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Die Rolle des Hauses in Guy de Maupassants „Le Horla“

Título: Die Rolle des Hauses  in Guy de Maupassants „Le Horla“

Trabajo , 2013 , 24 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Sophie Strohmeier (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Die 1860 veröffentlichte Novelle „Le Horla“ von Guy de Maupassant steht ganz im Zeichen der Gattung „Conte Fantastique“, die im 19.Jahrhundert auch durch andere Autoren wie Nerval und Nodier in Frankreich große Beliebtheit erlangte. Maupassant gilt als Meister dieser literarischen Gattung, die vor allem durch die wachsende internationale Verbreitung von Autoren wie E.T.A. Hoffmann und Edgar Allan Poe beeinflusst wurde. In besonderer Anlehnung an diese beiden Autoren wurden in den „Contes Fantastiques“ viele Motive aus Schauerromanen und der Schwarzen Romantik neu aufbereitet und durchgespielt. Dennoch unterscheiden sich viele dieser Werke in ihrer Darstellung entscheidend von ihren Vorgängern: Die dargestellte Welt ist möglichst realistisch gehalten und wird vom Übernatürlichen durchbrochen, welches durchgehend als Bedrohung empfunden wird. Außerdem kann sich keine der Welten, weder die realistische noch die Übernatürliche im Werk durchsetzen - für dieses Phänomen prägte Todorov den Begriff der „phantastischen Literatur“. In diesem Kontext wird „Le Horla“ im weiteren Text noch genauer betrachtet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A) „Le Horla“ als „Conte Fantastique“

B) „Le Horla“ als phantastischer Text

C) „Le Horla“ im Diskurs des 19.Jahrhunderts

D) Die Rolle des Hauses

I. Das Haus im Text

II. Das Haus als Verbindungsstelle zu Werken der „Schwarzen Romantik“

III. Das Haus als Repräsentation der Psyche des Erzählers

E) Die Verbindung von „Le Horla“ zu anderen Werken Maupassants

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung des Hauses in Guy de Maupassants Novelle „Le Horla“ unter Berücksichtigung literaturwissenschaftlicher Gattungstheorien, zeitgeschichtlicher Diskurse und psychologischer Deutungsansätze. Die Forschungsfrage fokussiert dabei, wie das Haus vom anfänglichen Lebensraum zum Gefängnis sowie zum Spiegelbild des psychischen Zerfalls des Erzählers transformiert wird.

  • Analyse der Novelle im Kontext der phantastischen Literatur nach Todorov.
  • Untersuchung der Einflüsse zeitgenössischer wissenschaftlicher Diskurse (Positivismus, Darwinismus, Mesmerismus).
  • Vergleich der Haus-Symbolik mit Werken der „Schwarzen Romantik“ (Hoffmann, Poe).
  • Psychologische Deutung des Hauses als Repräsentation der fragmentierten Psyche des Protagonisten.
  • Erörterung der Rolle des Hauses im Handlungsverlauf und in der Selbstwahrnehmung des Erzählers.

Auszug aus dem Buch

III. Das Haus als Repräsentation der Psyche des Erzählers

Bei dieser Interpretation wurde das Phänomen des Horlas vor allem aus der Perspektive des Erzählers betrachtet und deshalb auch als ein, in der Welt des Textes, reales Wesen behandelt, da seine Existenz für den Erzähler eine Tatsache ist. Doch wie bereits gezeigt wurde, ist der Horla ein phantastischer Text, der auch Textstellen aufweist, die gegen die Existenz des Horlas und für die Unglaubwürdigkeit des Erzählers sprechen. Glaubt man ausschließlich dieser Interpretation ist der Erzähler im Laufe der Handlung wahnsinnig geworden und bildet sich das Wesen, das er „Horla“ nennt nur ein. In der Sekundärliteratur wird „Le Horla“ meist als die Geschichte der Entwicklung einer Geisteskrankheit des Erzählers gelesen, dieser wird auch, in Bezug auf den zu Maupassants Zeit praktizierenden Arzt Charcot, als männlicher Hysteriker bezeichnet.

man nun die Handlung der Novelle im Hinblick auf ihre psychische Dimension, erscheint auch das Haus in einem ganz anderen Bedeutungskontext. Rekurriert man erneut auf den Anfang der Novelle und auf die bereits untersuchten Verbindungen zu romantischen Werken, in denen das Haus ein Spiegel der Verfassung seiner Bewohner ist, zeigt sich, dass das auch den Erzähler in „Le Horla“ und sein Haus zutreffen könnte. Die Verbundenheit des Erzählers zum Haus am Anfang des Textes, die zunehmende Entfremdung bis hin zur Zerstörung des Hauses, auf die der Selbstmord des Erzählers folgt, stehen im Zusammenhang mit der Entwicklung des Erzählers selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

A) „Le Horla“ als „Conte Fantastique“: Das Kapitel verortet die Novelle in der Gattung der „Conte Fantastique“ und erläutert deren Merkmale im 19. Jahrhundert, insbesondere das Spiel mit dem Übernatürlichen und dessen Ambivalenz.

B) „Le Horla“ als phantastischer Text: Hier wird die Novelle anhand der Theorie Todorovs analysiert, um aufzuzeigen, wie der Text durch die Tagebuchform und die unzuverlässige Perspektive des Erzählers die Ambiguität bis zum Ende aufrechterhält.

C) „Le Horla“ im Diskurs des 19.Jahrhunderts: Der Abschnitt untersucht, wie Maupassant zeitgenössische wissenschaftliche Strömungen wie den Positivismus, Darwinismus und Mesmerismus in die Erzählung integriert, um das Grauen zu verstärken statt zu erklären.

D) Die Rolle des Hauses: Dieses Kapitel bildet das Kernstück und analysiert die Wandlung des Hauses vom identitätsstiftenden Lebensraum zum bedrohlichen Gefängnis sowie dessen Funktion als Verbindungsstelle zur Schwarzen Romantik und als Spiegel der Psyche.

E) Die Verbindung von „Le Horla“ zu anderen Werken Maupassants: Das abschließende Kapitel setzt die Erkenntnisse in Bezug zu Maupassants Gesamtwerk und diskutiert die Darstellung von Wahnsinn und Isolation als wiederkehrende Motive in seinen Novellen.

Schlüsselwörter

Le Horla, Guy de Maupassant, Phantastik, Conte Fantastique, Tzvetan Todorov, Schwarze Romantik, Haus-Symbolik, Positivismus, Wahnsinn, Identitätsverlust, Entfremdung, Tagebuchnovelle, Mesmerismus, Literaturanalyse, Psyche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Guy de Maupassants Novelle „Le Horla“ unter dem spezifischen Fokus der Rolle des Hauses und dessen symbolischer sowie handlungstragender Bedeutung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Theorie der phantastischen Literatur, die Auseinandersetzung mit den wissenschaftlichen Diskursen des 19. Jahrhunderts, Motive der Schwarzen Romantik sowie psychologische Interpretationen des Wahnsinns.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Haus im Text eine Bedeutungswandlung vom Lebensraum zum Gefängnis vollzieht und inwiefern es als Repräsentation des psychischen Zerfalls des Erzählers fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine werkimmanente Textanalyse unter Einbeziehung von Gattungstheorien (Todorov), kulturwissenschaftlichen Kontexten und rezeptionsästhetischen Überlegungen zur Darstellung von Wahnsinn.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Einordnung des Textes in die phantastische Literatur, die Untersuchung des wissenschaftlichen Zeitgeists, eine vergleichende Analyse mit Werken der Schwarzen Romantik sowie die tiefgehende psychologische Interpretation der Haus-Symbolik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Le Horla, Phantastik, Wahnsinn, Haus-Symbolik, Identitätsverlust, Entfremdung, Positivismus und Ambiguität.

Wie beeinflusst die Tagebuchform die Rolle des Hauses?

Die Tagebuchform limitiert die Sichtweise auf die subjektive, zunehmend unzuverlässige Perspektive des Erzählers, wodurch das Haus ausschließlich durch dessen psychische Projektionen definiert wird.

Inwiefern korreliert der Untergang des Hauses mit dem Schicksal des Erzählers?

Die Zerstörung des Hauses durch den Erzähler fungiert als finale Entsprechung seines eigenen Identitätsverlusts und seines Versuchs, sich endgültig von der Bedrohung durch den „Horla“ zu befreien.

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Detalles

Título
Die Rolle des Hauses in Guy de Maupassants „Le Horla“
Universidad
LMU Munich
Calificación
1,7
Autor
Sophie Strohmeier (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
24
No. de catálogo
V287839
ISBN (Ebook)
9783656879084
ISBN (Libro)
9783656879091
Idioma
Alemán
Etiqueta
Guy de Maupassant Le Horla Phantastik Haus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sophie Strohmeier (Autor), 2013, Die Rolle des Hauses in Guy de Maupassants „Le Horla“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287839
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