Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Pedagogía - Otras

Mobbing in der Schule. Phänomen, Bedingungen und Folgen

Título: Mobbing in der Schule. Phänomen, Bedingungen und Folgen

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2014 , 89 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Selin Völlers (Autor)

Pedagogía - Otras
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

„Mobbing hat viele Formen, aber eines ist allen gemein: Betroffene tun sich schwer, sich selbst aus ihrer Lage zu befreien. Aber es gibt ein paar Dinge, mit denen Mobbingopfer sich helfen können.“
Es kann ganz harmlos aussehen. Etwa, als Einzige aus der Klasse nicht zu einer Geburtstagsparty eingeladen zu werden. Es kann aber auch ganz brutal geschehen. Mit dem Gesicht in den Dreck gedrückt zu werden oder Tritte und Schläge abzubekommen. Mobbing kann vielfältige Formen annehmen. Einen richtigen Grund dafür gibt es oft nicht. Doch allen Ausprägungen ist eines gemein: Wer einmal in die Opferrolle geraten ist, tut sich meist schwer, sie wieder abzulegen. Aus eigener Kraft sei das auch nur schwer zu schaffen, sagen Experten. Jugendliche müsse sich deshalb Unterstützung bei Eltern, Freunden oder Lehrern suchen.[...]“
Im Auftrag meiner Wissenschaftlichen Hausarbeit möchte ich mich mit dem Thema „Mobbing in der Schule“ befassen, weil das Thema in der Öffentlichkeit immer aktueller wird und zunehmen an Bedeutung gewinnt. In vielen Medien, wie in Filmen, Dokumentationen, Nachrichtensendungen und in Zeitungsartikeln wird immer öfters von dieser besonderen Form der Gewalt gesprochen. Auch wenn es lange Zeit keine Studien und Interventionsprogramme gegeben hat, wird Mobbing in der Schule zurzeit als ein ernsthaftes Problem wahrgenommen. Nun werden auch immer mehr Forschungen im psychologischen und pädagogischen Bereich zum Thema Mobbing durchgeführt. Weiterhin möchte ich herausfinden, welche Ursachen bei Schulmobbing eine Rolle spielen. Als angehende Lehrerin ist es wichtig für mich zu wissen, wie man mit Mobbingsituationen richtig umgeht und welche Interventionsmaßnahmen man ergreifen kann. Zu klären sind hier unter anderem auch die Fragen: Was unterscheidet Mobbing von anderen Gewaltformen? Welche Mobbingphänomene sind oft zu beobachten? Welche Folgen hat Mobbing sowohl für die Opfer als auch für die Täter? Und: Wie kann man als Lehrkraft mit pädagogischen Handlungsmitteln gegen Mobbing vorgehen? [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gewalt in Schulen

2.1. Die Entstehung von Gewalt in Schulen

2.2. Formen der Gewalt

2.2.1. Körperlicher Zwang und physische Schädigung

2.2.2. Verbale Attacke und psychische Schädigung

2.2.3. Mobbing

2.2.4 Verbreitung von Aggressionen in Schulen

3. Was ist Mobbing?

3.1. Herleitung des Begriffes „Mobbing“

3.2. Wie verläuft Schulmobbing?

3.3. Der Zusammenhang zwischen Gewalt und Mobbing

3.4. Ein Fallbeispiel für Schulmobbing

4. Unterschiede in der Ausprägung von Mobbing in der Schule

4.1. Geschlechtsspezifische Unterschiede

4.2. Altersspezifische Unterschiede

4.3. Unterschiede in Abhängigkeit von der Schulform

4.4. Hat die Gewalt an Schulen zugenommen?

5. Charakteristische Merkmale von Tätern und Opfern

5.1. Charakteristika der Täter

5.2. Charakteristika der Opfer

5.2.1. Das passive Opfer

5.2.2. Das aggressive Opfer

5.2.3. Der Prahler

5.3. Charakteristika der Mitläufer

5.4 Charakteristika der „Zuschauer“

6. Mögliche Gründe und Auslöser von Mobbing in der Schule

6.1. Schulische Einflussfaktoren

6.1.1. Die Rolle der Schule und des Schulklimas

6.1.2. Die Rolle der Lehrer

6.1.3. Gruppendynamische Aspekte

6.2. Außerschulische Einflussfaktoren

6.2.1. Die Rolle der Familie und der Peergroup

6.2.2. Soziale und finanzielle Bedingungen

6.2.3. Der Einfluss der Medien

7. Folgen von Mobbing in der Schule

7.1. Folgen für die Opfer

7.1.1. Psychische und physische Folgen

7.1.2. Amoklauf in Schulen

7.1.3. Folgen für das soziale Leben

7.2. Folgen für den Täter

8. Interventions- und Präventionsmöglichkeiten gegen Mobbing

8.1. Begriffserklärungen und Vorüberlegungen

8.2 Arbeitsgrundlagen

8.3. Interventions- und Präventionsmöglichkeiten

8.3.1. Maßnahmen auf Schulebene

8.3.2. Maßnahmen auf Klassenebene

8.3.3. Maßnahmen auf persönlicher Ebene

8.4. Möglichkeiten der Eltern

8.5. Rechtliche Aspekte schulischer Gewalt

9. Konzepte und Programme zur Gewaltintervention und -prävention

9.1 Das Anti-Bullying-Interventionsprogramm nach Olweus

9.1.1. Ziele und Hintergrund

9.1.2. Inhalt und Methoden

9.1.3. Evaluation und Gesamtbewertung

9.2. Der „No-Blame-Approach“

9.2.1. Ziele und Hintergrund

9.2.2. Inhalt und Methoden

9.2.3. Evaluation und Gesamtbewertung

9.3. Das „Trainer-Konzept“

9.3.1. Ziele und Hintergrund

9.3.2. Inhalt und Methoden

9.3.3. Evaluation und Gesamtbewertung

10. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das Phänomen Schulmobbing hinsichtlich seiner Erscheinungsformen, Ursachen sowie Folgen für Beteiligte und erarbeitet pädagogische Interventions- und Präventionsstrategien für den Schulalltag.

  • Phänomenologische Einordnung und Abgrenzung von Mobbing und Gewalt.
  • Analyse schulischer und außerschulischer Auslöser und Einflussfaktoren.
  • Charakterisierung von Täter-, Opfer- und Mitläuferstrukturen.
  • Darstellung psychischer und physischer Folgen sowie deren soziale Auswirkungen.
  • Vorstellung systemischer Interventionskonzepte wie dem Anti-Bullying-Programm nach Olweus oder dem No-Blame-Approach.

Auszug aus dem Buch

3.1. Herleitung des Begriffes „Mobbing“

Der Begriff Mobbing leitet sich aus dem englischen „to mob“ ab und bedeutet soviel wie anpöbeln, angreifen, attackieren. Das Wort stammt aus der lateinischen Sprache – „mobile vulgus“ – und bedeutet „wankelmütige Masse, aufgewiegelte Volksmenge“.7 Der künstlich gebildete Begriff „Mobbing“ wurde 1958 zunächst von dem Verhaltenswissenschaftler Konrad Lorenz geprägt. Lorenz hat sich mit der Verhaltensforschung (von Tieren) auseinander gesetzt und bezeichnete mit dem Begriff Gruppenangriffe von unterlegenen Tieren, um einen eigentlich überlegenen Gegner zu verscheuchen. „Mobbing ist für ihn zum Beispiel, wenn sich eine Gruppe von Gänsen gegen einen Fuchs zusammenrottet und diesen mit gezielten Angriffen vertreibt.“8 In den 1960er Jahren beobachtete der schwedische Mediziner Heinemann ein ähnliches Verhalten bei Kindern und bezeichnete dieses ebenfalls als „Mobbing“.

Sein Buch „Mobbing – Gruppengewalt unter Kindern und Erwachsenen“ machte den Begriff weiter bekannt. Erheblichen Bekanntheitsgrad erlangte der Begriff „Mobbing“ jedoch erst circa 20 Jahre später durch den schwedischen Psychologen und Betriebswirt Heinz Leymann, der die Ursachen für psychische Belastungen von Arbeitnehmern untersuchte und feststellte, dass die Gründe nicht in deren Persönlichkeit, sondern in den betrieblichen Umfeldbedingungen liegen.

Er untersuchte somit den gezielten Psychoterror am Arbeitsplatz und dokumentierte dies. Seine Berichte fanden hohe Anerkennung und lösten viele Diskussionen in der Öffentlichkeit aus. Die gebräuchlichste Definition beruht deshalb auch auf Leymann und lautet wie folgt: „Unter Mobbing wird eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen verstanden, bei der die angegriffene Person unterlegen ist und von einer oder einigen Personen systematisch, oft und während längerer Zeit mit dem Ziel und/oder dem Effekt des Ausstoßes aus dem Arbeitsverhältnis direkt oder indirekt angegriffen wird und dies als Diskriminierung empfindet.“9

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert das zunehmende Problem des Schulmobbings und formuliert die Zielsetzung, Ursachen sowie Bewältigungsstrategien für angehende Lehrkräfte aufzuzeigen.

2. Gewalt in Schulen: Es werden verschiedene Gewaltformen definiert und die Entstehung von Aggressionen im schulischen Kontext analysiert.

3. Was ist Mobbing?: Dieses Kapitel beleuchtet die etymologische Herkunft, den typischen Verlauf sowie den Zusammenhang zwischen allgemeiner Gewalt und Mobbing mittels Fallbeispielen.

4. Unterschiede in der Ausprägung von Mobbing in der Schule: Die Autorin untersucht differenzierte Ausprägungen von Mobbing in Abhängigkeit von Geschlecht, Alter und Schultyp.

5. Charakteristische Merkmale von Tätern und Opfern: Es werden Verhaltensmuster von Tätern, verschiedenen Opfertypen, Mitläufern und Zuschauern analysiert.

6. Mögliche Gründe und Auslöser von Mobbing in der Schule: Hier stehen schulische und außerschulische Einflussfaktoren, wie das soziale Umfeld und Medienkonsum, im Fokus.

7. Folgen von Mobbing in der Schule: Eine Darstellung der psychischen und physischen Auswirkungen auf Opfer und Täter bis hin zu extremen Formen wie Amokläufen.

8. Interventions- und Präventionsmöglichkeiten gegen Mobbing: Das Kapitel bietet konkrete Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte auf Schule-, Klassen- und persönlicher Ebene.

9. Konzepte und Programme zur Gewaltintervention und -prävention: Vorstellung etablierter Programme wie dem Olweus-Programm, dem No-Blame-Approach und dem Trainer-Konzept.

10. Fazit: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und ein Plädoyer für die Notwendigkeit von Gewaltprävention an Schulen.

Schlüsselwörter

Schulmobbing, Gewaltprävention, pädagogische Intervention, Täter-Opfer-Dynamik, Schulklima, No-Blame-Approach, Olweus-Programm, Soziogramm, Cybermobbing, Konfliktkompetenz, psychische Folgen, soziales Lernen, Lehrerrolle, Amoklauf, Zivilcourage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit behandelt das Phänomen Schulmobbing als eine spezifische Ausprägung von Gewalt im schulischen Kontext sowie dessen Ursachen, Erscheinungsformen und die daraus resultierenden Konsequenzen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Betrachtung?

Zentrale Themen sind die Differenzierung von Gewaltbegriffen, die Charakteristika der Akteure (Täter, Opfer, Zuschauer), die Rolle des Schulklimas und der Lehrkräfte sowie die Implementierung konkreter Präventionsprogramme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, angehenden Lehrkräften einen fundierten Überblick über Mobbingprozesse zu geben, um diese frühzeitig zu erkennen und durch professionelle Interventionsstrategien abzumildern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Auswertung zahlreicher psychologischer und pädagogischer Studien, Fachliteratur sowie der Analyse bestehender Präventionsmodelle.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine phänomenologische Beschreibung, eine Analyse der Ursachen (schulisch/außerschulisch) und eine detaillierte Darstellung von Interventions- und Präventionsmaßnahmen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Schulmobbing, Interventionsstrategien, Täter-Opfer-Dynamik, Gewaltprävention und Schulkultur.

Wie unterscheidet sich der No-Blame-Approach von anderen Ansätzen?

Der Ansatz verzichtet bewusst auf die Zuweisung von Schuld oder Bestrafung und fokussiert sich rein auf die lösungsorientierte Einbeziehung des sozialen Umfelds zur Unterstützung des Opfers.

Warum spielt das Soziogramm laut Autorin eine wichtige Rolle?

Das Soziogramm dient als Diagnoseinstrument, mit dem Lehrkräfte die soziale Struktur innerhalb einer Klasse transparent machen und Außenseiter oder Mobbing-Cluster identifizieren können.

Final del extracto de 89 páginas  - subir

Detalles

Título
Mobbing in der Schule. Phänomen, Bedingungen und Folgen
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen  (Universität)
Calificación
1,3
Autor
Selin Völlers (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
89
No. de catálogo
V288168
ISBN (Ebook)
9783656885481
ISBN (Libro)
9783656885498
Idioma
Alemán
Etiqueta
examensarbeit examen mobbing cybermobbing schulmobbing mobbing in der schule mobbing in der klasse schülermobbing hausarbeit bachelorarbeit gewalt in schulen gewalt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Selin Völlers (Autor), 2014, Mobbing in der Schule. Phänomen, Bedingungen und Folgen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288168
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  89  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint