Das mittelalterliche Gastmahl. Performanz in der Geschichtswissenschaft


Seminararbeit, 2013

18 Seiten, Note: 1.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ursprünge performativer Ansätze
2.1 Sprechakttheorie
2.2. Theatralität
2.3. Cultural Performance
2.4. Die performative Wende in den Kulturwissenschaften

3. Das mittelalterliche Gastmahl
3.1. Das Essen
3.2. Die Tischmanieren
3.3. Die Gastmahlordnung in der Goldenen Bulle

4. Zusammenfassung

5. Literaturverzeichnis
5.1. Sekundärliteratur

1. Einleitung

Mit dem Ziel einer wissenschaftstheoretischen Vertiefung versuchte das Seminar des Internationalen Graduiertenkollegs anhand des konkreten Themas Gastmähler die Möglichkeiten performanztheoretischer Ansätze für die Geschichtswissenschaft aufzuzeigen. Der vorliegende Beitrag fasst nun die gefundenen Ergebnisse für die mittelalterlichen Zusammenkünfte zusammen.

Der erste Abschnitt geht dabei auf die performative Wende in den Kulturwissenschaften an sich ein. Wie hat sich diese recht junge Herangehensweise an bestimmte Sachverhalte entwickelt? Für welche Disziplinen erscheint sie besonders hilfreich und sinnvoll? Beginnend mit dem für die Sprachphilosophie wegweisenden Werk John L. Austins How to do things with Words1, wird auf die Anfänge dieser Methode in den Geistes- und Sozialwissenschaften übergegangen. Als besonders hilfreich für eine einführende Betrachtung erwies sich dabei Uwe Wirths Sammelband Performanz. Zwischen Sprachphilosophie und Kulturwissenschaften2. Mit der Thematik sehr ausführlich beschäftigt hat sich auch die Theaterwissenschaftlerin Erika Fischer-Lichte, deren Werke in diesem Beitrag besonders für die Geschichte der Performance nützlich waren.3

Der zweite Teil dieses Beitrages behandelt, im vorgegebenen Rahmen, performative Handlungen auf mittelalterlichen Gastmählern. Aufgrund der einfacher zugänglichen und profunderen Quellenlage bei adeligen Festen als beim bäuerlichen Mahl, lag der Fokus auf großen höfischen Gelagen. Die wohl wichtigste Frage, von einem performativen Standpunkt aus gesehen, bestand nach der Form der Kommunikation und Repräsentation politischer Macht bzw. des Verbergens eines solchen, nicht existenten Einflusses. Dem Gastrosophen Lothar Kolmar folgend, stellte dabei schon das Mahl an sich eine Form der Performance dar.4 Mittels bestimmten Verhaltens bzw. entsprechender Repräsentation kann der Gastgeber den zum Essen geladenen Personen seine beabsichtigten Nachrichten vermitteln. Bezogen auf das Mittelalter, zeigten Gastgeber beispielsweise ihre Hoch- oder Geringschätzung für die Gäste durch den Wert der dargebrachten Speisen und der Art der Geschenke, offensichtliche Unterschiede zwischen Gästen in solchen Angelegenheiten würden wohl auch heute noch eine recht unmissverständliche und auf die Gegenwart bezogen gleichermaßen unhöfliche Sprache sprechen. Besonders üppige Geschenke zeugten dabei einerseits von großer Wertschätzung für den Beschenkten, andererseits aber demonstrierte der Geber dadurch auch offen seinen Überfluss.5 Handlungsweisen konnten aber mitunter auch fehl verstanden werden und zu Konflikten führen.6

Die Sekundärliteratur, die sich explizit mit dem speziellen Thema der performanztheoretischen Auseinandersetzung mit Gastmählern befasst, lässt sich im deutschsprachigen, untersuchten Raum leicht überblicken. Neben dem Salzburger Tagungsband von Lothar Kolmer und Christian Rohr mit dem hinweisenden Titel Mahl und Repräsentation7, behandeln auch einige weitere Werke zumindest am Rande die potenziellen Möglichkeiten performativer Ansätze für mittelalterliche Zusammenkünfte.8 Laut Fischer-Lichte stehen die verschiedenen Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften nämlich erst am Beginn, Performances als aussagekräftige und vielgestaltige Informationsquellen auszuwerten.9

2. Die Ursprünge performativer Ansätze

2.1 Sprechakttheorie

In seinen bekannten zwölf Harvard-Vorlesungen führte der britische Philologe und Philosoph John L. Austin 1955 erstmals den Begriff „performativ“ zur Beschreibung bestimmter Äußerungen und Sätze ein. Damit meinte Austin, „daß jemand, der eine solche Äußerung tut, damit eine Handlung vollzieht – man faßt die Äußerung gewöhnlich nicht einfach als bloßes Sagen auf“10. Als vielzitiertes Beispiel für solch einen Sprechakt verwendete Austin dabei das gegenseitige Jawort zweier Eheleute. Davon unterschieden wurden zu Beginn sogenannte „konstative“ Äußerungen, die nur den vorliegenden Zustand wiedergeben, damit also genau genommen nur richtig oder falsch sein können.11 Diesen Versuch einer scharfen Abgrenzung zwischen diesen beiden Formen verfolgte Austin im Laufe seiner Vorlesungen aber nicht weiter. Dafür erfolgte eine Aufteilung in drei zu unterscheidende Akte, den lokutionären, illokutionären und perlokutionären Akt.12 Ersterer sagt „etwas Bestimmtes über etwas Bestimmtes“ aus, der mittlere kann zum Beispiel informieren, befehlen oder warnen, äußert sich also zu bestimmten Dingen, und der letzte Akt entsteht „dadurch […], daß wir etwas sagen“.13 Der Unterscheidung zwischen den beiden letztgenannten gestand Austin durchaus eine gewisse Schwierigkeit zu. Die Illokution interessierte ihn dabei wohl am meisten.14 Einer seiner Schüler John R. Searle ging hier sogar so weit, keine Unterscheidung mehr zwischen lokutionären und illokutionären Aussagen zu machen, also den Fokus noch mehr auf die Illokution zu legen.15

In seinen Philosophical Papers, 1961 postum veröffentlicht, beschrieb Austin den Begriff „performativ“ nochmals: „[…] new word and a ugly word, and perhaps it does not mean anything very much. But at any rate there is one thing in its favour, it is not a profound word.”16 Der Terminus „performativ“, in diesem Zusammenhang zwar auf die Sprachphilosophie bezogen, lässt sich, der Erklärung Austins folgend („not a profound word“), dabei in verschiedenen Bedeutungen verwenden. Wissenschaftler anderer Disziplinen haben diese je nach Nützbarkeit für das eigene Fach adaptiert.17

2.2. Theatralität

Für die Theaterwissenschaft beschreibt der Begriff „Performanz“ das „inszenierende Aufführen von theatralen oder rituellen Handlungen“.18 Davon unterschieden werden muss der referenzielle Aspekt von Theateraufführungen, sprich die Verbindung des Stücks zu den verwendeten textuellen Vorlagen.19 Dieses „Primat des Textes“ geriet Anfang des 20. Jahrhunderts in starke Kritik.20 Herausragende Künstler des Theaters, wie Max Reinhardt, Edward Gordon Craig und Adolphe Appia, sahen den eigentlichen Kunstcharakter in der Aufführung selbst und deren Inszenierung durch den Regisseur.21 Damit ließen sie den performativen Aspekt von Theaterstücken in den Vordergrund treten und verhalfen dem Regisseur zu seiner Rolle als dem wirklichen künstlerischen Urheber einer Aufführung. Durch eine derartig veränderte Anschauung dieser Kunst, entwickelte sich die Theaterwissenschaft zu einer anerkannten, eigenständigen Universitätsdisziplin; die Literaturwissenschaftler hatten das Theater bislang als zu ihnen gehörig angesehen, ganz im Sinne einer bis dahin primären Stellung des Textes.22

Ein Theaterstück, gesehen als performativer Akt, erfüllte dabei bestimmte Merkmale: Zum einen stellte es ein einmaliges und unwiederholbares Ereignis dar.23 Dabei waren die Schauspieler und Requisiten in der ihnen eigenen Materialität ein „Teil performativer Prozesse“.24 Auch einer veränderten, aktiveren Rolle des teilnehmenden Publikums bedurfte es für eine gelungene Aufführung. Die Zuschauerschaft sollte dabei regelrecht verwandelt werden.25 Erst das Zusammenspiel aller dieser Faktoren ermöglichte den performativen Charakter des Theaters.26

Begrifflich ließe sich Performance in der Theaterwissenschaft auch als Theatralität bezeichnen. Nikolaj Evreinov, ein russischer Regisseur, führte diesen Terminus zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein, also noch bevor Austin seine Sprechakttheorie entwickeln konnte.27

2.3. Cultural Performance

Auch in der Ethnologie bahnte sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Wandel zu Gunsten der Performance an. Die Ritualsforschung entstand als interdisziplinäres Forschungsgebiet zwischen der Völker-, Religions- und Altertumskunde.28 Das Verhältnis Mythos zum damit verbundenen Ritual (vgl. textliche Grundlage zu darauf basierender Aufführung) kehrte sich um. Das Ritual stand nun an erster Stelle, die Überlegung seiner Entwicklung aus Mythen wurde verworfen.29 Der schottische Orientalist und Theologe William Robertson Smith schrieb dazu: „So far as myths consist of explanations of ritual, their value is altogether secondary, and it may be affirmed with confidence that in almost every case the myth was derived from the ritual and not the ritual from the myth”.30

In der Ritualsforschung verlor sich alsbald der verpflichtende Konnex von Riten zu sakral-religiösen Veranstaltungen.31 Dafür verstärkte sich die Überlegung eines transformativen Aspekts ritueller Performance. Sowohl eine Person als auch eine gesamte Gesellschaft konnten dabei transformiert werden. Dem französischen Ethnologen Arnold van Gennep folgend, ließen sich hierbei drei Phasen unterscheiden: Erstens eine Ablöse- oder Trennungsphase, daran anschließend eine Übergangs- oder Grenzphase („Liminalität“) und zum Schluss folgte die Wiederaufnahme der Transformierten in die Gesellschaft.32

In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte der amerikanische Ethnologe Milton Singer den Begriff der „cultural performance“ für bestimmte kulturelle Ausprägungen.33 Darunter verstand er „these particular instances of cultural organization, e.g. weddings, temple festivals, recitations, plays, dances, musical concerts, etc.”.34 Dem folgend entstand Kultur nicht nur aus handfesten, materiellen Dingen, sondern auch ausgehend von performativen Akten.35 Rituale stellten damit eine besondere Form von Aufführungen dar.36 Durchaus vergleichbar mit dem Theater; gemeinsam haben sie „Skriptvorlagen (wenn man Mythen als solche bezeichnen möchte), Improvisation, Proben, Einstudierung, in beiden können Teilnehmer wie Zuschauer ihre Rollen verändern, und beide können sowohl dem Ziel der Unterhaltung dienen wie auch dazu, andere Wirklichkeiten aufzuzeigen“.37

2.4. Die performative Wende in den Kulturwissenschaften

Nach diesen Entwicklungen am Ende des 19. Jahrhunderts (Entstehung der Ritualsforschung, Etablierung der Theaterwissenschaft als Universitätsdisziplin) und der Verwendung eines performativen Ansatzes in der Sprachphilosophie (Austin) und der Ethnologie (Singer, van Gennep), machten auch die Geistes- und Sozialwissenschaften in den 1990er Jahren einen „performative turn“ durch.38 Auch die Genderforschung erkannte das Potenzial eines performativen Konzeptes für die Definition von Geschlecht.39 Wirth diagnostizierte einen Aufstieg der Performance von einem „terminus technicus der Sprechakttheorie zu einem umbrella term der Kulturwissenschaften“.40

Bezogen auf die Geschichtswissenschaft, ermöglicht eine performative Betrachtungsweise der Historikerin/dem Historiker neue Erkenntnisse: Menschliche Handlungen und deren Veränderungen durch sich entwickelnde kulturelle Vorstellungen geraten damit in den Fokus.41 Aber auch die Performance durch Text und Sprache darf dabei nicht vernachlässigt werden.42

Für die Mediävistik geht es dabei naheliegenderweise um Gesten, Rituale und Inszenierungen, deren besondere Bedeutung durch die breit vorherrschende Oralität in vielen Bereichen des Mittelalters noch verstärkt wurde.43 Martschukat und Patzold erkannten in den bisherigen sich mit mittelalterlicher Performance beschäftigenden Studien drei unterschiedliche Arten44:

1. Ausgehend von einer speziellen Handlung (Performance, Inszenierung, Ritual oder allgemeine Aufführung), ihrem Wesen nach einfach oder komplex, wurde die Intention einer solchen und die Wirkung auf die Zielpersonen hinterfragt. Zum Beispiel das gegenseitige Küssen ehemals verfeindeter Parteien mit dem Zweck eines öffentlichen Friedenssignals nach einem militärischen Konflikt.
2. Auch der umgekehrte Weg lässt sich untersuchen: Welche Handlungen könnten ein vorgegebenes, bestimmtes Ziel durchsetzen? Eine öffentliche Bekanntmachung eines Friedensschlusses konnte zum Beispiel durch verschiedene Handlungen (Küssen, gemeinsames Gastmahl, etc.) erreicht werden.
3. Eine genaue Untersuchung schriftlicher Quellen gibt Auskunft über die Darstellung von performativen Handlungen und damit über die Intentionen des Textes und des Verfassers.

Dem Forscher stellt sich dabei natürlich die Frage nach der Erkennbarkeit und Bedeutung solcher performativer Akte für die zumeist illiteraten und nicht unbedingt mit dem höfischen Leben vertrauten Zeitgenossen. Der deutsche Historiker Gerd Althoff geht dabei von einem kleinen Kontingent an Handlungsweisen mit allgemein bekannten Bedeutungen aus.45 Davon abgesehen erscheint aus performanztheoretischer Sicht nicht nur das konkrete Verstehen eines Aktes als wichtig, sondern auch dass dieser überhaupt wahrgenommen wird.

3. Das mittelalterliche Gastmahl

3.1. Das Essen

Allen Lebewesen gemein ist, dass sie Nahrung zu sich nehmen müssen. Der Selbsterhalt durch Essen und Trinken gehört zu den basalen Grundbedürfnissen. Der deutsche Soziologe Georg Simmel zählte dieses Bedürfnis zu den „niedrigsten Antriebe(n)“.46 Dabei ist das Essen und Trinken eine durch und durch egoistische Angelegenheit, niemand kann exakt dasselbe essen wie ein anderer. Trotzdem entwickelte sich das Mahl zu einem gesellschaftlichen Akt: Zu einer bestimmten Zeit wurde gemeinsam gegessen und dabei folgten die Teilnehmer bestimmten gesellschaftlichen, kulturellen und ästhetischen Regeln, die den eigentlichen Individualcharakter des Speisens zu camouflieren versuchten.47 Dabei stellte die Nahrung selbst das Bindeglied innerhalb einer geselligen Runde dar, ihre Aufteilung teilte dabei den Essenden ihre jeweiligen sozialen Rollen zu.48

Im Mittelalter gab bereits die Art des Essens selbst, nach der Redewendung „Man ist, was man isst“, Auskunft über die Standeszugehörigkeit. Der Adel ernährte sich durch die häufig zelebrierten Jagdausflüge und Auftragsjagden von Wild, die Bauernschaft musste sich, wenn überhaupt welches zur Verfügung stand, mit Fleisch vermeintlich unedlerer Tiere (Schwein, etc.) bzw. weniger frischem Fleisch zufrieden geben.49 Allgemein dürften die Bauern aber überhaupt wenig fleischliche Nahrung zu sich genommen haben, hauptsächlich auf dem Speiseplan standen wohl Brot, Gemüse und diverse Breie.50

[...]


1 John Langshaw Austin, Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with Words), Stuttgart 1989.

2 Uwe Wirth (Hg.), Performanz. Zwischen Sprachphilosophie und Kulturwissenschaften, Frankfurt am Main 2002.

3 Erika Fischer-Lichte, Performance, Inszenierung und Ritual: Zur Klärung kulturwissenschaftlicher Schlüsselbegriffe, in: Jürgen Martschukat/Steffen Patzold (Hg.), Geschichtswissenschaft und „performative turn“. Ritual, Inszenierung und Performanz vom Mittelalter bis zur Neuzeit (Norm und Struktur. Studien zum sozialen Wandel in Mittelalter und früher Neuzeit 19), Köln 2003, 33-54; Dies., Theater als Modell für eine performative Kultur. Zum performative turn in der europäischen Kultur des 20. Jahrhunderts (Universitätsreden 46), Saarbrücken 2000; Dies./Friedemann Kreuder/Isabel Pflug (Hg.), Theater seit den 60er Jahren. Grenzgänge der Neo-Avantgarde, Tübingen Basel 1998; Dies./Christian Horn/Sandra Umathum/Matthias Warstat (Hg.), Performativität und Ereignis (Theatralität 4), Tübingen Basel 2003.

4 Lothar Kolmer, Ein Glas für sieben – sieben Gläser für einen. Repräsentation per Distanz oder Form follows consumption, in: Lothar Kolmer/Christian Rohr (Hg.), Mahl und Repräsentation. Der Kult ums Essen. Beiträge des internationalen Symposions in Salzburg 29. April bis 1. Mai 1999, Paderborn 2000, 99-111, 100.

5 Gerd Althoff, Rituelle Verhaltensmuster an der Tafel. Vom frühmittelalterlichen Gelage zum höfischen Fest, in: Hans Ottomeyer/Michaele Völkel (Hg.), Die öffentliche Tafel. Tafelzeremoniell in Europa 1300-1900, Wolfratshausen 2002, 32-37, 36.

6 Vgl. Steffen Patzold, Amalar, Guntard und die missglückte Messfeier: Ein methodischer Versuch über das Spucken im Frühmittelalter, in: Jürgen Martschukat/Steffen Patzold (Hg.), Geschichtswissenschaft und „performative turn“. Ritual, Inszenierung und Performanz vom Mittelalter bis zur Neuzeit (Norm und Struktur. Studien zum sozialen Wandel in Mittelalter und früher Neuzeit 19), Köln 2003, 55-82.

7 Lothar Kolmer/Christian Rohr (Hg.), Mahl und Repräsentation. Der Kult ums Essen. Beiträge des internationalen Symposions in Salzburg 29. April bis 1. Mai 1999, Paderborn 2000.

8 Jürgen Martschukat/Steffen Patzold (Hg.), Geschichtswissenschaft und „performative turn“. Ritual, Inszenierung und Performanz vom Mittelalter bis zur Neuzeit (Norm und Struktur. Studien zum sozialen Wandel in Mittelalter und früher Neuzeit 19), Köln 2003; Klaus-Peter Köpping, Ursula Rao (Hg.), Im Rausch des Rituals. Gestaltung und Transformation der Wirklichkeit in körperlicher Performanz (Performanzen. Interkulturelle Studien zu Ritual, Spiel und Theater 1), Berlin 20082; Alexander Schuller/Jutta Anna Kleber (Hg.), Verschlemmte Welt. Essen und Trinken historisch-anthropologisch, Göttingen 1994; Hans Ottomeyer/Michaele Völkel (Hg.), Die öffentliche Tafel. Tafelzeremoniell in Europa 1300-1900, Wolfratshausen 2002.

9 Fischer-Lichte, Performance, 54.

10 Austin, Sprechakte, 30.

11 Jürgen Martschukat/Steffen Patzold (Hg.), Geschichtswissenschaft und „performative turn“. Eine Einführung in Fragestellungen, Konzepte und Literatur, in: Dies. (Hg.), Geschichtswissenschaft und „performative turn“. Ritual, Inszenierung und Performanz vom Mittelalter bis zur Neuzeit (Norm und Struktur. Studien zum sozialen Wandel in Mittelalter und früher Neuzeit 19), Köln 2003, 1-31, 4.

12 Uwe Wirth, Der Performanzbegriff im Spannungsfeld von Illokution, Iteration und Indexikalität, in: Ders. (Hg.), Performanz. Zwischen Sprachphilosophie und Kulturwissenschaften, Frankfurt am Main 2002, 9-60, 13.

13 Austin, Sprechakte, 126.

14 Wirth, Performanzbegriff, 13.

15 John Rogers Searle, Sprechakte. Ein sprachphilosophischer Essay, Frankfurt am Main 1992, 40.

16 John Longshaw Austin, Philosophical Papers, Oxford 1961, 220.

17 Wirth, Performanzbegriff, 9.

18 Wirth, Performanzbegriff, 9.

19 Martschukat/Patzold, Geschichtswissenschaft, 6.

20 Erika Fischer-Lichte, Theater als Modell für eine performative Kultur. Zum performative turn in der europäischen Kultur des 20. Jahrhunderts (Universitätsreden 46), Saarbrücken 2000, 8.

21 Erika Fischer-Lichte, Performance, Inszenierung und Ritual: Zur Klärung kulturwissenschaftlicher Schlüsselbegriffe, in: Jürgen Martschukat/Steffen Patzold (Hg.), Geschichtswissenschaft und „performative turn“. Ritual, Inszenierung und Performanz vom Mittelalter bis zur Neuzeit (Norm und Struktur. Studien zum sozialen Wandel in Mittelalter und früher Neuzeit 19), Köln 2003, 33-54, 35.

22 Fischer-Lichte, Theater, 10.

23 Martin Zenck/Tim Becker/Raphael Woebs, Freisetzung des Ereignisses im performativen Ritual? Zu Tadashi Suzukis Nô-Theater-Inszenierung von Shakespeares King Lear (1998/99) und zur musik-theatralen Komposition Vision of Lear von Toshio Hosokawa (1998/99), in: Erika Fischer-Lichte/Christian Horn/Sandra Umathum/Matthias Warstat (Hg.), Performativität und Ereignis (Theatralität 4), Tübingen Basel 2003, 67-82, 67.

24 Erika Fischer-Lichte, Performativität und Ereignis, in: Dies./Christian Horn/Sandra Umathum/Matthias Warstat (Hg.), Performativität und Ereignis (Theatralität 4), Tübingen Basel 2003, 11-37, 15.

25 Erika Fischer-Lichte, Verwandlung als ästhetische Kategorie. Zur Entwicklung einer neuen Ästhetik des Performativen, in: Dies./Friedemann Kreuder/Isabel Pflug (Hg.), Theater seit den 60er Jahren. Grenzgänge der Neo-Avantgarde, Tübingen Basel 1998, 21-91, 21.

26 Martschukat/Patzold, Geschichtswissenschaft, 6.

27 Erika Fischer-Lichte, Grenzgänge und Tauschhandel. Auf dem Wege zu einer performativen Kultur, in: Uwe Wirth (Hg.), Performanz. Zwischen Sprachphilosophie und Kulturwissenschaften, Frankfurt am Main 2002, 277-300, 294.

28 Fischer-Lichte, Performance, 33.

29 Fischer-Lichte, Performance, 34.

30 William Robertson Smith, Lectures on the Religion of the Semites: First Series The Fundamental Institutions, Whitefish 2004, 18.

31 Ursula Rao/Klaus-Peter Köpping, Einleitung. Die „performative Wende“: Leben – Ritual – Theater, in: Dies. (Hg.), Im Rausch des Rituals. Gestaltung und Transformation der Wirklichkeit in körperlicher Performanz (Performanzen. Interkulturelle Studien zu Ritual, Spiel und Theater 1), Berlin 20082, 1-35, 1.

32 Fischer-Lichte, Performance, 48f.

33 Fischer-Lichte, Grenzgänge, 289.

34 Milton B. Singer, Traditional India: Structure and Change, Philadelphia 1959, XIII.

35 Fischer-Lichte, Grenzgänge, 290.

36 Fischer-Lichte, Performativität, 15.

37 Rao/Köpping, Einleitung, 11f.

38 Fischer-Lichte, Performance, 33.

39 Martschukat/Patzold, Geschichtswissenschaft, 9.

40 Wirth, Performanzbegriff, 10.

41 Martschukat/Patzold, Geschichtswissenschaft, 11.

42 Ebd.

43 Ebd., 13.

44 Vgl. Martschukat/Patzold, Geschichtswissenschaft, 14-16.

45 Martschukat/Patzold, Geschichtswissenschaft, 17.

46 Georg Simmel, Soziologie der Mahlzeit, in: Ders., Brücke und Tür. Essays des Philosophen zur Geschichte, Religion, Kunst und Gesellschaft , Stuttgart 1957, 243-250. 243.

47 Ebd., 245.

48 Pasi Falk, Essen und Sprechen. Über die Geschichte der Mahlzeit, in: Alexander Schuller/Jutta Anna Kleber (Hg.), Verschlemmte Welt. Essen und Trinken historisch-anthropologisch, Göttingen 1994, 103-131, 104.

49 Massimo Montanari, Die Dreiständeordnung des Mittelalters im Spiegel der Ernährung, in: Lothar Kolmer/Christian Rohr (Hg.), Mahl und Repräsentation. Der Kult ums Essen. Beiträge des internationalen Symposions in Salzburg 29. April bis 1. Mai 1999, Paderborn 2000, 53-61, 54.

50 Ernst Schubert, Essen und Trinken im Mittelalter, Darmstadt 2006, 97.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Das mittelalterliche Gastmahl. Performanz in der Geschichtswissenschaft
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck  (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie)
Veranstaltung
Gastmähler als Medium politischer Kommunikation
Note
1.0
Autor
Jahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V288122
ISBN (eBook)
9783656882787
ISBN (Buch)
9783656882794
Dateigröße
509 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Performance, Performance-Theorie, John Austin, Erika Fischer-Lichte, Lothar Kolmer, Gerd Althoff, Cultural Performance, Performative turn, Gastmahle, Inszenierung, Riten, Bräuche, Tischmanieren, Sprechakttheorie
Arbeit zitieren
Dr.med.univ. Christian Lechner (Autor), 2013, Das mittelalterliche Gastmahl. Performanz in der Geschichtswissenschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288122

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