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Literarisches Lernen und Verstehen im Literaturunterricht in der Schule

Aktuelle didaktische Positionen und Forschungsergebnisse

Titel: Literarisches Lernen und Verstehen im Literaturunterricht in der Schule

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 16 Seiten , Note: 13 Punkte

Autor:in: Mirko Wojnowski (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Vergleich zur bürgerlichen Kultur des 19. und 20. Jahrhunderts hat sich die aktuelle Rolle bzw. die heutige Funktion des Buches und des Lesens sowie die individuelle Einstellung zur Literatur im Allgemeinen stark verändert. Lernende, die heutzutage die Institution Schule besuchen, wenden sich mehr und mehr von den gedruckten Medien ab und stattdessen aus unterschiedlichen Gründen anderen wie dem Fernsehen, dem Film oder dem Computer zu. Nichtsdestotrotz bleibt aber gerade die Lesekompetenz eine entscheidende funktionale Voraussetzung zur kompetenten Nutzung aller anderen Medien, was den heutigen Schülerinnen und Schülern kaum noch bewusst gemacht wird. Es herrscht bei ihnen die Einstellung vor, dass in der Schule gelesen wird, damit gelesen wird. Um den geschilderten Entwicklungen entgegenwirken zu können, beruft sich die moderne Literaturdidaktik als eine Theorie des Unterrichtes zunehmend auf neue mediendidaktische Konzepte, die das literarische Verstehen fördern, die Lehrstunden wieder attraktiver und ansprechender gestalten und die Schülerinnen und Schüler wieder mehr dazu bewegen sollen, sich der Literatur zu widmen. Hier sollen neue Konzepte wie das literarische Lernen, das Lernen durch Erfahrung, die Individualisierung von Unterricht und das intuitive Lernen eingreifen. Zudem stehen der handlungs- und produktionsorientierte Unterricht und das literarische Gespräch im Rahmen dieser Entwürfe in der heutigen didaktischen Forschung im Mittelpunkt des Interesses und werden dahingehend dezidiert untersucht.
In der vorliegenden Arbeit sollen die dargestellten Entwicklungen mithilfe unterschiedlicher, aktueller Forschungsliteratur genauer eruiert und die genannten Konzepte wie auch Methoden auf den Prüfstand gestellt sowie eingehender beleuchtet werden. Weiterhin steht die immanente aber in der Forschung kaum beachtete Frage der Bewertung literarischen Verstehens in der Schule im Zentrum meiner Aufmerksamkeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wege zur Lust am Verwandeln schwarzer Zeichen in Sinn

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Rolle des Literaturunterrichts in der Institution Schule. Ziel ist es, unter Einbeziehung aktueller fachdidaktischer Forschung Ansätze aufzuzeigen, wie das literarische Verstehen gefördert und Schülerinnen und Schüler nachhaltig für Literatur begeistert werden können, um dem Rückzug auf andere Medien entgegenzuwirken.

  • Wandel der Lesekultur und Funktionen des Lesens im 21. Jahrhundert
  • Konzepte des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts
  • Die Bedeutung von Fantasie und sinnlicher Erfahrung für den Leseerwerb
  • Individualisierung von Unterrichtsprozessen zur Förderung der Lesemotivation
  • Herausforderungen bei der Bewertung literarischen Verstehens

Auszug aus dem Buch

2. Wege zur Lust am Verwandeln schwarzer Zeichen in Sinn

Die Gesellschaft, in der wir leben, unterliegt unzähligen, sich ständig verändernden Einflüssen, die sie, das Leben in ihr und die Ansprüche, die sie an das Individuum stellt, stetig modifizieren. Dies gilt für alle Bereiche des alltäglichen Lebens und so selbstredend auch für den individuell unterschiedlichen Umgang mit dem Buch, dem Lesen und Literatur im Allgemeinen. So waren das Buch und das Lesen auf dem Höhepunkt der bürgerlichen Kultur im 19. und 20. Jahrhundert Symbole für eine in vollem Sinne realisierte Bildung und einen ganzheitlich ausgereiften, zivilisierten Charakter.

Doch auch wenn diese Funktion noch heutzutage in den Argumentationen der Befragten nachklingt und sich in diesen nach wie vor manifestiert, wird sie nur noch sehr bedingt verwirklicht und das Buch wie auch das Lesen fallen mehr und mehr zurück in ihre „alte“ Rolle als Werkzeug und Privileg für Spezialisten und Wissenschaftler. Als Begründung für diese Veränderung werden meist die bedeutende Konkurrenz des Fernsehens, des Films sowie der große Einfluss des Computers und der PC-Spiele herangezogen.

Um dem geschilderten Missstand zu begegnen werden von Didaktikern fortwährend neue mediendidaktische Konzepte und Strategien für den Literaturunterricht in der Institution Schule entworfen und die entwickelte Bildungslehre soll konkrete Unterrichtsentscheidungen begründen können. Auch wenn der multimediale Ansatz nicht vollkommen zu negieren ist und prinzipiell gute Voraussetzungen bietet, den Literaturunterricht wieder attraktiver und ansprechender gestalten zu können, wird in der Forschung jedoch viel zu oft übersehen, dass Schülerinnen und Schüler selten schon Leserinnen und Leser sind und dementsprechende Kompetenzen mitbringen, wenn sie den Unterricht besuchen, und dies auch nur, wenn sie die dazugehörigen Fähigkeiten individuell außerhalb der Schule ausgebildet haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den Wandel der Lesekultur durch neue Medien und begründet die Notwendigkeit moderner didaktischer Ansätze, um Literatur im schulischen Kontext attraktiver zu gestalten.

2. Wege zur Lust am Verwandeln schwarzer Zeichen in Sinn: In diesem Kapitel werden theoretische Konzepte wie das literarische Lernen, handlungs- und produktionsorientierter Unterricht sowie die Bedeutung des literarischen Gesprächs analysiert, um die Lesemotivation und das Verstehen zu fördern.

3. Schluss: Das Fazit fasst die Notwendigkeit zusammen, Kinder frühzeitig an Literatur heranzuführen und den Literaturunterricht als dynamischen, dialogischen Prozess zu gestalten, der über reine Wissensvermittlung hinausgeht.

Schlüsselwörter

Literarisches Lernen, Literaturunterricht, Leseförderung, Rezeptionsästhetik, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Literarisches Gespräch, Lesesozialisation, Medienkompetenz, Individualisierung, Sinnkonstruktion, Literarisches Verstehen, Fantasie, Lesemotivation, Schule, Didaktik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der veränderten Rolle des Lesens und der Literatur in der heutigen Gesellschaft und diskutiert, wie der Literaturunterricht in der Schule darauf reagieren kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die Lesesozialisation, der Einsatz mediendidaktischer Konzepte, die Bedeutung der sinnlichen Seite beim Lesen und die Herausforderungen bei der Bewertung von Interpretationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Konzepte zu eruieren, die literarisches Verstehen fördern und Schülerinnen und Schüler dazu bewegen, sich trotz Konkurrenz anderer Medien intensiver mit Literatur auseinanderzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine theoretische Aufarbeitung aktueller fachdidaktischer Forschungsliteratur durch und prüft verschiedene Konzepte und methodische Ansätze auf ihre Tauglichkeit im Literaturunterricht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Konzepte wie das "Lernen durch Erfahrung", die Bedeutung des "literarischen Gesprächs", die Rolle des "handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts" und die Problematik der Bewertung von Schülerleistungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind unter anderem Literarisches Lernen, Lesesozialisation, handlungs- und produktionsorientierter Unterricht sowie die Rezeptionsästhetik.

Warum wird das "literarische Gespräch" als so bedeutsam für den Unterricht hervorgehoben?

Das literarische Gespräch ermöglicht es Lernenden, subjektive Verstehensansätze zu artikulieren, den Austausch mit anderen zu suchen und Fremdheit als Teil des Verstehensprozesses zu akzeptieren.

Inwiefern ist laut Autor die Bewertung literarischen Verstehens in der Schule problematisch?

Die Bewertung ist schwierig, da sie oft an mangelnder Konstruktvalidität scheitert und die Gefahr besteht, dass komplexe, individuelle Interpretationen zu trivialen oder beliebigen Analysen degradiert werden.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Literarisches Lernen und Verstehen im Literaturunterricht in der Schule
Untertitel
Aktuelle didaktische Positionen und Forschungsergebnisse
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik)
Veranstaltung
Literarisches Lernen
Note
13 Punkte
Autor
Mirko Wojnowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V288031
ISBN (eBook)
9783656881360
ISBN (Buch)
9783656881377
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Literarisches Lernen Schule Literaturunterricht literarisches Verstehen Didaktik Individualisierung intuitives Lernen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mirko Wojnowski (Autor:in), 2010, Literarisches Lernen und Verstehen im Literaturunterricht in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288031
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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