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Jugendkriminalität in Deutschland

Delinquenz verstehen

Titre: Jugendkriminalität in Deutschland

Dossier / Travail , 2015 , 26 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Barbara Teichmann (Auteur)

Sociologie - Droit et Délinquance
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Résumé Extrait Résumé des informations

Laut Medienberichten der letzten Jahre, ist Jugendkriminalität, besonders in Form von Gewalt, ein modernes Problem der Gesellschaft und eine der größten Herausforderungen für den deutschen Staat. Fast täglich erscheinen Medienberichte wie diese: „Jugendliche Straftäter: Die Mär vom kriminellen Ausländern“, „Überfall in Wilhelmshaven: Schaulustige filmten Misshandlung von 14-Jähriger“, „13-jähriger Brandstifter: Staatsanwaltschaft lehnt Einweisung in geschlossene Psychiatrie ab“ und zahlreiche andere. Die Rede ist von Jugendkriminalität, welche in den vergangenen Jahren und auch aktuell immer wieder kontrovers diskutiert wird und wobei Themen entstehen welche wie folgt lauten: „Warum Jugendliche plötzlich gewalttätig werden“, „Jugendliche immer brutaler“. Ebenso wie Forderungen ähnlich diesen: „Sie gehören weggesperrt“, „Wir müssen mehr gegen Jugendkriminalität tun!“.
Aber nicht nur diese allgegenwärtigen Medienberichte über Jugendkriminalität, sondern auch ein Praxisprojekt in der Jugendarrestanstalt in Göttingen im Rahmen des Studiums, hat mich bewegt meine Hausarbeit zu diesem bedeutenden Thema zu schreiben.

Ich beschäftige mich im Folgenden mit der Frage, ob Jugendkriminalität in der Tat ein immer größer werdendes Problem ist. Das heißt, ob die Brutalität von Jugendlichen und das Ausmaß von Jugendkriminalität in Deutschland in den letzten Jahren gestiegen ist, so wie es die Berichte in den Medien vermuten lassen oder ob diese dauerhafte Medienaufmerksamkeit lediglich zur öffentlicheren Diskussionen führt und das Thema aus diesem Grund präsenter ist. ...

Extrait


Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Definition des Begriffs „Jugend“

4 Was ist Kriminalität? - Eine Begriffserklärung

4.1 Kriminalität

4.2 Jugendkriminalität

5 Aktuelle Statistik der Jugendkriminalität

5.1 Polizeiliche Kriminalstatistik 2013

6 Jugendkriminalitätsprävention

7 Begünstigende Faktoren für die Entstehung von delinquenten Verhalten

7.1 Biologische Risikofaktoren

7.2 Psychologische Risikofaktoren

7.3 Soziale Risikofaktoren

7.4 Bio-psycho-soziales Modell

8 Ausgewählte Theorieansätze bezüglich delinquenten Verhaltens

8.1 Soziale Kontrolle

8.2 Lerntheorie

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Entwicklung der Jugendkriminalität in Deutschland vor dem Hintergrund medialer Berichterstattung. Dabei wird analysiert, ob das in der Öffentlichkeit wahrgenommene Ausmaß und die Brutalität von Jugenddelikten tatsächlich zunehmen oder ob die Medienaufmerksamkeit das Thema lediglich präsenter macht, während offizielle Statistiken einen Rückgang zeigen.

  • Analyse offizieller Statistiken zur Entwicklung der Jugendkriminalität
  • Differenzierung zwischen Hellfeld und Dunkelfeld bei Straftaten
  • Untersuchung begünstigender Faktoren durch ein bio-psycho-soziales Modell
  • Darstellung theoretischer Erklärungsansätze für delinquentes Verhalten
  • Evaluation präventiver Strategien in der Jugendhilfe und Justiz

Auszug aus dem Buch

8.1 Biologische Risikofaktoren

Es zählen genetische, neurobiologische und physiologische Faktoren zu den biologischen Risikofaktoren für aggressives Verhalten, aus dem sich die Jugendkriminalität entwickeln kann. So zeigt sich in den Statistiken beispielsweise, dass deutlich mehr Jungen als Mädchen straffällig werden. Dieses Phänomen ist unter anderem auf Störungen der neuro-kognitiven Entwicklung zurück zu führen. Begründet werden kann dissoziales Verhalten auch durch frühe neurophysiologische Beeinträchtigungen, welche durch Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen auftreten. Als begünstigend für eine Neigung zu aggressiven Verhalten gilt zudem das Risikoverhalten der Mutter während der Schwangerschaft. Dazu gehört unter anderem das Rauchen während das Kind im Mutterleib heranwächst. Das Risiko für delinquentes Verhalten steigt nachweislich, wenn ebendiese Schwangerschaftskomplikationen mit einer negativen Umwelt in Kombination stehen. Beispielsweise wenn das Kind zusätzlich häusliche Gewalt erfährt. (vgl. Schick 2011, 24) Weitere biologische Faktoren, die ebenfalls das von der gesellschaftlichen Norm abweichende Verhalten begünstigen, sind „(...) eine geringe Herzfrequenz, eine geringe Erregbarkeit und ein niedriger Hautleitwiderstand. Des Weiteren belegen verschiedene Studien eine Störung des Testosteron-, Serotonin-, Noradrenalin- und Cortisol-Haushalts und Defizite in der Frontalhirnaktivität und in Teilen des Temporallappens bei dissozialen Kindern und Jugendlichen.“ (Schick 2011: 25)

Zusammenfassung der Kapitel

2 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen der medialen Darstellung von Jugendkriminalität und der tatsächlichen gesellschaftlichen Relevanz, motiviert durch ein Praxisprojekt in der Jugendarrestanstalt.

3 Definition des Begriffs „Jugend“: Dieses Kapitel erarbeitet eine klare Altersdefinition für Jugendliche auf Grundlage des Jugendgerichtsgesetzes, um eine einheitliche Basis für die Analyse zu schaffen.

4 Was ist Kriminalität? - Eine Begriffserklärung: Es wird die juristische Definition von Kriminalität von der polizeilichen Erfassung abgegrenzt und der Begriff der Jugendkriminalität als Untersuchungsgegenstand spezifiziert.

5 Aktuelle Statistik der Jugendkriminalität: Hier wird anhand der Polizeilichen Kriminalstatistik 2013 der tatsächliche Rückgang der registrierten Straftaten bei Jugendlichen empirisch belegt.

6 Jugendkriminalitätsprävention: Das Kapitel beleuchtet verschiedene Strategien und Handlungsfelder der Präventionsarbeit, die über rein repressive Maßnahmen hinausgehen.

7 Begünstigende Faktoren für die Entstehung von delinquenten Verhalten: Die Entstehungsbedingungen von Kriminalität werden mittels eines bio-psycho-sozialen Modells analysiert, das biologische, psychische und soziale Risikofaktoren verknüpft.

8 Ausgewählte Theorieansätze bezüglich delinquenten Verhaltens: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung durch die Konzepte der sozialen Kontrolle und ausgewählter Lerntheorien zur Erklärung abweichenden Verhaltens.

9 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit präventiver Arbeit an individuellen Risikofaktoren und kritisiert die Stigmatisierung junger Tatverdächtiger.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Delinquenz, Polizeiliche Kriminalstatistik, Prävention, Biologische Risikofaktoren, Psychologische Risikofaktoren, Soziale Risikofaktoren, Bio-psycho-soziales Modell, Soziale Kontrolle, Lerntheorie, Jugendgerichtsgesetz, Hellfeld, Dunkelfeld, Sozialarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Jugendkriminalität in Deutschland und hinterfragt das in Medienberichten gezeichnete Bild einer angeblich steigenden Brutalität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die statistische Entwicklung von Kriminalität, die Analyse von Risikofaktoren für delinquentes Verhalten sowie bewährte Präventionsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung durch Medien und den tatsächlichen Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die Daten der Kriminalstatistik auswertet und Erkenntnisse aus verschiedenen psychologischen und soziologischen Modellen zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die statistische Datenlage, die verschiedenen Einflussfaktoren auf delinquentes Verhalten (bio-psycho-soziales Modell) sowie theoretische Erklärungsansätze für abweichendes Verhalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Jugendkriminalität, Präventionsarbeit, Risikofaktoren, Delinquenz und das bio-psycho-soziale Modell.

Welche Bedeutung hat das bio-psycho-soziale Modell in der Arbeit?

Es dient als Erklärungsrahmen, um zu verdeutlichen, dass kriminelles Verhalten nicht auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen ist, sondern aus einem komplexen Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Einflüsse resultiert.

Warum wird zwischen Hellfeld und Dunkelfeld unterschieden?

Die Differenzierung ist entscheidend, da Statistiken nur das sogenannte Hellfeld (gemeldete Taten) abbilden, während das Dunkelfeld (nicht bekannt gewordene Taten) das tatsächliche Ausmaß verzerren kann.

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Résumé des informations

Titre
Jugendkriminalität in Deutschland
Sous-titre
Delinquenz verstehen
Université
University of Applied Sciences and Arts Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Note
1,3
Auteur
Barbara Teichmann (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
26
N° de catalogue
V288101
ISBN (ebook)
9783656887980
ISBN (Livre)
9783656887997
Langue
allemand
mots-clé
jugendkriminalität deutschland delinquenz
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Barbara Teichmann (Auteur), 2015, Jugendkriminalität in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288101
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Extrait de  26  pages
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