Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › VWL - Sonstiges

Auslaufmodell Europäische Union. Ist eine gemeinsame europäische Sozialpolitik wünschenswert?

Titel: Auslaufmodell Europäische Union. Ist eine gemeinsame europäische Sozialpolitik wünschenswert?

Seminararbeit , 2011 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nicolai Tschirner (Autor:in)

VWL - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Lange Zeit galt die Sozialpolitik – im Gegensatz zur Wirtschaftspolitik – als ein vernachlässigtes Feld im Rahmen der europäischen Integrationspolitik.“ Das Seminar befasst sich mit der europäischen Integration sowie mit der Frage, ob die Integration erfolgreich verlaufen ist oder sich doch eher als Auslaufmodell entpuppt hat. Im Rahmen dieses Seminars beschäftigt sich diese Arbeit mit der Fragestellung, ob eine gemeinsame europäische Sozialpolitik wünschenswert ist?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung der Sozialpolitik in der EU

3. Funktionen und Aufgaben auf nationaler und supranationaler Ebene

3.1 Subsidiaritätsprinzip

3.2. Aufgaben der EU

3.2.1 Die Methode zur offenen Koordinierung (MOK)

3.2.2 Die Beschäftigungsstrategie – ein Beispiel für die MOK

4. Studie: „Wie sozial ist Europa?“

4.1 Einkommensverteilung und soziale Sicherheit

4.2 Inklusion in den Arbeitsmarkt

4.3 Bildungs- und Ausbildungschancen

4.4 Geschlechtergleichstellung

4.5 Generationenverhältnis

5. Das Korridor – Konvergenz Modell

6. Finalziele und Prinzipien der Sozialpolitik

7.Ausblick & Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die europäische Integration unter der zentralen Fragestellung, ob eine gemeinsame europäische Sozialpolitik wünschenswert und realisierbar ist, insbesondere vor dem Hintergrund aktueller ökonomischer Herausforderungen und der EU-Osterweiterung.

  • Historische Entwicklung der europäischen Sozialpolitik
  • Funktionsweise der Methode der offenen Koordinierung (MOK)
  • Analyse der sozialen Situation in Europa anhand der Studie „Wie sozial ist Europa?“
  • Diskussion des Korridor-Konvergenz-Modells als Lösungsansatz

Auszug aus dem Buch

3. Funktionen und Aufgaben auf nationaler und supranationaler Ebene

Eine gemeinsame europäische Sozialpolitik kann nur erfolgreich sein, wenn die nationale und supranationale Ebene zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen bzw. die supranationale Ebene Rahmenbedingungen schafft. In Abschnitt 3 wird auf die Funktionen und Aufgaben der EU eingegangen, um herauszufinden was die einzelnen Ebenen leisten können bzw. müssen, um eine einheitliche Sozialpolitik ermöglichen zu können.

3.1 Subsidiaritätsprinzip

Das Subsidiaritätsprinzip ist seit der Erlassung des Vertrags von Maastricht zu einem Grundsatz für die europäische Gemeinschaft geworden. Artikel 5 des EGV beschreibt das Subsidiaritätsprinzip wie folgt: „ Die Gemeinschaft wird innerhalb der Grenzen der ihr in diesem Vertrag zugewiesenen Befugnisse und gesetzten Ziele tätig. In den Bereichen, die nicht in ihre ausschließliche Zuständigkeit fallen, wird die Gemeinschaft nach dem Subsidiaritätsprinzip nur tätig, sofern und soweit die Ziele der in Betracht gezogenen Maßnahmen auf Ebene der Mitgliedstaaten nicht ausreichend erreicht werden können und daher wegen ihres Umfangs oder ihrer Wirkungen besser auf Gemeinschaftsebene erreicht werden können.“ Für die europäische Gemeinschaft bedeutet dies, dass jeder Mitgliedstaat seine eigene Sozialpolitik verfolgt und die EU folglich die Rahmenbedingungen schaffen kann, um einen Fortschritt in Richtung einer gemeinsamer europäischen Sozialpolitik zu machen. Im Bezug auf die EU wird das Subsidiaritätsprinzip als doppelte Absicherung verstanden, da die europäische Union nur dann in Aktion tritt, wenn die Zielerreichung der einzelnen Mitgliedstaaten gefährdet ist. Dennoch ist daran zu bemängeln, dass das Subsidiaritätsprinzip die nationalstaatliche Sozialpolitik fördert und zu einem erhöhten Wettbewerb zwischen den einzelnen sozialpolitischen Systemen führt. In Punkt 3.2 wird erläutert welche Maßnahmen die EU ergreifen kann um Impulse für eine erfolgreiche Sozialpolitik zu geben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Vernachlässigung der Sozialpolitik gegenüber der Wirtschaftspolitik in der EU und führt in die zentrale Fragestellung der Arbeit ein.

2. Entstehung der Sozialpolitik in der EU: Dieses Kapitel skizziert die fünf Phasen der historischen Entwicklung europäischer sozialpolitischer Initiativen von der EWG-Gründung bis zum Vertrag von Lissabon.

3. Funktionen und Aufgaben auf nationaler und supranationaler Ebene: Das Kapitel erläutert die Rollenverteilung zwischen EU und Mitgliedstaaten sowie Instrumente wie den sozialen Dialog und die Methode der offenen Koordinierung.

4. Studie: „Wie sozial ist Europa?“: Hier erfolgt eine differenzierte Analyse der sozialen Situation in den EU-Mitgliedstaaten anhand von fünf zentralen Dimensionen wie Einkommensverteilung, Arbeitsmarktinklusion und demografischer Entwicklung.

5. Das Korridor – Konvergenz Modell: Das Kapitel stellt ein Modell vor, das durch die Festlegung von Sozialleistungsquoten in Staatengruppen eine schrittweise Angleichung der Sozialsysteme ermöglichen soll.

6. Finalziele und Prinzipien der Sozialpolitik: Die theoretischen Grundlagen, Ziele und normativen Prinzipien wie Solidarität und Subsidiarität, die der Sozialpolitik zugrunde liegen, werden hier definiert.

7.Ausblick & Fazit: Das Fazit bewertet die Realisierbarkeit einer gemeinsamen Sozialpolitik unter dem Druck der aktuellen Euro- und Schuldenkrise kritisch.

Schlüsselwörter

Sozialpolitik, Europäische Union, Integration, Subsidiaritätsprinzip, Solidarität, Methode der offenen Koordinierung, Beschäftigungsstrategie, Sozialdumping, Konvergenz, Wohlfahrtsstaat, Armutsbekämpfung, demografischer Wandel, Eurokrise, soziale Sicherheit, Arbeitsmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit eine gemeinsame europäische Sozialpolitik wünschenswert und unter den gegebenen Bedingungen in der Europäischen Union umsetzbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit thematisiert die historische Entwicklung der EU-Sozialpolitik, die Rolle nationaler versus supranationaler Kompetenzen sowie die aktuelle soziale Lage in den Mitgliedstaaten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis einer Analyse der sozialen Disparitäten in Europa und der Prüfung politischer Instrumente zu beurteilen, ob eine soziale Integration neben der wirtschaftlichen Integration sinnvoll ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine deskriptive Analyse sowie die Auswertung bestehender Studien, wie etwa „Wie sozial ist Europa?“, und diskutiert theoretische Modelle der Konvergenz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Erläuterung steuernder Instrumente wie die Methode der offenen Koordinierung, eine vergleichende Studie und die Diskussion über Zielsetzungen der Sozialpolitik.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Sozialpolitik, Konvergenz, Europäische Union, Subsidiarität und Solidarität, da sie den Rahmen für die Integration der Sozialsysteme bilden.

Wie bewertet der Autor das „Korridor-Konvergenz-Modell“?

Das Modell wird als potenziell beste Lösung gewertet, da es soziale Angleichung anstrebt, ohne das Subsidiaritätsprinzip zu verletzen, indem Staaten innerhalb ihrer Gruppe Mindeststandards einhalten.

Welchen Einfluss hat die aktuelle Wirtschaftskrise auf die Sozialpolitik?

Die aktuelle Euro- und Schuldenkrise erzwingt Sparmaßnahmen, die oft im Sozialsektor umgesetzt werden, was die sozialen Unterschiede innerhalb der EU nach Ansicht des Autors eher vergrößert.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Auslaufmodell Europäische Union. Ist eine gemeinsame europäische Sozialpolitik wünschenswert?
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,0
Autor
Nicolai Tschirner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V288236
ISBN (eBook)
9783656884316
ISBN (Buch)
9783656884323
Sprache
Deutsch
Schlagworte
EU Sozialpolitik Wirtschaftswissenschaften Wirtschaftspolitik Integrationspolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicolai Tschirner (Autor:in), 2011, Auslaufmodell Europäische Union. Ist eine gemeinsame europäische Sozialpolitik wünschenswert?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288236
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum