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Weblogs und Journalismus. Konkurrenz oder sinnvolle Ergänzung?

Título: Weblogs und Journalismus. Konkurrenz oder sinnvolle Ergänzung?

Trabajo Escrito , 2015 , 15 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Michael André Ankermüller (Autor)

Medios / Comunicación: Periodismo, publicidad
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In Zeiten, in denen das Internet noch nicht existierte, war es relativ leicht eine Antwort auf die Frage „Wer macht die Medien?“ zu finden: grob zusammengefasst eben ausgebildete Journalisten, die in den verschiedenen Bereichen Print-, Hörfunk- und Fernsehjournalismus arbeiteten.
Die Industrialisierung brachte eine Professionalisierung des Journalistenberufes mit sich, die in kanonisierten Lehr- und Ausbildungsformen gipfelte. Heutzutage lässt sich die Frage „Wer macht die Medien?“ nicht mehr so leicht beantworten. Seit dem Aufkommen des Internets lässt sich nämlich diese Frage immer wieder neu stellen und das "Mitmachnetz", das seit den 1990er Jahren existiert, brachte das bis dato bestehende Mediensystem kräftig durcheinander. Technisch immer leichter zugängliche Publikationsmöglichkeiten des Internets definierten die Öffentlichkeit neu. Neben den professionell ausgebildeten Journalisten melden sich mit dem Aufkommen des Internets Bürgerinnen und Bürger online direkt zu Wort. Praktisch jeder User des Internets hat die Möglichkeit, selbst zum Autor zu werden und ein großes Publikum zu erreichen. Gerade die Möglichkeiten des Bloggens verstärken diesen Trend. Bürgerinnen und Bürger recherchieren selbst, lesen selbst die Pressemitteilungen online nach und produzieren neue Webinhalte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Wer macht die Medien?

2. Was sind eigentlich Weblogs? Eine begriffliche Herausforderung

3. Journalismus: eine „wahre“ Definition ist vergeblich und irreführend

4. Journalismus und Weblogs – Konkurrenz oder Ergänzung?

5. Weblogs und die vermeintliche Zukunft des Journalismus – ein Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis kommunikationswissenschaftlicher Forschungsbeiträge das Verhältnis zwischen traditionellem Journalismus und Weblogs, um zu klären, ob es sich um eine Konkurrenzbeziehung oder eine ergänzende Koexistenz handelt.

  • Wandel der Medienlandschaft durch das Internet
  • Begriffsdefinition und Merkmale von Weblogs
  • Journalistische Standards und Selbstverständnis im Vergleich
  • Rolle des partizipativen Journalismus
  • Wechselwirkungen zwischen Blogosphäre und Massenmedien

Auszug aus dem Buch

Journalismus und Weblogs – Konkurrenz oder Ergänzung?

Man könnte meinen, dass sich Journalisten und Blogger ständig auf Konfrontationskurs befinden. „Mit Journalisten und Bloggern stoßen Repräsentanten der alten und der neuen „Medienwelt“ aufeinander, die um die Deutungshoheit ringen und ihre jeweiligen Interessen verfolgen. Der Journalismus ist dabei nicht nur Verteidiger des „Status quo“, der das Überleben von Presse und Rundfunk sichern will, sondern expandiert selbst ins Internet und versucht, die professionelle, am Markt orientierte Produktion und Verbreitung aktueller Informationen dorthin zu übertragen“ Mit dieser Behauptung hängt die Diskussion zusammen, ob und gegebenenfalls wie Weblogs bzw. BürgerInnenjournalismus den etablierten Journalismus und bestehende Öffentlichkeiten verändert.

Wie aber verhalten sich nun Weblogs bzw. BürgerInnnenjournalismus und „traditioneller“ Journalismus zueinander? Besitzen Blogger eine journalistische Identität oder nicht, konkurrieren Blogger mit Journalisten oder ist es sogar möglich, dass sie ihn ergänzen? Schließlich gibt es mittlerweile einige Journalisten, die selbst einen Weblog schreiben. Oder sogar Redaktionen, die mit Bloggern kooperieren. Die unterschiedlichen Meinungen reichen von der Vorstellung, dass Weblogs der „Sargnagel“ des Journalismus sein werden, über die pauschale Eingemeindung der Weblogs als „Netzwerkjournalismus“ bis hin zur strikten Abgrenzung der Weblogs vom Journalismus. Eine eindeutige Antwort wird sich jedoch nicht finden lassen, weil sie davon abhängt, wie der Journalismus definiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wer macht die Medien?: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Publikationsmöglichkeiten durch das Internet und die dadurch entstandene Unschärfe in der Abgrenzung zwischen professionellen Journalisten und der bloggenden Öffentlichkeit.

2. Was sind eigentlich Weblogs? Eine begriffliche Herausforderung: Dieses Kapitel diskutiert die Schwierigkeit einer allgemeingültigen Definition von Weblogs und identifiziert chronologische Postings als zentrales, wenn auch vages Merkmal.

3. Journalismus: eine „wahre“ Definition ist vergeblich und irreführend: Hier wird der Journalismusbegriff hinterfragt und dargelegt, warum eine einseitige Definition aufgrund der beruflichen Vermischung mit PR und Marketing zunehmend an Trennschärfe verliert.

4. Journalismus und Weblogs – Konkurrenz oder Ergänzung?: Das Kapitel analysiert die Dynamik zwischen beiden Akteursgruppen und zeigt auf, dass das Verhältnis eher durch praktische Überschneidungen und wechselseitige Ergänzung als durch reine Konfrontation geprägt ist.

5. Weblogs und die vermeintliche Zukunft des Journalismus – ein Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Blogger den professionellen Journalismus nicht verdrängen werden, sondern dass beide Formate in einem ökonomisch und inhaltlich komplementären Ökosystem koexistieren können.

Schlüsselwörter

Weblogs, Journalismus, Bürgerjournalismus, Blogosphäre, Internetmedien, Partizipation, Medienwandel, Online-Journalismus, Medienethik, Digitalisierung, Nachrichtenproduktion, professioneller Journalismus, Kommunikation, Mediensoziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Weblogs zum traditionellen Journalismus und analysiert, wie diese beiden Mediensysteme in der heutigen digitalen Landschaft zusammenwirken.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Definition des Weblog-Begriffs, das Selbstverständnis von Bloggern, journalistische Qualitätsstandards und die Frage der gegenseitigen Beeinflussung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Weblogs als direkte Konkurrenten zum klassischen Journalismus auftreten oder ob sie als sinnvolle Ergänzung des Informationsangebots fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung kommunikationswissenschaftlicher Fachliteratur sowie der Analyse empirischer Einzelstudien zum Medienverhalten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung von Blogs, die Problematik der Journalismusdefinition sowie die Erörterung des Verhältnisses von Bloggern und Journalisten anhand von praktischen Beispielen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Weblogs, Journalismus, Bürgerjournalismus, Blogosphäre, Partizipation und Medienwandel.

Wie unterscheidet sich laut der Arbeit ein Weblog von einer klassischen Redaktion?

Weblogs zeichnen sich durch eine niedrigere Publikationsschwelle, einen oft persönlicheren Stil und eine häufig erst nach der Veröffentlichung stattfindende Korrektur aus, während Redaktionen für professionelle Recherche und Qualitätssicherung stehen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Zukunft des Journalismus?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Blogger die professionellen Medien nicht ersetzen werden, sondern dass beide in einem „Ökosystem“ koexistieren, in dem die Distributionsstärke der Massenmedien auf die inhaltliche Vielfalt der Blogosphäre trifft.

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Detalles

Título
Weblogs und Journalismus. Konkurrenz oder sinnvolle Ergänzung?
Universidad
Klagenfurt University  (Medien- und Kommunikationswissenschaften)
Curso
Weblogs als moderne Tagebücher
Calificación
1,0
Autor
Michael André Ankermüller (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
15
No. de catálogo
V288436
ISBN (Ebook)
9783656887850
ISBN (Libro)
9783656887867
Idioma
Alemán
Etiqueta
weblogs journalismus konkurrenz ergänzung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael André Ankermüller (Autor), 2015, Weblogs und Journalismus. Konkurrenz oder sinnvolle Ergänzung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288436
Leer eBook
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Extracto de  15  Páginas
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