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Die Filmproduktion in der Islamischen Republik Iran als Spiegel gesellschaftlichen Wandels

Title: Die Filmproduktion in der Islamischen Republik Iran als Spiegel gesellschaftlichen Wandels

Lecture Notes , 2005 , 6 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Bachelor of Arts Daniel Dietrich (Author)

History - Asia
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In den Jahren nach der Revolution von 1978/79 verließen viele Schauspieler und Produzenten das Land, da unter dem Anführer der islamischen Revolution Ayatollah Ruhollah Khomeini unter anderem Filme verboten oder Kinos angezündet wurden. Die Voraussetzungen waren gegeben, um den Film zu islamisieren. Der Film war eine neue Materie. Nun ist die Frage zu stellen, ob diese Filme auch wirklich der Spiegel der Gesellschaft sind. Grundsätzlich ist dies zu verneinen, da die Filme oftmals nur Probleme im Iran erörtern. Die Gesellschaft wird zu negativ dargestellt. Die Dozentin ist der Meinung, dass die Filme sehr wohl Spiegel der Gesellschaft sind. Sie ist der Auffassung, dass die Darstellungen realistisch sind und auf wahren Begebenheiten beruhen, da sie oft auf Biographien basieren. Um die oben genannte Fragestellung zu erweitern, ist nun zu fragen, ob die Filme auch der Spiegel des gesellschaftlichen Wandels sind. Die Dozentin würde dies ebenfalls bejahen, da die politischen Probleme erläutert werden, die zu der jeweiligen Zeit existierten. Diese Probleme entstehen zum großen Teil durch das zunehmende Bevölkerungswachstum. Auch die jugendliche Bevölkerung erkennt sich und ihre Probleme (zum Beispiel das Erwachsenwerden) in den Filmen wieder, sodass durchaus dieses Medium als Spiegel des gesellschaftlichen Wandels im Iran dient.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Filmemachen in der Islamischen Republik

3. Die Darstellung der iranischen Gesellschaft im Film

4. Der Film als Spiegel gesellschaftlichen Wandels?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der iranischen Filmproduktion seit der Revolution von 1978/79 und analysiert, inwieweit das Medium Film als Reflexionsfläche gesellschaftlicher Veränderungen und politischer Wandlungsprozesse innerhalb der Islamischen Republik fungieren kann.

  • Strukturelle Rahmenbedingungen und Zensurpraktiken der iranischen Filmindustrie.
  • Chronologische Einteilung der iranischen Filmgeschichte in verschiedene Phasen.
  • Die Rolle der Farabi-Stiftung als zentraler Akteur der staatlichen Filmförderung.
  • Diskussion über das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit und politischer Indoktrination.
  • Analyse der Repräsentation gesellschaftlicher Probleme und jugendlicher Lebenswelten im Film.

Auszug aus dem Buch

Die Darstellung der iranischen Gesellschaft im Film

Für die Darstellung der iranischen Gesellschaft im Film ist eine, zum großen Teil chronologisch geordnete, Unterteilung in mindestens drei, neuerdings vier Gruppen notwendig.

Den Auftakt machen die Frühen Festivalfilme. Das sind die ersten Filme in der islamischen Republik. Die Hauptdarsteller sind zumeist Kinder und die Orte spielen außerhalb Teherans. In diesen Filmen werden existentielle Probleme (wie zum Beispiel Unterdrückung, Kinderarbeit und Arbeitslosigkeit) erörtert. Die Moral (das Gute) und die Solidarität triumphieren. Es gibt ein „Happy End“, welches in einem lyrischen Stil dargestellt wird. Solche Filme sind zum Beispiel „Davande“ („Der Läufer“) von Amir Naderi, der im Ausland nach der Revolution als erster Film gezeigt wurde (1985), der Film „Badkonak-e Sefid“ („Der weiße Ballon“) von Jafar Panahi, der 1995 in Cannes die „Goldene Kamera“ gewann, „Khane-ye dus kojast?“ („Wo ist das Haus meines Freundes?“) von Abbas Kiarostami (1987) und „Bashu, Gharibe-ye kuschek“ („Bashu, der kleine Fremde“) von Bahram Beyzai (1988).

Im Jahre 1997 fand der Übergang zur zweiten Gruppe statt. Bei diesen Späten Festivalfilmen steht die „Welt der Erwachsenen“ im Vordergrund. Es findet eine realistischere Darstellung der iranischen Gesellschaft (durch das Auftreten der Erwachsenen) statt. Probleme, wie Homosexualität und AIDS werden aufgegriffen, wobei oftmals die Probleme ungelöst bleiben. Die Ausweglosigkeit der Lage steht im Mittelpunkt dieser Filme. Weiterhin wird ein moderner Standpunkt propagiert, was aber nicht heißt, dass eine „Verwestlichung“ eintritt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die schwierige Ausgangslage der iranischen Filmbranche unmittelbar nach der Revolution von 1978/79, geprägt durch Emigration und staatliche Repression.

Filmemachen in der Islamischen Republik: Hier werden die administrativen Hürden, der vierstufige Zensurprozess sowie die Rolle der Farabi-Stiftung als Förder- und Lenkungsinstrument detailliert beschrieben.

Die Darstellung der iranischen Gesellschaft im Film: Dieses Kapitel liefert eine chronologische Klassifizierung des iranischen Kinos in vier Gruppen, von den frühen kindzentrierten Festivalfilmen bis hin zur aktuellen jungen Generation.

Der Film als Spiegel gesellschaftlichen Wandels?: Hier wird die zentrale Forschungsfrage erörtert, ob der Film tatsächlich ein realistisches Abbild der iranischen Gesellschaft und ihrer politischen Transformationsprozesse darstellt.

Schlüsselwörter

Iranischer Film, Islamische Republik, Filmzensur, Farabi-Stiftung, Gesellschaftlicher Wandel, Festivalfilme, Politische Repräsentation, Regie, Drehbuchkontrolle, Iranische Gesellschaft, Junge Generation, Kulturgeschichte, Kunstfreiheit, Sozialkritik, Biografiearbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und den politischen Rahmenbedingungen des iranischen Films seit der Revolution von 1979 sowie dessen Funktion als gesellschaftlicher Spiegel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die staatliche Zensur, die Struktur der Filmförderung, die inhaltliche Entwicklung des iranischen Kinos über verschiedene Dekaden und die soziale Relevanz filmischer Erzählungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es zu ergründen, ob und wie der iranische Film gesellschaftliche und politische Wandlungsprozesse innerhalb der Islamischen Republik abbildet und reflektiert.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Es handelt sich um ein Protokoll eines wissenschaftlichen Vortrags, das eine strukturierte Analyse und chronologische Kategorisierung der Filmgeschichte auf Basis fachwissenschaftlicher Einordnung vornimmt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die institutionelle Kontrolle durch das Kulturministerium, die Kategorisierung des iranischen Films in vier Phasen und die Debatte um die Realitätstreue der filmischen Darstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Schlüsselwörter sind Iranischer Film, Islamische Republik, Zensur, gesellschaftlicher Wandel, Farabi-Stiftung und Sozialkritik.

Welche Rolle spielt die Farabi-Stiftung?

Die Farabi-Stiftung fungierte als halbstaatliche Institution, die nicht nur als Produktionsfirma und Verleih auftrat, sondern auch maßgeblich die staatliche Filmförderung und festivalbezogene PR steuerte.

Wie hat sich die Darstellung der iranischen Gesellschaft im Film gewandelt?

Die Darstellung verlagerte sich von lyrischen, kindzentrierten Filmen in der Anfangsphase hin zu einer realistischeren, teils düsteren Auseinandersetzung mit den Problemen der Erwachsenenwelt, wie Homosexualität und AIDS.

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Details

Title
Die Filmproduktion in der Islamischen Republik Iran als Spiegel gesellschaftlichen Wandels
College
University of Erfurt
Course
„Kulturgeschichte Westasiens“
Grade
1,7
Author
Bachelor of Arts Daniel Dietrich (Author)
Publication Year
2005
Pages
6
Catalog Number
V287881
ISBN (eBook)
9783656880967
ISBN (Book)
9783656880974
Language
German
Tags
filmproduktion islamischen republik iran spiegel wandels
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Daniel Dietrich (Author), 2005, Die Filmproduktion in der Islamischen Republik Iran als Spiegel gesellschaftlichen Wandels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287881
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