Oberhalb des Plauenschen Grundes in unmittelbarer Nähe der Begerburg und unweit des historischen Dorfkerns Dölzschen steht inmitten von Wiesen und Feldern die 81. Grundschule Dresdens (www.sn.schule.de/~gsdoelzschen). In dem denkmalgeschützten Schulhaus lernen zur Zeit 130 Grundschüler in sechs Klassen. Acht helle geräumige Klassenzimmer stehen zur Verfügung. Zehn Lehrerinnen widmen sich den Neigungen und Talenten der Schüler (ebenda). Ziel der Lehrer und Erzieher ist es, den Schülern in einer freudvollen Atmosphäre ein gutes Rüstzeug für ihre Zukunft mitzugeben und sie gut auf das Leben vorzubereiten. Wichtig ist es für die Lehrer zu beachten, dass jedes Kind eine "eigene Methode" zum Lernen hat (ebenda). Anregungen werden aus der Reformpädagogik von Montessori, Freinet und Waldorf geholt, um die Lernwege der Kinder zu unterstützen. Großes Augenmerk wird auf differenziertes Arbeiten, auf Selbständigkeit und ein gutes soziales Miteinander gelegt. Das Schulleben wird durch Tages- und Wochenpläne, Werkstattarbeit und Projekte abwechslungsreich gestaltet. Der Frontalunterricht findet in der Schule aber auch noch seine Berechtigung (ebenda). Nach dem anstrengenden Arbeiten im Unterricht genießen die Schüler die Hofpausen auf dem Pausenhof oder auf der großen schön angelegten Spiel- und Tobewiese. Auch ein Ball- oder Haschspiel unter den schattenspendenden Kastanien ist eine willkommene Abwechslung. Danach geht das Lernen doch gleich wieder viel besser (ebenda).
Inhaltsverzeichnis
1. Situation der Praktikumsschule
2. Situation der Praktikumsklasse
3. Beobachtungsschwerpunkt: Arbeit mit dem Tafelbild
3.1 Systematische Betrachtung
3.1.1 Bedeutung des Mediums Tafel
3.1.2 Funktionen des Tafelbildes
3.1.3 Anforderungen an das Tafelbild
3.2 Beobachtungen
3.2.1 Situation vor Ort
3.2.2 Tafelbild als Unterrichtseinstieg
3.2.3 Tafelbild als Unterrichtsmittelpunkt
3.2.4 Zusammenfassung
4. Unterrichtsvorbereitungen
4.1 Unterrichtsvorbereitung
4.2 Unterrichtsvorbereitung
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dokumentiert die Erfahrungen und Beobachtungen im Rahmen eines Seminars mit Schulpraxis an einer Grundschule. Das primäre Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit der Unterrichtsplanung, der Anwendung spezifischer Lehrmethoden sowie der Reflexion des eigenen Lehrerhandelns in verschiedenen Fachbereichen.
- Analyse der Rahmenbedingungen und der Klassensituation der Praktikumsschule.
- Untersuchung der Bedeutung und Funktion des Mediums Tafel im Unterrichtsprozess.
- Detaillierte didaktische Vorbereitung und Nachbereitung von Unterrichtssequenzen in Mathematik und Deutsch.
- Reflexion über den Einsatz verschiedener Sozialformen und methodischer Ansätze im Grundschulunterricht.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Bedeutung des Mediums Tafel
Bis heute ist die Wandtafel das wichtigste Medium in unseren Schulen (Meyer, S.217). Seit Jahrhunderten schon hat sie ihren Platz in den Klassenräumen. Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde sie erwähnt und dann im Laufe des 19. Jahrhunderts administrativ verordnet, in allen Einzelheiten beschrieben und in ihren verschiedenen Formen in den Einrichtungskatalogen der Schulen penibel registriert (Gudjons, S.60).
Als nichtpersonales Medium macht das Tafelbild den Lernstoff und teilweise auch den Unterrichtsverlauf an der Wandtafel sichtbar. Diese Visualisierung geschieht durch ein gestaltetes und geordnetes Zueinander von Text und Bild oder Text und Text (ebenda).
In unserer heutigen Zeit gibt es verschiedene Arten von Tafeln. Die Standardtafel, welche „ohne technischen Aufwand stets verfügbar, pflegeleicht, praktisch und universell einsetzbar“ ist, lässt sich jedoch in jedem Klassenzimmer finden (ebenda, S.62). Sie ist im Normalfall an der Stirnwand des Klassenzimmers angebracht und bildet somit den zentralen Blickfang. Sie besteht meist aus einer Mittelfläche von ca. 200 cm x 120 cm, sowie aus zwei ausklappbaren Seitenflügeln. In der Regel ist sie nach unten und oben verschiebbar. Auf der Tafel sind die verschiedensten Lineaturen möglich. Die Standardtafel ist mit weißen und farbigen Kreiden beschreibbar (ebenda, S.61).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Situation der Praktikumsschule: Beschreibung der geografischen Lage, der Schulstruktur und des pädagogischen Profils der 81. Grundschule Dresden.
2. Situation der Praktikumsklasse: Soziologische Darstellung der Klasse 3b, ihrer Gruppendynamik und des Lernverhaltens der Schüler.
3. Beobachtungsschwerpunkt: Arbeit mit dem Tafelbild: Systematische Analyse der Bedeutung, Funktionen und Anforderungen an die Arbeit mit dem Tafelbild im Unterricht.
4. Unterrichtsvorbereitungen: Detaillierte Planung von zwei Unterrichtseinheiten in Mathematik sowie Reflexion über deren Durchführung.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Evaluation der gesammelten praktischen Erfahrungen und des persönlichen Lernzuwachses während des SSP.
Schlüsselwörter
Grundschule, Unterrichtsvorbereitung, Tafelarbeit, Methodik, Didaktik, Mathematikunterricht, Deutschunterricht, Schulpraxis, Lehrerhandeln, Lernprozess, Unterrichtseinstieg, Tafelbild, Unterrichtsplanung, Grundrechenarten, Sozialformen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die praktischen Erfahrungen der Autorin während eines Seminars mit Schulpraxis (SSP) an der 81. Grundschule in Dresden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Beobachtung des Medieneinsatzes – speziell der Arbeit mit dem Tafelbild – sowie der methodischen Planung und Durchführung von Unterrichtseinheiten.
Was ist das primäre Ziel der Dokumentation?
Das Ziel ist die Reflexion des eigenen unterrichtlichen Handelns, die Optimierung der Unterrichtsplanung sowie der Transfer theoretischer pädagogischer Ansätze in die Praxis.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden Methoden der Hospitation, der systematischen Beobachtung sowie der schriftlichen Reflexion und Unterrichtsplanung nach didaktischen Prinzipien eingesetzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Analyse des Medieneinsatzes, konkrete Unterrichtsvorbereitungen für die Fächer Mathematik und Deutsch sowie deren jeweilige Nachbereitung und Auswertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Grundschule, Unterrichtsvorbereitung, Tafelarbeit, Didaktik und Reflexion des Lehrerhandelns.
Warum ist die Arbeit mit dem Tafelbild ein Schwerpunkt?
Die Arbeit begründet dies damit, dass die Wandtafel trotz technischer Alternativen weiterhin das meistgenutzte und wichtigste Medium im Klassenzimmer ist.
Welche Rolle spielt die Reflexion in den Unterrichtsplanungen?
Die Reflexion dient der kritischen Überprüfung des zeitlichen Ablaufs, des Lernzielerreichungsgrades und der Qualität der gewählten methodischen Ansätze, um den eigenen Lernprozess als angehende Lehrkraft zu fördern.
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- Carmen Richter (Author), Janet Beutler (Author), 2004, Beleg zum Seminar mit Schulpraxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28668