Die besondere Rolle der Lehrkraft in der Sozialdidaktik


Hausarbeit, 2014

15 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundgedanken und historischer Überblick einer Didaktik der Sozialpädagogik

3. Schule als Ort für vielfältige Lernprozesse - die Rolle des Lehrenden
3.1 Unterricht als Kernaufgabe des Lehrenden
3.2 Beziehung und Emotionen als Wegweiser und Orientierungspunkt für didaktische Überlegungen

4. Schlussfolgerung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Was macht einen "guten" Lehrer aus? Welche Kompetenzen werden benötigt, um erfolgreich als Lehrender tätig zu sein? Wie kann effizienter Unterricht gelingen und welche Einfluss nehmen Beziehungen und Emotionen auf den Unterricht? Dies sind zentrale Leitfragen, die in dieser Arbeit diskutiert werden, um die Forschungsfrage: Welche besondere Rolle nehmen Lehrkräfte in der Didaktik der Sozialpädagogik ein? begründet zu beantworten. Insbesondere werden die Kompetenzen der Lehrkraft und die zentralen Rolle von Emotionen und Beziehungen im Schulkontext thematisiert. Hierzu wird der Lehrende als zentraler Gegenstand betrachtet, wenn gleich die Lernenden wiederholt erwähnt werden, da die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden einen wechselseitigen Prozess darstellt, der den Unterrichtsalltag prägt.

Einleitend wird die Entwicklung einer Didaktik der Sozialpädagogik herausgestellt, um einen historischen Überblick zu geben sowie grundlegende Gedanken einer Sozialdidaktik darzustellen. Als Ausgangspunkt dienen hierzu die "Berliner Hochschultage 1982", da diese Tagung im überwiegenden Teil der Literatur, den Beginn der Debatte zur Eigenständigkeit einer Didaktik der Sozialpädagogik kennzeichnet. Des Weiteren wird auf die, sich im Laufe der oben genannten Tagung entwickelten Arbeitsgruppen, sowie deren Ergebnisse eingegangen, da diese einen entscheidenden Einfluss auf die Weiterentwicklung einer eigenständigen Sozialdidaktik haben. Das erste Kapitel schließt mit der Skizzierung der gegenwärtigen Situation der Sozialdidaktik, um auf den Kompetenzbegriff näher einzugehen, da dieser die Basis für anschließende Ausführungen darstellt. Auf eine ausführliche Darstellung des aktuellen Forschungsstandes wird hier verzichtet, da dies den Rahmen dieser Arbeit überschreiten würde.

Aufbauend auf die geschichtliche Entwicklung der Sozialdidaktik, wird die Schule als Ort vielfältiger Lernprozesse vorgestellt und ein Überblick in die Kompetenzen und Voraussetzungen von Lehrkräften gegeben. Zudem werden in diesem Abschnitt die Forschungsansätze der Eignungs- und Qualitätshypothese erläutert, um einen Einblick in die Bewertungsmaßstäbe der aktuellen Forschung, rund um die Kompetenzen von Lehrkräften zu gewähren. Diese beiden Ansätze versuchen mit jeweils unterschiedlichen Akzentuierungen eine Zusammenstellung von grundlegenden Kompetenzen und Voraussetzungen festzulegen, die für Lehrkräfte und eine erfolgreiche Berufsentwicklung entscheidend sind.

Eine Differenzierung zwischen formalen, nonformalen und informellen Kompetenzen anhand von Beispielen vervollständigt die Definition des Kompetenzbegriffes, welcher zuvor dargestellt wurde.

Im weiteren Verlauf des ersten Unterpunktes wird die Rolle der Lehrkraft, im Kontext der Schule weiter differenziert, um daraus die Aufgaben und Ziele des Lehrenden zu konkretisieren. Eine der Aufgaben ist die Berücksichtigung der drei Dimensionen von Unterricht, die Lehrende bei der Planung der Unterrichtseinheiten mitdenken müssen. Diese Aufgabe wird ebenso vorgestellt wie die sozialkompetenten und motivationalen Aspekte des Unterrichtens.

Der zweite Unterpunkt des Kapitels behandelt die Emotionen, welche die Lehrkraft umgeben, sowie die Beziehungen zwischen Lehrenden und Lernenden. Hierbei wird aufgezeigt, auf welche Art und Weise Beziehungen den Unterricht beeinflussen und inwieweit sich positive Emotionen der Lehrkraft auf die Lernenden auswirken. In Zuge dessen wird der zentrale Stellenwert von Emotionen zwischen Lehrenden und Lernenden verdeutlicht und gleichzeitig die Diskrepanz, die aus diesem Wechselspiel resultiert, herausgestellt.

Abschließend werden die zentralen Thesen dieser Arbeit in der Schlussfolgerung erneut aufgegriffen und ausgewertet. Hieraus resultiert die Beantwortung der eingangs genannten Forschungsfrage dieser Arbeit.

2. Grundgedanken und historischer Überblick einer Didaktik der Sozialpädagogik

Erste sozialdidaktische Überlegungen kamen in den 1980er Jahren auf und wurden vor allem im Rahmen der "Hochschultage Berufliche Bildung 1982" in Hannover vertieft. Die Teilnehmer der damaligen Veranstaltung forderten ein einheitlich höheres Lehramt für alle hauptamtlichen und hauptberuflichen Lehrkräfte der beruflichen Fachrichtung Sozialpädagogik. Dieses Ziel sollte durch Weiterbildungsmaßnahmen oder eine entsprechend auszurichtende universitäre Erstausbildung für dieses Lehramt erreicht werden. Die Diskussionen in den damaligen Arbeitsgruppen führt dazu, dass auch im Anschluss an die Hochschultage an der Umsetzung und Planung gearbeitet wurde und die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe in Berlin 1984 auf der Fachtagung "Sozialwissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik" in Thesenform vorgestellt und diskutiert wurden.1 Gruschka veröffentlichte dann 1985 seine Kompetenzentwicklung und fachliche Identitätsausbildung in der Erzieherinnenausbildung. Krüger und Dittrich, sowie Habel und Karsten veröffentlichen zudem 1986 ihr Publikationen zur Sozialdidaktik als eigenständigen Ansatz in der Ausbildung für Soziale Berufe. Zentrale Aspekte der genannten Publikationen sind die Persönlichkeitsbildung und das Theorie-Praxis-Verhältnis, welches angemessener in der Ausbildung zu berücksichtigen sei. Es findet sich zudem Kritik an der stark theorieorientierten Ausbildung, sowie der Vernachlässigung der Persönlichkeitsbildung. Gefordert wird hingegen eine Gleichberechtigung zwischen Personal- und Sozialkompetenz und Fach- und Methodenkompetenz.2 Erst 1973 kommt es zu der geforderten Gleichstellung der beruflichen Fachrichtungen, indem das Lehramt "Sozialwissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik" eingerichtet wird. Dieser Schritt war entscheidene für die eigenständige Entwicklung einer Didaktik der Sozialen Arbeit, die sich deutlich unterscheiden soll sowohl von den erziehungswissenschatlichen Didaktiken als auch der Didaktik anderer beruflicher Fachrichtungen.

[...]


1 vgl. Krüger 1986, S. 326.

2 vgl. Jaszus 2010, S. 62 f.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Die besondere Rolle der Lehrkraft in der Sozialdidaktik
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
15
Katalognummer
V286860
ISBN (eBook)
9783656872672
ISBN (Buch)
9783656872689
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialdidaktik, Rolle des Lehrenden, Lehrer und Schüler, Unterricht, Schule, Didaktik, Lehrkraft
Arbeit zitieren
Nicoline Rohweder (Autor:in), 2014, Die besondere Rolle der Lehrkraft in der Sozialdidaktik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286860

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