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Möglichkeiten und Effekte betrieblicher Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege

Título: Möglichkeiten und Effekte betrieblicher Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege

Tesis , 2012 , 54 Páginas , Calificación: 1,8

Autor:in: Benjamin Böhme (Autor)

Ciencias de la enfermería - Cuidados a ancianos
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Gesundheitliche Belastungen bei Pflegekräften, bedingt durch deren berufliche Tätigkeit, sind für Arbeitgeber im Pflegebereich ein wichtiges und ernstzunehmendes Thema. Diese Belastungen führen häufig zu krankheitsbedingten Fehlzeiten und damit zu finanziellem und organisatorischem Mehraufwand, um diese Fehlzeiten zu kompensieren. Auch der Arbeitsbereich der stationären Altenpflege ist durch vielfältige berufsbedingte Gesundheitsbelastungen – sowohl psychischen als auch physischen Ursprungs – gekennzeichnet. Daher soll die vorliegende Arbeit sich auf diesen Bereich konzentrieren.

Betriebliche Gesundheitsförderung ist eine Möglichkeit des Pflegemanagements, den gesundheitlichen Belastungen von Unternehmensseite aus entgegenzuwirken und diese zu reduzieren, um damit auch die Folgen – sowohl für die Mitarbeiter als auch für das Unternehmen – abzumildern. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten und die bislang erforschten Effekte der betrieblichen Gesundheitsförderung bezogen auf den Bereich stationäre Altenpflege zu diskutieren und zusammenfassend darzustellen.

Die zentrale Fragestellung dieser theoriebasierten Übersichtsarbeit soll daher lauten: „Können Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung den Arbeitsbelastungen und deren Folgen im Tätigkeitsfeld stationäre Altenpflege effektiv entgegenwirken?“

Hierzu sollen zunächst die Folgen und Auswirkungen von Arbeitsbelastungen für Mitarbeiter und Unternehmen aufgezeigt werden und anschließend die Arten der Arbeitsbelastungen im genannten Arbeitsfeld näher beleuchtet und deren Entstehungsbedingungen dargestellt werden. Im Folgenden werden zuerst die Grundlagen betrieblicher Gesundheitsförderung vorgestellt. Anschließend wird zunächst die konzeptuelle Anwendung sowie die konkrete praktische Anwendung in der stationären Altenpflege beschrieben. Dabei sollen einige aktuelle bundesweite Projekte ebenso dargestellt werden wie einzelne Elemente im betrieblichen Alltag. Der Schwerpunkt hierbei liegt in der Beschreibung der betrieblichen Gesundheitsförderung in Deutschland und im internationalen Kontext.

Es folgt eine Darstellung der Ergebnisse, die aufzeigen soll, welche Projekte und Elemente betrieblicher Gesundheitsförderung erfolgreich waren oder sind, welche Effekte betriebliche Gesundheitsförderung haben kann und auch wo die Grenzen liegen.

Mit einer zusammenfassenden Aufarbeitung und Diskussion dieser Ergebnisse und einem Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen schließt die Arbeit ab.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Arbeitsbelastungen in der stationären Altenpflege

2.1 Arbeitsbelastungen und deren Ursachen

2.2 Folgen und Auswirkungen der Arbeitsbelastungen

3 Grundlagen betrieblicher Gesundheitsförderung

3.1 Zur Definition von Gesundheit

3.2 Gesundheitsförderung und betriebliche Gesundheitsförderung

4 Betriebliche Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege

4.1 Konzeptuelle Anwendung betrieblicher Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege

4.2 Praxisprojekte betrieblicher Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege

4.3 Weitere Anwendungsmöglichkeiten im betrieblichen Alltag

5 Effekte betrieblicher Gesundheitsförderung

5.1 Reduktion von Arbeitsbelastungen und deren Folgen und Auswirkungen

5.2 Weitere Effekte für Unternehmen und Mitarbeiter

6 Zusammenfassung und Perspektiven

6.1 Effekte und Grenzen betrieblicher Gesundheitsförderung

6.2 Diskussion der Ergebnisse und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Effekte betrieblicher Gesundheitsförderung speziell im Kontext der stationären Altenpflege. Das primäre Ziel besteht darin, darzulegen, wie durch gesundheitsförderliche Maßnahmen den hohen Arbeitsbelastungen des Pflegepersonals entgegengewirkt werden kann, um langfristig die Gesundheit und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter zu sichern.

  • Identifikation und Analyse berufsbedingter physischer und psychischer Arbeitsbelastungen.
  • Grundlagen und theoretische Einordnung betrieblicher Gesundheitsförderung.
  • Vorstellung und Bewertung von Praxisprojekten (z.B. al.i.d.a, gesu.per, BELUGA).
  • Analyse der ökonomischen und gesundheitlichen Effekte für Mitarbeiter und Unternehmen.
  • Diskussion der Grenzen betrieblicher Gesundheitsförderung und Ausblick auf künftige Herausforderungen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Arbeitsbelastungen und deren Ursachen

Vorab sei kurz erwähnt, dass in der vorliegenden Arbeit mit „stationären Pflegeeinrichtungen“ die Einrichtungen im Sinne des Sozialgesetzbuchs (SGB) XI, konkret gemäß § 71 Abs. 2 SGB XI, gemeint sind. Ausschließlich darauf sollen sich die weiteren Ausführungen beziehen. Wenn Vergleiche zu anderen Pflegeeinrichtungen gezogen werden, ist dies explizit erwähnt.

Wie bereits erwähnt, gibt es in stationären Pflegeeinrichtungen vielfältige Arbeitsbelastungen, die auf die Mitarbeiter einwirken und als Konsequenz häufig zu Erkrankungen führen. Arbeitsbelastungen entstehen aus Arbeitsanforderungen, die von den Mitarbeitern nicht bewältigt werden können und somit zur Belastung werden (vgl. BERUFSGENOSSENSCHAFT FÜR GESUNDHEITSDIENST UND WOHLFAHRTSPFLEGE 2008, S. 14). Dies ist bereits ein Erklärungsansatz zur Bedeutung des Begriffs „Belastung“ im Kontext der Erwerbsarbeit.

Bevor auf die konkreten Belastungen eingegangen werden soll, die im Pflegebereich vorliegen, soll kurz geklärt werden, was Belastung bedeutet und welche weiteren Erklärungsansätze hierzu existieren. Einer dieser Ansätze ist das Belastungs-Beanspruchungs-Konzept. Darin wird Belastung als die Gesamtheit der auf den Menschen einwirkenden Einflüsse gesehen und Beanspruchung als die Auswirkung der Belastungen auf den einzelnen Menschen je nach seinen individuellen Voraussetzungen. Mit diesem Konzept werden hauptsächlich physische Belastungen erklärt, beispielswiese ist das Gewicht einer Last die Belastung und die Erschöpfung des Trägers ist die Beanspruchung. Für psychische Belastungen bedarf das Konzept einiger Überarbeitung, da diese vielschichtiger und nicht unbedingt messbar sind (vgl. BÜSSING u.a. 2008, S. 6 ff.).

Zu den psychischen Belastungen existieren mehrere Erklärungsmodelle. Zwei der bekanntesten sollen hier kurz Erwähnung finden, das Job Strain Modell und die Handlungsregulationstheorie. Das Job Strain Modell unterscheidet zwischen einerseits psychischer Belastung in Form von Zeitdruck, großen Arbeitsmengen und unklaren Arbeitsanforderungen und andererseits dem Entscheidungsspielraum, der für Eigenverantwortung und Kontrolle der Arbeitssituation steht. Solange dieser Spielraum gegeben ist, kann auch eine relativ hohe Belastung unbedenklich für den Mitarbeiter sein. Wenn die Belastung jedoch den Entscheidungsspielraum übersteigt und er somit seinen Einfluss auf die Gestaltung der Tätigkeit verliert, ergibt sich daraus für den Mitarbeiter eine stark belastende Tätigkeit, die auch seine Gesundheit negativ beeinflusst (vgl. BÜSSING u.a. 2008, S. 10 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die prekäre Arbeitssituation in der stationären Altenpflege, charakterisiert durch hohe Belastungen, Personalmangel und Fluktuation, und definiert das Ziel der Arbeit sowie die zentrale Forschungsfrage.

2 Arbeitsbelastungen in der stationären Altenpflege: Dieses Kapitel identifiziert und analysiert die Ursachen physischer sowie psychischer Belastungen und erörtert deren negative Folgen für Mitarbeiter und Einrichtungen.

3 Grundlagen betrieblicher Gesundheitsförderung: Hier werden Definitionen von Gesundheit sowie der Begriff der betrieblichen Gesundheitsförderung in Abgrenzung zu Prävention und betrieblichem Gesundheitsmanagement wissenschaftlich fundiert dargestellt.

4 Betriebliche Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege: Das Kapitel erläutert die konzeptuelle Anwendung von Gesundheitsförderung in der Altenpflege und stellt spezifische Praxisprojekte vor, die zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen initiiert wurden.

5 Effekte betrieblicher Gesundheitsförderung: Hier werden die Ergebnisse und Wirkungen der beschriebenen Projekte evaluiert, wobei sowohl der Nutzen für das Personal als auch ökonomische Effekte für die Unternehmen aufgezeigt werden.

6 Zusammenfassung und Perspektiven: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen der Maßnahmen und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Entwicklungen im Pflegesektor.

Schlüsselwörter

Betriebliche Gesundheitsförderung, stationäre Altenpflege, Arbeitsbelastung, Pflegemanagement, Gesundheitsmanagement, Prävention, Arbeitsorganisation, Mitarbeiterzufriedenheit, Burnout, Fluktuation, Personalentwicklung, Gesundheitswissenschaften, Arbeitsunfähigkeit, Belastungs-Beanspruchungs-Konzept, Salutogenese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema betriebliche Gesundheitsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen und untersucht, wie Maßnahmen dazu beitragen können, die Belastungen der Mitarbeiter zu reduzieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Analyse von Arbeitsbelastungen, die theoretischen Grundlagen der Gesundheitsförderung sowie die Darstellung konkreter Praxisprojekte und deren Evaluierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, welche Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege Anwendung finden und ob diese den dort herrschenden Arbeitsbelastungen effektiv entgegenwirken können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Übersichtsarbeit, die auf Basis aktueller Studien und Fachliteratur die Möglichkeiten und Effekte betrieblicher Gesundheitsförderung diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Arbeitsbelastungen und deren Ursachen analysiert, gefolgt von den Grundlagen der Gesundheitsförderung sowie einer detaillierten Vorstellung und kritischen Betrachtung von Praxisprojekten und deren Auswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Betriebliche Gesundheitsförderung, stationäre Altenpflege, Arbeitsbelastungen, Personalentwicklung und Arbeitszufriedenheit.

Warum wird im Rahmen von Projekt al.i.d.a eine Reorganisation der Arbeitsabläufe als so entscheidend angesehen?

Die Reorganisation ist entscheidend, da sie die strukturellen Ursachen von Belastungen, wie z.B. Zeitdruck oder pflegefremde Tätigkeiten, direkt angeht und somit nachhaltig die Arbeitsumgebung verbessert.

Welchen Stellenwert nimmt die Rolle der Führungskräfte bei der Implementierung betrieblicher Gesundheitsförderung ein?

Führungskräfte sind von zentraler Bedeutung, da sie die Strategie festlegen, Ressourcen bereitstellen müssen und eine tragende Rolle bei der Akzeptanz und Einbindung der Mitarbeiter spielen.

Final del extracto de 54 páginas  - subir

Detalles

Título
Möglichkeiten und Effekte betrieblicher Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege
Universidad
University of Applied Sciences Hamburg
Calificación
1,8
Autor
Benjamin Böhme (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
54
No. de catálogo
V287997
ISBN (Ebook)
9783656882220
ISBN (Libro)
9783656882237
Idioma
Alemán
Etiqueta
möglichkeiten effekte gesundheitsförderung altenpflege
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Benjamin Böhme (Autor), 2012, Möglichkeiten und Effekte betrieblicher Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287997
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