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Die Auferstehung Jesu von Nazareth gemäß dem Lukasevangelium (Lk 24)

Titel: Die Auferstehung Jesu von Nazareth gemäß dem Lukasevangelium (Lk 24)

Essay , 2014 , 6 Seiten , Note: bestanden (mit Lob)

Autor:in: Dr.iur. Andrea G. Röllin (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Auferstehung des am Kreuz gestorbenen Jesus von Nazareth ist zentraler Inhalt des christlichen Glaubens. In diesem Essay wird den Fragen nachgegangen, wie der Evangelist Lukas die Auferstehung überliefert, ob es Personen- oder Sachbeweise für sie laut Lukas gibt und ob sein Bericht geschichtlich nachvollziehbar ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Das leere Grab

2 Die fehlenden Auferstehungszeugen am Grab Jesu

2.1 Die Grabbesucherinnen

2.2 Die Jünger

3 Das lukanische Zeugenverständnis

4 Der Schriftbeweis des Lukas

5 Ist Jesus von Nazareth wahrhaft auferstanden?

5.1 Die Überzeugung der Jünger und Jüngerinnen

5.2 Auferstehungsbeweis Auferstandener

6 Wie geschah die Auferstehung Jesu von Nazareth?

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Der Essay untersucht, wie der Evangelist Lukas das Ereignis der Auferstehung Jesu in Lk 24 überliefert, welche Beweiskategorien er verwendet und wie historisch nachvollziehbar sein Bericht im Kontext der damaligen Zeit ist.

  • Die Rolle des leeren Grabes als historisches Indiz
  • Die Definition und Funktion von Auferstehungszeugen
  • Die Bedeutung der Heiligen Schrift als messianischer Beweis
  • Das christologische Verständnis der leiblichen Auferstehung

Auszug aus dem Buch

6 Wie geschah die Auferstehung Jesu von Nazareth?

Das Verb ἠγέρϑη, mit dem Lukas die Engel Jesu Auferstehung verkünden lässt (in Lk 24,34), ist ein Passivum divinum, das Gottes Handeln an Jesus beschreibt. Lukas hat daher die Vorstellung der Auferstehung im Sinn von Auferweckung. Diese ist zunächst keine Rückkehr in das irdische Leben (Lk 24,25-31), dann zumindest auch eine solche (Lk 24,43). Der auferweckte Jesus ist identisch mit dem dagewesenen (Lk 24,39b). Sein Auferstehungsleib ist indessen derart anders (1 Kor 15,35-45), dass man ihn nicht mit ‚Fleisch und Knochen‘ gleichsetzen kann (Lk 20,35-36). Gleichwohl soll in Lk 24,36-43 die Leiblichkeit der Auferstehung im Sinn der ‚Auferstehung des Fleisches‘ sichergestellt werden. Schon in Lk 24,2 will Lukas auf die leibliche Auferstehung hinweisen. Die Auferstehung, die selbst nicht beschrieben wird, übersteigt somit die natürlichen Dimensionen und Gesetzmässigkeiten dieser Welt. Weil die Auferstehung Jesu für Lukas unerzählbar ist, kann er sie bloss in der narrativen Gestalt von Analepsen erzählerisch abbilden, mit deren Hilfe das tatsächlich erzählte Geschehen gedeutet wird.

Es gilt dabei zu berücksichtigen, dass, insofern Lk 24,26 und 24,46 das uralte Kerygma der Auferstehung Jesu aufnehmen, der lukanische Begriff ‚Auferstehung‘ auf das urchristliche Glaubensbekenntnis aufbaut, also die Verkündigung einschliesst. Für Lukas ist der Glaube an die Auferstehung Jesu nämlich die Basis für deren Verkündigung in der Gemeinde (vgl. Lk 24,45), deren Schriftverständnis durch das rätselhafte Geschehen der Auferstehung bestimmt wird (vgl. Lk 24,46).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Das leere Grab: Lukas wertet das leere Grab als historisch bedeutungslos für die Entstehung der Auferstehungsbotschaft und betont stattdessen die Begegnung mit dem Auferstandenen.

2 Die fehlenden Auferstehungszeugen am Grab Jesu: Weder die Frauen noch die Apostel werden durch das leere Grab allein zu Auferstehungszeugen, da ihnen der Auferstandene dort nicht begegnet ist.

3 Das lukanische Zeugenverständnis: Erst die direkte, autorisierte Begegnung mit dem Auferstandenen macht die Jünger zu legitimen Zeugen der Auferstehung.

4 Der Schriftbeweis des Lukas: Lukas verknüpft die Auferstehung mit der Erfüllung der jüdischen heiligen Schrift, wodurch Jesus als Messias ausgewiesen wird.

5 Ist Jesus von Nazareth wahrhaft auferstanden?: Der Autor analysiert, wie Lukas durch das Erlebnis der Jünger und die materielle Darstellung des Auferstandenen die Glaubhaftigkeit und Identität der Erscheinungen sichert.

6 Wie geschah die Auferstehung Jesu von Nazareth?: Das Kapitel erläutert, dass Lukas die Auferstehung als göttliches Handeln versteht, das die menschlichen Gesetzmäßigkeiten übersteigt und narrativ gedeutet werden muss.

7 Fazit: Lukas lässt den genauen Vorgang der Auferstehung im Geheimnisvollen, stützt sich aber auf Zeugenaussagen und die Schrift, was den Bericht nachvollziehbar macht.

Schlüsselwörter

Lukas 24, Auferstehung, leeres Grab, Zeugenverständnis, Schriftbeweis, Messias, leibliche Auferstehung, Auferweckung, Passivum divinum, Emmaus-Jünger, urchristliches Bekenntnis, historischer Bericht, christologische Konzepte, Glaubensbekenntnis, Verkündigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Essay primär?

Der Essay analysiert das Kapitel 24 des Lukasevangeliums und untersucht, wie Lukas die Auferstehung Jesu theologisch und historisch aufbereitet.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die Bedeutung des leeren Grabes, das Verständnis von Zeugenschaft, der Bezug zum Alten Testament und die Frage der leiblichen Identität des Auferstandenen.

Was ist die Forschungsfrage des Autors?

Die Arbeit fragt danach, wie Lukas die Auferstehung überliefert, ob es nach lukanischer Darstellung Personen- oder Sachbeweise gibt und wie historisch konsistent sein Bericht ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine exegetische Analyse der biblischen Texte unter Einbeziehung theologischer Fachliteratur und historisch-kritischer Perspektiven.

Was steht im inhaltlichen Zentrum des Hauptteils?

Der Hauptteil befasst sich mit der Dekonstruktion des leeren Grabes als Beweismittel und der Etablierung der persönlichen Begegnung und des Schriftzeugnisses als zentrale Pfeiler des lukanischen Auferstehungsglaubens.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Text charakterisieren?

Begriffe wie Auferweckung, Passivum divinum, Schriftbeweis und leibliche Auferstehung stehen im Zentrum der Argumentation.

Warum spielt das leere Grab für Lukas keine zentrale Rolle als Beweis?

Lukas betont die historische Bedeutungslosigkeit des leeren Grabes, da dies allein für die Jünger keine hinreichende Gewissheit darstellte; für ihn ist erst die lebendige Begegnung entscheidend.

Wie deutet der Autor den Begriff "Auferstehung" bei Lukas?

Der Autor stellt dar, dass Lukas unter Auferstehung eine "Auferweckung" durch Gott (Passivum divinum) versteht, die einerseits leiblich-identisch ist, aber andererseits die physischen Gesetze dieser Welt übersteigt.

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Details

Titel
Die Auferstehung Jesu von Nazareth gemäß dem Lukasevangelium (Lk 24)
Hochschule
Universität Luzern
Note
bestanden (mit Lob)
Autor
Dr.iur. Andrea G. Röllin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
6
Katalognummer
V288218
ISBN (eBook)
9783656885184
ISBN (Buch)
9783656885191
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jesus von Nazareth; Auferstehung; Lukas-Evangelium Jesus Lukas 24 Lk 24
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr.iur. Andrea G. Röllin (Autor:in), 2014, Die Auferstehung Jesu von Nazareth gemäß dem Lukasevangelium (Lk 24), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288218
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Leseprobe aus  6  Seiten
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