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Die Börsenaufsicht in Deutschland

Titre: Die Börsenaufsicht in Deutschland

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2013 , 20 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Simon Storz (Auteur)

Gestion d'entreprise - Investissement et Financement
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Rolle des Kapitalmarktes in der heutigen Volkswirtschaft gewinnt immer mehr an Bedeutung. Längst hat sich dieser als ein tragendes Element der modernen Altersvorsorge sowie der veränderten Finanzierungspraxis von Unternehmen und der öffentlichen Hand etabliert und ist nicht mehr wegzudenken. Die Emission von Wertpapieren ist die moderne Art der Unternehmensfinanzierung und ersetzt allmählich den bis dahin üblichen Bankkredit.

Ein Markt, der viele Chancen mit sich bringt, sofern Anleger und Kapitalnachfrager unter gleichen Voraussetzungen in den Handel treten können. Dies erfordert eine zunehmende Kontrolle der Börsenmärkte und der Geschäfte, die an der Börse abgewickelt werden, um das Vertrauen der Anleger in die Kapitalmärkte zu erhalten und einen fairen sowie rechtmäßigen Handel zu garantieren.
Auch aufgrund des immer größer werdenden Wettbewerbsdruck auf internationaler Ebene und der voranschreitenden Globalisierung der Finanzmärkte muss die Frage gestellt werden, ob die Grundstruktur der Aufsicht über den Finanzmarkt in Deutschland auf Dauer existieren kann, oder ob die Entwicklung zwangsläufig auf eine zentrale Finanzmarktaufsicht im nationalen Raum, eventuell auch Länderübergreifend, hinführt.

Im Zuge dieser Arbeit wird die Situation der Aufsicht über den Kapitalmarkt in Deutschland dargestellt. Um die Struktur der Aufsicht über den Kapitalmarkt in Deutschland nachzuvollziehen, werden zuerst das Kapitalmarktrecht und seine Regelungsziele dargestellt. Dem Kapitalmarktrecht werden hierbei verschiedene Funktionen zugeschrieben, die nötig sind, um einen funktionsfähigen Kapitalmarkt zu gewährleisten. Das Einhalten dieses rechtlichen Rahmens wird von den Aufsichtsbehörden überwacht und gegebenenfalls sanktioniert. Um die Organisation der Aufsichtsbehörden in Deutschland zu erklären, wird in der Folge die Struktur des Börsenwesens in Deutschland erklärt und die damit verbundenen Anforderungen an eine effiziente Aufsicht dargestellt. Aufgrund des regional organisierten Börsensystems in Deutschland gibt es auf Bundes-, Länder- und Selbstverwaltungsebene unterschiedliche Behörden, die für die Aufsicht über das Marktgeschehen an den deutschen Börsen zuständig sind. Hierbei wird aufgezeigt, welche Zuständigkeiten auf die jeweiligen Behörden entfallen und inwiefern diese Behörden untereinander Kooperieren um einen fairen und rechtmäßigen Handel an Kapitalmärkten zu garantieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Kapitalmarktrecht

3. Grundstrukturen des deutschen Börsenwesens und die Auswirkungen auf das System der Börsenaufsicht

4. Marktaufsicht auf Bundesebene durch die BaFin zur Gewährleistung eines ordnungsgemäßen Börsen- und Wertpapierhandels

4.1. Die BaFin als zentrale Aufsicht über die Finanzmärkte

4.2. Die Wertpapieraufsicht der BaFin

4.2.1. Insiderüberwachung – Vermeidung von Vorteilen durch Informationsvorsprünge

4.2.2. Aufsicht über Marktmanipulation am Beispiel der versuchten Übernahme der VW AG durch die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

5. Die Börsenaufsicht – Eine Aufgabe der Länder und der Börse selbst

5.1. Aufsicht auf Länderebene durch die Börsenaufsichtsbehörde – Zur Garantie eines fairen und rechtmäßigen Börsenhandels

5.2. Die Handelsüberwachnugsstelle (HÜSt) – Aufsicht auf der Selbstverwaltungsebene durch die Börse

6. Die Koordination der Aufsicht zwischen Bundes- und Landesebene durch den Wertpapierrat

7. Die Zukunft der Börsenaufsicht

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die föderale Struktur der Börsenaufsicht in Deutschland und analysiert, wie diese vor dem Hintergrund zunehmender Globalisierung und technischer Entwicklungen auf Bundes-, Landes- und Selbstverwaltungsebene koordiniert wird, um einen fairen und funktionsfähigen Kapitalmarkt zu gewährleisten.

  • Grundlagen des deutschen Kapitalmarktrechts und Funktionsschutz
  • Die Rolle der BaFin als zentrale Marktaufsicht
  • Die Aufgaben und Befugnisse der Landesaufsichtsbehörden sowie der Handelsüberwachungsstellen
  • Herausforderungen durch die Internationalisierung der Finanzmärkte
  • Notwendigkeit und Perspektiven einer Zentralisierung der Börsenaufsicht

Auszug aus dem Buch

4.2.2. Aufsicht über Marktmanipulation am Beispiel der versuchten Übernahme der VW AG durch die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Als Marktmanipulation bezeichnet man verschiedene Praktiken, die durch verbotene Maßnahmen die Preisbildung auf den Märkten beeinflussen. Verboten sind somit falsche Informationen zu bewertungserheblichen Umständen, oder auch das Zurückhalten veröffentlichungspflichtiger Informationen.

Als aktuelles Beispiel im Rahmen der Marktmanipulation dient die geplante Übernahme der VW AG durch die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG aus dem Jahre 2008. So soll Porsche in seinen öffentlichen Erklärungen falsche Angaben zu seinen Beherrschungsabsichten gemacht haben, um den Aktienkurs zu seinen Gunsten zu manipulieren und hat somit viele Investoren auf die falsche Fährte gelockt. Im Dezember 2012 wurde deshalb bereits vor dem Stuttgarter Landgericht Anklage gegen den früheren Chef, Wendelin Wiedeking, und den früheren Finanzvorstand, Holger Härter, erhoben. Porsche hatte alle Übernahmegerüchte stets dementiert. Als sie im Herbst 2008 offenlegten, dass sie planen, mehr als 75 Prozent der Stimmrechte der VW AG zu erwerben, vervielfachte sich der Aktienkurs rasend schnell und VW wurde zeitweise zum teuersten Unternehmen der Welt. Anleger, die den Porsche-Dementis Vertrauen geschenkt und auf einen fallenden Kurs der Aktie spekuliert hatten, mussten dabei hohe Verluste einbüßen. Dies führte zu Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe. Das Verfahren ist derzeit jedoch noch in Gange und ein Ausgang somit nicht weiter bekannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung des Kapitalmarktes für die Wirtschaft und führt in die Notwendigkeit einer effizienten Börsenaufsicht ein.

2. Das Kapitalmarktrecht: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Regelungsziele wie Funktionsschutz und Anlegerschutz sowie die rechtlichen Grundlagen des Börsengesetzes und Wertpapierhandelsgesetzes.

3. Grundstrukturen des deutschen Börsenwesens und die Auswirkungen auf das System der Börsenaufsicht: Hier wird das regional geprägte Börsensystem in Deutschland und dessen föderale Aufsichtsorganisation dargestellt.

4. Marktaufsicht auf Bundesebene durch die BaFin zur Gewährleistung eines ordnungsgemäßen Börsen- und Wertpapierhandels: Das Kapitel beschreibt die Rolle der BaFin als zentrale Aufsichtsinstanz und ihre spezifischen Aufgaben bei der Insiderüberwachung sowie der Marktmanipulationsaufsicht.

5. Die Börsenaufsicht – Eine Aufgabe der Länder und der Börse selbst: Fokus liegt hier auf der dezentralen Aufsicht durch Landesbehörden und der Funktion der Handelsüberwachungsstellen als Selbstverwaltungsorgane.

6. Die Koordination der Aufsicht zwischen Bundes- und Landesebene durch den Wertpapierrat: Dieses Kapitel behandelt die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden und die beratende Rolle des Wertpapierrats.

7. Die Zukunft der Börsenaufsicht: Die abschließenden Überlegungen befassen sich mit der Zentralisierung der Aufsicht durch europäische Institutionen wie die ESMA und der Zukunft der regionalen Börsenstrukturen.

Schlüsselwörter

Börsenaufsicht, Kapitalmarktrecht, BaFin, Wertpapierhandel, Funktionsschutz, Anlegerschutz, Marktmanipulation, Insiderüberwachung, Handelsüberwachungsstelle, Regionalbörsen, Zentralisierung, Finanzmarktaufsicht, Wertpapierrat, ESMA, Börsengesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe System der Börsenaufsicht in Deutschland, das auf verschiedenen Ebenen zwischen Bund, Ländern und den Börsen selbst aufgeteilt ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Kernbereichen gehören das deutsche Kapitalmarktrecht, die Struktur der Aufsichtsbehörden, die Bekämpfung von Marktmissbrauch sowie die Auswirkungen der Globalisierung auf die Aufsichtspraxis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, die föderale Struktur der deutschen Börsenaufsicht zu durchleuchten und zu hinterfragen, ob dieses System im globalen Wettbewerb und bei zunehmender technischer Vernetzung langfristig effizient ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer rechtlichen und strukturellen Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen (BörsG, WpHG, FinDAG) sowie der Auswertung aktueller Fachliteratur und Berichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der rechtlichen Grundlagen, die Beschreibung der Zuständigkeiten von BaFin und Landesbehörden, sowie die Darstellung von Kontrollinstrumenten wie der Handelsüberwachung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Börsenaufsicht, Funktionsschutz, BaFin, Wertpapierhandel und die Dynamik zwischen dezentraler Struktur und notwendiger Zentralisierung.

Welche Rolle spielt die BaFin im Vergleich zu den Landesbehörden?

Die BaFin fungiert als zentrale Aufsichtsinstanz für den Wertpapierhandel in Deutschland, während die Landesbehörden die Aufsicht über das spezifische Börsengeschehen an den regionalen Börsenplätzen wahrnehmen.

Was lehrte uns der Fall Porsche/VW für die Marktaufsicht?

Dieser Fall verdeutlicht die Herausforderungen bei der Identifizierung und Verfolgung von Marktmanipulation sowie die Bedeutung der Transparenzpflichten für das Vertrauen der Investoren.

Warum ist die Zukunft der Regionalbörsen in Deutschland umstritten?

Aufgrund schwindender Umsätze im Präsenzhandel und der zunehmenden Zentralisierung auf den Börsenplatz Frankfurt stellt sich die Frage nach der Berechtigung des derzeitigen föderalen Börsensystems.

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Résumé des informations

Titre
Die Börsenaufsicht in Deutschland
Université
University of Hohenheim  (Risikomanagement und Derivate)
Cours
Controlling - Interne Managementfunktionen
Note
1,7
Auteur
Simon Storz (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
20
N° de catalogue
V288226
ISBN (ebook)
9783656883807
ISBN (Livre)
9783656883814
Langue
allemand
mots-clé
Börsenaufsicht Börse Kapitalmarkt Deutschland BaFin Globalisierung Kapitalmarktrecht Aufsichtsbehörden Börsensystem Börsenmanipulation Handelsüberwachungsstelle HÜSt Wertpapierrat Börsenaufsichtsbehörde
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Simon Storz (Auteur), 2013, Die Börsenaufsicht in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288226
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Extrait de  20  pages
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