Was verbindet so unterschiedliche Unternehmen wie Apple, IKEA oder BMW? Sie alle haben es geschafft, zu den Weltmarktführern in ihrer jeweiligen Branche zu gehören. Dies erreichen sie dadurch, indem sie Wettbewerbsvorteile generieren, die langfristiges Wachstum sicherstellen und den Kunden einen deutlichen Mehrwert im Vergleich zu ihren Konkurrenten bieten.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich damit, wie Firmen bei der Planung ihrer Unternehmensstrategie vorgehen können und welche theoretischen Erklärungsansätze es zur Generierung und Sicherung von langfristigen Wettbewerbsvorteilen gibt. Dieses Buch befasst sich zuerst mit dem Begriff des strategischen Managements. Es beschreibt den Prozessablauf, den Unternehmen zur Strategiefindung verwenden können und gibt zu jeder Phase des Strategieprozesses Hilfestellungen aus gängiger Managementliteratur. Im Zentrum steht das Konzept der Balanced Scorecard als Teil eines integrierten Managementsystems (von Robert S. Kaplan und David P. Norton), sowie das Konzept der Five Forces und der drei generischen Wettbewerbsstrategien (von Michael E. Porter). Anhand zweier Fallstudien mit mittelständischen Unternehmen wird die Praxistauglichkeit der theoretischen Modelle und des Prozesses des strategischen Managements untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Motivation
2 Der Prozess des strategischen Managements
2.1 Strategische Zielplanung
2.2 Strategische Analyse und Prognose
2.3 Strategieentwicklung und –bewertung
2.4 Strategieimplementierung
2.5 Kontrolle und Anpassung
3 Strategieansätze von Robert S. Kaplan und David P. Norton
3.1 Die Balanced Scorecard
3.1.1 Die Finanzperspektive
3.1.2 Die Kundenperspektive
3.1.3 Die Prozessperspektive
3.1.4 Die Lern- und Entwicklungsperspektive
3.1.5 Die Strategy Map
3.2 Das integrierte Managementsystem
3.2.1 Entwicklung der Strategie
3.2.2 Übersetzung der Strategie
3.2.3 Ausrichtung der Organisation
3.2.4 Operative Planung
3.2.5 Kontrolle und Lernen
3.2.6 Testen und Anpassen
3.3 Einordnung in den Managementprozess
3.4 Kritik und Entwicklungsstand
4 Strategieansätze von Michael E. Porter
4.1 Das Fünf-Kräfte-Modell
4.1.1 Gefahr durch Markteintritte
4.1.2 Verhandlungsstärke der Abnehmer
4.1.3 Verhandlungsstärke der Lieferanten
4.1.4 Druck durch Substitute
4.1.5 Intensität der Rivalität
4.2 Drei generische Wettbewerbsstrategien
4.2.1 Die Wertkette
4.2.2 Kostenführerschaft
4.2.3 Differenzierung
4.2.4 Konzentration auf Schwerpunkte
4.2.5 Zwischen den Stühlen
4.3 Einordnung in den Managementprozess
4.4 Kritik
5 Strategisches Management aus der Sicht ausgewählter Unternehmer
5.1 Zielsetzung und Aufbau der Interviews
5.2 Fallstudie – Construmotive GmbH
5.3 Fallstudie – Synthoplast GmbH
5.4 Fazit
6 Schlussbemerkungen und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie Unternehmen bei der Planung ihrer Unternehmensstrategie vorgehen können, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu generieren und zu sichern, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Praxistauglichkeit etablierter Managementmodelle liegt.
- Prozess des strategischen Managements
- Analyse und Anwendung der Balanced Scorecard (Kaplan & Norton)
- Analyse und Anwendung der Five-Forces-Modelle und generischen Strategien (Porter)
- Empirische Untersuchung mittels Fallstudien mittelständischer Unternehmen
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Gefahr durch Markteintritte
Neue Wettbewerber stellen in zweierlei Hinsicht eine Bedrohung für die Rentabilität der etablierten Marktteilnehmer dar. Zum einen können sie Druck auf die Preise ausüben, indem sie ihre Leistung zu günstigeren Konditionen anbieten. Zum anderen verursachen sie höhere Kosten bei ihren Konkurrenten (z.B. höhere Ausgaben für Marketing, Maßnahmen zur Kundenbindung, Produktverbesserungen etc.). Wie hoch diese Gefahren zu bewerten sind, hängt stark von den Markteintrittsbarrieren ab.
Aber auch die absehbaren Reaktionen der etablierten Wettbewerber können abschreckende Wirkung auf Markteintritte haben. Wenn diese schon in der Vergangenheit harte Vergeltungsmaßnahmen gegen aufkommende Mitstreiter durchgeführt haben oder über umfangreiche Mittel zu ausdauernden Preiskämpfen verfügen, muss ein Einstieg in die Branche wohlüberlegt sein.
Zudem kann ein langsames Branchenwachstum die Aufnahmefähigkeit des Marktes für ein neues Unternehmen stark begrenzen (Porter 1980, S. 7-17).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Motivation: Einführung in die strategische Relevanz von Wettbewerbsvorteilen und Vorstellung der Three Circle Analysis zur Illustration unternehmerischer Beziehungen.
2 Der Prozess des strategischen Managements: Darstellung der fünf Kernphasen strategischer Planung und Diskussion der theoretischen Einbettung verschiedener Managementmethoden.
3 Strategieansätze von Robert S. Kaplan und David P. Norton: Detaillierte Analyse der Balanced Scorecard sowie des integrierten Managementsystems, inklusive kritischer Würdigung der Kausalitätsannahmen.
4 Strategieansätze von Michael E. Porter: Erläuterung des Five-Forces-Modells und der generischen Wettbewerbsstrategien unter Berücksichtigung der Wertkette als zentrales Analyseinstrument.
5 Strategisches Management aus der Sicht ausgewählter Unternehmer: Empirische Untersuchung anhand von Fallstudien mittelständischer Unternehmen zur Überprüfung der praktischen Anwendbarkeit der theoretischen Konzepte.
6 Schlussbemerkungen und Ausblick: Synthese der Erkenntnisse und Diskussion der Herausforderungen des strategischen Managements in dynamischen, komplexen Märkten.
Schlüsselwörter
Strategisches Management, Wettbewerbsvorteil, Balanced Scorecard, Five Forces, Wertkette, Unternehmensstrategie, Strategieimplementierung, Fallstudie, Mittelstand, Marktpositionierung, Kostenführerschaft, Differenzierung, Strategieprozess, Marktanalyse, Unternehmenserfolg.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit?
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen langfristige Wettbewerbsvorteile aufbauen können und bewertet die Praxistauglichkeit prominenter Strategie-Management-Modelle anhand von Fallstudien.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Die zentralen Themen sind der Strategieprozess, das Modell der Balanced Scorecard von Kaplan und Norton sowie Porters Wettbewerbskonzepte.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Wie gehen Firmen bei der Strategieplanung vor und welche theoretischen Ansätze unterstützen die Generierung und Sicherung langfristiger Wettbewerbsvorteile?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse wird eine qualitative empirische Untersuchung in Form von zwei Fallstudien bei mittelständischen Unternehmen durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Erläuterung der Strategieprozesse, die detaillierte Vorstellung der Ansätze von Kaplan/Norton und Porter sowie deren praktische Anwendung in Interviews.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Strategisches Management, Wettbewerbsvorteile, Balanced Scorecard, Porters Five Forces und Strategieimplementierung.
Wie bewerten die Unternehmen die Balanced Scorecard?
Die befragten mittelständischen Unternehmen empfinden das Konzept oft als zu komplex und unübersichtlich für ihre Bedürfnisse.
Wie stehen die Unternehmen zur "Stuck-in-the-middle"-Position von Porter?
Beide Fallbeispiele praktizieren bewusst hybride Strategien und betrachten diese entgegen Porters Theorie als profitabel und erstrebenswert.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Strategie?
Die Fallstudien zeigen, dass die historische gewachsene Kultur und Identität bei Familienunternehmen eine entscheidende Basis für strategische Entscheidungen bilden.
Was ist das Fazit zur Praxistauglichkeit?
Einfachere Instrumente wie die BCG-Matrix oder Porters Wettbewerbsmodelle werden im Alltag bevorzugt, während hochkomplexe Systeme oft nicht die nötige Akzeptanz in der Belegschaft finden.
- Arbeit zitieren
- Master of Science Peter Konz (Autor:in), 2014, Strategisches Management, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286683