Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filología alemana - Literatura alemana moderna

Friedrich Schiller als politisches Machtinstrument. Die Rolle seines Werkes „Wilhelm Tell“ im Nationalsozialismus

Título: Friedrich Schiller als politisches Machtinstrument. Die Rolle seines Werkes „Wilhelm Tell“ im Nationalsozialismus

Trabajo Escrito , 2011 , 16 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Linda Dressler (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Im Laufe der Zeit wurde seitens verschiedener Politiker versucht, die Werke der Klassiker der deutschen Literatur für die Propaganda eigener politischer Zwecke zu benutzen. Besonders oft wurden Versuche unternommen, die Begründung eines gemeinsamen kulturellen Nationalbewusstseins der Deutschen zu untermauern. Deshalb wurde in der klassischen Literatur gezielt nach bestimmten Zitaten gesucht, die als Belege für die kulturelle Einheit der Deutschen dienen und damit die geistige Grundlage für den modernen deutschen Nationalstaat schaffen könnten. Nach der Gründung des modernen deutschen Nationalstaats als Kaiserreich im Jahre 1871 begannen die Literaturwissenschaftler sich verstärkt mit der Erforschung von Leben und Werken auseinander zu setzen, sowie die Pflege der Erinnerung an bestimmte Schriftsteller und Dichter als nationale Aufgaben zu betrachten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Propagandaarbeit

2.1 Propagandaarbeit der Nationalsozialisten

3. Schiller im Nationalsozialismus

3.1 Schiller: Propaganda und Medien

3.2 Schiller als Vorzeige-Literat

3.3 Wilhelm Tell als Nationaldrama des Dritten Reiches

3.4 Das Verbot des Wilhelm Tell

3.4.1. Tyrannenmord

3.4.2. Attentäter

3.4.3. Außenpolitische Lage

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Instrumentalisierung des Dramatikers Friedrich Schiller durch das nationalsozialistische Regime, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Rezeption und dem späteren Verbot seines Werkes "Wilhelm Tell". Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Literaturwissenschaft und Medien zur ideologischen Gleichschaltung missbraucht wurden.

  • Systematik der nationalsozialistischen Propaganda und Medienkontrolle
  • Konstruktion Schillers als politisches Machtinstrument
  • Die Funktion des "Wilhelm Tell" als vermeintliches Nationaldrama
  • Ursachen und Hintergründe für das plötzliche Verbot des "Wilhelm Tell" im Jahr 1941
  • Die Rolle der Literaturwissenschaft im Dritten Reich

Auszug aus dem Buch

3.4 Das Verbot des Wilhelm Tell

Am 03. Juni 1941 änderte sich die Haltung der Nationalsozialisten gegenüber Schillers Wilhelm Tell und das Stück wurde verboten. Adolf Hitler persönlich "wünscht, dass Schillers Schauspiel Wilhelm Tell nicht mehr aufgeführt wird und in der Schule nicht mehr behandelt wird", wie es in einem streng vertraulichen Schriftstück des Reichsleiters Martin Bornemann nachzulesen ist.

Trotz der starken öffentlichen Präsenz des Tell mussten alle Institutionen, die wie bereits beschrieben der Kontrolle des Propagandaministerium unterstellt waren, der Anweisung Folge leisten. Der Tell, welcher bis dahin zu den meistgespielten Theaterstücken zählte, wurde mit sofortiger Wirkung von den Bühnen und aus der Öffentlichkeit verbannt. Auch im Bildungsbereich, konkret im Schulwesen, wurde das Tell Verbot durchgesetzt. Neuauflagen von Schulbüchern durften keine Textstellen, oder Kernsprüche aus dem Tell mehr enthalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Identitätsstiftung durch deutsche Klassiker im 19. Jahrhundert ein und beschreibt den Wandel der Literaturbetrachtung unter nationalsozialistischem Einfluss.

2. Propagandaarbeit: Das Kapitel erläutert den Begriff der Propaganda sowie deren systematische Anwendung im Nationalsozialismus zur Steuerung der Massen und Kontrolle von Medien und Kultur.

3. Schiller im Nationalsozialismus: Hier wird detailliert dargestellt, wie Schiller instrumentalisiert, zum Vorzeigeliteraten stilisiert und sein Werk „Wilhelm Tell“ zunächst als nationales Vorbild genutzt, später jedoch aufgrund politischer Spannungen und Widersprüche verboten wurde.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie durch bewusste Fehlinterpretationen und Manipulationen ein verzerrtes Bild von Schiller geschaffen wurde und wie Literatur als mächtiges Instrument politischer Macht fungierte.

Schlüsselwörter

Friedrich Schiller, Wilhelm Tell, Nationalsozialismus, Propaganda, Gleichschaltung, Literaturwissenschaft, NS-Regime, Instrumentalisierung, Nationaldrama, Rütli-Schwur, Zensur, Kulturpolitik, Ideologie, Literaturgeschichte, Drittes Reich

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die politische Vereinnahmung Friedrich Schillers durch die Nationalsozialisten und analysiert, wie diese versuchten, seine Werke für ihre Ideologie zu nutzen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Propagandamechanismen des NS-Regimes, die ideologische Deutung klassischer Literatur sowie das Schicksal des Werkes "Wilhelm Tell" zwischen Popularisierung und Verbot.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es darzustellen, wie der "Kriegseinsatz der Literaturwissenschaft" ablief und auf welche Weise Schiller zu einem politischen Machtinstrument des NS-Regimes umfunktioniert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene zeitgenössische Quellen sowie Forschungsliteratur zur Schiller-Rezeption im Nationalsozialismus auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die allgemeine Propagandaarbeit, Schillers Rolle als Vorzeigeautor, die instrumentelle Nutzung des "Wilhelm Tell" sowie die Gründe, die 1941 schließlich zu dessen Verbot führten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen unter anderem Propaganda, Schiller, Wilhelm Tell, Gleichschaltung, NS-Ideologie und Instrumentalisierung der Literatur.

Welche Bedeutung hatte der "Rütlischwur" für die Nationalsozialisten?

Er wurde als mahnende Forderung nach geistig-politischer Einheit gedeutet und diente als propagandistisches Kernstück zur Stärkung der Heimatverbundenheit.

Warum wurde "Wilhelm Tell" im Jahr 1941 plötzlich verboten?

Das Verbot resultierte vermutlich aus Widersprüchen zwischen dem humanistischen Geist des Stücks und der NS-Ideologie, der Furcht Hitlers vor Attentaten durch Schweizer Staatsbürger sowie den gespannten außenpolitischen Beziehungen zur Schweiz.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Friedrich Schiller als politisches Machtinstrument. Die Rolle seines Werkes „Wilhelm Tell“ im Nationalsozialismus
Universidad
University of Göttingen
Calificación
2,0
Autor
Linda Dressler (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
16
No. de catálogo
V287100
ISBN (Ebook)
9783656876779
ISBN (Libro)
9783656876786
Idioma
Alemán
Etiqueta
friedrich schiller machtinstrument rolle werkes wilhelm tell nationalsozialismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Linda Dressler (Autor), 2011, Friedrich Schiller als politisches Machtinstrument. Die Rolle seines Werkes „Wilhelm Tell“ im Nationalsozialismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287100
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  16  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint