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Regionalentwicklung und Regionalförderung in der Baltischen Staatengruppe

Title: Regionalentwicklung und Regionalförderung in der Baltischen Staatengruppe

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 24 Pages , Grade: 1

Autor:in: Julia Frei (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Der Prozess, ein Land in ein neues politisches System einzubinden, ist sehr langwierig. Dies ist nicht nur eine Frage der Finanzen, die dem Land für die Umstellung zur Verfügung stehen, sondern es ist auch eine Frage der Generationen, die in diesem System aufwächst. Nach dem Untergang der Sowjetunion stand die Europäische Union vor der Aufgabe sich gegenüber den neuen Oststaaten zu öffnen, um ihnen den Weg in die Demokratie und in die Marktwirtschaft zu erleichtern.
Seit dem Krieg zwischen Georgien und Russland im Sommer 2008 zeigte sich eine Urangst „ von Russland wieder geschluckt zu werden“ auch in den anderen ehemaligen sowjetischen Gebieten, wie Litauen, Lettland und Estland.
Die baltischen Staaten wurden im Jahr 2004 Mitgliederstaaten der EU. Man nennt sie auch den „Tiger“ des Baltikums und spielt damit auf ihren schnellen wirtschaftlichen Fortschritt in den letzten Jahren an. Doch diese rasante Entwicklung der Länder konnte nur möglich sein, wenn man dafür die Vernachlässigung anderer politischen Gebiete in Kauf nimmt. Zu diesen Gebieten gehörte unter anderem auch die Regionalentwicklung. In dieser Arbeit soll dargestellt werden, welchen Weg die Regionalentwicklung in den baltischen Ländern bis heute gehen musste. Mit welchen Problemen hat sie zu kämpfen? - Wie ist sie politisch von den Ländern organisiert und welche Möglichkeiten können zukünftig dabei helfen, die regionalen Entwicklungsziele durchzusetzen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Begriff „Regionalentwicklung“

2. Geschichtlicher Hintergrund der Probleme in den baltischen Regionen

3. Strukturen und Institutionen der Regionalpolitik und der Regionalentwicklung in den baltischen Staaten

A) Estland

B) Lettland

C) Litauen

D) Fazit

4. Ziele, Trends und Zukunftsprognosen der Regionalentwicklung

5. Die wichtigsten EU-Förderprogramme für der Regionalentwicklung in den baltischen Staaten

A) Finanzielle Heranführungshilfen

B) Gemeinschaftsinitiativen

6.Beispiele für Regionalentwicklungsprojekte

A) Die Planregion Latgale und das „Baltic-Lakes“-Projekt

B) Das Astra-Projekt

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht den komplexen Prozess der Regionalentwicklung in den baltischen Staaten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sowie die Rolle der EU-Förderpolitik bei der Bewältigung regionaler Disparitäten und struktureller Herausforderungen.

  • Historische Rahmenbedingungen und Transformationsprobleme im Baltikum.
  • Strukturen der regionalpolitischen Organisation in Estland, Lettland und Litauen.
  • Analyse der wichtigsten EU-Finanzinstrumente und Strukturhilfen.
  • Fallbeispiele für erfolgreiche Regionalentwicklungsprojekte und deren Wirkung.
  • Zukunftsperspektiven und demografische Trends in ländlichen Regionen.

Auszug aus dem Buch

2. Geschichtlicher Hintergrund der Probleme in den baltischen Regionen

Für veränderte Rahmenbedingungen sorgten in der baltischen Staatengruppe 1991 der Zusammenbruch der Sowjetunion und die wiedererlangte Souveränität. Der Wechsel des politischen Systems von Planwirtschaft zur Marktwirtschaft ist ein langwieriger Prozess. In den Hauptstädten von Litauen, Lettland und Estland ist dieser Wechsel bis heute sichtbar gelungen. Vergleicht man jedoch die Regionen in der baltischen Staatengruppe so stößt man auf große Disparitäten.

Sicher kann man Litauen, Lettland und Estland nicht immer zusammen in einen „Topf werfen“, was die Problematiken in den Regionen betrifft, jedoch haben alle seit 1991 eine sehr ähnliche Ausgangslage:

Durch Landflucht, Migration und Altern der Bevölkerung verändern sich die Bevölkerungsstrukturen und die Bevölkerungsdichte. Dennoch sollte auch erwähnt sein, dass die Bevölkerungsstruktur auch schon erzwungener Maßen in der Sowjetzeit durch Abtransporte der baltischen Bevölkerung und durch Immigration russischer Arbeiter gestört wurde.

Die ungleiche wirtschaftliche Entwicklung: Industrielle Wirtschaftszweige brachen nach 1991 ein und hinterließen viele leer stehende Plattenbauwohnsiedlungen. Der landwirtschaftliche Zweig spielte zu Sowjetzeiten in den ländlichen Regionen eine große Rolle. Die Produktionsschwerpunkte in der damals kollektiven Landwirtschaft lagen bei Milch, Fleisch und Getreide. Bis heute hat sich der ländliche Raum von der existenziellen Krise nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht erholt.

Dies liegt aber auch an der schleppenden Boden- und Eigentumsreform. Der Transformationsprozess die Privatisierung des Agrarsektors gestaltet sich schwierig. Zum einen liegt dies an der Rechtssicherheit über das Bodeneigentum, zum andern können meist Besitznachweise, die vor der Sowjetzeit bestanden, nur unvollständig nachgewiesen werden. Das Ergebnis der Bodenreform war eine Zersplitterung der landwirtschaftlichen Fläche und das Entstehen von kleinen Betrieben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen der Regionalentwicklung in den baltischen Staaten im Kontext des Systemwechsels und des EU-Beitritts.

1. Der Begriff „Regionalentwicklung“: Es werden grundlegende Konzepte zur nachhaltigen Steigerung der Lebensqualität durch interkommunale Netzwerke definiert.

2. Geschichtlicher Hintergrund der Probleme in den baltischen Regionen: Das Kapitel analysiert die Transformationsfolgen seit 1991, wie Landflucht, Bodenreformprobleme und wirtschaftliche Disparitäten.

3. Strukturen und Institutionen der Regionalpolitik und der Regionalentwicklung in den baltischen Staaten: Es erfolgt ein Vergleich der administrativen Organisation und regionalpolitischen Ansätze in Estland, Lettland und Litauen.

4. Ziele, Trends und Zukunftsprognosen der Regionalentwicklung: Das Kapitel beleuchtet demografische Entwicklungen und wirtschaftliche Anpassungserfordernisse, insbesondere in ländlichen Räumen.

5. Die wichtigsten EU-Förderprogramme für der Regionalentwicklung in den baltischen Staaten: Eine Übersicht über zentrale EU-Finanzinstrumente wie PHARE, ISPA, SAPARD und Gemeinschaftsinitiativen.

6.Beispiele für Regionalentwicklungsprojekte: Anhand des Projekts „Baltic-Lakes“ und des Astra-Projekts wird die praktische Umsetzung von Entwicklungsmaßnahmen illustriert.

7. Fazit: Die Schlussbetrachtung bewertet die Erfolge und verbleibenden Risiken der regionalen Entwicklung unter Einfluss der Finanzkrise.

Schlüsselwörter

Regionalentwicklung, Baltikum, EU-Osterweiterung, Transformationsprozess, Strukturförderung, PHARE, ISPA, SAPARD, INTERREG, Landflucht, Agrarsektor, Verwaltungsreform, Regionalpolitik, Demografie, Wirtschaftswachstum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die regionalen Entwicklungsstrategien der drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und deren Integration in die Europäische Union.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Felder sind die historische Ausgangslage, die administrative Dezentralisierung, die Auswirkungen von EU-Förderprogrammen sowie die demografische und wirtschaftliche Entwicklung der ländlichen Räume.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welchen Weg die Regionalentwicklung in den baltischen Ländern nehmen musste, welche Probleme bestehen und welche Ansätze für zukünftige Entwicklungsziele politisch organisiert wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Konzepten und Berichten staatlicher Institutionen und EU-Dokumenten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der nationalen Strukturen der Regionalpolitik, die Vorstellung spezifischer EU-Förderprogramme und die Darstellung konkreter Projektbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Regionalentwicklung, Transformationsprozess, EU-Strukturförderung, Demografischer Wandel und Regionalpolitik geprägt.

Wie hat sich die Rolle der EU-Förderung auf die baltischen Staaten ausgewirkt?

Die EU-Förderung fungierte als wichtiger Motor für die Strukturierung der regionalpolitischen Bemühungen und bot finanzielle Mittel, die durch nationale Haushalte allein nicht aufzubringen waren.

Welche Bedeutung kommt der Planungsregion Latgale zu?

Latgale dient als Fallbeispiel für eine proaktive Planungseinheit, die exemplarisch zeigt, wie lokale Interessen durch interregionale Kooperationen in der Tourismusbranche gestärkt werden können.

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Details

Title
Regionalentwicklung und Regionalförderung in der Baltischen Staatengruppe
College
University of Augsburg
Grade
1
Author
Julia Frei (Author)
Publication Year
2009
Pages
24
Catalog Number
V288078
ISBN (eBook)
9783656882664
ISBN (Book)
9783656882671
Language
German
Tags
Baltische Staaten Estland Lettland Litauen Regionalföderung Regionalentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Frei (Author), 2009, Regionalentwicklung und Regionalförderung in der Baltischen Staatengruppe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288078
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