiert für eine stärkere Integration von edukativen Inhalten in die Ausbildung und fordert weiterführende Forschung zur Verbesserung der Ausbildungspraxis.

6. Literaturverzeichnis: Listet sämtliche in der Arbeit verwendeten Quellen und Fachpublikationen auf.

Schlüsselwörter

Patientenedukation, Physiotherapie, Ausbildung, Interaktion, Kommunikation, Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Curricula, Rollenkonflikt, Patientenmanagement, Anleitung, Beratung, Gesundheitsförderung, Handlungskompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der Patientenedukation innerhalb der physiotherapeutischen Tätigkeit und deren unzureichender Verankerung in der aktuellen Berufsausbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Patientenedukation, die Analyse von Curricula verschiedener Bundesländer sowie die psychologische Betrachtung der Rollen, die ein Auszubildender im klinischen Alltag einnehmen muss.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, welche edukativen Fähigkeiten in der Physiotherapie zentral sind und inwieweit diese in den offiziellen Lehrplänen und der tatsächlichen Ausbildungspraxis abgebildet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, wertet bestehende Curricula und Ausbildungsrichtlinien aus und reflektiert diese auf Basis pädagogischer, psychologischer und soziologischer Erkenntnisse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsbestimmung der Patientenedukation, eine Untersuchung der Ausbildungsvorgaben in Deutschland und eine tiefe Analyse des Rollenkonflikts von Schülern während des klinischen Praktikums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Patientenedukation, Physiotherapie, Ausbildungscurricula, Interaktionskompetenz und pädagogische Fundierung.

Was ist das Ergebnis der Analyse der Curricula?

Die Untersuchung zeigt, dass die Vermittlung edukativer Kompetenzen bundesweit uneinheitlich, oft nur theoretisch und mit einem sehr geringen zeitlichen Umfang in den Lehrplänen verankert ist.

Warum erleben Schüler im klinischen Praktikum häufig Konflikte?

Aufgrund des sogenannten Intrarollenkonflikts: Sie müssen gleichzeitig die Rolle des noch lernenden Schülers, der Unterstützung benötigt, und die des Therapeuten, der Sicherheit und Fachkompetenz ausstrahlen soll, ausfüllen.

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Résumé des informations

Titre
Patientenedukation in der Physiotherapieausbildung
Note
1,0
Auteur
Jessica Lamming (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
28
N° de catalogue
V286528
ISBN (ebook)
9783656868002
ISBN (Livre)
9783656868019
Langue
allemand
mots-clé
Physiotherapie Physiotherapieausbildung Patientenausbildung Lernprozess
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jessica Lamming (Auteur), 2014, Patientenedukation in der Physiotherapieausbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286528
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Extrait de  28  pages
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