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Schizophrenie und Kriminalität

"Wer so krank ist muss doch gefährlich sein?"

Titre: Schizophrenie und Kriminalität

Dossier / Travail de Séminaire , 2014 , 14 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Philipp Lorenz (Auteur)

Psychologie - Généralités
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Die nachfolgende Arbeit beschäftigt sich im Allgemeinen mit der Frage, ob eine Verbindung zwischen der Schizophrenie und Kriminalität besteht und im Speziellen, ob die Schizophrenie einen protektiven Faktor oder einen Risikofaktor für Kriminalität darstellt.
Des Weiteren soll herausgefunden werden, ob es innerhalb der Schizophrenie verschiedene Subgruppen gibt, die ein höheres oder geringeres Risiko aufweisen, Straftaten zu begehen oder gewalttätiges Verhalten zu zeigen.
Auf diese Fragen soll eine Antwort gefunden werden, um herauszufinden, ob die Vorurteile der Gesellschaft, die schizophrene Menschen generell als wahnsinnig oder gemeingefährlich einstufen, berechtigt oder einfach nur überzogen sind.

Um diese Frage beantworten zu können, ist es zunächst das Ziel, ein Verständnis über das Krankheitsbild der Schizophrenie zu erlangen, also welche Symptome erfüllt sein müssen, damit man überhaupt als schizophren gilt und welche dieser Symptome für sich allein schon ein Risiko für kriminelles Verhalten darstellen könnten.
Auf diese Symptome wird kurz anhand von zwei ausgewählten Formen eingegangen, die besonders häufig und auffällig in ihrem Auftreten sind.

Nachdem anschließend noch dargestellt wird, wie weit verbreitet die Schizophrenie eigentlich ist und wann sie auftreten kann, wird die eigentliche Fragestellung anhand verschiedener Studien erarbeitet.
Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit bezüglich ihrer empirischen Evidenz bewertet.
Methodisch ist die Arbeit in Form einer Literaturstudie aufgebaut.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Störungsbild der Schizophrenie nach ICD-10

2.1 Positiv- und Negativsymptomatik anhand ausgewählter Formen

2.2 Häufigkeit und Auftreten

3. Schizophrenie und Kriminalität

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der psychischen Erkrankung Schizophrenie und kriminellem Verhalten, um zu klären, ob die Diagnose als Risikofaktor für Straftaten oder Gewaltdelikte zu werten ist und inwiefern gesellschaftliche Vorurteile über die Gefährlichkeit Betroffener empirisch haltbar sind.

  • Grundlagen des Krankheitsbildes Schizophrenie nach ICD-10
  • Differenzierung von Positiv- und Negativsymptomatik
  • Empirische Analyse des Zusammenhangs zwischen Schizophrenie und Kriminalität
  • Identifikation von Risikogruppen (z. B. "early starters" vs. Spättäter)
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren und psychosozialer Unterstützung
  • Bewertung gesellschaftlicher Stigmatisierung

Auszug aus dem Buch

Schizophrenie, ein protektiver Faktor oder Risikofaktor für Kriminalität?

Diese Fragestellung beantwortet (Hodgins, 2000, S. 89-116, zitiert nach Foerster & Dreßing, 2008, S.172) mit der Aussage „ Schizophrenie ist ein auf breiter und robuster empirischer Basis etablierter Risikofaktor für Kriminalität.“ Diese Evidenz wird vor allem auf groß angelegte Studien an Geburtskohorten, aber auch auf Populationen von Rechtsbrechern und Bevölkerungsstichproben gestützt. Diese Studien belegen, dass sich bei einer diagnostizierten Schizophrenie bei Männern, das Risiko der Begehung von nichtgewalttätigen Delikten um den Faktor 2, das Risiko der Begehung von Gewaltdelikten um den Faktor 4 und das von Tötungsdelikten sogar schon um den Faktor 10 erhöht. Bei Frauen ist die Studienlage hingegen noch nicht sehr weit fortgeschritten, nimmt aber in den wenigen durchgeführten Studien sogar eine tendenziell noch stärkere Steigerung des Gewaltrisikos an.

Ziel dieser Studien an Geburtskohorten war es, die Kriminalität der Allgemeinbevölkerung, mit der von schizophrenen Personen, zu vergleichen. „ Alle diese Studien haben gezeigt, dass mit der Schizophrenie ein erhöhtes Delinquenzrisiko einhergeht. Mehr noch als für gewaltfreie Delinquenz ist die Schizophrenie ein Risikofaktor für Gewalttaten ( Arsenault et al. 2000; Brennan, Mednick und Hodgins 2000; Mullen et al. 2000; Swanson et al. 1990; Tiihonen et al. 1997).“ (Foerster & Dreßing, 2008, S.173) Es ist allerdings gut möglich, dass die Studien die Kriminalitätsrate schizophrener Personen noch unterschätzen, da bis auf eine Studie, alle anderen lediglich behandelte Patienten untersuchten, wodurch die Prävalenz der Schizophrenie deutlich untergraben wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Ziel dar, den Zusammenhang zwischen Schizophrenie und Kriminalität zu hinterfragen und zu prüfen, ob die Erkrankung als Risikofaktor für Straftaten fungiert.

2. Störungsbild der Schizophrenie nach ICD-10: Dieses Kapitel erläutert die komplexe Symptomatik der Schizophrenie, unterteilt diese in Positiv- und Negativsymptome und betrachtet epidemiologische Daten zur Verbreitung.

3. Schizophrenie und Kriminalität: Hier werden empirische Studien ausgewertet, die das erhöhte Risiko schizophrener Personen für Delinquenz belegen und spezifische Tätertypologien sowie Einflussfaktoren diskutieren.

4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen, hebt hervor, dass nicht alle Betroffenen kriminell werden, und betont die Notwendigkeit von Antistigma-Kampagnen.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Kriminalität, Risikofaktor, Gewaltdelikte, ICD-10, Positivsymptomatik, Negativsymptomatik, Delinquenzrisiko, early starters, Spättäter, psychische Störung, Stigmatisierung, empirische Evidenz, Kausalverhältnis, Forensische Psychiatrie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob eine wissenschaftlich belegbare Verbindung zwischen schizophrenen Erkrankungen und kriminellem Verhalten existiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der klinischen Symptomatik der Schizophrenie, epidemiologischen Erkenntnissen zur Kriminalitätsbelastung und der Analyse von Risikogruppen unter schizophrenen Tätern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die Schizophrenie einen Risikofaktor für Kriminalität darstellt und ob das gesellschaftliche Bild des "gemeingefährlichen Schizophrenen" empirisch haltbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit ist als Literaturstudie konzipiert, die bestehende epidemiologische Studien und forensische Erkenntnisse auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der ICD-10-Klassifikation der Schizophrenie, der Differenzierung von Symptomen sowie der detaillierten Analyse von Studien zur Delinquenz von schizophrenen Personen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schizophrenie, Kriminalität, Delinquenzrisiko, Gewaltdelikte, Forensik und Symptomatik sind die prägenden Fachbegriffe.

Gibt es einen Unterschied in der Kriminalitätsrate zwischen schizophrenen Männern und Frauen?

Studien deuten darauf hin, dass das Risiko für kriminelles Verhalten bei schizophrenen Personen generell erhöht ist, wobei die Studienlage bei Frauen weniger fortgeschritten ist, aber ebenfalls eine Steigerung des Gewaltrisikos zeigt.

Spielen äußere Faktoren für das kriminelle Risiko bei Schizophrenen eine Rolle?

Ja, soziale Integration, eine adäquate psychiatrische Betreuung und die regelmäßige Einnahme von Medikamenten korrelieren laut der untersuchten Literatur mit einem deutlich geringeren Risiko für Gewalttaten.

Was sind "early starters" bei schizophrenen Straftätern?

Dies sind schizophrene Personen mit einem frühen Delinquenzbeginn, die häufig schon vor der Erstmanifestation der Schizophrenie antisoziale Verhaltensmuster zeigen.

Warum ist die Stigmatisierung von schizophrenen Menschen ein wichtiges Thema dieser Arbeit?

Die Autorin betont, dass die Medialisierung und Stigmatisierung, welche die Schizophrenie fälschlicherweise fast ausschließlich mit Gefährlichkeit gleichsetzt, eine enorme Belastung für Patienten und deren Umfeld darstellt.

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Résumé des informations

Titre
Schizophrenie und Kriminalität
Sous-titre
"Wer so krank ist muss doch gefährlich sein?"
Université
University of Applied Sciences for Public Administration of North Rhine-Westphalia; Duisburg
Note
1,3
Auteur
Philipp Lorenz (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
14
N° de catalogue
V287017
ISBN (ebook)
9783656872771
ISBN (Livre)
9783656872788
Langue
allemand
mots-clé
schizophrenie kriminalität
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Philipp Lorenz (Auteur), 2014, Schizophrenie und Kriminalität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287017
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Extrait de  14  pages
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