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Die ketogene Diät und ihr möglicher Nutzen bei Krebserkrankungen

Kann eine fettreiche und kohlenhydratarme Ernährungsweise Krebspatienten wirklich helfen?

Título: Die ketogene Diät und ihr möglicher Nutzen bei Krebserkrankungen

Redacción Científica , 2014 , 16 Páginas

Autor:in: Sven-David Müller (Autor)

Salud - Trofología
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Nach aktuellen Angaben des Robert Koch-Instituts erkranken jährlich rund 425.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs und jährlich sterben 210.000 daran. Seit 2000 hat die Zahl der Krebsdiagnosen um 30.000 Fälle zugenommen. 48,5 mal in der Stunde wird die Diagnose Krebs gestellt und knapp 24 Menschen verlieren jede Stunde den Kampf gegen ihr Krebsleiden! Krebserkrankungen haben in der Regel viele Ursachen. Die Entstehung von Krebserkrankungen steht in Zusammenhang mit der Ernährungsweise. Außerdem ist die Ernährungstherapie im Rahmen von Krebstherapien von besonderer Wichtigkeit. Hier ist besonders hervorzuheben, dass es keine Krebsdiät gibt, die Krebserkrankungen heilt oder für alle Krebspatienten gleichermaßen empfehlenswert ist. In jedem Falle aber spielt die Ernährung in der Prophylaxe und der Therapie von Krebserkrankungen eine bedeutende Rolle. Ernährung und Krebs ist ein vieldiskutiertes und umstrittenes Thema. Ein Zusammenhang zwischen der Ernährungsweise und dem Auftreten von Krebs konnte in den letzten Jahren in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen und Studien belegt werden. Eine Wunderwaffe gegen Krebs ist die Ernährung dennoch nicht. Krebserkrankungen gehören nicht zu den klassischen ernährungsbedingten Erkrankungen. Sie sind maximal ernährungsmitbedingt. Durch die Ernährungsweise besteht die Möglichkeit gegen bestimmte Krebsentitiäten vorzubeugen. Zudem spiel die Ernährungstherapie eine Rolle in der Krebstherapie. Viele Krebsdiäten sind unwissenschaftlich und fördern die Tumorkachexie. Seit einigen Jahren sind fettreiche und kohlenhydratarme Kostformen auf dem Vormarsch. In diesem Artikel wird der neue Boom von Krebsdiäten kritisch hinterfragt und der Stellewert der Ernährungsweise in Prophylaxe und Therapie von Krebserkrankungen beleuchtet. Bewiesen ist sich, dass das Essverhalten einen entscheidenden (?) Einfluss auf die Entstehung von einigen Krebserkrankungen haben kann (Tabelle 1). Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und die Deutsche Krebsgesellschaft lehnen bisher Krebsdiäten strikt ab und raten zu einer ausgewogenen Ernährungsweise, die den Ernährungsnotwendigkeit in der Prophylaxe und Therapie von Krebserkrankungen Rechnung trägt. Diese Ernährungsweise ist laut den nationalen Fachgesellschaften jedoch keine fettreiche Ernährungsweise beziehungsweise eine ketogene Diät. Andererseits haben diese Kostformen eine lange Tradition.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Die ketogene Diät und ihr möglicher Nutzens bei Krebserkrankungen

2. Ergebnisse wissenschaftlicher Studien mit Hinweisen auf ein erhöhtes Krebsrisiko

3. Ergebnisse wissenschaftlicher Studien mit Hinweisen auf ein vermindertes Krebsrisiko

4. Definition Krebserkrankung

5. Ursachen für die Entstehung von Krebserkrankungen

6. Krebserzeugende Substanzen und Faktoren

7. Symptome einer Krebserkrankung

8. Therapie einer Krebserkrankung

9. Ernährungstherapie bei Krebserkrankungen

10. Ernährung bei Untergewicht und Tumorkachexie

11. Warburg-Hypothese als Grundstein vieler Krebsdiäten

12. Kontra TKLT1-Diät

13. Die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. nimmt dazu folgendermaßen Stellung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch den Stellenwert der ketogenen Diät sowie verschiedener "Krebsdiäten" in der Prophylaxe und Therapie von Krebserkrankungen. Dabei wird insbesondere hinterfragt, ob eine fettreiche und kohlenhydratarme Ernährungsweise wissenschaftlich fundierte Vorteile für Krebspatienten bietet oder ob konventionelle Ernährungsempfehlungen der Fachgesellschaften vorzuziehen sind.

  • Grundlagen der Krebsentstehung (Karzinogenese) und Risikofaktoren
  • Ernährungstherapie bei Krebserkrankungen und Tumorkachexie
  • Kritische Analyse der Warburg-Hypothese und des TKTL1-Enzyms
  • Bewertung moderner Krebsdiäten durch nationale Fachgesellschaften
  • Praktische Ernährungsempfehlungen für betroffene Patienten

Auszug aus dem Buch

Warburg-Hypothese als Grundstein vieler Krebsdiäten

Die TKLT1-Diät gehört zu den modernen Krebsdiäten, die auf der Warburg-Hypotheke beruhen. Der Deutsche Nobelpreisträger Prof. Dr. Otto Warburg fand schon 1924 heraus, Krebszellen zur Gewinnung von Energie nicht den normalen Weg der „Glukoseverbrennung“ einschlagen, sondern Traubenzucker auch in Anwesenheit von Sauerstoff zu Milchsäure „vergären“. 1931 erhielt der Biochemiker, Arzt und Physiologe den Nobelpreis für Medizin (ʺfor his discovery of the nature and mode of action of the respiratory enzymeʺ). Warum die Krebszellen die Glucoseverbrennung „abschalten“, konnte Warburg aber nicht erklären.

Der Deutsche Wissenschaftler Dr. Johannes F. Coy entdecke 1995 am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg das Enzym Transketolase-like 1 (TKTL1), welches einen alternativen Stoffwechselweg in der Zelle ermöglicht. Die Transketolase ist ein Schlüsselenzym im nicht-oxidativen Abschnitt des Pentosephosphatstoffwechsels. Der Pentosephosphatweg ist ein multifunktionaler Stoffwechselweg, dem bisher 3 Aktivitäten zugeschrieben werden und deren jeweilige Intensität vom Gewebetyp sowie vom Stoffwechselzustand der Zelle abhängt.

Zusammenfassung der Kapitel

Die ketogene Diät und ihr möglicher Nutzens bei Krebserkrankungen: Einleitende Darstellung zur Relevanz der Ernährung bei Krebs und zur Problematik, dass bisher keine "Wunderdiät" wissenschaftlich belegt ist.

Ergebnisse wissenschaftlicher Studien mit Hinweisen auf ein erhöhtes Krebsrisiko: Übersicht von Ernährungs- und Umweltfaktoren, die das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen nachweislich erhöhen können.

Ergebnisse wissenschaftlicher Studien mit Hinweisen auf ein vermindertes Krebsrisiko: Aufstellung von Inhaltsstoffen und Lebensmitteln, die durch wissenschaftliche Studien mit einem reduzierten Krebsrisiko assoziiert werden.

Definition Krebserkrankung: Medizinische Erläuterung der Tumorbildung, der Unterscheidung von Karzinom und Sarkom sowie des Prozesses der Karzinogenese.

Ursachen für die Entstehung von Krebserkrankungen: Kurze Zusammenfassung der multifaktoriellen Genese von Krebs, von Umwelteinflüssen bis hin zu genetischen Veranlagungen.

Krebserzeugende Substanzen und Faktoren: Eine tabellarische Auflistung bekannter Karzinogene und schädlicher Einflüsse.

Symptome einer Krebserkrankung: Beschreibung häufig auftretender Symptome wie Tumorkachexie, Appetitlosigkeit und Stoffwechselveränderungen.

Therapie einer Krebserkrankung: Überblick über konventionelle Behandlungsansätze wie Chirurgie, Bestrahlung und Chemotherapie.

Ernährungstherapie bei Krebserkrankungen: Darlegung der Ziele einer begleitenden Ernährungstherapie zur Verbesserung des Allgemeinbefindens und zur Vorbeugung von Mangelerscheinungen.

Ernährung bei Untergewicht und Tumorkachexie: Praktische Hinweise zur Kalorien- und Nährstoffzufuhr sowie Tipps für Patienten zur Aufrechterhaltung des Gewichts.

Warburg-Hypothese als Grundstein vieler Krebsdiäten: Wissenschaftlicher Hintergrund der energietechnischen Besonderheiten von Krebszellen und die Entdeckung des TKTL1-Enzyms.

Kontra TKLT1-Diät: Kritische Auseinandersetzung mit der Anti-TKTL1-Diät und der Begründung, warum diese wissenschaftlich bisher nicht haltbar ist.

Die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. nimmt dazu folgendermaßen Stellung: Zusammenfassung der Gegenargumente führender Fachgesellschaften bezüglich der Wirksamkeit und Sicherheit moderner Krebsdiäten.

Schlüsselwörter

Krebs, Ernährungstherapie, Ketogene Diät, Tumorkachexie, Warburg-Hypothese, TKTL1-Enzym, Karzinogenese, Tumor, Ernährung, Prophylaxe, Stoffwechsel, Krebsdiät, Deutsche Krebsgesellschaft, Antikarzinogen, Nährstoffversorgung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?

Das Buch setzt sich kritisch mit dem Nutzen der ketogenen Diät und anderen sogenannten "Krebsdiäten" in der medizinischen Behandlung von Krebspatienten auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die Entstehung von Krebs, die Rolle der Ernährung in der Krebstherapie, die wissenschaftliche Bewertung von Stoffwechseltheorien (Warburg-Hypothese) und die Positionierung medizinischer Fachgesellschaften.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, ob spezielle Diätkonzepte wie die ketogene Diät eine medizinische Krebstherapie unterstützen, ersetzen oder ob sie kritisch zu hinterfragen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine Literaturanalyse und eine kritische Auswertung des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes sowie der Stellungnahmen maßgeblicher Institutionen wie der Deutschen Krebsgesellschaft durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Neben den Grundlagen der Krebsentstehung und -therapie widmet sich der Hauptteil intensiv der wissenschaftlichen Prüfung der Warburg-Hypothese, der Rolle des Enzyms TKTL1 und praktischen Ratschlägen zur Ernährung für Krebspatienten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Krebs, Ernährungstherapie, Ketogene Diät, Tumorkachexie, Warburg-Hypothese und TKTL1.

Wie bewertet der Autor die ketogene Diät bei Krebspatienten?

Der Autor warnt vor falschen Versprechungen und betont, dass eine ketogene Diät keine Krebserkrankung heilen kann; sie sollte keinesfalls konventionelle Therapien ersetzen, sondern höchstens als Option unter ärztlicher Aufsicht betrachtet werden.

Warum ist die Tumorkachexie für Krebspatienten so gefährlich?

Die Tumorkachexie ist ein schwerer Gewichtsverlust, der durch Stoffwechselveränderungen, Nebenwirkungen der Therapie und den Tumor selbst bedingt ist und die Immunabwehr sowie das Allgemeinbefinden des Patienten massiv schwächen kann.

Welche Rolle spielt das Enzym TKTL1 laut dem Text?

Das TKTL1-Enzym steht im Zentrum der Warburg-Hypothese. Es soll Krebszellen ermöglichen, Glukose auch ohne Sauerstoff zu vergären, was laut Vertretern dieser Diäten das Tumorwachstum fördert; die Fachgesellschaften bezweifeln jedoch die Eindeutigkeit dieses wissenschaftlichen Nachweises.

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Detalles

Título
Die ketogene Diät und ihr möglicher Nutzen bei Krebserkrankungen
Subtítulo
Kann eine fettreiche und kohlenhydratarme Ernährungsweise Krebspatienten wirklich helfen?
Autor
Sven-David Müller (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
16
No. de catálogo
V287291
ISBN (Ebook)
9783656875048
ISBN (Libro)
9783656875055
Idioma
Alemán
Etiqueta
Dr. Coy TKL Krebsdiät Sven-David Müller Krebs
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sven-David Müller (Autor), 2014, Die ketogene Diät und ihr möglicher Nutzen bei Krebserkrankungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287291
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