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Prüfungsangst bei Schülern

Eine exemplarische Vergleichsstudie zwischen Grundschülern und Hauptschülern

Titel: Prüfungsangst bei Schülern

Examensarbeit , 2009 , 84 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Stefanie Maurer (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Jeder kennt sicherlich die Angst vor einer wichtigen Prüfung. Man bekommt Herzrasen, schweißnasse Hände und im schlimmsten Fall eine Gedankenblockade, trotz gewissenhafter Prüfungsvorbereitung. Durch diese Erscheinungen von Prüfungsangst ist das eigene Versagen quasi vorhersehbar. Und mit dem unvermeidlichen Näherrücken des Prüfungstermins wächst auch die Angst.
Prüfungsangst kann in einen Teufelskreis münden, der die Leistungsfähigkeit von Schülern tief greifend und anhaltend beeinträchtigen kann. Die Noten werden immer schlechter und mit jedem Misserfolg steigt auch die Prüfungsangst. Meist gelingt es den Schülern nicht, sich selbstständig aus diesem Teufelskreis zu befreien (vgl. Reimann-Höhn, 2003, S. 5).

Angst, insbesondere Angst im Leistungsbereich, ist in der psychologischen und pädagogischen Forschung, als auch in der Praxis zu einem zentralen Thema geworden (vgl. Krohne, 1977, S. 9). Heutzutage haben Leistungsnachweise an Schulen sowie an Universitäten einen sehr hohen Stellenwert, was die weiteren Ausbildungs- bzw. Berufschancen anbelangt. Die Folge ist ein immer weiter ansteigendes Maß an Leistungsstörungen und Prüfungsangst aufseiten der Schüler und Studenten. Die Entstehung von Prüfungsangst ist auf die Normen unserer Gesellschaft zurückzuführen. Unsere Gesellschaftsform ist eine sehr leistungsorientierte Gesellschaft. Diese ist der Ansicht, den Wert eines Menschen anhand seiner erbrachten Leistungen zu determinieren (vgl. Florin & Rosenstiel, 1976, S.41). Demzufolge dienen Prüfungen der Regulation des Aufstrebens in, von der Gesellschaft hoch angesehene, soziale Positionen. Da diese Positionen, wie beispielsweise Studien-, Ausbildungs- oder Arbeitsplätze zunehmend knapper werden, wird das Abschneiden in Prüfungen als Auswahlkriterium herangezogen. Die Leistungsanforderungen steigen immer weiter an, was einen immer stärker werdenden Konkurrenzkampf zur Folge hat. Da ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Schüler und Studenten unter neurotischer Prüfungsangst leiden (vgl. Barthel, 2001, S. 14).

In der Schule ist ständig die Rede von Erfolgen bzw. Misserfolgen. Noten gelten da-für als Maßstab. Kinder und Jugendliche müssen in diesem System funktionieren
und Hausaufgaben, Klassenarbeiten, Referate etc. – alles soll von ihnen mit hervorragenden Leistungen gemeistert werden. Ein Kind lebt ständig mit der Angst, den Ansprüchen und Normen der Gesellschaft nicht zu genügen und im Falle schlechter Leistungen ausgefiltert zu werden(...).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Manifeste Angst

1.1 Der Begriff Angst

1.1.1 Verschiedene Definitionen von Angst

1.1.2 Unterscheidung zwischen Angst und Furcht

1.1.3 Definition von Ängstlichkeit

1.2 Aufbau von Angst – Verschiedene Komponenten von Angst

1.3 Angst in Bezug auf Prüfungsangst

2. Prüfungsangst

2.1 Begriffsklärung

2.2 Synonyme Begrifflichkeiten

2.2.1 Bewertungsangst

2.2.2 Leistungsangst

2.3 Formen von Prüfungsangst

2.4 Normale und neurotische Prüfungsangst

3. Theoretische Modelle zur Prüfungsangst

3.1 Angst als sekundärer Trieb mit leistungsfördernder und leistungsvermindern- der Wirkung

3.2 Angst als Motiv, Versagen zu vermeiden

4. Prüfungsangst und ihre Ursachen

4.1 Enstehung von Prüfungsangst

4.1.1 ABC-Theorie nach Ellis

4.1.2 Bedeutung von Prüfungen

4.1.3 Faktoren, die das Ausmaß von Prüfungsangst bedingen

4.2 Gründe für Prüfungsangst

4.2.1 Mangelndes Selbstbewusstsein

4.2.2 Schlechte Erfahrungen

4.2.3 Bewertung der Kinder durch Eltern und Lehrer

4.2.4 Angstfantasien

4.2.5 Der Prüfer als Angstfaktor

4.3 Umstände, die Prüfungsangst verstärken

5. Prüfungsangst und ihre Symptomatik

5.1 Erscheinungsformen von Prüfungsangst

5.1.1 Typische Angstsymptome

5.1.2 Ausmaß von Prüfungsangst

5.1.3 Blackout als wesentlicher Faktor von Prüfungsangst

5.2 Auswirkungen von Prüfungsangst auf Prüfungen

6. Vorstellung der Forschungsmethode

6.1 Forschungsablauf

6.2 Überlegung und Ziel

6.3 Die Forschungsmethode: Fragebogen

6.3.1 Vorstellung des Angstfragebogens für Schüler (AFS)

6.3.2 Kriterien eines Fragebogens am Beispiel des AFS

6.3.2.1 Allgemeines zur schriftlichen Befragung

6.3.2.2 Formen der Befragung

6.3.2.3 Skalenniveau der Frage

6.3.2.4 Gütekriterien

6.3.2.5 Vorteile der Fragebogenmethode

6.4 Messbarkeit von Prüfungsangst

6.4.1 Messung von Angst auf drei Ebenen

6.4.2 Messung von Prüfungsangst anhand von Skalen

7. Durchführung der Forschung

7.1 Datenerhebung

7.2 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse

7.2.1 Ergebnisse und Interpretationen der Korrelationen zwischen Prüfungsangst und manifester Angst

7.2.2 Ergebnisse und Interpretationen der Prüfung von gruppenspezifischen Unterschieden

7.2.2.1 Faktor: Geschlecht der Schüler

7.2.2.2 Faktor: Klassenstufe bzw. Alter der Schüler

8. Präventionsmöglichkeiten

8.1 Strategien zur Bewältigung von Prüfungsangst aufseiten der Schüler

8.1.1 Kognitive Bewältigungsstrategien

8.1.2 Verhaltensänderung

8.1.3 Entspannungsübungen

8.1.4 Richtig lernen – Tipps für Arbeitsorganisation

8.2 Präventionsmöglichkeiten vonseiten der Lehrer

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Prüfungsangst bei Schülern und vergleicht exemplarisch Grundschüler der vierten Klasse mit Hauptschülern der neunten Klasse. Das Ziel besteht darin, Ursachen und Symptome der Angst zu beleuchten und mittels einer quantitativen Studie zu überprüfen, inwieweit manifeste Angst mit Prüfungsangst korreliert sowie welche geschlechts- und altersabhängigen Unterschiede bestehen.

  • Grundlagen und Definitionen von Angst und Prüfungsangst.
  • Theoretische Ursachen und psychologische Modelle (z.B. ABC-Theorie).
  • Symptomatik und Auswirkungen von Prüfungsangst auf das Leistungsverhalten.
  • Empirischer Vergleich der Angstwerte zwischen Grund- und Hauptschülern.
  • Präventionsstrategien für Schüler und Lehrer zur Bewältigung von Prüfungsangst.

Auszug aus dem Buch

1.1.2 Unterscheidung zwischen Angst und Furcht

Angst beinhaltet verschiedene Begriffe, wie beispielsweise Elend, Schrecken, Not, Entsetzen, Furcht etc. Nach Meinung der Fachliteratur muss der Angstbegriff differenzierter betrachtet werden, indem eine klare Unterscheidung bzw. Trennung zwischen den Begriffen Angst und Furcht vorgenommen wird.

Bei der Furcht handelt es sich um Situationen, in denen die Gefahr eindeutig erkennbar ist, während die Angst bedrohliche Reize beinhaltet, die unbestimmt und unkonkret vorherrschen. Furcht wird also als die Angst vor einem bestimmten Gefahrenmoment bezeichnet. Die Angst an sich kann hingegen keinem Gefahrenmoment zugeordnet werden. Es gibt also die ‚Angst vor etwas‘ und die ‚Angst an sich‘. Jaspers Definition aus seinem Werk „Allgemeine Psychopathologie“ lautet: „Ein häufiges und qualvolles Gefühl ist die Angst. Furcht ist auf etwas gerichtet, Angst ist gegenstandslos […]“ (Lazarus-Mainka & Siebeneick, 2000, S. 14).

Von Baeyer und von Baeyer-Katte vertreten die folgende Unterscheidung der Begriffe Angst und Furcht: „Angst sei die unbestimmte, gegenstandslose, anonyme, unmotivierte Emotion, Furcht die bestimmte, auf einen bedrohlichen Gegenstand oder eine gefährliche Situation gerichtete, benennbare, entsprechend motivierte Gefühlslage, eben Furcht, ‚vor etwas‘“ (ebd., S. 14). Es treten jedoch bei beiden Darstellungen dieselben physiologischen Begleiterscheinungen auf, wie beispielsweise Gänsehaut, erhöhter Puls, Stottern, Schweißausbrüche etc.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Manifeste Angst: Dieses Kapitel definiert den Angstbegriff, grenzt Angst von Furcht ab und erläutert verschiedene psychologische Erklärungsmodelle sowie die Rolle von Ängstlichkeit.

2. Prüfungsangst: Hier wird der spezifische Begriff der Prüfungsangst geklärt, synonyme Begriffe wie Leistungs- und Bewertungsangst vorgestellt und verschiedene Formen sowie normale versus neurotische Prüfungsangst unterschieden.

3. Theoretische Modelle zur Prüfungsangst: Das Kapitel behandelt wissenschaftliche Ansätze, insbesondere das Habit-Interferenz-Modell und Atkinson's Konzept der Angst als Motiv, um Versagen zu vermeiden.

4. Prüfungsangst und ihre Ursachen: Es werden Ursachen wie die ABC-Theorie nach Ellis, mangelndes Selbstbewusstsein, schlechte Erfahrungen und die Rolle von Eltern und Lehrern als Angstfaktoren analysiert.

5. Prüfungsangst und ihre Symptomatik: Dieser Abschnitt beschreibt die vielfältigen Symptome auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene sowie das Phänomen des Blackouts und die Auswirkungen auf die schulische Leistung.

6. Vorstellung der Forschungsmethode: Die Autorin erläutert den Ablauf ihrer empirischen Studie, begründet die Wahl des Angstfragebogens für Schüler (AFS) und legt die Kriterien der quantitativen Befragung dar.

7. Durchführung der Forschung: Hier erfolgt die konkrete Datenerhebung an verschiedenen Schulen sowie die statistische Auswertung und Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich Korrelationen und Gruppenunterschieden.

8. Präventionsmöglichkeiten: Das letzte Kapitel bietet praxisorientierte Strategien zur Bewältigung von Prüfungsangst für Schüler sowie Handlungsempfehlungen für Lehrer zur Gestaltung einer angstfreieren Prüfungssituation.

Schlüsselwörter

Prüfungsangst, Leistungsangst, Bewertungsangst, Schule, Schüler, Fragebogen, AFS, empirische Forschung, Versagensangst, Angstbewältigung, Prävention, manifeste Angst, Schulleistung, Selbstbewusstsein, Psychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem psychologischen Phänomen der Prüfungsangst bei Schülern, ihren Ursachen, Symptomen sowie Möglichkeiten zur Prävention im schulischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Angstbegriffen, die psychologischen Ursachen für Leistungs- und Versagensängste sowie der empirische Vergleich der Ausprägung dieser Ängste bei Grundschülern und Hauptschülern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuklären, in welchem Ausmaß Prüfungsangst an untersuchten Schulen auftritt und wie diese mit dem Alter sowie dem Geschlecht der Schüler in Verbindung steht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Studie verwendet?

Die Autorin führte eine quantitative Untersuchung mittels einer schriftlichen Befragung unter Verwendung des standardisierten "Angstfragebogens für Schüler" (AFS) durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Ängste und Prüfungsangst sowie einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Befragung von drei Grund- und drei Hauptschulklassen ausgewertet und interpretiert werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Prüfungsangst, Angstfragebogen (AFS), Schulleistung, Prävention und der Vergleich verschiedener Klassenstufen und Geschlechter hinsichtlich ihrer Angstwerte.

Welche Unterschiede zwischen Grund- und Hauptschülern wurden in Bezug auf Prüfungsangst festgestellt?

Die Studie zeigt, dass die befragten Hauptschüler im Durchschnitt ein höheres Maß an Prüfungsangst aufweisen als die untersuchten Grundschüler.

Welche Rolle spielt das Geschlecht bei der Ausprägung der Prüfungsangst?

In beiden Schultypen neigen Mädchen im Durchschnitt stärker zu Prüfungsangst als Jungen, wobei die Autorin dies als gesellschaftsspezifisches Phänomen interpretiert.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Lehrers bei der Entstehung von Prüfungsangst?

Der Lehrer wird als potenzielle Autoritätsperson gesehen, deren Verhalten (z.B. Strenge, Druck) bei Schülern Ängste auslösen oder durch entspannte Kommunikation und klare Vorgaben vermindern kann.

Ende der Leseprobe aus 84 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Prüfungsangst bei Schülern
Untertitel
Eine exemplarische Vergleichsstudie zwischen Grundschülern und Hauptschülern
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Note
2,0
Autor
Stefanie Maurer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
84
Katalognummer
V287880
ISBN (eBook)
9783656884354
ISBN (Buch)
9783656884361
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogik Psychologie Erziehungswissenschaft Staatsexamen Examensarbeit Prüfungsangst AFS Angstfragebogen Grundschüler manifeste Angst Bewertungsangst Leistungsangst Forschung empirisch neurotisch Trieb Selbstbewusstsein Lehrer Angstfantasie Prüfer Symptomatik Angstsymptome Prüfung Forschungsmethode Fragebogen Skalenniveau Gütekriterien Nominalskala Messung gruppenspezifisch Hauptschüler Strategie Prävention Präventionsmöglichkeiten Angstprävention Bewältigungsstrategie Verhaltensänderung Entspannungsübungen richtig lernen lernen Arbeitsorganisation Lernplateau Lerntechnik Vertrauen Können Fähigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Maurer (Autor:in), 2009, Prüfungsangst bei Schülern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287880
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Leseprobe aus  84  Seiten
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