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Pro-Formen zwischen inner- und außertextlicher Realität

Eine Betrachtung von 1970-1985

Título: Pro-Formen zwischen inner- und außertextlicher Realität

Trabajo Escrito , 2014 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Franziska Lampe (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Gramática, estilo, métodos de Trabajo
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Resumen Extracto de texto Detalles

Der Begriff Pro-Form ist eine Verallgemeinerung des traditionellen Begriffs ‘Pronomen‘. Es kann sich dabei sowohl um Pronomen handeln aber auch Verben, Adjektive und Adverben, ja sogar ganze Sätze oder Texte können als Pro-Form gesehen werden. Eine Pro-Form steht immer für eine grammatische Kategorie beliebiger Art (ebd.) Die Funktion der Konstituente „Pro“ dient dazu, die syntaktische Struktur, in der sich die Pro-Form befindet, zu markieren.
Pro-Formen sind in der Grammatik der Textkohäsion zuzuordnen. Sie bezeichnet den formalen Zusammenhalt eines Textes und grenzt sich dadurch von der Textkohärenz ab, die sich eher auf den inhaltlichen Zusammenhang bezieht. Als Referent oder auch Antezedent wird das Element angesehen, welches durch eine Pro-Form ersetzt wird wobei der Antezedent lediglich anaphorischer Natur ist, während der Referent ebenso in einen kataphorischen Verweis funktioniert. Die Pro-Form bezieht sich immer auf eine Person, ein Gegenstand, eine Handlung, eine Emotion etc. Häufig werden Pro-Formen anaphorisch verwendet, das heißt, der Antezedent taucht vorher auf und wird durch eine Pro-Form wieder aufgegriffen. Kataphorische Pro-Formen kommen häufig interrogativ vor und finden den Referenten im Anschluss wieder. Es werden im Verlauf der Auseinandersetzung die Forschungsstände von Steinitz 1974 und Vater 1975 kontrastiert. Weiterhin wird auch eine spätere Auffassung von Brinker 1997 konsultiert, um den aktuelleren Forschungsstand zu berücksichtigen. Schwerpunkt soll jedoch eine Gegenüberstellung Steinitz und Brinkers sein, die unterschiedliche Ergebnisse präsentieren. Es soll herausgefunden werden, wo die Unterschiede liegen und die jeweiligen Argumente kritisch betrachtet werden. Vorerst erfolgt jedoch eine Verortung der Pro-Formen in der Textkohäsion, gefolgt von umfangreichen Darstellung der Pro-Formen an sich.

„In eng verbundenen Einheiten wie Phrasen, Teilsätzen und Sätzen wird die Kohäsion durch das Einfügen der Elemente in grammatischen Abhängigkeiten aufrechterhalten. In längeren Textstrecken besteht die Hauptoperation darin, herauszufinden, wie schon verwendete Elemente und Muster wieder verwendet, verändert oder zusammengefügt werden können“ (Beaugrander 1980, 57)
Der Begriff Textkohäsion beschreibt die Einheit eines Textes als eine grammatisch verknüpfte Folge von Sätzen. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Verortung der Pro-Formen in der Textlinguistik

2. Pro-Formen

2.1 Pro-Nomen

2.2 Pro-Verben

2.3 Pro-Adverbiale und Pro-Adjektive

2.4 Pro-Sätze und -Texte

2.5 Zur Motivation und Hierarchie von Pro-Formen

3. Nominale Pro-Formen

3.1 Das Prinzip der Wiederaufnahme nach Renate Steinitz 1974

3.2 Die Wiederholung des Referenzträgers als Pro-Nomen

4. Pro-Formen unter dem Gesichtspunkt der Ersetzung

4.1 Pro-Formen des Deutschen nach Heinz Vater 1975

4.2 Zweifelsfälle der Pro-Formen

5. Gegenüberstellung

6. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die linguistische Funktion und Kategorisierung von Pro-Formen als wesentliche Mittel der Textkohäsion. Das primäre Ziel ist es, die unterschiedlichen Forschungsansätze, insbesondere von Steinitz und Vater, zu kontrastieren und die Wirksamkeit von Pro-Formen bei der textuellen Verknüpfung kritisch zu beleuchten.

  • Systematische Einordnung von Pro-Formen in der Textlinguistik.
  • Kontrastierung der Theorien von Steinitz, Vater und Brinker.
  • Untersuchung verschiedener Klassen wie Pro-Nomen, Pro-Verben und Pro-Adverbiale.
  • Analyse der Wiederaufnahme- und Ersetzungsfunktionen.
  • Kritische Betrachtung von Grenz- und Zweifelsfällen im Sprachgebrauch.

Auszug aus dem Buch

2.1 Pro-Nomen

Pro-Nomen können den Platz einer ganzen Nominalphrase einnehmen. Diese Por-Nomen sind die am häufigsten auftretende Art der Pro-Formen, „die die Funktion von Hauptwörter oder Nominalphrasen erfüllen“ (Beaugrande/Dressler 1981, 64) wie es in dem Kinderreim veranschaulicht wird:

(04) Hoppe hoppe Reiter, wenn er fällt, dann schreit er. Fällt er in den Graben, fressen ihn die Raben. (de Beaugrande & Dressler, 65)

Hier ersetzten die Pronomina er und ihn das Nomen der Reiter. De Beaugrande/Dressler teilen die Pro-Formen in zwei Kategorien, die der Anaphora und die der Kataphora, ein. In (04) handelt es sich um einen anaphorischen verweis, also eine Pro-Form, die nach dem Referenten steht. Der anaphorische Verweis tritt weitaus häufiger auf als der kataphorische; jedoch darf zwischen Referent und Pro-Form keine langen Textpassage entstehen, da dann der ursprüngliche Referent nicht mehr im Gedächtnisspeicher des Lesers auffindbar sei und ein irrtümlicher Bezug zu anderen Inhalten auftreten könne (ebd.).

Im Falle einer kataphorischen Pro-Form findet sich der Referenten meist am Schluss einer Beschreibung oder Erzählung und kann spannungsaufbauende Tendenzen haben die den Leser ermutigen, weiter zu lesen. Auch hier funktioniert der Verweis nur, wenn der Abstand zwischen Pro-Form und Referent gering gehalten wird. Neben dem gesteigerten spannungsbogen eines kataphorischen Textes, erfüllt dieser auch eine weitere Funktion. Nicht wird der Leser nur zum weiterlesen angespornt, seine Aufmerksamkeit wird gleichwohl umgelenkt, auf die am Anfang genannten Referenzen im Text. Ein Beispiel:

(05) Empty, it weight five tons. For fuel it carried eight tons of alcohol and liquid oxygen. There it stood in a new Mexico desert: a great black an yellow V-2 rocket 46 fett log (ebd., 70).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Verortung der Pro-Formen innerhalb der Textlinguistik unter Abgrenzung von Textkohäsion und Textkohärenz.

2. Pro-Formen: Detaillierte Darstellung der Kategorien von Pro-Formen, einschließlich Pro-Nomen, Pro-Verben, Pro-Adverbiale sowie Pro-Sätzen.

3. Nominale Pro-Formen: Analyse der Wiederaufnahme-Prinzipien, insbesondere basierend auf der Theorie von Renate Steinitz.

4. Pro-Formen unter dem Gesichtspunkt der Ersetzung: Untersuchung der Ersetzungsfunktion nach Heinz Vater und Diskussion von Zweifelsfällen.

5. Gegenüberstellung: Kritische Gegenüberstellung der unterschiedlichen theoretischen Auffassungen von Steinitz und Vater.

6. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Ergebnisse und Bewertung der Rolle von Pro-Formen als Kohäsionsmittel.

Schlüsselwörter

Pro-Formen, Textkohäsion, Anapher, Katapher, Wiederaufnahme, Referenzträger, Textlinguistik, Nominalphrase, Pronomina, Ersetzungsfunktion, Sprachwissenschaft, Kohäsionsmittel, Semantische Kontinuität, Referenzidentität, Sprachanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition, Klassifizierung und Funktion von Pro-Formen innerhalb der Textlinguistik und deren Beitrag zur Textkohäsion.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Anaphorik und Kataphorik, verschiedene Pro-Form-Kategorien (Nomen, Verben etc.) sowie die Theorien zur Wiederaufnahme von Referenzträgern.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die kontrastive Analyse der Forschungsstände von Steinitz und Vater sowie die kritische Würdigung der Wirksamkeit von Pro-Formen als Verknüpfungselemente im Text.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es handelt sich um eine deskriptiv-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der kritischen Auseinandersetzung mit linguistischen Modellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die verschiedenen Arten von Pro-Formen detailliert klassifiziert und die Ansätze zur Wiederaufnahme und Ersetzung auf Basis prominenter linguistischer Literatur diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Textkohäsion, Pro-Form, Anapher, Katapher, Referenzträger und Kohäsionsmittel beschreiben.

Wie unterscheidet sich die "explizite" von der "impliziten" Wiederaufnahme bei Brinker?

Die explizite Wiederaufnahme basiert auf Referenzidentität, während die implizite Wiederaufnahme durch semantische Kontiguität ohne Identität der Referenzträger gekennzeichnet ist.

Welche Rolle spielt das "Weltwissen" bei der Interpretation von Pro-Formen?

Das Weltwissen des Lesers hilft dabei, Pro-Formen auch dann korrekt auf ihre Referenzträger zu beziehen, wenn diese nicht explizit identisch sind, sondern in einem logischen oder kulturellen Zusammenhang stehen.

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Detalles

Título
Pro-Formen zwischen inner- und außertextlicher Realität
Subtítulo
Eine Betrachtung von 1970-1985
Universidad
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Germanistik)
Curso
Syntaktische Analysen
Calificación
1,7
Autor
Franziska Lampe (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
19
No. de catálogo
V287070
ISBN (Ebook)
9783656911630
ISBN (Libro)
9783656911647
Idioma
Alemán
Etiqueta
pro-formen realität eine betrachtung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Franziska Lampe (Autor), 2014, Pro-Formen zwischen inner- und außertextlicher Realität, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287070
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