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Gründe und Faktoren der unterschiedlichen Popularität von A-Capella- und Instrumentalbands

Title: Gründe und Faktoren der unterschiedlichen Popularität von A-Capella- und Instrumentalbands

Scientific Essay , 2014 , 44 Pages

Autor:in: Tim Gernitz (Author)

Musicology - Miscellaneous
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„Wir sind die unbekannteste erfolgreiche Band Deutschlands.“ Diese Meinung äußerte Daniel Dickopf, der Frontmann und Liedschreiber der Kölner A-Capella-Band Wise Guys, in mehreren TV-Interviews 2011 sowie als Einleitungssatz auf der offiziellen Homepage der Wise Guys. Damit gibt er Einblick in einen Sachverhalt, welcher für die deutsche A-Capella-Szene präsenter ist als er scheint: der fehlende Sprung von populärer A-Capella-Musik hin zur Gleichberechtigung mit vergleichbaren bekannten Instrumental-Gruppen.

Dieser Text soll Einblicke in die Faktoren und Gründe der unterschiedlichen Popularität von A-Capella- und Instrumentalbands im deutschsprachigen Raum geben. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Vokalmusik.

Um verschiedene Prozesse nachvollziehen zu können, ist die Geschichte und Entwicklung der Musikgattung a capella zu beleuchten. Hinzu soll die erste erfolgreiche deutschsprachige A-Capella-Gruppe, die Comedian Harmonists, charakterisiert werden. Da Popularität heutzutage hauptsächlich von qualitativ hochwertigen Marketing- und Vertriebsformen abhängig ist, sollen anhand des Musikmediums Radio, Gründe für das Interesse des Publikums an bestimmter Musik durch Major- und Indie-Labels aufgezeigt werden.

Durch die Erläuterungen von musikalischen Prozessen und dem grundlegenden Aufbau von A-Capella-Bands wird auf gesellschaftliche Faktoren in Verbindung mit musikalischer Früherziehung und lokal unterschiedlichen Interessengemeinschaften eingegangen.

Um einen Vergleich zwischen Instrumental- und A-Capella-Musik zu ziehen, dient die auszugsweise Analyse des sowohl als Instrumental- als auch Vokalstück arrangierten Titels Fieber der Instrumentalband Tele. Hierbei soll die Imitation von Instrumenten, der Aufbau eines A-Capella-Arrangements und die damit verbundenen Interpretationsmöglichkeiten von vorheriger Instrumentalmusik, sowie die hohe Transparenz zwischen beiden Musikgattungen erkennbar werden.

Es handelt sich bei der Thematik dieser Arbeit um ein bisher wenig untersuchtes Feld mit gebündelten Informationen. Dennoch ist es möglich, einen Abriss über die Problematik mit einer Sensibilisierung der Musikgattung a-capella zu geben. Inwieweit eine Abhängigkeit zwischen dieser Art von Musik und deren erfolgreicher Vermarktung für eine größere Popularität besteht, ist zu hinterfragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

2 A-Capella: Eine Begriffseingrenzung

2.1 Die Geschichte und Entwicklung der Musikgattung A-Capella

2.2 Die Comedian Harmonists als erste A-Capella-Gruppe im deutschsprachigen Raum

3 Der deutsche Musikmarkt als Popularitätsfaktor

3.1 Die Präsenz von A-Capella-Musik

3.2 Schlagzeugimitation mit dem Mund – Beatboxing

3.3 Imitation von Instrumenten mit der menschlichen Stimme anhand des Notenbeispiels „Fieber“

4 Vergleich zwischen populären A-Capella- und Instrumentalbands

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren und Hintergründe, die zur unterschiedlichen Popularität von A-Capella-Formationen im Vergleich zu Instrumentalbands im deutschsprachigen Raum führen. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit wirtschaftliche Vermarktungsstrukturen, mediale Präsenz sowie die musikalische Ausbildung der Akteure die Wahrnehmung und den Erfolg dieser Musikgattung beeinflussen.

  • Historische Entwicklung und Einordnung der Gattung A-Capella
  • Einfluss des deutschen Musikmarktes und der Radio-Selektion auf die Popularität
  • Techniken der Vokalmusik: Beatboxing und Instrumentenimitation
  • Vergleichende Analyse von A-Capella-Bands und Instrumentalbands
  • Bedeutung der musikalischen Ausbildung für den Erfolg als Vokalensemble

Auszug aus dem Buch

3.2 SCHLAGZEUGIMITATION MIT DEM MUND – BEATBOXING

Das Fundament vieler populärer Instrumentalbands bildet der Rhythmus und damit der Schlagzeuger oder Perkussionist. Unter den A-Capella-Bands nimmt die Beatbox damit eine Sonderstellung ein und nicht selten werden die Beatboxer von den Zuhörern besonders bewundert. Die Nachahmung von Musikinstrumenten hat für A-Capella-Gruppen eine wichtige Bedeutung, denn ohne sie wären sie eben „nur“ ein Chor. Bereits Anfang der Siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts nutzte Michael Jackson Stimmeffekte, die die klangliche Ästhetik des Beatboxens für die Zukunft prägten. Als Beispiel kann hier der Song True Love Can Be Beautiful der The Jackson Five dienen in dessen instrumentaler Bridge der junge Michael Jackson einfache Beatboxelemente durch das leichte Schlagen mit der Hand auf seine Wangen verwendet. Dazu hat er seinen Mund leicht geöffnet, so dass perkussive Laute entstehen.

1986 erschien die Platte von Biz Markie - Make the music with your mouth. In den Titeln werden Beatboxing, Rap und Gesang miteinander vermischt, was bis dato zu einem völlig neuem und besonderem Stil führte.

Der Begriff Beatbox stammt von den Drumcomputern der 80’iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Sie dienten damals der instrumentalen Hip-Hop-Musik und waren relativ kleine Geräte, die heutigen Synthesizern ähnelten.

Diese Drumcomputer nahmen sich Beatboxer zum Vorbild und schufen damit eine kreative, unabhängige und vor allem auch kostengünstigere Variante der Geräte, indem sie diese akustisch als Mensch imitierten. Als frühe Vertreter dieses Stils zählen Doug E. Fresh, Biz Markie, Ready Rock C, Darren „Buffy“ Robinson von The Fat Boys, Leonardo „Wise“ Roman von Stetsasonic und schließlich K. Love als erste bekannte Beatboxerin.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der ungleichen Popularität von A-Capella-Formationen gegenüber Instrumentalbands im deutschen Raum vor und umreißt die methodische Vorgehensweise.

2 A-Capella: Eine Begriffseingrenzung: Dieses Kapitel erläutert die historische Herleitung des Begriffs A-Capella und zeichnet die Entwicklung von der sakralen Chormusik bis zur populären Vokalgruppe nach.

2.1 Die Geschichte und Entwicklung der Musikgattung A-Capella: Es wird die chronologische Entwicklung der Musik ohne Instrumentenbegleitung dargestellt, von der Spätantike bis zu modernen Strömungen.

2.2 Die Comedian Harmonists als erste A-Capella-Gruppe im deutschsprachigen Raum: Dieses Kapitel widmet sich dem Aufstieg und dem Stil der Comedian Harmonists als Pioniergruppe der deutschen Vokalmusik.

3 Der deutsche Musikmarkt als Popularitätsfaktor: Hier wird der Einfluss von Labels und Medien, speziell des Radios, auf die Sichtbarkeit und Popularität verschiedener Musikgattungen untersucht.

3.1 Die Präsenz von A-Capella-Musik: Das Kapitel analysiert die Herausforderungen für A-Capella-Formationen, in einem von Major-Labels dominierten Radiomarkt präsent zu sein.

3.2 Schlagzeugimitation mit dem Mund – Beatboxing: Hier wird die Technik und die Bedeutung der Beatbox als rhythmisches Fundament innerhalb einer A-Capella-Formation detailliert erklärt.

3.3 Imitation von Instrumenten mit der menschlichen Stimme anhand des Notenbeispiels „Fieber“: Anhand einer Fallstudie wird aufgezeigt, wie Instrumente mittels der Stimme und technischer Hilfsmittel imitiert werden.

4 Vergleich zwischen populären A-Capella- und Instrumentalbands: Es werden die Unterschiede in Besetzung, Vermarktung und Rezeption zwischen Vokalbands und Instrumentalbands herausgearbeitet.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass wirtschaftliche Faktoren und Hörgewohnheiten maßgeblicher für die Popularität sind als rein musikalische Aspekte.

Schlüsselwörter

A-Capella, Instrumentalbands, Musikmarkt, Popularität, Beatboxing, Vocal Percussion, Comedian Harmonists, Wise Guys, Major-Labels, Radiosender, Vokalmusik, Stimmbildung, Arrangement, Musikindustrie, Musikvermarktung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Gründe für die unterschiedliche Popularität von A-Capella-Bands gegenüber Instrumentalbands im deutschsprachigen Raum.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Musikgeschichte der A-Capella-Gattung, die Vermarktungsmechanismen durch Major-Labels und Radio, sowie die technische Imitation von Instrumenten mittels der menschlichen Stimme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum A-Capella-Musik trotz ihrer hohen Qualität oft eine kleinere Zielgruppe anspricht als Instrumentalmusik, und dabei wirtschaftliche sowie kulturelle Einflussfaktoren zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Kombination aus historischer Recherche, Analyse von Marktstatistiken und eine praktische, auszugsweise Notenanalyse eines spezifischen Arrangements verwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Geschichte, die Rolle des deutschen Musikmarktes, spezielle Gesangstechniken wie Beatboxing und einen konkreten Vergleich zwischen Vokal- und Instrumentalbands.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen A-Capella, Popularität, Musikvermarktung, Vocal Percussion und die Rolle des Radios als Gatekeeper.

Welche Rolle spielt die Ausbildung der Musiker?

Die Arbeit stellt fest, dass viele erfolgreiche A-Capella-Musiker eine klassische Gesangsausbildung durch Chorerziehung (z. B. Thomanerchor) besitzen, was ein hohes technisches Fundament für ihre Arbeit bildet.

Warum ist die Imitation von Instrumenten so entscheidend?

Die Instrumentenimitation ist für A-Capella-Bands essenziell, um sich von traditionellen Chören abzugrenzen und den Hörer mit dem Klang einer vollständigen Band zu beeindrucken.

Was unterscheidet den deutschen vom amerikanischen Markt?

Der amerikanische Markt profitiert von einer breiteren musikalischen Schulbildung und einer größeren Radiovielfalt, was A-Capella dort eine höhere Popularität beschert als in Deutschland.

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Details

Title
Gründe und Faktoren der unterschiedlichen Popularität von A-Capella- und Instrumentalbands
College
Dresden Technical University
Author
Tim Gernitz (Author)
Publication Year
2014
Pages
44
Catalog Number
V288347
ISBN (eBook)
9783656904182
ISBN (Book)
9783656904199
Language
German
Tags
A-Capella Instrumental Comedian Harmonists
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Gernitz (Author), 2014, Gründe und Faktoren der unterschiedlichen Popularität von A-Capella- und Instrumentalbands, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288347
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