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Prototypentheorie und Metaphern: Die Alltagsmetaphern in der Theorie von LAKOFF und JOHNSON

Titre: Prototypentheorie und Metaphern: Die Alltagsmetaphern in der Theorie von LAKOFF und JOHNSON

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 1999 , 22 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Ulrich Jacobs (Auteur)

Science de Langue / Linguistique (interdisciplinaire)
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit befaßt sich mit der Metapherntheorie, die LAKOFF und JOHNSON 1980 in ihrem Werk Metaphors We Live By vorgetragen haben. Da die vorliegende Arbeit im Rahmen eines romanistischen Proseminars entstanden ist, wird dieses Werk hier in der französischen Übersetzung Les Métaphores dans la Vie Quotidienne von MICHEL DE FORNEL und JEAN-JACQUES LECLERCE besprochen. Dadurch wird es möglich, die Problematik an Beispielen aus der französischen Sprache zu erörtern. Die von LAKOFF und JOHNSON benutzte Schreibweise wird im Rahmen dieser Arbeit beibehalten, das heißt zum Beispiel, daß die Konzeptmetaphern in Großbuchstaben angegeben werden. Die Einzelbeispiele werden durchnumeriert und die Stellen, die im Kontext zu dem jeweils beschriebenen Phänomen stehen, werden durch Kursivschrift hervorgehoben. In Teil 1 dieser Arbeit werden zudem der Übersicht halber die zentrale Begriffe gefettet. Ziel dieser Arbeit ist eine kritische Diskussion der Theorie LAKOFFs und JOHNSONs. Zu diesem Zweck wird zunächst in allgemeiner Form ein Überblick über die Hauptpositionen in der Metaphernforschung gegeben werden und wo in diesem Rahmen die hier besprochene Arbeit von LAKOFF und JOHNSON einzuordnen ist. Im zweiten Teil dieser Arbeit wird das Werk dieser beiden Autoren dargestellt. Aufgrund der durch den Umfang der Arbeit gebotenen Kürze wird in diesem Teil allerdings nur die Theorie der Alltagsmetaphern im engeren Sinne dargestellt werden. Auf die aus dieser Theorie resultierenden Konsequenzen für die Geisteswissenschaften, insbesondere die Diskussionen um den Wahrheitsbegriff, um Objektivismus und Subjektivismus und um linguistischen Universalismus und Relativismus kann an dieser Stelle naturgemäß nicht im Detail eingegangen werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verschiedene Positionen in der Metaphernforschung

2.1 Die Substitutionstheorie

2.2 Die Interaktionstheorie

3. Die Metapherntheorie von LAKOFF/JOHNSON

3.1 Metapherntypen nach LAKOFF/JOHNSON

3.1.1 Strukturelle Metaphern

3.1.2 Orientierungsmetaphern

3.1.3 Ontologische Metaphern

3.1.3.1 Die Personifikation

3.1.3.2 Die Behältermetapher

3.2 Der Zusammenhang der verschiedenen Metapherntypen in einer einheitlichen Theorie

3.2.1 Die komplexen kohärenten Metaphernsysteme

3.2.2 Die Basis der Metaphernsysteme

4. Kritische Diskussion

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Metapherntheorie von Lakoff und Johnson im Kontext der kognitiven Sprachwissenschaft kritisch zu untersuchen und ihre Position innerhalb der linguistischen Metaphernforschung einzuordnen. Dabei steht die systematische Analyse von Alltagsmetaphern im Vordergrund, um die Frage zu klären, inwieweit konzeptuelle Metaphern unsere alltägliche Wahrnehmung und Erfahrung strukturieren.

  • Grundlagen der Metaphernforschung (Substitutionstheorie vs. Interaktionstheorie)
  • Klassifizierung von Metapherntypen (strukturell, orientierend, ontologisch)
  • Konzeptuelle Kohärenz und Metaphernsysteme
  • Empirische Basis der Metaphernbildung durch physische und kulturelle Erfahrungen
  • Kritische Reflexion über Relativismus und die Abgrenzung zur Metonymie

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Ontologische Metaphern

Ontologische Metaphern dienen dem Menschen um Abläufe, Handlungen, Aktivitäten und Zustände zu verstehen. Diese können einerseits als Person (oder Teil einer Person), andererseits als Objekt, Behälter oder als Substanz konzeptualisiert werden. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, diese zu quantifizieren und sie in Bezug zueinander zu setzen, oder einzelne ihrer Aspekte und Ursachen zu identifizierten. Auf diese Weise erlangt der Mensch die Möglichkeit, sich im Umgang mit diesen Ziele zu setzen und sich auf diese Weise zu Handlungen zu motivieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der theoretischen Ausgangslage und Definition des Untersuchungsrahmens innerhalb eines romanistischen Proseminars.

2. Verschiedene Positionen in der Metaphernforschung: Gegenüberstellung der klassischen Substitutionstheorie und der modernen Interaktionstheorie als theoretische Vorläufer.

3. Die Metapherntheorie von LAKOFF/JOHNSON: Zentrale Darlegung der kognitiven Metapherntheorie, inklusive ihrer verschiedenen Typen und systemischen Zusammenhänge.

4. Kritische Diskussion: Auseinandersetzung mit dem Ansatz, insbesondere hinsichtlich der Definition von Schlüsselbegriffen und dem Vorwurf des Relativismus.

Schlüsselwörter

Metapherntheorie, Lakoff, Johnson, Kognitive Sprachwissenschaft, Alltagsmetaphern, Substitutionstheorie, Interaktionstheorie, Strukturelle Metaphern, Orientierungsmetaphern, Ontologische Metaphern, Personifikation, Behältermetapher, Metaphernsysteme, Kohärenz, Metonymie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Metapherntheorie von Lakoff und Johnson, die Sprache nicht mehr nur als rein rhetorisches, sondern als konzeptuelles Phänomen begreift.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören der Vergleich historischer Metapherntheorien sowie die detaillierte Untersuchung der kognitiven Strukturierung von Konzepten durch Metaphern im Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist eine kritische Diskussion des Werkes, um die theoretische Fundierung der Alltagsmetapherntheorie sowie deren Konsequenzen und Schwächen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und vergleicht diese mit sprachlichen Beispielen, primär aus dem Französischen, um die Thesen von Lakoff und Johnson zu illustrieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Metapherntypen (strukturell, orientierend, ontologisch) und deren systemische Einbettung sowie Kohärenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Kognition, konzeptuelle Metaphern, Erfahrungswelt, Kohärenz und die Interaktion von Konzepten.

Wie unterscheidet Lakoff/Johnson die Metonymie von der Metapher?

Die Autoren trennen Metonymie und Metapher funktional streng, räumen jedoch ein, dass sich beide Konzepte überschneiden können und Metonymien metaphorisch geprägt sein können.

Welche Kritikpunkte werden an der Theorie angeführt?

Kritisiert werden vor allem die mangelnde Präzision zentraler Begriffe und die Gefahr einer unzulässigen Verallgemeinerung, die in Richtung eines sprachlichen Relativismus führen könnte.

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Résumé des informations

Titre
Prototypentheorie und Metaphern: Die Alltagsmetaphern in der Theorie von LAKOFF und JOHNSON
Université
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Romanisches Seminar)
Cours
Proseminar: Die Prototypentheorie in der Linguistik
Note
1,0
Auteur
Ulrich Jacobs (Auteur)
Année de publication
1999
Pages
22
N° de catalogue
V28673
ISBN (ebook)
9783638303859
Langue
allemand
mots-clé
Prototypentheorie Metaphern Alltagsmetaphern Theorie LAKOFF JOHNSON Proseminar Prototypentheorie Linguistik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ulrich Jacobs (Auteur), 1999, Prototypentheorie und Metaphern: Die Alltagsmetaphern in der Theorie von LAKOFF und JOHNSON, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28673
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Extrait de  22  pages
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