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Die Rolle der Frau im Ersten Weltkrieg

Titre: Die Rolle der Frau im Ersten Weltkrieg

Dossier / Travail , 2014 , 18 Pages , Note: 1,8

Autor:in: Anonym (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - Première Guerre mondiale, République de Weimar
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Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem Alltag der Frauen in der Heimat Deutschlands während des Ersten Weltkriegs. Es wird dargestellt, wie sich das Leben veränderte und welche Rolle die Frau einnahm bzw. einnehmen musste. Dabei werde ich der Frage nachgehen, inwieweit das Engagement der Frauen in dieser Zeit zu einer Neuordnung der Frauenrolle beigetragen hat.
Ziel dieser Hausarbeit ist es darzustellen, dass das kriegsbedingte Engagement der Frauen nicht die Emanzipation vorangetrieben, aber sehr wohl - wenn auch nur für kurze Zeit - zu einer strukturellen und bewusstseinsmäßigen Veränderung der Geschlechterrolle geführt hat.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung der Frauenbewegung zwischen 1848 und 1914

3. Alltag in der Heimat

3.1. Familie im Ersten Weltkrieg

3.2 Ernährungssituation

4. Arbeitseinsatz und Engagement der Frauen

4.1 Der Bund Deutscher Frauen

4.2 Der Nationale Frauendienst

5. Veränderung der Arbeitswelt

6. Kriegsende und Heimkehr der Männer

7. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Alltag von Frauen in Deutschland während des Ersten Weltkriegs mit dem Ziel zu klären, inwieweit das kriegsbedingte Engagement der Frauen zu einer dauerhaften Veränderung der Geschlechterrollen und ihrer gesellschaftlichen Stellung beigetragen hat.

  • Lebensalltag der Frauen an der „Heimatfront“ zwischen Vielfachbelastung und Versorgungsmangel.
  • Die Rolle und Tätigkeit des Nationalen Frauendienstes (NFD) innerhalb der Kriegsgesellschaft.
  • Strukturelle Veränderungen in der Arbeitswelt und der Einsatz von Frauen in Rüstungsbetrieben.
  • Die ambivalenten Auswirkungen des Krieges auf die Frauenemanzipation und die Rückkehr zu tradierten Rollenbildern nach 1918.

Auszug aus dem Buch

3.2 Ernährungssituation

Mit Fortschreiten des Ersten Weltkriegs wurde die Versorgungslage immer angespannter. Bereits schon im Spätherbst des Jahres 1914 wurde die Lebensmittelversorgung zu einem gravierenden Problem. (s. Abschnitt 3.1)

Zum einen trug der Ausfall von Importen dazu bei, zum anderen gab es einen Rückgang der Produktionsmenge und -qualität. Zudem wurde die Produktion durch ländliche Produzenten zurückgehalten. Um sich und seine Familie einigermaßen ernähren zu können, war man auf die Zuteilung von Lebensmitteln angewiesen. Für Grundnahrungsmittel wie z.B. Brotgetreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Mehl wurden Rationierungsmaßstäbe und Höchstpreise festgesetzt. Damit aus dem Wenigen auch etwas Schmackhaftes werden konnte, gab es sogenannte Kriegskochbücher, die den Alltag in der Heimat erleichtern sollten. Trotz der staatlichen Verteilung mittlerweile aller Nahrungsmittel, reichten die Mengen, die über die Lebensmittelkarten zu beziehen waren, nicht aus, den täglichen Kalorienbedarf zu decken. Große Teile der Bevölkerung waren gezwungen, auf Ersatzlebensmittel zurückzugreifen. Der Einkauf gestaltete sich im Laufe des Krieges immer schwieriger und verband sich häufig mit „Schlangestehen“ das nicht selten schon des Nachts begann.

Der vom Bund Deutscher Frauenvereine durch Bäumer gegründete Nationale Frauendienst versuchte u.a. mit organisierten Massenspeisungen, der Herausgabe von „Kriegsrezepten“ sowie der Einrichtung von Kursen für sparsames Wirtschaften, die Ernährungsprobleme zu lösen. Dramatisch verschärft wurde die Ernährungskrise im sogenannten Kohl/Steckrübenwinter 1916/17, in dem es als alleiniges Nahrungsmittel nur noch Steckrüben in allen Variationen gab. Diese mineralstoff- und vitaminarme Ernährung führte zu Mangelerkrankungen und Todesfällen. „Bereits für 1915 ist ein deutlicher Anstieg der Sterblichkeit unter den weiblichen Kleinkindern und Jugendlichen bis 15 Jahre zu beobachten. 1916 waren besonders die Altersstufen 5-20 betroffen, der sich 1917 verstärkte, und jetzt auch die Altersstufen 20-85 Jahre einbezog.“ An den Folgen von Unterernährung und Hunger starben in Deutschland etwa 700.000 Menschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema, Vorstellung der Forschungsfrage zur Rollenveränderung der Frau sowie Darlegung der Zielsetzung und Methodik.

2. Die Entwicklung der Frauenbewegung zwischen 1848 und 1914: Historischer Rückblick auf die patriarchale Gesellschaftsordnung, die Entstehung bürgerlicher und proletarischer Frauenvereine sowie erste Schritte zur rechtlichen Gleichstellung.

3. Alltag in der Heimat: Analyse der veränderten Lebensbedingungen durch die Abwesenheit der Männer, mit Fokus auf die familiäre Situation und die kritische Ernährungslage im Krieg.

4. Arbeitseinsatz und Engagement der Frauen: Untersuchung der Aktivitäten des Bundes Deutscher Frauen und des Nationalen Frauendienstes im Rahmen der sozialen Mobilisierung und Kriegswohlfahrtspflege.

5. Veränderung der Arbeitswelt: Darstellung der Verschiebung des weiblichen Arbeitsmarktes hin zur Rüstungsindustrie und der damit verbundenen schwierigen Arbeitsbedingungen.

6. Kriegsende und Heimkehr der Männer: Beleuchtung der Phase der Demobilisierung, in der Frauen ihre Arbeitsplätze räumten, um zu traditionellen Geschlechterrollen zurückzukehren.

7. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse, die eine eher geringfügige strukturelle Veränderung der Frauenrolle konstatieren und den Krieg kritisch als Hindernis für eine bereits begonnene Emanzipation diskutieren.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Frauenrolle, Heimatfront, Frauenbewegung, Nationaler Frauendienst, Kriegsgesellschaft, Rüstungsindustrie, Emanzipation, Arbeitswelt, Ernährungskrise, Steckrübenwinter, Geschlechterrollen, Frauenarbeit, Burgfrieden, Demobilisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Lebensrealität und die gesellschaftliche Rolle der Frau in Deutschland während des Ersten Weltkriegs zwischen 1914 und 1918.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Frauenbewegung, dem Alltag an der Heimatfront, dem Einsatz in der Kriegsindustrie sowie der Arbeit von Frauenvereinen wie dem Nationalen Frauendienst.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob der Krieg tatsächlich zur Emanzipation der Frau führte oder ob es sich lediglich um eine temporäre, kriegsbedingte Rollenanpassung handelte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf einer fundierten Auswertung zeitgenössischer Quellen und historischer Forschungsliteratur, insbesondere von Ute Daniel, basiert.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Verschlechterung der Lebensbedingungen (Ernährung), die Organisation der Wohlfahrtspflege durch den NFD und die strukturelle Umgestaltung des weiblichen Arbeitsmarktes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind: Erster Weltkrieg, Frauenrolle, Heimatfront, Frauenbewegung, Nationaler Frauendienst und Emanzipation.

Welche Rolle spielte der "Nationale Frauendienst" (NFD) konkret?

Der NFD organisierte die soziale Mobilisierung von Frauen, bot Hilfseinrichtungen wie Massenspeisungen an und steuerte die Zuweisung von weiblichen Arbeitskräften in die Kriegsindustrie.

Warum wird der Erste Weltkrieg im Fazit nicht als "Vater der Emanzipation" gesehen?

Die Autorin stellt fest, dass es nach dem Krieg zu einer massiven Verdrängung der Frauen aus ihren neuen Berufsfeldern kam und eine tiefgreifende emanzipatorische Wende durch die Rückkehr zu alten Rollenbildern ausblieb.

Welchen Einfluss hatte der "Kohl/Steckrübenwinter" auf die Bevölkerung?

Dieser Winter markierte einen dramatischen Höhepunkt der Mangelernährung, der zu schweren gesundheitlichen Folgen, erhöhter Sterblichkeit und zur Destabilisierung des sozialen Gefüges beitrug.

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Résumé des informations

Titre
Die Rolle der Frau im Ersten Weltkrieg
Université
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Note
1,8
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
18
N° de catalogue
V287031
ISBN (ebook)
9783656872849
ISBN (Livre)
9783656872856
Langue
allemand
mots-clé
Erste Weltkrieg Frauenrolle Heimatfront Nationaler Frauendienst
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2014, Die Rolle der Frau im Ersten Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287031
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Extrait de  18  pages
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