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Islamische Identität im Aserbaidschan des 20. Jahrhunderts

Zwischen schiitischer Frömmigkeit, sunnitischen Einflüsterungen aus der Türkei und atheistischer Propaganda der Bolschewiki

Titel: Islamische Identität im Aserbaidschan des 20. Jahrhunderts

Ausarbeitung , 2005 , 6 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Daniel Dietrich (Autor:in)

Theologie - Islamische Religionswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aserbaidschan hat ca. 7,83 Millionen Einwohner (Stand: 2003) und grenzt im Norden an Russland, im Nordwesten an Georgien, im Osten an das Kaspische Meer, im Süden an den Iran und im Westen an Armenien. Die frühere Teilrepublik der UdSSR ist heute Mitglied der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Das heutige Staatsgebiet des Landes entspricht dem nördlichen Teil der historischen Region Aserbaidschan, deren südlicher Abschnitt eine iranische Provinz bildet. Die Gesamtfläche beträgt ungefähr 86 600 Quadratkilometer (etwa 15 Prozent werden von Armenien kontrolliert) und die Hauptstadt des Landes ist Baku.

Mit 86 Prozent stellen die Aseri (Aserbaidschaner) die stärkste Volksgruppe , deren Anteil weiter steigt. Das liegt zum einen an der Flucht zahlreicher Aseri aus Armenien und zum anderen daran, dass viele Russen, Armenier und Einwohner anderer Nationalitäten das Land verlassen. Etwa 4 Prozent der Landesbevölkerung sind Russen . Weitere ethnische Minderheiten sind Tataren, Lesgier, Kurden, Georgier, Ukrainer und Awaren und mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in Städten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung, Allgemeines, Überblick

II. Kurzer historischer Abriss, Eckdaten der Geschichte

III. Islamische Identität im Aserbaidschan des 20. Jahrhunderts mit Ursprung, Inhalt des Vortrages

Zielsetzung & Themen

Das Protokoll hat zum Ziel, die historische Entwicklung sowie die komplexen Identitätsaspekte Aserbaidschans im 20. Jahrhundert unter Berücksichtigung religiöser, politischer und kultureller Einflüsse zu dokumentieren und zu analysieren.

  • Geografische und demografische Grundlagen Aserbaidschans
  • Historische Etappen von der Antike bis zur postsowjetischen Ära
  • Die Entwicklung der islamischen Identität im Spannungsfeld zwischen Säkularisierung und Tradition
  • Nationsbildungsprozesse und die Rolle ethnischer sowie sprachlicher Vielfalt
  • Geopolitische Orientierung zwischen westlichen Einflüssen und regionalen Nachbarn

Auszug aus dem Buch

III. Islamische Identität im Aserbaidschan des 20. Jahrhunderts mit Ursprung, Inhalt des Vortrages

In der früheren Geschichtsschreibung findet das Land seine Zuordnung in der persischen Geschichte. Der historische Ausgang für Aserbaidschan, ist das Volk der Ogusen. Die Ogusen sind eine Konföderation türkischer Völker, die im 11. Jahrhundert unter der Führung der Seldschuken, einem Zweig der Ogusen, von den Steppengebieten der Mongolei und Zentralasiens aus nach Iran und Kleinasien vordrangen (1071 in Anatolien). Zur Differenzierung sei hier gesagt, dass Aserbaidschan nicht zur Region Zentralasiens gehört.

Das Land war von 1920 bis 1991 ein Teil der Sowjetunion mit einer großen Anzahl muslimischer Bewohner (70 Prozent Schiiten). Zuvor errichteten die Türken mehrere Konsulate, um mehr Einfluss nehmen zu können (Turkifizierung; sie stärkt von 1918 bis 1991 das Nationalbewusstsein im Volk). Bis Ende der 1930er Jahre nannten sich die Aserbaidschaner Türken (mit dem Zusatz kaukasische Türken oder aserbaidschanische Türken). Stalin setzte jedoch Ende der 1930er Jahre den Volksname („Ethnonym“) Aserbaidschaner durch.

Die Flagge Aserbaidschans mit den drei Farben steht für die drei ideologischen Grundströmungen (seit der Republik 1918). Rot steht für die Moderne, grün für den Islam und blau für die Turkifizierung.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung, Allgemeines, Überblick: Dieses Kapitel liefert grundlegende demografische und geografische Fakten über Aserbaidschan, einschließlich Informationen zu Staatsform, Amtssprache und religiöser Zusammensetzung der Bevölkerung.

II. Kurzer historischer Abriss, Eckdaten der Geschichte: Dieser Abschnitt skizziert die wechselvolle Geschichte des Landes von der Antike über die Ära der persischen und arabischen Herrschaft bis hin zur Unabhängigkeit nach dem Zerfall der Sowjetunion.

III. Islamische Identität im Aserbaidschan des 20. Jahrhunderts mit Ursprung, Inhalt des Vortrages: Der Schwerpunkt liegt hier auf der Untersuchung der nationalen Identitätsbildung, der Einflüsse durch Turkisierung und Säkularisierung sowie der ethnolinguistischen Vielfalt im heutigen Aserbaidschan.

Schlüsselwörter

Aserbaidschan, Islam, Identität, Geschichte, Sowjetunion, Nationsbildung, Ogusen, Schiiten, Sunniten, Ethnien, Turkifizierung, Geopolitik, Säkularisierung, Baku, Unabhängigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Vortragsprotokoll grundlegend?

Das Dokument bietet einen Überblick über die Geschichte und die soziokulturelle Identitätsentwicklung Aserbaidschans im 20. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die historische Genese, demografische Daten, die Entwicklung der islamischen Glaubenspraxis und den komplexen Nationsbildungsprozess.

Was ist das primäre Ziel des Textes?

Ziel ist es, die vielschichtige Identität Aserbaidschans zwischen traditionellen islamischen Werten und modernen politischen Einflüssen nachzuzeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt dem Protokoll zugrunde?

Es handelt sich um eine deskriptive historische und soziopolitische Bestandsaufnahme, die auf Informationen aus dem Jahr 2005 basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Einordnung in die persische Geschichte, die sowjetische Ära sowie die sprachliche und religiöse Diversität des Landes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Aserbaidschan, Islam, Nationsbildung, Geschichte, Turkifizierung und religiöse Vielfalt.

Welche Rolle spielt der Islam in der aserbaidschanischen Gesellschaft?

Der Islam ist die traditionelle Religion, wobei etwa 90 Prozent der Bevölkerung Muslime sind, mehrheitlich schiitischer Konfession.

Wie beschreibt der Autor den Nationsbildungsprozess?

Der Autor konstatiert, dass sich Aserbaidschan in einem aktiven "Nation Building"-Prozess befindet, der zum Zeitpunkt der Erstellung noch nicht abgeschlossen war.

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Details

Titel
Islamische Identität im Aserbaidschan des 20. Jahrhunderts
Untertitel
Zwischen schiitischer Frömmigkeit, sunnitischen Einflüsterungen aus der Türkei und atheistischer Propaganda der Bolschewiki
Hochschule
Universität Erfurt
Veranstaltung
„Kulturgeschichte Westasiens“
Note
1,3
Autor
Bachelor of Arts Daniel Dietrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
6
Katalognummer
V287878
ISBN (eBook)
9783656932956
ISBN (Buch)
9783656932963
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islam Aserbaidschan Schiiten Summiten Türkei Russland Minderheiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Daniel Dietrich (Autor:in), 2005, Islamische Identität im Aserbaidschan des 20. Jahrhunderts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287878
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Leseprobe aus  6  Seiten
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