China. Infrastruktur am Limit


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013
29 Seiten, Note: 1,6

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung und Forschungsfragen

II: Die „Weltfabrik“ entsteht – Chinas Wege zur Modernisierung und zur Disparität

III. Der Energiesektor: Darstellung und Entwicklung

IV. Umweltproblematik und Lösungsansätze für das Energieproblem

V. Das Drei-Schluchten Projekt: Lohnende Zukunftsinvestition oder pure Gigantonomie?

VI. Schlussbetrachtung und Erwägung von Alternativen

Quellenverzeichnis

China - Infrastruktur am Limit

I. Einleitung und Forschungsfragen

Ob China derzeit zu den Schwellenländern gehört, ist wegen der stark wachsenden Wirtschaft und der Vielzahl der Investoren im Land sehr umstritten. „China ist ein Entwicklungsland“, sagte ein Sprecher des chinesischen Wirtschaftsministeriums am 17.08.2010.[1] Dies konstatierte er, obwohl das Bruttoinlandsprodukt kurz zuvor das japanische BIP erstmals übertroffen hatte. Der Sprecher verwies darauf, dass bedacht werden solle, „[…] nicht nur auf die BIP-Gesamtentwicklung zu schauen, sondern auch auf das BIP pro Kopf“. Und es ist in der Tat so, dass die Wirtschaftsleistung pro Kopf sogar noch hinter Staaten wie Jamaika, Angola oder Albanien liegt![2]

Warum ist das BIP derart niedrig obwohl China gerne als „Weltfabrik“[3] bezeichnet wird und nicht mehr aus der Weltwirtschaft wegzudenken ist? Es gilt herauszufinden, warum sich in diesem riesigen Land eine Disparität der Infrastruktur und der Wirtschafts- und Einkommensstrukturen herausgebildet hat und mit welchen Mitteln und welchem Erfolg die chinesische Regierung dagegen vorgeht. Mein Augenmerk soll dabei auf der Energieversorgung liegen, denn sie entwickelte sich angelehnt an die gleiche fehlerhafte Strukturplanung disparitär. Diesen sehr weiten Themenbereich werde ich durch eine Betrachtung des Drei-Schluchten Projekts vertiefen. Hierbei soll der Kosten- Nutzen- Faktor dargestellt werden und es wird ermittelt, welche Alternativen es gegeben hätte bzw. gibt. In einem ersten Schritt sollen allgemein die sich sprunghaft entwickelnden Energieversorgungsstrukturen beschrieben werden, dies geschieht im Hinblick auf Vergleichswerte und Darstellungen aus den 1970er und 1980er Jahren und in Bezug auf die Bevölkerungs- und Industriestandortverteilung. Es folgt darauf die gegenwärtige Lagebeschreibung und Zukunftsprognosen bzw. Entwicklungsprogramme im Besonderen im Bereich der erneuerbaren Energien und den ruralen Regionen.

Was sich in europäischen Ländern innerhalb von 40-50 Jahren entwickelte, geschah in China in weniger als der Hälfte der Zeit.[4] Der gigantische Aufschwung schuf jedoch nicht nur neue Möglichkeiten, sondern ging einher mit einer Vielzahl von sozio-ökonomischen und ökologischen Problemen, von denen im Folgenden einige exemplarisch dargestellt werden sollen.

II: Die „Weltfabrik“ entsteht – Chinas Wege zur Modernisierung und zur Disparität

Die Hälfte der gesamten Handels- und Exportprodukte Chinas entfällt auf die verarbeitende Gewerbeindustrie, die eng mit Arbeitsintensivität, geringen Gewinnspannen, niedrigem Lohn und hohem Ressourcenverbrauch verbunden ist. Im Bereich der „Präzisionsinstrumente“ und der neuen Werkstoffe ist China immer noch überwiegend auf den Import angewiesen.[5] Der Anteil „Eigenmarken-Export“ beläuft sich auf weniger als 20%.[6] Nicht nur diese Einschränkungen in den Handelsgütern bzw. der eigenen innovativen Entwicklung stellt seit jeher ein Problem für die chinesische Wirtschaft dar, sondern auch die Vernetzung der ungleichmäßig verteilten Industrie- und Wirtschaftsstandorte, insbesondere im Hinblick auf die Rückständigkeit der ländlichen, küstenfernen Gebiete, die nicht rund um die Uhr mit notwendigem Strom versorgt werden und sich nur schwerlich am internationalen Wettbewerb beteiligen können.[7] China ist mit 9,5 Millionen Quadratkilometern etwa so groß wie die Vereinigten Staaten. Die Nord-Süd-Ausdehnung Chinas beträgt 4500 Kilometer, während es sich in Ost-West-Richtung 4200 Kilometer ausdehnt.[8] Die Landschaft, die klimatischen Bedingungen und damit die Bewohnbarkeit der einzelnen Regionen des Landes unterscheiden sich sehr stark. Natürliche Barrieren (beispielsweise im Süden, Südwesten, Westen und Nordwesten durch hohe Bergmassive) durch Steppen, Wüsten und Flüsse vermindern die Nutzbarkeit dieser riesigen Fläche.

Die Landnutzungsstruktur ist eng an diese topographischen Verhältnisse gekoppelt. Entlang der Flüsse und in den Küstenregionen haben sich vermehrt Städte gebildet, da es dort meist mehr Platz zum Bauen gab (weniger Bewaldung oder steile Hangneigung) bzw. durch den Wasserweg eine einfache Transportmöglichkeit bestand. Der Anteil landwirtschaftlicher Nutzfläche an der Gesamtfläche ist aufgrund der limitierten Nutzungsfähigkeit relativ gering und der Anteil überbauter Flächen (Siedlungen, Industrie, Infrastruktur) ebenfalls sehr regional abhängig. Die Bevölkerungsdichte schwankt zwischen weit über 500[9] Einwohner/km² und weniger als 5 Einwohner/km²![10] Der bei weitem größte Teil der Bevölkerung lebt in den Küstenregionen, insbesondere im Osten des Landes, was bedeutet, dass nahezu 90% aller Chinesen auf nur einem Drittel des Staatsterritoriums leben. Bei diesem Vergleich wird ein Grund deutlich, warum sich auch das wirtschaftliche Wachstum in der VR China im Zeitraum von 1985[11] bis zum heutigen Tage regional unterschiedlich vollzogen hat. So steigerte sich das BIP pro Kopf in der Zentralregion um 749,4 %, während in Gesamtchina eine Steigerung um 834,9 % erfolgte. Die Westgebiete liegen mit einem BIP von unter 2.000$ pro Jahr weit unter Wirtschafts- und Finanzzentren wie Beijing (über 10.000$ pro Jahr).[12]

Ein weiterer Grund des ungleichmäßigen Ausbaus von Industrie und Infrastruktur ergab sich aus der Politik des Pragmatikers Deng Xiaoping, der nach Maos Tod 1976 die Führung des Landes übernahm. Die KPCh blieb an der Macht, die Kontrolle über das persönliche Leben der Menschen lockerte sich jedoch beträchtlich.[13] Die Zentralverwaltungswirtschaft wurde schrittweise reformiert, mit dem Ziel, eine sozialistische Marktwirtschaft zu schaffen. An der Küste richtete man zu Versuchszwecken Sonderwirtschaftszonen ein, um in eng begrenzten, überwachbaren Räumen zu experimentieren. Die Volkskommunen wurden aufgelöst und den Bauern war es erlaubt, auf eigene Rechnung zu wirtschaften. In den ausgewiesenen Sonderwirtschaftszonen gibt es bis heute besondere Steuervergünstigungen für Investitionen. Das in der Art einzigartige Wirtschaftssystem der chinesischen Sonderwirtschaftszonen beruht dabei auf den folgenden vier Prinzipien[14]: 1) Die Bautätigkeit erfolgt, um ausländische Unternehmen und deren Kapital anzuziehen und zu nutzen. 2) Die vorherrschenden wirtschaftlichen Subjekte sind chinesisch-ausländische Joint Ventures (z.B. Deutsch-Chinesischer Gemischten Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit ab 1980) und Partnerschaften sowie ausländische Unternehmen. 3) Die Produktion ist vorrangig für den Export bestimmt.

4) Die wirtschaftlichen Aktivitäten werden vom Markt selbst gesteuert.

Diese spezielle Art von Wirtschaftszone hat in der nationalen Planung (z.B. in der Finanz- und Raumplanung) einen Sonderstatus. Innerhalb der Sonderzonen gelten spezielle Investitionsbestimmungen, wie z.B. die Befreiung von der lokalen Körperschaftssteuer für die ersten 15 Jahre nach Errichtung des Unternehmens.[15] Die Zonen haben in ihrer Wirtschaftsverwaltung die gleichen Rechte wie eine Provinz und besitzen sogar das Recht zur Gesetzgebung. Die chinesische Regierung ist der Auffassung, dass wirtschaftliches Wachstum eher durch eine regionale Konzentration der Produktionsfaktoren zu erreichen ist, als durch eine breite Streuung.[16] Die Entwicklung dieser Sonderzonen wurde überwiegend im Rahmen des siebten Fünfjahresplans (1986-1990) in die Wege geleitet. Im darauffolgenden Fünfjahresplan wurde versucht, diese Strategie auch auf die Binnenprovinzen zu übertragen, um auch dort die Industrialisierung zu beschleunigen, jedoch nicht mit demselben Erfolg. Die modernen Industriezentren üben deshalb unverkennbar eine starke Sogwirkung auf die ländliche Bevölkerung aus, so dass sich beispielsweise auch Aufgaben der Zuzugsreglementierung stellen. Darüber hinaus habe sich in den Sonderwirtschaftszonen eine „relative Wohlhabenheit sowie ein Elitebewusstsein gegenüber industriell zurückgebliebenen Provinzen“ entwickelt.[17] Dies könne auf lange Sicht zur Forderung nach stärkerer regionaler Autonomie oder sogar zum Infrage stellen des Gedankens des Einheitsstaates führen, so Prof. Dr.-Ing. Martin Dehli von der Fakultät für Versorgungs- und Umwelttechnik in Esslingen. Der städtische Lebensstandard in den Zentren beruhe auf einem intensiven Austausch mit der äußeren Welt und verurteile jede isolierte Siedlung zur Unterentwicklung.[18]

Durch diese Maßnahmen und die Privatisierung der Wirtschaft wurde zwar der „Schlendrian des Sozialismus“[19] beendet, das Warenangebot vergrößert und die lokale Wirtschaftsleistung explosionsartig gesteigert, dies geschah jedoch auf Kosten des restlichen Landes, speziell von West- und Zentralchina, die kaum Vorteile dieses Aufschwungs genossen. Besonders in Westchina übe der Staat bis heute weiterhin sehr starken Einfluss auf die ländliche Wirtschaft aus.[20] Die Mobilität der Arbeiter sei eingeschränkt, da es zum einen an der nötigen Verkehrsinfrastruktur mangele und zum anderen durch den Nachweis einer Wohnberechtigung eine bürokratische Hürde zu überwinden gelte, bevor ein Arbeitssuchender offiziell einen Job in einem Industriestandort annehmen könne.

Auf dem Land sind staatliche Genehmigungsverfahren träge, es werden Extragebühren erhoben, der Staat kontrolliert Preise, Energieversorgung, das Bankenwesen und kümmert sich nur unzureichend um einen qualitativen Ausbau der Infrastruktur im Bildungssektor.[21]

III. Der Energiesektor: Darstellung und Entwicklung

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung ist auch die Nachfrage nach Energie in schwindelerregende Höhen gestiegen und kann sogar in Chinas Vorzeigemetropolen oftmals nicht 24 Stunden gesichert werden.[22] Während immer wieder vorkommende Versorgungsengpässe in den großen Ballungszentren zu besonders heftigen Debatten führen, zieht mittlerweile auch die Situation der ländlichen Bevölkerung einige Aufmerksamkeit auf sich.

Dabei ist die VR China mit eigenen Energieressourcen besonders gut ausgestattet. Im Weltmaßstab sehr bedeutsam sind die Kohlenreserven und das Potential an Wasserkraft. Auch verfügt das Land über große Mineralölvorräte. China (im Vergleich zu Deutschland) nutzt mit Kohle und Wasserkraft in großem Umfang heimische, überwiegend kostengünstig gewinnbare Energieträger, greift auf die hochwertigen Energieträger Mineralöl und Erdgas nur in vergleichsweise geringerem Umfang zurück und muss sie nicht unter hohem Kostenaufwand von den Weltmärkten einkaufen.[23] Nichtsdestotrotz wächst Chinas Hunger nach Öl jährlich.[24] Die VR China sei der wichtigste ausländische Investor in Sudan. Mittlerweile decke das afrikanische Land schätzungsweise 6 bis 8 Prozent der gesamten Ölimporte Pekings.[25] Ein Drittel des sudanesischen Erdöls gehe nach China.

Auch erklärt sich hierdurch Chinas Streitigkeiten mit Taiwan, da Ölvorkommen im off-shore-Gebiet der Inseln vermutet werden, die Provinz sich jedoch nicht China unterordnen will.[26]

Die als wirtschaftlich gewinnbar eingestuften nachgewiesenen Energiereserven Chinas betragen rund 290 Mrd. t. SKE[27].[28] Kohle ist hieran mit 71% (Wasserkraft mit 7%)[29] beteiligt und soll auch in den nächsten Jahrzehnten vorerst Hauptenergieträger bleiben.[30] Die Lagerstätten der zur Energiegewinnung benötigten Ressourcen verteilen sich auf die Regionen Nordost und Nord (zu 50%) sowie auf die Regionen Nordwest und Südwest (zu 36%).[31] Wir erkennen also, dass in Mitte- Süd-, und Ostchina, wo der Großteil der chinesischen Bevölkerung lebt, nur 13% der Energievorkommen vorhanden sind. Hierin erwächst ein wichtiger Aspekt der schwierig zu unterhaltenden Energieerzeugung, -verteilung und -abnahme durch die privaten Nutzer in den Metropolen als auch durch die dort konzentrierte Industrie: Ressourcenstandorte, bei denen es sich rentieren würde, im nahen Umfeld Kraftwerke zu platzieren, sind weit von den Ballungszentren entfernt. Es ist also nicht primär die Energieerzeugung sondern vor allem die Energieverteilung, die aufgrund der Ausmaße des Landes das größte Problem Chinas darstellt.

Die Volksrepublik China ist heute (nach den USA) der zweitgrößte Primärenergieverbraucher der Welt.[32] China benötigte im Jahr 2006 rund 5,2-mal[33] so viel Primärenergie wie Deutschland. Im Jahr 2006 entfielen rund 15,6%[34] des Weltenergieverbrauchs von 455,1 Exajoule auf China. Im Jahr 1990 lag der Anteil Chinas mit 35,8 EJ noch bei 9,9%. Ziehen wir zur weiteren Verdeutlichung Daten aus der Zeit vor der Modernisierung hinzu, erhalten wir 1949 den Wert von gerade einmal 0,7 EJ (0,024 Mrd. Tonnen SKE). Somit hatte China zu dieser Zeit lediglich einen Anteil von unter 1,0% am Weltenergieverbrauch.[35] Ebenfalls aufschlussreich sei das Verhältnis von Primärenergieverbrauch zum Bruttoinlandsprodukt.[36] Hier wiesen hoch industrialisierte Staaten wie Japan mit 4,6 Giga-Joule/1 000 US-$ und Deutschland mit 7,5 GJ/1 000 US-$ sowie die USA mit 9,2 GJ/1 000 US-$ „günstige“ Werte auf.[37] Dagegen liege dieser „volkswirtschaftlich aufschlussreiche Kennwert“ für China mit 35,8 GJ/1000 US-$ noch sehr hoch.[38] Dies weist nach Meinung Martin Dehlis „auf einen erheblichen, bisher nur wenig genutzten Spielraum für Energieeinsparungen und Maßnahmen zur rationelleren Energieverwendung in China hin und verdeutlicht zugleich die grundsätzlichen Schwierigkeiten, mit denen ein Staat konfrontiert ist, der den Weg vom Schwellenland zur Industrienation zu gehen gewillt ist“.[39]

IV. Umweltproblematik und Lösungsansätze für das Energieproblem

“For a community to raise itself out of subsistence and into an upward spiral of increasing prosperity, certain basic services must be available and affordable. These include potable water, health care, education, transportation, and communication. Access to electrical power is both a precondition for the provision of many of these services, and an active agent in catalyzing further advancement.”[40]

Chinas Stromverbrauch weißt eine enorme Steigerungsrate von 240% (im Zeitraum 1996-2004) auf.[41] Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und die daraus resultierenden politischen und sozialen Folgen sowie die erhebliche Umweltbelastung machen es notwendig, in die politische Überlegung die Energiewende zur Lösung des Versorgungsproblems einzubeziehen.[42] Der wachsende Anteil Chinas am weltweiten Primärenergieverbrauch spiegelt sich nicht zuletzt in einem entsprechenden Anteil an den energiebedingten Emissionen von Kohlendioxid wider, die im Jahr 2006 das circa 6,6-fache der CO²-Emissionen Deutschlands betrugen. 2006[43] entfielen mit 5,84 Mrd. Tonnen CO² rund 19,4 % der weltweiten Emissionen von 30,18 Mrd. Tonnen auf China.[44] Ein Grund für die hohen Emissionswerte ist der starke Einsatz von Kohle als Primärenergieerzeuger. Die dadurch entstandenen Auswirkungen auf das Klima sind gigantisch und verändern sogar maßgeblich die Landschaften. Aufgrund der drastisch zugenommenen Temperaturen ist beispielsweise ein Fünftel der gesamten Gletscherfläche im Tibetanischen Hochland abgeschmolzen und Dürre, Überschwemmungen und Hitzewellen suchen China immer häufiger und intensiver heim.[45] Die Bevölkerung in vielen Städten lebt mit massiver Luftverschmutzung und mit Trinkwasser aus verseuchten Flüssen. Durch den Smog haben Erkrankungen der Atemwege und vor allem Lungenkrebs alle anderen Krankheiten an Häufigkeit übertroffen.[46] Der Betrieb von Kohlekraftwerken mit veralteter Verfeuerungstechnik und fehlenden Filteranlagen verursacht eine massive Belastung mit Schwefeldioxid und Aschepartikel.[47] Der Effizienzgrad bei der Mehrheit der chinesischen Kraftwerke liege derzeit noch deutlich unter dem Weltniveau, so Yi Zheng. Nur 5 % der Kraftwerke wären mit Entschwefelungsanlagen ausgestattet und zudem fehle bei den energieintensivsten Anlagen (z.B. Stahl-, Papierverarbeitung, Chemieindustrie) oftmals jegliche Reinigung der Abgase. Die Umweltproblematik mindert in großem Umfang die Erfolge des Landes im Bereich Infrastruktur- und Wirtschaftsentwicklung, da laut Schätzungen des chinesischen Umweltministeriums jährlich rund 20% des BIP verloren gehen, weil so viele Mittel aufgewendet werden müssen, um die Folgeschäden der Verschmutzung zu beseitigen.[48] Da die älteren Projekte ineffizient sind, fehlt das Geld somit oftmals für neue. Die Infrastruktur und Versorgung wird zum Wohle des Volkes errichtet, dies ist ein Aspekt der tief in der Ethik des chinesischen Volkes verwurzelt ist.[49] In China fürchtet man deshalb im Hinblick auf eine zunehmende „Disharmonie mit der Natur“ auch die „gesellschaftliche Disharmonie“. Umweltzerstörung, Konflikte um knappe Ressourcen und die Zugänglichkeit dieser Ressourcen für jedermann, haben vielerorts zunehmend soziale Unruhen und Proteste hervorgerufen.[50] „Die Stromversorgung ist zum Prüfstein des Vertrauens der Bauern in den Staat geworden.“[51]

Die Wirtschaftsboom Euphorie verfliegt zunehmend und sukzessiv tritt das Bereuen ein. „Wir werden nicht aus Angst vor dem Ersticken das Essen aufgeben, nicht aus Angst vor Verunreinigung der Umwelt darauf verzichten, unsere Industrie zu entwickeln."

Solche Worte, verkündet vom chinesischen Vertreter auf der 1. UN-Umweltkonferenz in Stockholm 1972, werden wir wohl heut nicht mehr hören.[52] „Das Wirtschaftswunder ist bald zu Ende, denn die Umwelt hält nicht mehr mit.“, so lautet nun die drastische Feststellung des im chinesischen Umweltministerium SEPA für Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Vizeministers Pan Yue, der 2006 ein Interview mit dem Spiegel führte.[53] Bei der Umgestaltung der chinesischen Wirtschaft zu einer nachhaltigeren Produktionsweise stellt die politische und institutionelle Ordnung das Hauptproblem dar. Die Diskrepanz zwischen politischem Zentralismus bei gleichzeitigem „Marktförderalismus“ ist mit prägend für die Probleme des Landes.[54] Im Besonderen die Sonderwirtschaftszonen verfügen über großen Entscheidungsfreiraum was ökologische und ökonomische Belange betrifft und halten sich nicht immer an landesweite Vorgaben aus Peking. Die lokalen für Umweltfragen zuständigen Behörden sind zwar politisch an die Weisungen der SEPA gebunden, aber institutionell und finanziell werden sie der jeweiligen Lokalregierung untergeordnet, was dazu führt, dass die Vorschriften auf Provinzebene und in den lokalen Verwaltungen meist nur lückenhaft ausgeführt werden.[55] Dies geschieht zumeist dann, wenn die Vorgaben gegen eigene Wirtschaftsinteressen vor Ort stehen. Hierbei spielt Chinas Problem der Korruption eine tragende Rolle.

Um den lokalen Wirtschaftsinteressen entgegenzukommen, erzwingt die Landesregierung keinen Neubau von Fabriken bzw. den völligen Rückbau der Altanlagen, sondern setzt vermehrt auf die Modernisierung und Optimierung der Bestehenden. So kann es möglich sein, bei niedrigeren Schadstoffemissionen einen höheren Wirkungsgrad zu erzielen.[56] Mit der Unterstützung großer Kraftwerkanlagen verfolge die Regierung das Ziel, nach Möglichkeit die neuesten Technologien einzusetzen und somit die Energieintensität des ganzen Landes zu senken, so Yi Zheng in seiner Feldstudie. Dies wird jedoch kontrovers diskutiert, da einzelne, große Kraftwerke wieder nur zu einer ungleichen Verteilung führen könnten.[57] Das Potenzial der erneuerbaren Energien biete sich dabei besser an, so der Konsens. Speziell in ländlichen Gebieten kann so die Versorgung gesichert werden und es fallen die Kosten für den Bau und Erhalt von kilometerlangen Stromnetzen weg. Diese Leitungen sind für die Stromanbieter unrentabel, da sie zumeist in ungünstigen geographischen Gebieten mit niedriger Besiedlungsdichte liegen und damit ein geringes Energieverbrauchsaufkommen aufweisen.[58] Wirtschaftlich unrentabel erscheint die Erschließung zwar bisher, jedoch ist sie unerlässlich, da der Zugang zur Stromversorgung in einem Siedlungsgebiet eine Voraussetzung für dessen wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung darstellt.[59] Die chinesische Regierung hat deshalb in den letzten 10 Jahren erkannt, dass die erneuerbaren Energien dezentral nutzbar sind und optimal die natürlichen Ressourcen des Landes ausschöpfen. Die neuen Energielösungen werden nun, in neuer Zeit oftmals unterstützt von deutschen Unternehmen, als ein wichtiges Wirtschafts- und Entwicklungspotential gesehen.

Die ersten Schritte dazu wurden schon in den 1950er Jahren mit dem Bau von Kleinwasserkraftwerken in ländlichen Regionen begangen. Diese Regionen waren am gesamten nationalen Stromverbrauch lediglich mit 0,58% beteiligt und ihre Versorgung wurde durch eine Art „Inselsystem“ realisiert, das jedoch meist nur ausreichte um elektrisches Licht für die Dörfer möglich zu machen.[60] Die „Inseln“ wurden von gerade einmal insgesamt 33 Kleinwasserkraftwerken versorgt, was verdeutlicht, wie grobmaschig das Energienetz zu dieser Zeit wohl gewesen sein muss.

Die Mittel zum Aufbau wurden in dieser Zeit zu Großteilen durch die örtlichen Verwaltungen und Landwirte aufgebracht, während sich die Zentralregierung nur sehr begrenzt beteiligte.[61] Dies änderte sich erstmals 1963 als auf der „National Elektrizität Power Industrie Konferenz“[62] verabschiedet wurde, „dass der ländliche Stromverbrauch für die Getreideproduktion hautsächlich durch die Unterstützung von nationalen und provinziellen Stromversorgungsnetzen gewährleistet werden soll“[63]. Währenddessen sollten die ländlichen Stromversorgungsnetze und Kleinwasserkraftwerke als ergänzende Hilfskraft für die Weiterentwicklung der Landwirtschaft gefördert werden. Um die Kommune für die neue Erschließung sowie die weitergehende Nutzung der Wasserkraft zu motivieren und nebenbei das Phänomen zu verhindern, dass infolge des Ausbaus größerer Stromversorgungsnetze Kleinwasserkraftwerke außer Betrieb gesetzt wurden, hat die Regierung im Jahr 1973 eine neue Maßnahme ergriffen, die sie als „Selbst-Bau, Selbst-Verwaltung, Selbst-Verbrauch und Selbst-Besitz“ verstand.[64] Die ersten Anlagen hätten jedoch starken saisonalen Schwankungen unterlegen und es wäre zu Leistungsverlusten von 25-30% gekommen. Die Regierung fing Ende der 80er Jahre damit an Fonds zu gründen, die die Kommunen in ihrer Tätigkeit unterstützen sollten. Der erst umfasste jährlich 100 Mio. RMB[65] (1986-1990), der zweite 200 Mio. RMB (1991-1995) und der dritte ab 1996 umfasste 300 Mio. RMB.[66] Darüber hinaus wurden günstige Darlehen für Kleinwasserkraftwerke vergeben und die Steuereinnahmen aus Strom wiederrum für die Entwicklung der Stromversorgung genutzt. Mit Hilfe dieser Subventionen sind drei große Pilotprojekte (jeweils 1983, 1991, 1996) realisiert worden.

Im Verlauf der Projekte wurden neue Wasserkraftwerke in ausgewählten Kreisstädten getestet und die Stromübertragungsnetze ins Umland ausgebaut.[67] Das Problem dabei bestand darin, dass der Ausbau von verschiedenen Erzeugergesellschaften durchgeführt wurde, die gegenseitig im Interessenkonflikt standen und unterschiedliche Gebühren erhoben.[68] So sollen einige Kreisverwaltungen und ihre Kooperationspartner Gebühren erhoben haben, die überhaupt nichts direkt mit der Versorgung zu tun hatten, die jedoch nur dann anfielen, wenn die Nutzer nicht beim „richtigen“ Erzeuger ihren Strom bezogen.[69] Auch änderten diese Pilotprojekte nicht viel daran, dass der Strom für viele ländliche Gebiete unerschwinglich blieb und die Stromnetze in nicht beachteten Gebieten weiterhin komplett veraltet waren, was zu hohem Übertragungsverlust führte.

[...]


[1] Focus Online: China sieht sich als Entwicklungsland http://www.focus.de/finanzen/news/konjunktur/wirtschaftsstaerke-china-sieht-sich-als-entwicklungsland_aid_541959.html (besucht am 29.07.2013)

[2] Zheng, Yi: Erneuerbare Energien - eine Herausforderung für die VR China : Feldstudie zu energiepolitischen Projekten in ländlichen Gebieten Westchinas. Oldenburg. 2012. S. 28.

[3] Vgl. Aschenbrücker/ Bisle-Müller (Hrsg.): China. Gesellschaft und Wirtschaft im Umbruch. Augsburg. 2009.S. 69 ff.

[4] Ebd.: S. 73.

[5] Zheng 2012: S. 28.

[6] Ebd.: S. 28.

[7] Gloria, Hans Günther (Hrsg): Die Energie- und Rohstoffwirtschaft der Volksrepublik China : Kohle, Mineralöl, Wasserkraft, Kernenergie, Eisen u. Stahlveredler, Buntmetalle, sonstige mineral. Rohstoffe, Verkehrswesen. Essen. 1985. S. 12 und S. 31.

[8] Pieckert, Sabine: Entwicklungspolitische Optionen für eine umweltverträgliche Energieversorgung in Entwicklungsländern. Dargestellt am Beispiel ausgewählter asiatischer Länder (China, Indien, Indonesien). Oldenburg. 2000. S. 139.

[9] Die Ballungszentren weißen eine erhöhte Bevölkerungsdichte auf. Laut dem Webauftritt (www.shanghai.gov.cn) der Stadt Shanghai leben dort beispielsweise 3630,5 Einwohner/km².

[10] Keil, Jens-Philipp: Das Drei-Schluchten-Projekt und seine Auswirkungen auf die sozio-ökonomische Entwicklung im Xiangxi-Einzugsgebiet in der Provinz Hubei, VR China. 2002. S. 46.

[11] Politik der Öffnung und Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen.

[12] Ebd.: S.22.

[13] Aschenbrücker/Bisle-Müller 2009: S. 56.

[14] Gloria 1985: S. 12, S.27 und S. 31.

[15] Gutowski, Achim: Standortqualitäten und ausländische Direktinvestitionen: ein Vergleich zwischen der VR China und Indien. Bremen. 2003. S. 22.

[16] Keil 2002: S. 21-22.

[17] Energy World China. Erneuerung und Ausbau der Energiewirtschaft. Energiewirtschaftliche Entwicklungen in China. Jg.107 (2008) Heft 3. S. 16 zu finden in: http://www.energie-fakten.de/pdf/china-3-dehli.pdf (besucht am 31.07.2012)

[18] Zheng 2012: S. 90.

[19] Aschenbrücker/Bisle-Müller 2009: S.57.

[20] Bohnet, Armin: In China wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer: kann ein neues System des Finanzausgleichs zwischen Ost- und Westchina diesen Trend stoppen? In: Spiegel der Forschung: Wissenschaftsmagazin d. Universität Gießen. Bd. 19 (2002). S. 61.

[21] Ebd.: S. 61/62.

[22] In Industriegebieten können dadurch 25-30% der vorhandenen Produktionskapazität nicht ausgeschöpft werden. Siehe: Gutowski, Achim: Der Drei-Schluchten-Staudamm in der VR China: Hintergründe, Kosten-Nutzen-Analyse und Durchführbarkeitsstudie eines großen Projektes unter Berücksichtigung der Entwicklungszusammenarbeit. Bremen. 2000. S. 17.

[23] Energy World 2008: S. 17.

[24] OPEC Monthly Oil Market Report, Januar 2007 http://www.opec.org/home/Monthly%20Oil%20Market%20Reports/2007/pdf/mr012007.pdf (besucht am 30.07.2013)

[25] Sudan Tribune: „Sudan sees 520,000 bpd oil output in 2007.” (6. März 2007) http://www.sudantribune.com/spip.php?article20634 (besucht am 30.07.2013)

[26] Tu, Yi-Ming: Ökonomische und technische Perspektiven der energiewirtschaftlichen Entwicklung in Taiwan ROC: eine systemdynamische Studie. 1989. S. 82-86.

[27] SKE steht für Steinkohleeinheit und gibt Aussage über den Energiegehalt.

[28] Gloria 1985: S. 40.

[29] Wasserkraft nahm im Jahr 2000 noch 28% (nach Daten von Sabine Pieckert) ein. Es ist also zu erkennen, dass trotz gewaltiger Staudammprojekte die Energieerzeugung durch Kohle noch extremer angestiegen ist. Trotzdem: Der Anteil an der weltweiten Wasserkraftnutzung lag 2006 bei 13,7 % und beschert China somit eine Vorreiterrolle.

[30] Pieckert 2000: S. 23.

[31] Gloria 1985: S. 40-41.

[32] Zheng 2012: S.83.

[33] Es muss bedacht werden, dass das Verhältnis der Einwohnerzahlen beider Staaten circa 16:1 ist.

[34] 70,93 Exajoule bzw. 2,42 Mrd. Tonnen SKE wurden von China erzeugt.

[35] Gloria 1985: S. 22-24 und S.43.

[36] Energy World 2008: S. 18.

[37] Werte stammen aus: Energiedaten 2006. Nationale und internationale Entwicklung. Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Berlin. 2006.

[38] Zheng 2012: S. 84.

[39] Dehli, Martin: Energiewirtschaftliche Entwicklungen in China. Brennstoff-Wärme-Kraft. BWK 51 (1999), Nr. 7/8, S. 24.

[40] Weltbank: China Village Power Project Development Guide Book: Getting Power to the People Who Need in Most (August 2005). S. 10.

[41] Zheng 2012: S. 84.

[42] Ebd.: S. 89.

[43] 1990 lag der Anteil Chinas mit 2,45 Mrd. t CO² noch bei 10,8 % der weltweiten Emissionen von 22,68 Mrd. t.

[44] Werte stammen aus: Energiedaten 2006. Nationale und internationale Entwicklung. Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Berlin. 2006.

[45] Zheng 2012: 85.

[46] Bohnet, Michael: Chinas langer Marsch zur Umweltrevolution. Umweltprobleme und Umweltpolitik der VR China. Zentrum für Entwicklungsforschung. Bonn. 2008. S. 5-7.

[47] Zheng 2012: S. 85.

[48] Ebd.: S.86.

[49] Aschenbrücker/ Bisle Müller 2009: S. 48-49.

[50] Bundeszentrale für politische Bildung. Eva Sternfeld: Umweltsituation und Umweltpolitik in China (24.11.2006) http://www.bpb.de/apuz/29361/umweltsituation-und-umweltpolitik-in-china?p=all (besucht am 31.07.2013)

[51] Wu, Xiujie: Das Dilemma der Elektrizität. In: Technikgeschichte. Fachzeitschrift für technikhistorische Forschung. Berlin. Ausgabe 2/2008. S. 141.

[52] Bundeszentrale für politische Bildung. Eva Sternfeld: Umweltsituation und Umweltpolitik in China (24.11.2006) http://www.bpb.de/apuz/29361/umweltsituation-und-umweltpolitik-in-china?p=all (besucht am 31.07.2013)

[53] Der Spiegel. Deutsche Umwelttechnik für China: Genug Dreck für alle (12.07.2006) http://www.spiegel.de/wirtschaft/deutsche-umwelttechnik-fuer-china-genug-dreck-fuer-alle-a-426164.html (besucht am 01.08.2013)

[54] Zheng 2012: S. 87.

[55] Ebd.: S. 87.

[56] Ebd.: S. 88.

[57] Pieckert 2000: S. 79.

[58] Zheng 2012: S: 91/92.

[59] Weltbank: China Village Power Project Development Guide Book: Getting Power to the People Who Need in Most (August 2005). S. 10.

[60] Zheng 2012: S. 92.

[61] Ebd.: S. 92.

[62] aus dem Chinesischen übersetzter Konferenz-Name nach Yi Zheng

[63] Ebd.: S. 93.

[64] Bureau of Rural Hydropower and Electrification Development: 60 Jahre Klein-Wasserkraft in China. Beijing. 2011. http://www.mwr.gov.cn/english/d13.html (besucht am 01.08.2013)

[65] 1 EUR = 8,114 RMB

[66] Zheng 2012: S. 95.

[67] Ebd.: S. 96.

[68] Ebd.: S. 97-98.

[69] Ebd.: S. 98.

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Details

Titel
China. Infrastruktur am Limit
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Neuere und Neueste Geschichte)
Veranstaltung
Infrastrukturen die Geschichte der zweiten Natur - Prof. Dr. Dirk van Laak
Note
1,6
Autor
Jahr
2013
Seiten
29
Katalognummer
V288414
ISBN (eBook)
9783656887614
ISBN (Buch)
9783656887621
Dateigröße
559 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
China, Infrastruktur, Energiewende, Energiepolitik, Drei-Schluchten Staudamm, Disparität, Schwellenland, Entwicklungsland, sozio-ökologische Probleme, ökologische Probleme, Zukunftsprognosen, Kohleenergie, erneuerbare Energien, Atomkraft, Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie
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Tobias Kehm (Autor), 2013, China. Infrastruktur am Limit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288414

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