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Männer und Minijob. Vom Normalarbeitsverhältnis zur prekären Erwerbsarbeit

Titre: Männer und Minijob. Vom Normalarbeitsverhältnis zur prekären Erwerbsarbeit

Essai , 2012 , 6 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Ulrike Leupold (Auteur)

Sociologie - Travail, Education, Organisation
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Die reguläre, 'normale' Erwerbsarbeit wurde und wird immernoch mit einer Ausübung spezifischer Sicherheitsgarantien und Rechtsansprüche in Verbindung gebracht, die eine stabile gesellschaftliche Statusposition begründen. Statt ihrer breiten sich ,,prekäre Erwerbsformen wie Zeit- und Leiharbeit, befristete Beschäftigung, Minijobs, abhängige Selbstständigkeit oder Teilzeit"aus. Für die Männer unserer Gesellschaft kann dieser Wandel auf dem Arbeitsmarkt eine immense Bedeutung mit sich bringen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Transformation der Erwerbsarbeit

3. Das Männlichkeitskonstrukt in der Moderne

4. Auswirkungen von Prekarität auf Identität und Familie

5. Zwangsfeminisierung und Arbeitsteilung

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den tiefgreifenden Wandel von Männlichkeitsbildern in einer sich verändernden Arbeitswelt. Dabei wird analysiert, wie die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses und die Zunahme prekärer Beschäftigungsformen die Identitätsbildung von Männern beeinflussen, insbesondere in Bezug auf ihre Rolle als Familienernährer und ihre berufliche Selbstverwirklichung.

  • Der Einfluss von Prekarisierung auf traditionelle Männlichkeitskonstrukte.
  • Die identitätsstiftende Funktion von Erwerbsarbeit für das männliche Selbstverständnis.
  • Zusammenhänge zwischen prekärer Beschäftigung, Familiengründung und Kinderlosigkeit.
  • Die Dynamik der "Zwangsfeminisierung" in prekären Arbeitsverhältnissen.
  • Strategien zur Aufrechterhaltung des Männlichkeitsbildes bei prekär beschäftigten Männern.

Auszug aus dem Buch

Die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses und die Krise der Männlichkeit

Stünde man vor der Aufgabe, sich einen richtig typischen Mann in seinem ganzen Ursprung vorzustellen, so hätte man bald ein Bild im Kopf: Einen Mann, der schwer arbeitet, tagelang schwitzt und ackert, um seine Familie zu ernähren. Das ist es, was wir uns unter einem richtigen Mann vorstellen. Früher, zu Zeiten der Industrialisierung und auch in der Moderne, war dieses Bild gang und gäbe. Doch auch wenn es heute noch in unseren Köpfen fortlebt, so ist es nicht mehr das, was wir tagtäglich im 21. Jahrhundert in wohlhabenden Industrienationen zu Gesicht bekommen. Stattdessen führen Transformationsprozesse seit den 70er Jahren mehr und mehr zu einer weniger vollzeitlich kontinuierlichen Erwerbsarbeit.

Das lange Zeit bewährte industriegesellschaftliche Normalarbeitsverhältnis wird im Rahmen betrieblicher Rationalisierungsstrategien abgebaut – eine Folge von Ökonomisierung und Vermarktlichung. Die reguläre, 'normale' Erwerbsarbeit wurde und wird immernoch mit einer Ausübung spezifischer Sicherheitsgarantien und Rechtsansprüche in Verbindung gebracht, die eine stabile gesellschaftliche Statusposition begründen. Statt ihrer breiten sich „prekäre Erwerbsformen wie Zeit- und Leiharbeit, befristete Beschäftigung, Minijobs, abhängige Selbstständigkeit oder Teilzeit“ aus. Diese gelten zumeist als prekär, da sie die für ein „Normalarbeitsverhältnis charakteristischen sozialen, rechtlichen und betrieblichen Standards“ unterschreiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Vorstellung des "typischen Mannes" ein und setzt diese in Kontrast zur heutigen Arbeitswelt.

2. Die Transformation der Erwerbsarbeit: Dieses Kapitel thematisiert den Abbau des Normalarbeitsverhältnisses und die Zunahme prekärer Erwerbsformen wie Minijobs oder Leiharbeit.

3. Das Männlichkeitskonstrukt in der Moderne: Hier wird analysiert, wie das traditionelle Bild des Familienernährers trotz ökonomischer Veränderungen zählebig in den Identitätsentwürfen von Männern verankert bleibt.

4. Auswirkungen von Prekarität auf Identität und Familie: Das Kapitel beleuchtet den Zusammenhang zwischen beruflicher Unsicherheit, späten Familiengründungen und Kinderlosigkeit.

5. Zwangsfeminisierung und Arbeitsteilung: Diese Sektion untersucht, warum Männer in prekären Verhältnissen ihre Tätigkeit oft als "feminin" und damit als Bedrohung ihrer Männlichkeit empfinden.

6. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel reflektiert den schleichenden Wandel von Männlichkeitskonstrukten und stellt Fragen zur zukünftigen Entwicklung männlicher Rollenbilder.

Schlüsselwörter

Männlichkeitskonstruktion, Erwerbsarbeit, Prekarisierung, Normalarbeitsverhältnis, Familienernährer, Geschlechterforschung, Identitätsbildung, Zwangsfeminisierung, Soziale Desintegration, Arbeitswelt, Prekäre Beschäftigung, Familiengründung, Transformation, Statusposition, Erwerbsbiographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Untersuchung, wie sich der Wandel der modernen Erwerbsarbeitswelt auf die Identitätsbildung und das Rollenverständnis von Männern auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Prekarisierung der Arbeit, die Erosion des industriegesellschaftlichen Normalarbeitsverhältnisses sowie die Konstruktion von Männlichkeit im Spannungsfeld zwischen Beruf und Familie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass trotz faktischer Veränderungen am Arbeitsmarkt das traditionelle Männlichkeitsbild des Familienernährers fortbesteht und zu Identitätskrisen führen kann, wenn die berufliche Stabilität wegbricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse soziologischer Fachliteratur und die Auswertung von Forschungsergebnissen zur Prekarisierung und Geschlechterforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Prekarisierung, das Konzept der Zwangsfeminisierung, die Auswirkungen auf die Familiengründung sowie die Bewältigungsstrategien von Männern in instabilen Erwerbsverhältnissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Männlichkeitskonstruktion, Prekarisierung, Normalarbeitsverhältnis, Familienernährer und Zwangsfeminisierung.

Was bedeutet der Begriff "Zwangsfeminisierung" im Kontext der Arbeit?

Er beschreibt die Erfahrung von Männern, die in prekären oder typisch weiblich konnotierten Dienstleistungsbereichen arbeiten müssen und dies als Identitätsverlust empfinden, da sie ihre Rolle als primärer Familienernährer nicht mehr erfüllen können.

Warum verzögert ein unsicherer Erwerbsstatus laut der Arbeit die Familiengründung?

Da Männer ihre Männlichkeit stark über beruflichen Erfolg und finanzielle Stabilität definieren, blockiert die Angst vor Prekarität die Lebensplanung, da sie sich erst "als Mann" (im Sinne des Versorgers) positionieren wollen, bevor sie Vater werden.

Welche Rolle spielt das "Ernährerleitbild" für Männer?

Es fungiert als zentrales Identitätsanker. Auch wenn Männer heute präsenter in der Familie sind, bleibt die Erwerbsarbeit der zeitliche und symbolische Schwerpunkt, was bei Prekarität zu massiven Spannungen führt.

Was unterscheidet die Reaktion von Frauen auf Prekarität von der der Männer?

Während Männer bei Prekarität oft einen Identitätsverlust erleben, können Frauen prekäre Beschäftigungsverhältnisse eher als Chance oder Ergänzung zu ihrer Rolle als Mutter und Hausfrau interpretieren, sofern der Partner weiterhin für die ökonomische Basis sorgt.

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Résumé des informations

Titre
Männer und Minijob. Vom Normalarbeitsverhältnis zur prekären Erwerbsarbeit
Université
http://www.uni-jena.de/
Note
1,3
Auteur
Ulrike Leupold (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
6
N° de catalogue
V287707
ISBN (ebook)
9783656878926
ISBN (Livre)
9783656878933
Langue
allemand
mots-clé
männer minijob normalarbeitsverhältnis erwerbsarbeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ulrike Leupold (Auteur), 2012, Männer und Minijob. Vom Normalarbeitsverhältnis zur prekären Erwerbsarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287707
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