Der Kreuzbandriss. Rehabilitationstraining für das Kniegelenk


Ausarbeitung, 2013

46 Seiten, Note: 0,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Diagnose/Anamnese
1.1 Allgemeine Personendaten
1.2 Spezifische Anamnesedaten
1.3 Funktionsdiagnostik
1.3.1 Durchführungsmodalitäten der betroffenen Gelenke
1.3.2 Richtwerte für eine normale Beweglichkeit in den betroffenen Gelenksystemen
1.3.3 Ergebnisse der Testperson und deren Bewertung
1.4 Bewertung der Diagnosedaten
1.4.1 Bewertung der allgemeinen Personendaten
1.4.2 Bewertung der spezifischen Personendaten
1.4.3 Bewertung des Funktionstestes

2 Zielsetzung/Prognose

3 Trainingsplanung Makrozyklus

4 Trainingsplanung Mesozyklus

5 Literaturrecherche
5.1 Studie 1
5.1.1 Wer hat die Studie durchgeführt und wann wurde Sie publiziert?
5.1.2 Mit welchen Versuchspersonen wurde die Studie durchgeführt?
5.1.3 Wie sah der Versuchsaufbau aus?
5.1.4 Welche relevanten Ergebnisse und Schlussfolgerungen lieferte die Studie?
5.2 Studie 2
5.2.1 Wer hat die Studie durchgeführt und wann wurde Sie publiziert?
5.2.2 Mit welchen Versuchspersonen wurde die Studie durchgeführt?
5.2.3 Wie sah der Versuchsaufbau aus?
5.2.4 Welche relevanten Ergebnisse und Schlussfolgerungen lieferte die Studie?

6 Literaturverzeichnis

7 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
7.1 Abbildungsverzeichnis
7.2 Tabellenverzeichnis

Anhang

1 Diagnose/Anamnese

Erkrankungen oder Verletzungen können zu allgemeinen oder spezifischen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit führen. Diese wiederherzustellen oder zu kompensieren, ist Ziel des Rehabilitationstrainings (Bircher, Keller, & Doneckels, 2011, S. 1). In der heutigen Zeit nehmen die Verletzungen des passiven Bewegungsapparats einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Sie können aufgrund von Unfällen, durch Überlastungen und/oder durch Fehlbelastungen beim Sport sowie in alltäglichen Aktivitäten entstehen (Bircher, Keller, & Doneckels, 2011, S. 13).

„Evolutionsgeschichtlich betrachtet ist der Mensch ein Vierbeiner. Als er beschloss, aufrecht durch die Welt zu gehen, begann die Misere mit dem Kniegelenk. Das Kniegelenk ist ein Schwachpunkt in der Konstruktion Mensch: kompliziert und anfällig“ (Rebel, 2003, S.1).

Aufgrund dessen wird in der folgenden Diagnose das Kniegelenk näher betrachtet. Nicht nur bei älteren Menschen sondern auch bei Sportlern stellt das Kniegelenk eine große Veletzungsanfälligkeit dar. Nach einer detaillierten Anamnese sowie einer Funktionsüberprüfung, erfolgt ein rehabilitatives Trainingsprogamm für ein spezifisches Beschwerdebild im Kniegelenk.

1.1 Allgemeine Personendaten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1: allgemeine Personendaten des Kunden (eigene Darstellung)

Die männliche Testperson ist 24 Jahre alt und als Bürokaufmann tätig. Bei einer Körpergröße von 176 cm umfasst das Körpergewicht 70 kg. Der Kunde hat einen zeitlichen Verfügungsrahmen für das absolvierende Training von 3 x 1,5 Stunden pro und trainiert seit ca. einem Jahr einmal in der Woche noch im Studio.

Aus dem allgemeinen Anamnesebogen konnte bereits festgestellt werden, dass der Kunde eine Verletzung des vorderen Kreuzbandes hatte. Um für die Läsion ein zielgerichtetes Rehabilitationstraining zu erstellen, muss eine spezifische Anamnese durchgeführt werden.

1.2 Spezifische Anamnesedaten

In Tabelle 2 werden die Ursache, der Therapieverlauf sowie weitere wichtige Informationen des Krankheitsbildes detailliert abgefragt und protokolliert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 2: spezifische Anamnesedaten des Kunden (eigene Darstellung)

Angesichts verschiedener Indikationen ist sowohl für das o.g. Krankheitsbild als auch für andere Diagnosen eine entsprechende Fachkenntnis notwendig. Supplementär kann eine Absprache mit dem behandelten Arzt oder dem Physiotherapeuten erfolgen.

1.3 Funktionsdiagnostik

Zur Diagnostik gehört nicht nur eine ausführliche Anamnese sondern auch die Überprüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Um für den Kunden einen zielgerichteten Trainingsplan erstellen zu können, sollte im Vorfeld eine Beweglichkeitstestung durchgeführt werden. Für die Untersuchung der funktionellen Bewegungsmöglichkeiten der Gelenksysteme wird im Folgenden die Neutral-Null-Methode verwendet. Durch diese Methode „können nicht nur Hypermobilitäten sondern auch Hypomobilitäten in den verschiedenen Gelenken erkannt und Konsequenzen für das rehabilitative Training abgeleitet werden“ (Reiß, & Fikenzer, 2012, S.71). Die Messung wird mit Hilfe eines Standard-Winkelmessers (Goniometer) durchgeführt. Das Ergebnis der Beweglichkeit wird mit drei Winkelzahlen angegeben. Der erste Wert gibt den Bewegungsausschlag an, der vom Körper wegführt (z.B. Extension, Abduktion, Pronation etc.). Der mittlere Wert ist die Neutral-Null-Stellung und der dritte und letzte Wert beschreibt den Bewegungsausschlag, der zum Körper hingeht (z.B. Flexion, Adduktion und Supination). Durch die standardisierte Angabe kann jede Bewegung oder auch Bewegungseinschränkung exakt angegeben werden. Kann ein Gelenk mehrere Bewegungsrichtungen ausführen z.B. Extension/Flexion und Ab-/Adduktion, wird für jede Achsenbewegung ein Bewegungsausmaß angegeben.

1.3.1 Durchführungsmodalitäten der betroffenen Gelenke

Aufgrund des Krankheitsbildes (vorderer Kreuzbandriss) wird die Beweglichkeitstestung im Kniegelenk, im Hüftgelenk sowie im oberen Sprunggelenk durch-geführt. Bei der Beweglichkeitstestung des Hüftgelenks ist speziell die Hüftstreckung wichtig, da der M. rectus femoris an der Kniescheibe ansetzt und für die Streckung im Kniegelenk verantwortlich ist. Außerdem wird die Flexibilität des oberen Sprunggelenks gemessen, da der M. gastrocnemius beim Fuß heben mitwirkt (dorsalextension) und somit u.a. auch für die Beugung im Kniegelenks zuständig ist.

Die Bewegungsmöglichkeiten des Kniegelenks sind hauptsächlich die Extension und die Flexion. Bedingt kann auch eine Innen- und Außenrotation durchgeführt werden. Die Voraussetzung dafür ist ein 90°-Winkel im Kniegelenk.

Extensionsprüfung des Kniegelenks: Der Kunde befindet sich in der Rückenlage auf einer Behandlungsliege, die Knie liegen gestreckt auf. In dieser Position wird versucht, die Ferse 1- 2cm anzuheben.

Flexionsprüfung des Kniegelenks: Der Kunde befindet sich in der Bauchlage. Das Kniegelenk wird gebeugt und die Ferse wird so weit wie möglich zum Gesäß geführt. In der Regel liegt der Abstand zwischen Gesäß und Ferse bei ca. 10 - 15 cm.

Innenrotationsprüfung des Kniegelenks

Die Ausgangsposition ist im Sitzen, das Kniegelenk führt eine 90° Flexion durch. Der Fuß wird optimalerweise bis ca. 10° nach innen rotiert.

Außenrotationsprüfung des Kniegelenks

Die Ausgangsposition ist erneut im Sitzen mit einer 90° Knieflexion. Der Fuß wird bis ca. 40° nach innen rotiert.

Das Hüftgelenk weist folgende Bewegungsmöglichkeiten auf: Extension/Flexion, Innen-/Außenrotation sowie Ab-/Adduktion. Aufgrund des Kreuzbandrisses und des oben genannten Grundes, reicht eine Beweglichkeitsüberprüfung im Hüftgelenk in der Extension und Flexion aus.

Extensionsprüfung im Hüftgelenk: Die Testung kann in der Rücken- oder in der Seitlage durchgeführt werden. Ein Bein (rechts/links) wird mit den Händen des Kunden maximal zum Oberkörper herangezogen. Das Gesäß liegt an der Kante der Behandlungsliege, während das andere Bein locker von der Liege herunterhängt. Der Oberschenkel des hängenden Beines sollte mindestens parallel zum Boden sein.

Flexionsprüfung im Hüftgelenk: Der Kunde befindet sich in der Rückenlage auf einer Behandlungsliege. Der Oberschenkel wird ohne Festhalten im gebeugten Zustand so weit wie möglich Richtung Bauch bewegt. Bestmöglich berührt der Oberschenkel den Bauch.

Die physiologischen Bewegungsmöglichkeiten des oberen Sprunggelenks sind die Dorsalextension und die Plantarflexion.

Dorsalextensionsprüfung des oberen Sprunggelenks: Der Kunde setzt sich hin, so dass die Füße fest auf dem Boden sind. Der Vorfuß wird nach oben gehoben, ohne dass die Ferse den Boden verlässt. Es wird versucht den Großzehenballen bis zu 5 cm anzuheben.

Plantarflexionsprüfung des oberen Sprunggelenks: Der Vorfuß wird soweit wie möglich nach unten bewegt, bis das obere Sprunggelenk mit den Zehen eine Linie bildet.

1.3.2 Richtwerte für eine normale Beweglichkeit in den betroffenen Gelenksystemen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 3: Richtwerte für eine normale Beweglichkeit nach der Neutral-Null-Methode (eigene Darstellung)

1.3.3 Ergebnisse der Testperson und deren Bewertung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 4: Ergebnisse der Testperson nach der Neutral-Null-Methode (eigene Darstellung)

Die Durchführung des Beweglichkeitstestes erfolgte nach der achten postoperativen Woche. Aus den Ergebnissen wird ersichtlich, dass in allen der oben aufgelisteten Gelenken Differenzen zwischen dem gesunden (links) und dem verletzten Bein (rechts) bestehen. Das Bewegungsausmaß im gesunden Kniegelenk liegt in der Extension bei 8° und in der Flexion bei 140°. Bei dem erkrankten Bein hingegen ist die Kniebeweglichkeit deutlich limitierter. Es besteht ein Bewegungsausmaß von 3° in der Extension und von 135° in der Flexion. Hierbei ist zu betonen, dass trotz gleich großer Differenz (jeweils 5° Unterschied bei Extension sowie Flexion) das Streckdefizit deutlich gravierender ist, da das Bewegungsausmaß in der Extension bei maximal 10° liegt. Dieses soll in der Trainingsplanung eine besondere Berücksichtigung finden.

Nach Rücksprache mit einer Physiotherapeutin, sollte zudem die Innen- und Außenrotation des Kniegelenks nur mit Zurückhaltung durchgeführt werden, da die Regeneration der Kapsel und Bänder noch nicht vollständig beendet ist.

Die Beweglichkeit der Hüfte weist in der Flexion keine Differenz zwischen der rechten und linken Körperseite auf. Lediglich bei der Hüftextension konnte ein minimaler Bewegungsunterschied von 2° festgestellt werden. Daraus resultiert jedoch keine besondere Therapiemaßnahme.

Bei dem unteren Sprunggelenk ist eine leichte Differenz der Dorsalextension zwischen dem gesunden und erkrankten Bein von 3° festzustellen. Dieses kann mitunter auf das Extensionsdefizit des rechten Kniegelenks zurückgeführt werden, da durch eine gesteigerte Beweglichkeit des Kniegelenkes automatisch eine höhere Bewegung der Dorsalextension im Fußgelenk möglich wird.

Mit Ausnahme der Knieextension befinden sich alle Bewegungsausmaßen der einzelnen Gelenke im Normbereich.

1.4 Bewertung der Diagnosedaten

In den nächsten Kapiteln werden folgende Diagnosedaten im Hinblick auf die Belastbarkeit bzw. Trainierbarkeit des Kunden bewertet: allgemeine Personendaten (Blutdruck, Ruhepuls und weitere biometrische Daten), spezifische Personendaten sowie die Ergebnisse des Funktionstests.

1.4.1 Bewertung der allgemeinen Personendaten

Tabelle 5 stellt die Norm des Blutdrucks anhand der Klassifikation der American Heart Association dar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 5: Blutdruckklassifikation der American Heart Assoication (Israel, & Albers, 2011, S. 166)

Der Blutdruck des Kunden liegt bei 121/84 mmHg. Nach der Klassifikation der American Heart Association befinden sich der systolische (121) als auch der diastolische Wert (84) im optimalen Bereich.

Die Norm sowie die Bewertung des Ruhepulses werden in Tabelle 6 dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 6: Bewertung des Ruhepulses (Israel, & Albers, 2011, S.151 f)

Der Ruhepuls bzw. richtig genannt der Tagespuls des Kunden liegt bei 55 Schläge pro Minute. Aufgrund vieler externer oder interner Einflussfaktoren kann der tatsächliche Ruhepuls nur morgens direkt nach dem Aufwachen ermittelt werden. Der Tagespuls weist in etwa fünf bis zehn Schläge mehr auf als der Ruhepuls. Um diesen bewerten zu können, werden im Durchschnitt fünf bis zehn Schläge von dem Tagespuls abzogen. Wird der Durchschnittswert von ca. sieben Schläge pro Minute abzogen, liegt der tatsächliche Ruhepuls bei ca. 48 Schläge pro Minute (Israel, & Albers, 2011, S.151 f.).

Aus der Anamnese geht hervor, dass keine genetische Disposition für eine niedrige Herzfrequenz vorliegt. Der Kunde wird aufgrund seiner niedrigen Herzfrequenz als Ausdauerleistungssportler eingestuft. Daraus lässt sich schließen, dass der Kunde einen sehr guten Leistungszustand aufweist.

Der Body-Mass-Index (BMI) berechnet sich aus dem Körpergewicht (kg) dividiert durch das Quadrat der Körpergröße (m²). Der BMI des Kunden liegt bei einer Körpergröße von 1,76 m und 70 kg bei 22,6, so dass der Kunde als Normalgewichtig eingestuft wird.

Für die Errechnung des Taille-Hüft-Quotienten (THQ) wird der Umfang der Taille (80 cm) durch den Umfang der Hüfte (85 cm) dividiert. Daraus ergibt sich ein THQ von 0,94, der bei Männern als Birnentyp gewertet wird und im Normalbereich liegt (1,0). Birnentypen sammeln ihr Körperfett an Oberschenkeln, Po und Hüfte. Das Fett in dieser Region wird beim leichten bis mäßigen Übergewicht gesundheitlich als weniger bedenklich eingestuft werden, als Fettablagerungen in der Körpermitte (Apfeltyp) (Luppa, Albers, Worm, & Herget, 2012 S. 227). Der Fettgehalt wurde mittels einer BIA-Analyse (Fett-Wasser-Muskelanalyse) ermittelt. Um ein exaktes Ergebnis zu erlangen, wurde die Messung an sieben aufeinanderfolgenden Tagen ermittelt und davon der Mittelwert genommen. Daraus ergibt sich ein Fettgehalt von 18,5 % (13,8 kg) sowie ein Muskel- und Wassergehalt von 81, 5 % (56,2 kg). Bei einer Körpergröße von 170 cm und einem Körpergewicht von 70 kg wird der Körperfettanteil im Normalbereich eingestuft.

Die Umfangmessung des linken Oberschenkels (gesunde Bein) ergab 55 cm. Einen deutlich geringeren Umfang umfasste hingegen der rechte Oberschenkel (verletzte Bein) mit 52 cm. Daraus ergibt sich eine Differenz von 3 cm, welche auf das Krankheitsbild zurückzuführen ist. Die kniegelenksumgebende Muskulatur wurde nach der Operation durch das Tragen einer Orthese entlastet. Schon nach kurzer Ruhigstellung verliert die Muskulatur an Kraft, wodurch es letztendlich zu einem Muskelverlust und dadurch auch zu einer Minderung des Umfangs kommt. Die Belastbarkeit und Trainierbarkeit des rechten Kniegelenks werden deswegen deutlich geringer eingestuft.

1.4.2 Bewertung der spezifischen Personendaten

Nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt und der Physiotherapeutin ist die medizinische Heilbehandlung des Kniegelenks abgeschlossen. Es bestehen keine Schwellungen, Ergüsse, akute Gelenksentzündungen sowie gravierende funktionelle Bewegungseinschränkungen. Das physiologische Gangbild hat sich weitestgehend normalisiert und laut Aussage des Kunden bestehen keine akuten Schmerzen mehr. Auf Grund krankengymnastischer Maßnahmen liegt die Kraftfähigkeit des operierten Beines bereits bei 60 %, so dass die Nachbehandlung in einem Fitness-Studio beginnen kann. Optimalerweise sollte dieser Prozess ineinander übergehen. Ziel ist es jetzt, das Kraftdefizit wieder zu kompensieren und mit dem Aufbau der kniegelenksumgebenden Stützmuskulatur zu beginnen.

1.4.3 Bewertung des Funktionstestes

Aus der Funktionsdiagnostik in Kapitel 1.3.3 konnte bereits festgestellt werden, dass zwischen dem gesunden und dem operierten Kniegelenk (rechts) Beweglichkeitsdefizite sowie ein Minderung der Extensionsfähigkeit im rechten Kniegelenk bestehen. Diese Defizite beruhen meist auf reflektorischen Einschränkungen, die während der Wundheilung nach einer Operation entstehen.

Zur Wiedererlangung der vollständigen Beweglichkeit werden vor allem leichte Dehn- und Koordinationsübungen in das Trainingsprogramm integiert. Diese fördern nicht nur die Flexibilität sondern vermeiden eine strukturelle Einschränkung im weiteren postoperativen Verlauf.

Zusammengefasst befindet sich der Kunde bis auf das o.g. Krankheitsbild in einem sehr guten Gesundheitszustand. Es bestehen sonst keine weiteren Einschränkungen. Damit die vollständige Leistungsfähigkeit des operierten Kniegelenks wiedererlangt wird, sind folgende Ziele in Kapitel 2 formuliert.

2 Zielsetzung/Prognose

Die Grundsteine für eine detaillierte Trainingsplanung wurden bereits durch die ausführliche Anamnese, der Befundung sowie der Erhebung des Beweglichkeitstests gelegt. Für die erfolgreiche Trainingssteuerung in der weiterführenden Rehabilitation ist die Zielsetzung ein zentraler Punkt. Das Therapieziel sollte gemeinsam mit dem Kunden erstellt werden. Darunter sind die Wünsche und Erwartungen des Kunden zu berücksichtigen.

Das allgemeine und spezielle Ziel des Kunden ist die Wiedererlangung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Nicht nur im Alltag und Beruf, sondern besonders im Sport. Sein größter Wunsch ist es, schnellstmöglich wieder Fußball spielen zu können. Zusammen mit dem Trainer wurden folgende übergeordnete und allgemeine Trainingsziele für die Trainingsplanung formuliert:

Wiedergewinnung der funktionellen Stabilität und der vollen Beweglichkeit im rechten Kniegelenk

Wiedererlangung des ursprünglichen Fitnesslevels

Sportfähigkeit

Die o.g. übergeordneten Ziele werden auch Haupt- oder Grobziele genannt und dienen zur langfristigen Planung. Für die mittelfristige Planung werden aus den Grobzielen geeignete Zwischenziele bzw. Teilziele bestimmt.

Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit

Aufbau von Muskelmasse speziell in der kniegelenksumgebenden Stützmuskulatur im rechten Bein

Anpassung des Kraftdefizites

Verbesserung der neuromuskulären Qualität der kniegelenksumgebenden Stützmuskulatur (Propriozeption sowie die inter- und intramuskuläre Koordination)

Zur Erlangung der Teilziele werden im letzten Schritt konkrete Angaben über den genauen Inhalt (Was ist das Ziel?), das Ausmaß (Wie viel?) und die Zeit (Wie lange es dauern wird?) festgelegt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten

Details

Titel
Der Kreuzbandriss. Rehabilitationstraining für das Kniegelenk
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
0,5
Autor
Jahr
2013
Seiten
46
Katalognummer
V288066
ISBN (eBook)
9783656961147
ISBN (Buch)
9783656961154
Dateigröße
1316 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
DHfPG, Trainingslehre 4, rehabilitatives Training
Arbeit zitieren
Vicky Tlatlik (Autor), 2013, Der Kreuzbandriss. Rehabilitationstraining für das Kniegelenk, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288066

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