In meiner Projektarbeit beleuchte und analysiere ich den Kunstverein in Hamburg. Zu diesem Zweck gebe ich zunächst einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung des Kunstvereins und die Folgen für die zeitgenössische Kunst. Im nächsten Punkt erkläre ich das Controlling des Kulturbetriebs anhand der aktuellen Organisationsstruktur des Betriebs. Dieses veranschaulicht, nach welchem Schema der Hamburger Kunstverein wirkt und arbeitet und wie die einzelnen Teilbe-reiche des Betriebs ineinander übergreifen. In einem nächsten Schritt stelle ich die Aufgaben des Hamburger Kunstvereins dar und erkläre sie zum Teil durch die neueste Ausstellung „A Paradise built in Hell“, weil die Ausstellungen maßgeblich zur Charakterisierung des Vereins beitragen. Darüber hinaus soll in dieser Textpassage die Motivation der Mitarbeiter durchaus hervorgehoben werden.
Durch die Punkte „Struktur und Controlling“ und „Aufgabenbereiche und Motivation“ bildet sich das Selbstverständnis des Hamburger Kunstvereins. Dieses greife ich unter dem Begriff „-Corporate Identity“ auf. Die Fremddarstellung beleuchte ich anhand der Konkurrenz- und Kooperationssituation. Vor allem ist das Bild des Hamburger Kunstvereins in Amerika ein ganz besonderes. Als letzten Aspekt vor meinem Fazit behandle ich die heutige Finanzierung im Vergleich zur historischen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gründung und Geschichte des Kunstvereins
2.1. Gründungsfolgen für die zeitgenössische Kunst
3. Struktur und Controlling im Hamburger Kunstverein
4. Aufgabenbereiche und Motivation
5. Die Corporate Identity
6. Konkurrenzsituation und Kooperationen
7. Finanzierung früher und heute
8. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert den Hamburger Kunstverein hinsichtlich seiner historischen Entwicklung, seiner aktuellen Organisationsstruktur sowie seiner Bedeutung als kulturelle Institution in Hamburg. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie der Verein durch sein spezifisches Modell der Mitgliederfinanzierung und Teilhabe seine Unabhängigkeit bewahrt und welche Rolle er in der heutigen Kunstvermittlung einnimmt.
- Historische Genese und Entwicklung des Vereins
- Strukturelle Organisation und Controlling im Kulturbetrieb
- Aufgabenbereiche, Motivation und Vermittlungsstrategien
- Analyse der Corporate Identity und Fremddarstellung
- Konkurrenzsituation und Kooperationsmodelle
- Finanzierungsstrukturen im Wandel der Zeit
Auszug aus dem Buch
Struktur und Controlling im Hamburger Kunstverein
Damit Kulturbetriebe, sei es ein Museum, ein Theater oder eine Konzerthalle, ihre Arbeit transparent machen können, bedienen sie sich oft einer bestimmten Servicefunktion, dem sogenannten „Controlling“. Leider gibt es bis heute noch keine einheitliche Begriffsdefinition, weshalb das Controllingsystem oft falsch verstanden werden kann. Controlling kommt von dem englischen Verb „to control“, was auf deutsch nicht nur die Kontrolle als Vorgesetzter in einer Konzerthalle beinhaltet, sondern vielmehr „regeln“ oder „steuern“ heißt. Das bedeutet, dass das Controllingsystem dafür gedacht ist, den Betrieb zu steuern. Somit ist Controlling eine Servicefunktion, die die Geschäftsführung unterstützt (vgl. Schneidewind, 2013, S. 18).
Der Sinn des Controllings besteht darin, auf ein gesetztes Ziel des Kulturbetriebs hinzuarbeiten und dieses zu sichern. Das oberste Ziel eines jeden Kulturbetriebes ist immer die Existenzsicherung (vgl. Schneidewind, 2013, S. 18).
Das Controlling für den Hamburger Kunstverein beginnt bereits bei den Werbemaßnahmen für die Ausstellungen, wobei diese eher die Mitglieder intern ansprechen. Es werden Einladungen und Plakate an die Vereinsmitglieder, Fördermitglieder und Firmenmitglieder geschickt. Die Vorberichterstattung, wie es beispielsweise bei „Szene Hamburg“ (Juli 2014) über die 16 Millimeter-Filme der Fall war, ist dabei ein schöner Nebeneffekt, der aber nichts mit dem Controlling des Unternehmens an sich zu tun hat.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die methodische Vorgehensweise sowie das Ziel der Arbeit, den Kunstverein in Hamburg sowie seine Strukturen und Ziele umfassend zu analysieren.
2. Gründung und Geschichte des Kunstvereins: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung des Hamburger Kunstvereins im 19. Jahrhundert sowie die damit verbundenen gesellschaftlichen Zielsetzungen und Auswirkungen auf den damaligen Kunstmarkt.
2.1. Gründungsfolgen für die zeitgenössische Kunst: Hier wird analysiert, wie die Etablierung des Kunstvereins das Verhältnis zwischen Künstlern und Konsumenten veränderte und neue Bedingungen für die künstlerische Produktion schuf.
3. Struktur und Controlling im Hamburger Kunstverein: Dieses Kapitel erläutert das Controlling als unterstützende Servicefunktion innerhalb der aktuellen Organisationsstruktur des Hamburger Kunstvereins zur Sicherung seiner Ziele.
4. Aufgabenbereiche und Motivation: Der Fokus liegt hier auf der Vermittlungsaufgabe des Vereins sowie der besonderen Motivation der Mitarbeiter und dem Konzept der diskursiven Ausstellungsgestaltung.
5. Die Corporate Identity: Diese Sektion untersucht das Selbstverständnis des Kunstvereins und die Art und Weise, wie dieser heute als moderne, demokratische Institution wahrgenommen wird.
6. Konkurrenzsituation und Kooperationen: Hier werden die Verhältnisse zu anderen Hamburger Kulturinstitutionen sowie die strategische Marketing-Kooperation „Hamburger Kunstmeile“ beleuchtet.
7. Finanzierung früher und heute: Dieses Kapitel vergleicht das historische Losverfahren der Finanzierung mit den heutigen Modellen aus staatlicher Förderung, Firmensponsoring und Mitgliederbeiträgen.
8. Reflexion: Der Autor resümiert die Bedeutung des Vereins als unabhängig agierende Institution, die durch ihre Mitgliederstruktur einen besonderen kulturellen Beitrag leistet.
Schlüsselwörter
Hamburger Kunstverein, Kunstvermittlung, Controlling, Kulturbetrieb, Vereinsgeschichte, Losverfahren, zeitgenössische Kunst, Kulturfinanzierung, Mitgliederbindung, Corporate Identity, Ausstellungswesen, Hamburger Kunstmeile, Kunstmarkt, Biedermeier, Vereinswesen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Analyse des Hamburger Kunstvereins, beleuchtet seine historischen Wurzeln sowie seine heutige Bedeutung für das kulturelle Leben in Hamburg.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind die institutionelle Geschichte, die Organisationsstruktur, Finanzierungsmodelle und die spezifische Rolle des Vereins in der Vermittlung zeitgenössischer Kunst.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie der Hamburger Kunstverein seine Unabhängigkeit durch eine starke Mitgliederbindung bewahrt und sich als kulturelle Institution behauptet.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf Experteninterviews, um die aktuellen internen Prozesse und die strategische Ausrichtung des Vereins zu erfassen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Struktur und Controlling, Aufgabenbereichen, Corporate Identity, Wettbewerbssituation sowie die Transformation der Finanzierungsmodelle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kunstvermittlung, Controlling, Vereinswesen, Mitgliederfinanzierung und Corporate Identity.
Wie unterscheidet sich die Finanzierung des Vereins heute von der Gründungszeit?
Während früher ein Losverfahren zur Finanzierung diente, stützt sich der Verein heute auf eine Mischung aus staatlicher Förderung, individuellen Mitgliedsbeiträgen und Firmensponsoring.
Welchen Stellenwert hat die sogenannte „Hamburger Kunstmeile“ für den Verein?
Die „Hamburger Kunstmeile“ ist eine strategische Marketing-Kooperation mit anderen Institutionen, die dazu dient, die internationale Sichtbarkeit und Reichweite zu erhöhen.
- Arbeit zitieren
- Nina Pressentin (Autor:in), 2014, Der Hamburger Kunstverein. Gründung, Geschichte, Controlling und Aufgabenbereiche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287799