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Die Faschodakrise von 1898 und ihr Einfluss auf die britische Afrikapolitik

Titre: Die Faschodakrise von 1898 und ihr Einfluss auf die britische Afrikapolitik

Dossier / Travail , 2011 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Rebekka Gotter (Auteur)

Histoire - Afrique
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Die Faschodakrise von 1898, auf den ersten Blick nur ein periphärer kolonialer Konflikt, brachte die beiden großen Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich an den Rand eines Krieges. Dabei ging es lediglich um ein altes ägyptisches Fort am Oberlauf des Nils, das eine französische Expedition besetzt hielt. In dieser Auseinandersetzung spiegelten sich jedoch eindeutig die damaligen Mächtekonstellationen wider. Die Aufteilung Afrikas war noch in vollem Gange und viele europäische Konflikte wurden auf den schwarzen Kontinent transferiert anstatt in Europa ausgetragen zu werden. Die Ergebnisse der Faschodakrise brachten einen Wandel in der britischen Afrikapolitik mit sich, der in dieser Arbeit erläutert und untersucht werden soll.
Dazu soll zunächst die Faschodakrise von 1898 dargestellt und dann auf die britische Afrikapolitik vor dieser eingegangen werden. Dies dient dazu, bei der Beschreibung der britischen Afrikapolitik nach der Faschodakrise im letzten Teil Veränderungen zu identifizieren.
Quellen wurden vorwiegend den Editionen von Gooch/Temperley und Lowe entnommen. Hilfreiche Literatur waren vor allem die Werke von Lowe, Robinson/Gallagher und James, die alle über gute Überblicksdarstellungen des britischen Imperialismus verfügen. Eine detaillierte Ausführung der Ereignisse vor und kurz nach der Faschodakrise bietet Sanderson mit seinem Werk „England, Europe and the Upper Nile. 1882-1899." (...)

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Faschodakrise

2.1 Die diplomatischen Voraussetzungen

2.2 Der Verlauf der Krise

2.3 Die Lösung der Krise

3 Die britische Afrikapolitik vor der Faschodakrise

3.1 Der britische Imperialismus in Afrika

3.2 Die britische Herrschaft über Ägypten

3.3 Die Bedeutung des Sudans

3.4 Salisbury vor der Faschodakrise

4 Die britische Afrikapolitik nach der Faschodakrise

4.1 Der Sudan nach der Faschodakrise

4.2 Ostafrika nach der Faschodakrise

4.3 Salisbury nach der Faschodakrise

4.4 Großbritanniens Beziehungen zu Frankreich

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Faschodakrise von 1898 auf die britische Afrikapolitik. Dabei wird analysiert, inwiefern dieser koloniale Konflikt einen Wendepunkt darstellte, der von einer eher passiven, durch Handelskompanien geprägten Strategie hin zu einer aktiveren imperialen Durchdringung sowie zu einer diplomatischen Neuausrichtung zwischen den europäischen Großmächten führte.

  • Die diplomatische Eskalation und Lösung der Faschodakrise
  • Grundlagen und Motive des britischen Imperialismus in Afrika
  • Die strategische Bedeutung des Sudans und Ägyptens für das britische Empire
  • Der Wandel der britischen Afrikapolitik nach 1898
  • Die außenpolitischen Folgen für das Verhältnis zu Frankreich und die Entente Cordiale

Auszug aus dem Buch

2.1 Die diplomatischen Voraussetzungen

England und Frankreich hatten Ende des 19. Jahrhunderts unterschiedliche Interessen in Afrika. Frankreich wollte den Kontinent von Westen am Atlantik bis zum Osten am Roten Meer in seinen Besitz bringen.7 England hingegen war an einem ununterbrochenen Weg vom Kap der Guten Hoffnung in Südafrika bis zur Nilmündung in Ägypten, also von Süden nach Norden interessiert, der sogenannten Kap-Kairo-Linie. Die Interessen der beiden Kolonialmächte kollidierten im Sudan, der aufgrund seiner zentralen Lage für beide Konzepte ein wichtiges Gebiet war.

Ägypten stand unter britischer und französischer Protektion, was faktisch hieß, dass diese Mächte die Herrschaft über das Land innehatten. Genauer wird dies unten in Kapitel 3.2 (Seite 5) erläutert. Der Sudan war formell ägyptisches Territorium. Jedoch hatte der britische General Gordon 1885 gegen die islamischen Mahdisten verloren, die danach den Sudan unter ihre Kontrolle brachten.

Schließlich entschied die britische Regierung, Sir Horatio Herbert Kitchener mit der Rückeroberung des Sudans zu beauftragen, womit dieser 1898 begann. Dies geschah aufgrund der sich verändernden Machtverhältnisse in Ostafrika und britischen Beziehungen zum Dreibund. Außerdem spielten das Prestigedenken der britischen Öffentlichkeit und die geographische Lage des Sudan mit dem Nil eine Rolle. Näheres dazu folgt unten in Kapitel 3 (Seite 4).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung der Faschodakrise als potenziellen Auslöser eines Konflikts zwischen den europäischen Mächten ein und benennt das Ziel der Untersuchung.

2 Die Faschodakrise: Dieses Kapitel beschreibt die diplomatischen Hintergründe, den Verlauf des Konflikts am Nil sowie dessen friedliche Beilegung durch diplomatische Verhandlungen.

3 Die britische Afrikapolitik vor der Faschodakrise: Hier werden die imperialen Strategien, die Verwaltung Ägyptens, die Bedeutung des Sudans sowie Salisburys diplomatische Haltung vor 1898 analysiert.

4 Die britische Afrikapolitik nach der Faschodakrise: Das Kapitel erläutert die Festigung der britischen Herrschaft im Sudan, die Erschließung Ostafrikas und die diplomatische Wende hin zum Bündnis mit Frankreich.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Bedeutung der Krise als Wendepunkt für den britischen Imperialismus und deren Rolle bei der Entstehung der Entente Cordiale.

Schlüsselwörter

Faschodakrise, Großbritannien, Frankreich, Imperialismus, Sudan, Ägypten, Lord Salisbury, Entente Cordiale, Kolonialpolitik, Kap-Kairo-Linie, Nil, Kitchener, Außenpolitik, Machtverhältnisse, 1898

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Faschodakrise von 1898 als zentralem kolonialen Konflikt zwischen Großbritannien und Frankreich und deren Auswirkungen auf die zukünftige britische Afrikapolitik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der kolonialen Expansionspolitik, der strategischen Sicherung des Nils, der Rolle Ägyptens und der diplomatischen Annäherung zwischen Großbritannien und Frankreich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Wandel der britischen Afrikapolitik infolge der Faschodakrise zu identifizieren und zu untersuchen, wie aus einer kolonialen Rivalität eine friedliche Kooperation entstand.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung von Primärquellen, Editionen und wissenschaftlicher Literatur zum Thema britischer Imperialismus basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ausgangslage, den Verlauf der Krise, die Politik der britischen Regierungen vor und nach 1898 sowie spezifische regionale Entwicklungen in Sudan und Ostafrika.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Faschodakrise, britischer Imperialismus, Kap-Kairo-Linie, Entente Cordiale und die diplomatische Strategie von Lord Salisbury.

Warum war die Kontrolle über den Nil für Großbritannien so essentiell?

Der Nil galt als Lebensader Ägyptens, dessen Sicherung für Großbritannien strategisch notwendig war, um den Seeweg nach Indien zu schützen und die regionale Vormachtstellung zu behaupten.

Inwiefern beeinflusste die Krise den Ausbruch des Ersten Weltkriegs?

Durch die Lösung der Krise und die darauf folgende Entente Cordiale wurde Frankreich von Großbritannien angenähert, was das Deutsche Reich politisch weiter isolierte und somit eine Etappe auf dem Weg zur Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts bildete.

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Résumé des informations

Titre
Die Faschodakrise von 1898 und ihr Einfluss auf die britische Afrikapolitik
Note
1,3
Auteur
Rebekka Gotter (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
17
N° de catalogue
V288429
ISBN (ebook)
9783656886563
ISBN (Livre)
9783656886570
Langue
allemand
mots-clé
faschodakrise einfluss afrikapolitik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Rebekka Gotter (Auteur), 2011, Die Faschodakrise von 1898 und ihr Einfluss auf die britische Afrikapolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288429
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Extrait de  17  pages
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