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Veröffentlichte Privatheit. Selbstinszenierung Jugendlicher auf SNS durch Profilbilder

Titre: Veröffentlichte Privatheit. Selbstinszenierung Jugendlicher auf SNS durch Profilbilder

Dossier / Travail , 2013 , 25 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Olga Karrasch (Auteur)

Medias / Communication - Mass média
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Menschen nutzen das Internet zunehmend für Informationsbeschaffung, Unterhaltung und Kommunikation. Beispielsweise nutzen die meisten Facebook-Nutzer das Medium mehrmals am Tag, um nach Aktualisierungen und Nachrichten zu schauen (vgl. Debatin 2009, S. 14). Bei der Herausbildung von Identität spielen die Medien eine entscheidende Rolle. Vor allem auf Social Network Sites (SNS) können sich die Jugendlichen (12 bis 18 Jahre), alleine oder in Gruppen, in neuen Rollen ausprobieren sowie sich zu aktuellen Themen positionieren (vgl. Tillmann 2006, S. 33).
Wir leben in einer Mediengesellschaft, die zahlreiche Chancen mit sich bringt, jedoch genauso viele Herausforderungen birgt, vor allem was moralisch korrekte Handlungen betrifft. Online-Medien bieten etliche neue Möglichkeiten für die Wissenschaft. So stellen SNS der Kommunikations- und Sozialforschung eine Reihe neuer Instrumente zur Verfügung, beispielsweise für die Analyse der sozialen Welt der Nutzer. Doch in diesem Zusammenhang stellt sich die ethische Frage danach, wie weit die Forschung gehen darf (vgl. Beck 2010, S. 152). Darf man in die Privatsphäre der Nutzer eindringen und das eventuell mit Hilfe eines „Fake-Accounts“, um wissenschaftliche Fragen zu beantworten?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Medialisierung der Gesellschaft

1.2 Einführung in die Problematik der Arbeit

2. Funktionen des Profilbildes

3. Klassifikation der Profilbilder

4. Kommunikationsfreiheit

4.1 Schutz der Kommunikationsfreiheit

4.2 Mögliche Gefahren

4.2.1 Identität und das Internet

4.2.2 Freiheit und Kontrolle

5. Privatsphäre als ethischer Schutzbereich

5.1 Privatheit vs. Öffentlichkeit

5.2. Transformation der Öffentlichkeit durch das Internet: Das Konzept der veröffentlichten Privatheit

6. Schlussbetrachtungen

6.1 Zusammenfassung des ethischen Problems

6.2 Eigene Positionierung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethischen Implikationen der visuellen Selbstdarstellung von Jugendlichen auf Social Network Sites (SNS). Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie die Nutzung von Profilbildern zur Identitätsinszenierung mit dem Schutz der Privatsphäre und den Anforderungen an eine verantwortungsvolle Online-Kommunikation in Einklang gebracht werden kann.

  • Rolle von Profilbildern bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken
  • Klassifizierung gängiger Praktiken der visuellen Selbstdarstellung
  • Konflikt zwischen Kommunikationsfreiheit und Privatsphärenschutz
  • Transformation des Begriffs der Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter
  • Notwendigkeit von Medienkompetenz und Selbstregulierung

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Freiheit und Kontrolle

Menschliches Handeln erfolgt nicht instinktiv oder programmiert, sondern durch die Freiheit der Entscheidung zwischen den Handlungsalternativen. Hieraus ergibt sich eine Ambivalenz des Begriffs Freiheit: Sie ist die Voraussetzung für kommunikatives Handeln und produziert zugleich die Verantwortung für das eigene Handeln (vgl. ebd., S. 131). Der Begriff der Verantwortung spielt eine wichtige Rolle in der Medienethik, wobei Verantwortung aus den in der Gesellschaft bestehenden Normen und Werten abgeleitet wird. Die Medienethik sowie die Ethik allgemein dienen der Reflexion und der Steuerung des eigenen Handelns (vgl. ebd., S. 151). Betrachtet man das Handeln der SNS-Nutzer bezüglich der Anonymität, wird es deutlich, dass sie sich auf diesem Wege der moralischen Verantwortung entziehen können. Es ist jedem Nutzer von Social Networks (noch) selbst überlassen, ob er eher anonym kommuniziert oder nicht.

Anonymität liegt vor, wenn eine Handlung oder ein Objekt sich nicht einem bestimmten Individuum eindeutig zuordnen lassen (vgl. Collaboratory 2013). Einige Jugendliche kommunizieren im Internet gerade, weil sie unerkannt bleiben wollen. Auf Portalen, wie Facebook, StudiVZ oder Lokalisten ergeben sich hierfür verschiedene Möglichkeiten, z.B. durch einen falschen Namen oder der bewusste Verzicht auf ein Profilbild. Ihre AGBs schreiben zwar vor, den richtigen Namen sowie ein Profilbild zu benutzen, welches die Identifizierung des Akteurs ermöglicht. Bislang ist es jedoch möglich, diese Vorschriften zu umgehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Medialisierung der Gesellschaft ein und skizziert die medienethische Problematik der Selbstdarstellung von Jugendlichen auf sozialen Plattformen.

2. Funktionen des Profilbildes: Dieses Kapitel erläutert die kommunikationstheoretische Rolle des Profilbildes als Instrument zur Identitätsvorstellung und als Ersatz für den physischen Körper in der Online-Interaktion.

3. Klassifikation der Profilbilder: Hier werden sechs Haupttypen von Profilbildern identifiziert, um die Praktiken der visuellen Selbstdarstellung bei Jugendlichen systematisch einzuordnen.

4. Kommunikationsfreiheit: Das Kapitel analysiert den Spannungsfeld zwischen der Freiheit der Informations- und Meinungsäußerung im Netz und den notwendigen Schutzinteressen durch Anonymität oder Selbstregulierung.

5. Privatsphäre als ethischer Schutzbereich: Diese Sektion diskutiert die zunehmende Vermischung von privater und öffentlicher Kommunikation und führt das Konzept der „veröffentlichten Privatheit“ ein.

6. Schlussbetrachtungen: Das abschließende Kapitel fasst die ethischen Herausforderungen zusammen und bietet eine persönliche Einordnung der Autorin zur Notwendigkeit verantwortungsbewussten Handelns im digitalen Raum.

Schlüsselwörter

Medienethik, Online-Kommunikation, Profilbilder, Jugendliche, Selbstdarstellung, Privatsphäre, Öffentlichkeit, Anonymität, Identität, Identitätsbildung, Soziale Netzwerke, Facebook, Medienkompetenz, Selbstregulierung, Datenschutz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den ethischen Herausforderungen, die durch die visuelle Selbstdarstellung von Jugendlichen mittels Profilbildern in sozialen Netzwerken entstehen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die Dynamiken zwischen der Kommunikationsfreiheit, dem Bedürfnis nach Anonymität sowie dem Schutz der Privatsphäre und der informationellen Selbstbestimmung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliche ihre Identität im digitalen Raum inszenieren und welche moralischen Grenzen sowie Konsequenzen im Kontext einer zunehmend öffentlichen Privatsphäre beachtet werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse und greift auf bestehende empirische Studien (wie die Portalanalyse von Astheimer et al.) zurück, um die theoretische medienethische Problematik fundiert zu bearbeiten.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Funktionen und Typologien von Profilbildern, die Untersuchung von Identitätsfragen im Internet sowie die ethische Einordnung von Privatsphäre und Öffentlichkeit.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe sind Medialisierung, Selbstinszenierung, veröffentlichte Privatheit, soziale Netzwerke und medienethische Verantwortung.

Wie unterscheidet sich die "veröffentlichte Privatheit" von der klassischen Privatsphäre?

Das Konzept beschreibt den Prozess, in dem ehemals geschützte private Themen oder Bildinhalte in öffentliche oder teilöffentliche Massenmedien (SNS) übertragen werden, was einen Kontrollverlust für den Nutzer bedeuten kann.

Warum spielt das Profilbild eine so zentrale Rolle bei der Identitätsbildung?

Es fungiert im digitalen Raum als Stellvertreter des Körpers und dient der aktiven Inszenierung einer Identität, mit der sich der Nutzer gegenüber einer Community präsentieren möchte.

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Résumé des informations

Titre
Veröffentlichte Privatheit. Selbstinszenierung Jugendlicher auf SNS durch Profilbilder
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft)
Cours
Medienethik in der Online-Kommunikation
Note
2,3
Auteur
Olga Karrasch (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
25
N° de catalogue
V288289
ISBN (ebook)
9783656885504
ISBN (Livre)
9783656885511
Langue
allemand
mots-clé
soziale Netzwerke Ethik moralisches Handeln ethische Kommunikation Privates
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Olga Karrasch (Auteur), 2013, Veröffentlichte Privatheit. Selbstinszenierung Jugendlicher auf SNS durch Profilbilder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288289
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Extrait de  25  pages
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