Die Grundlage dieser Arbeit basiert auf der Zeichentrickserie Family Guy von Seth MacFarlane, welche am 31. Januar 1999 zum ersten Mal auf dem Sender FOX ausgestrahlt wurde.
Im ersten Teil der Arbeit wird auf die Kunstgattung postmoderne Satire sowie auf den Deus ex machina näher eingegangen. Darauf folgt eine Kurzbeschreibung über die Ausgangssituation der Serie.
Aufbauend auf den Erkenntnissen der genannten Kunstgattung, werden diese im Hauptteil an konkreten Beispielen der Serie angewendet. Hierbei werden die wichtigsten Figuren, sowie die Institutionen Politik und Medien präsentiert und analysiert. Es soll der Frage nachgegangen werden, welcher besonderen Merkmale es bei der Charakteristik bedarf, sodass diese von den Rezipienten als postmoderne Satire interpretiert wird.
Im Anschluss soll die Dramaturgie näher erläutert werden um eine Auseinandersetzung mit der gesellschaftskritischen These zu ermöglichen.
Da bis heute 182 Folgen der Serie Family Guy veröffentlicht wurden und eine ausführliche Analyse der einzelnen Charaktere und Episoden den Rahmen meiner Bachelorarbeit sprengen würde, wird sich die Analyse auf die meiner Beurteilung nach wichtigsten Charaktere, sowie ausdrucksstärksten Episoden beschränken.
Nach Abschluss der Analyse erhoffe ich mir die Frage beantworten zu können, ob Family Guy ein Spiegelbild des stereotypischen amerikanischen Lebensstils darstellt.
Inhaltsverzeichnis
1. VORWORT
2. EINLEITUNG
2.1 WAS „FAMILY GUY“?
2.2 WAS IST DIE POSTMODERNE SATIRE?
2.3 WAS IST EIN DEUS EX MACHINA?
3. ANALYSE
3.1 FAMILY GUY – THE AMERICAN WAY OF LIFE?
3.2 CHARAKTERE
3.2.1 Die Eltern
3.2.2 Die Kinder
3.2.3 Das Haustier
3.2.4 Die Nachbarschaft
3.3 ÖFFENTLICHE INSTITUTIONEN
3.3.1 Medien
3.3.2 Politik
3.4 DIE DRAMATURGIE
3.4.1 Der Deus ex machina
3.4.2 Gag- Struktur
3.4.3 Besonderheiten
4. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Zeichentrickserie Family Guy im Hinblick auf ihre Charaktere und dramaturgischen Mittel, um zu untersuchen, inwiefern die Serie als postmoderne Satire den stereotypischen amerikanischen Lebensstil reflektiert.
- Analyse der postmodernen Satire und des Deus ex machina als erzählerische Mittel.
- Untersuchung der Charaktere als Stereotype und Spiegelbilder amerikanischer Mythen.
- Dekonstruktion öffentlicher Institutionen wie Politik und Medien durch satirische Darstellung.
- Untersuchung der Dramaturgie und der Gag-Struktur als Mittel zur Provokation und gesellschaftskritischen Reflexion.
Auszug aus dem Buch
3.1 Family Guy – The american way of life?
Am 17. August 1992 dozierte Präsident George Bush Senior auf der republikanischen Nationalversammlung in Houston, er wünsche sich eine Nation die den Waltons näher sei als den Simpsons: „Wir wollen die amerikanischen Familien stärken, damit amerikanische Familien mehr wie die Waltons sind und weniger wie die Simpsons.“12
Doch was würde Bush Senior zu der Musical Performance „Republican Town“ von Brian sagen?
Brian: I dream of a Republican Town,
where men to the right oft he aisle don´t back down.
The streets are aglow with the smell of apple pies.
And babies come aot oft he womb in coats and ties.
Nice place, huh, Rush?
Rush Limaugh: It´s a paradise, Brian.
Trees grow from Republican sod.
And everyone prays to a proper right-wing God.
Louis: Republican Catholics?
Brian: Yes, indeed, there are!
Louis: Republican Muslims?
Brian: Now, let´s not go too far.13
Auch Family Guy hat wie die Simpsons nichts mit den biederen Waltons gemeinsam, ganz im Gegenteil das Stereotyp wird bei Family Guy eingesetzt, um traditionelle Familienrollen zu karikatieren bzw. baut auf diesen nahezu nostalgischen Stereotypen Vorstellungen auf. Das Intro der Serie spricht für sich:
Lois: It seems today that all you see is violence in movies and sex on TV.
Peter: But where are those good old-fashioned values…
Alle: …on which we used to rely? Lucky there's a Family Guy! Lucky there's a man who positively can do all the things that make us…
Stewie: …laugh and cry!
Alle: He's a Family Guy.14
Zusammenfassung der Kapitel
1. VORWORT: Einleitung in die Themenstellung und die methodische Vorgehensweise der Bachelorarbeit.
2. EINLEITUNG: Definition und historischer Kontext der Serie Family Guy sowie der Begriffe postmoderne Satire und Deus ex machina.
3. ANALYSE: Detaillierte Untersuchung der Charaktere, institutioneller Kritik (Medien, Politik) und der Dramaturgie innerhalb der Serie.
4. FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage, ob Family Guy den amerikanischen Lebensstil als postmoderne Satire reflektiert.
Schlüsselwörter
Family Guy, Seth MacFarlane, postmoderne Satire, American way of life, Zeichentrickserie, Stereotype, Medienkritik, Dramaturgie, Deus ex machina, Gesellschaftskritik, Sitcom, Popkultur, amerikanische Mythen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die amerikanische Zeichentrickserie Family Guy als ein Medium der postmodernen Satire und analysiert, wie sie den stereotypischen amerikanischen Lebensstil reflektiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit konzentriert sich auf die Charakterkonstruktion, die Darstellung öffentlicher Institutionen wie Politik und Medien sowie die spezifische Dramaturgie der Serie.
Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Untersuchung?
Ziel ist es zu belegen, dass Family Guy durch den Einsatz von Stereotypen und spezifischen dramaturgischen Mitteln als postmoderne Satire funktioniert und gesellschaftskritische Fragen aufwirft.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es wird eine medienwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die durch die Anwendung von Medientheorien (z.B. Baudrillard) auf konkrete Episodenbeispiele der Serie gestützt ist.
Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die einzelnen Familienmitglieder charakterisiert, das Medien- und Politikbild der Serie hinterfragt und dramaturgische Besonderheiten wie die "Gag-Struktur" und der "Deus ex machina" analysiert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Schlüsselbegriffe sind postmoderne Satire, amerikanische Mythen, Zeichentrick, Medienkritik und Gesellschaftsspiegel.
Warum spielt die Figur Stewie Griffin eine besondere Rolle in der dramaturgischen Analyse?
Stewie dient als Beispiel für das diabolische Genie und wird häufig genutzt, um durch technische Erfindungen (wie Zeitmaschinen) als "Deus ex machina" in die Handlung einzugreifen.
Wie bewertet die Arbeit die Darstellung der amerikanischen Medien in der Serie?
Die Serie wird als mediales Echo betrachtet, das die Welt der Inszenierung und des Spektakels durch Selbstreflexion und die Parodierung der Nachrichtensendung "Quahog 5 News" kritisiert.
- Citar trabajo
- Anica Seidel (Autor), 2012, Family Guy, the American Way of Life? Charaktere und Dramaturgie als kritische Reflektion von Gesellschaft und Medien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287622