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"Modern Society Shocked by its Risks." Ein Versuch über Risiko und Risikowahrnehmung bei Niklas Luhmann

Titre: "Modern Society Shocked by its Risks." Ein Versuch über Risiko und Risikowahrnehmung bei Niklas Luhmann

Dossier / Travail , 2013 , 10 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Katharina Grimm (Auteur)

Études Culturelles - Divers
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Niklas Luhmann, Systemtheoretiker und Soziologe, befasste sich in seiner Forschung mit den Auswirkungen des Risiko-Konzepts auf die Gesellschaft und ihre spezifischen Teilsysteme. In Werken wie „Soziologie des Risikos“ (1991) und „Modern Society Shocked by its Risks“ (1996) analysiert er, wie die Wahrnehmung von Risiko gesellschaftliche Strukturen und menschliche Verhaltensweisen beeinflusst. Wesentlich ist dabei Luhmanns Annahme, dass Risiko als Phänomen konstruktivistischer Bewusstseinsbildung von der modernen Gesellschaft aufgrund eines Wandels in der Wahrnehmung des eigenen Handelsspielraums selbst auf den Plan gerufen wird.

Dieser Essay versucht, die einzelnen Komponenten dieser Auseinandersetzung vor allem auf Basis des Werks „Modern Society Shocked by its Risks“ (1996) zu beleuchten und so das Risikokonzept Luhmanns nachzubilden. Er soll zeigen, dass unsere Risikowahrnehmung in höchstem Maße von unserem eigenen Selbstverständnis abhängt und Luhmanns Konzept damit heute relevanter sein könnte als je zuvor.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Risiko nach Niklas Luhmann

2.1 Das Risiko und die Entscheidung

2.2. Das Risiko und der Beobachter

2.3. Das Risiko und die Gefahr

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Risikokonzept von Niklas Luhmann, insbesondere auf Basis seines Werks „Modern Society Shocked by its Risks“. Ziel ist es, nachzuzeichnen, wie gesellschaftliche Strukturen und individuelle Entscheidungszwänge die moderne Risikowahrnehmung formen und warum dieser Ansatz für das heutige Verständnis menschlichen Handelns von hoher Relevanz ist.

  • Systemtheoretische Betrachtung von Risiko und Entscheidung
  • Die Rolle des Beobachters in der Risikokonstruktion
  • Abgrenzung zwischen Risiko und Gefahr
  • Einfluss von Pluralismus auf die individuelle Risikowahrnehmung
  • Wandel der Verantwortungszuschreibung in der modernen Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Risiko und die Entscheidung

Für Luhmann hängt das Risiko unzertrennlich mit Entscheidungen zusammen; zum einen, weil das Risiko immer auftaucht, wenn Entscheidungen getroffen werden, zum anderen weil jede Entscheidung eine Zustandsveränderung bedeutet. Die Entscheidung wird damit zur Zäsur, wenn Vergangenheit und Zukunft scheinbar nicht automatisch ineinander übergehen, der Entscheider sieht also die Möglichkeit, mit einer Intervention in den Verlauf der Dinge einzugreifen. Der Entscheider befindet sich in seiner Wahrnehmung an einer Art Scheideweg, an dem er durch seine Entscheidung die Zukunft entweder ins Negative oder ins Positive beeinflussen kann, wobei wesentlich ist, dass das Bewusstwerden darüber, welcher Zukunftsverlauf positiv ist, als Reduktion von Unsicherheit empfunden wird (Luhmann 1996: 12). Der Entscheider selbst befindet sich am Punkt der Entscheidung nach Luhmann selbst an einem „blinden Fleck“ der Gegenwart, von dem aus er nur die (selektiven) Erinnerungen aus der Vergangenheit, etwa zur Beurteilung der Entscheidungssituation, heranziehen und diese Erfahrungen in die Zukunft projizieren kann (Luhmann 1996: 5).

Wesentlich ist dabei der Zwang zur Entscheidung: Selbst das Nicht-Entscheiden ist schließlich eine Entscheidung und beeinflusst die Zukunft in eine bestimmte Richtung. Demnach ist der Entscheider immer ein potenzieller Schadensverursacher, weil er nicht sicher weiß, wie seine Entscheidung die Zukunft beeinflussen wird. Damit kann das Risiko als fester Bestandteil von Entscheidungsprozessen betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz des Risikobegriffs in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und stellt Luhmanns systemtheoretische Perspektive als zentralen Analyseansatz vor.

2. Risiko nach Niklas Luhmann: Dieses Kapitel untersucht den historischen Wandel der Risikowahrnehmung hin zur Eigenverantwortung und analysiert die wesentlichen Komponenten des Risikokonzepts.

2.1 Das Risiko und die Entscheidung: Hier wird dargelegt, wie Risiko durch den Zwang zur Entscheidung innerhalb eines Systems entsteht und als Verbindung zwischen Ursache und Wirkung fungiert.

2.2. Das Risiko und der Beobachter: Dieses Kapitel thematisiert die Subjektivität der Risikobewertung, die maßgeblich von der Perspektive und den soziokulturellen Werten des jeweiligen Beobachters abhängt.

2.3. Das Risiko und die Gefahr: Hier erfolgt die begriffliche Abgrenzung, wobei das Risiko als interne Entscheidungskomponente der Gefahr als externe, nicht beeinflussbare Kraft gegenübergestellt wird.

3. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die moderne Freiheit zur individuellen Lebensgestaltung und die damit verbundene Risikowahrnehmung für das Individuum „schockierend“ wirken kann.

Schlüsselwörter

Niklas Luhmann, Risikokonzept, Risikowahrnehmung, Systemtheorie, Entscheidung, Beobachter, Gefahr, Moderne Gesellschaft, Eigenverantwortung, Zukunftsorientierung, Pluralismus, Konstruktivismus, Soziologie, Unsicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Perspektive von Niklas Luhmann auf das Phänomen Risiko und analysiert, wie moderne Gesellschaften durch Risikowahrnehmung und Entscheidungszwänge geprägt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Risiko, Entscheidung und Unsicherheit sowie die Unterscheidung zwischen systeminternen Risiken und externen Gefahren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Luhmanns Risikokonzept aus seinem Werk „Modern Society Shocked by its Risks“ nachzubilden und dessen Bedeutung für unser heutiges Selbstverständnis aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen wissenschaftlichen Essay, der auf einer Literaturanalyse der systemtheoretischen Werke von Niklas Luhmann sowie ergänzender soziologischer Forschung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die drei Säulen von Luhmanns Theorie: Den Zusammenhang zwischen Entscheidung und Risiko, die Abhängigkeit der Risikobewertung vom Beobachter sowie die Differenzierung zwischen Risiko und Gefahr.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Systemtheorie, Risikowahrnehmung, Entscheidung, Konstruktivismus und gesellschaftlicher Wandel beschreiben.

Wie unterscheidet Luhmann Risiko von Gefahr?

Ein Risiko wird innerhalb eines Systems durch eine Entscheidung verursacht, während eine Gefahr als externe Kraft definiert wird, auf die das betroffene System keinen Einfluss hat.

Warum ist das Risikokonzept laut Autor heute besonders relevant?

Weil in einer modernen, pluralistischen Gesellschaft die Anzahl der persönlichen Entscheidungsmöglichkeiten so groß ist, dass die damit verbundene Verantwortung und das Risiko der eigenen Lebensgestaltung als zunehmend belastend empfunden werden.

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Résumé des informations

Titre
"Modern Society Shocked by its Risks." Ein Versuch über Risiko und Risikowahrnehmung bei Niklas Luhmann
Note
1,3
Auteur
Katharina Grimm (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
10
N° de catalogue
V288260
ISBN (ebook)
9783656885368
ISBN (Livre)
9783656885375
Langue
allemand
mots-clé
Niklas Luhmann Risiko Risikowahrnehmung Modern Society Shocked by its Risks
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katharina Grimm (Auteur), 2013, "Modern Society Shocked by its Risks." Ein Versuch über Risiko und Risikowahrnehmung bei Niklas Luhmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288260
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