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Globalisierung als Folge der Weltinformationsgesellschaft

Title: Globalisierung als Folge der Weltinformationsgesellschaft

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 31 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Björn Erichsen (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
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Einleitung

„Wir leben in einer brandneuen Welt der Gleichzeitigkeit. Die Zeit hat aufgehört, der Raum ist dahingeschwunden. Wir leben heute in einem globalen Dorf.“1 Diese Vision eines „global village“ formulierte Marshall McLuhan bereits 1967, also in Zeiten eines Systemkonfliktes, der die Welt in zwei Hälften teilte und noch lange vor der Existenz des Internet. Die elektronische Schalttechnik, so McLuhan, verstricke die Menschen tief ineinander, die elektronische Interdependenz forme die Welt zu einem globalen Dorf um. Mit der rasanten Diffusion der interaktiven Informations- und Kommunikationsmedien und der Öffnung des eisernen Vorhanges haben die grenzüberschreitenden Interaktionen und Interdependenzen ein bis vor kurzem ungeahntes Niveau erreicht. Jedoch verlaufen die eng miteinander verwobenen Megatrends Informatisierung und Globalisierung von Wirtschaft, Kultur und Politik weitaus weniger reibungslos und problembehafteter als dies McLuhans Metapher vielleicht erwarten läßt. Einige dieser Problemlagen sollen in der folgenden Betrachtung thematisiert werden. Es ist zunächst nötig, daß die in öffentlicher und wissenschaftlicher Debatte inflationär verwendeten Termini „Globalisierung“ und „(globale) Informationsgesellschaft“ eine begriffliche und inhaltliche Annäherung erfahren. Hierauf sollen einige wesentliche Strukuren des globalen Kommunikationsraumes skizziert werden. Zentral sind hierbei die starken Kommunikationsungleichheiten rund um den Globus sowie eine fortschreitende Kommerzialisierung im Medienbereich, die viele Probleme für das politische System nach sich ziehen und die Notwendigkeit einer Medien- und Kommunikationspolitik deutlich machen, die über den nationalstaatlichen Rahmen hinausgeht. Abschließend werden Entwicklung und das Kommunikationspotential des Internet vorgestellt, das durch seine globale und dezentrale Struktur zu dem Medium der globalen Informationsgesellschaft zu werden scheint. Dieser Teil leitet gleichsam zu dem Themenfeld „Internet und Politik“ über, das gegenwärtig sehr kontrovers diskutiert und Thema vielzähliger Publikationen ist. Nach einigen Ausführungen über „Netzpolitik“, in der die politische Einflußmöglichkeit bei der Gestaltung des Netzes hinterfragt werden soll, steht die Nutzung der Online-Medien bei der politischen Kommunikation und die erwarteten Konsequenzen für die politische Öffentlichkeit im Mittelpunkt.

...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFSBESTIMMUNG UND ANNÄHERUNG

2.1. GLOBALISIERUNG

2.2. DIE GLOBALE INFORMATIONSGESELLSCHAFT

3. DER GLOBALE KOMMUNIKATIONSRAUM

3.1. GLOBALE KOMMUNIKATION

3.2. GLOBALE MEDIEN

3.3. DAS INTERNET - GLOBALITÄT UND DEZENTRALITÄT

4. INTERNET UND POLITIK

4.1. NETZPOLITIK

4.2. POLITISCHE KOMMUNIKATION IM INTERNET

4.3. POLITISCHE ÖFFENTLICHKEIT IM INTERNET

4.4. E-VOTES

4.5. TRANSNATIONALE DEMOKRATIE

5. SCHLUßBETRACHTUNG

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der technologischen Entwicklung einer globalen Informationsgesellschaft und den daraus resultierenden Herausforderungen für das politische System und die demokratische Teilhabe. Dabei wird analysiert, inwieweit das Internet als Medium zur Demokratisierung beitragen oder bestehende Ungleichheiten verschärfen kann.

  • Globalisierungsprozesse und ihre politischen Implikationen
  • Die ökonomische und gesellschaftliche Bedeutung der Informationsgesellschaft
  • Strukturen und Herausforderungen des globalen Kommunikationsraumes
  • Potenziale und Grenzen politischer Kommunikation im Internet
  • Möglichkeiten der Stärkung transnationaler demokratischer Prozesse

Auszug aus dem Buch

3.1. Globale Kommunikation

Global wirksame Kommunikationstechniken sind kein neues Phänomen. Bereits 1924 konnte der englische König George V. anläßlich der Weltausstellung stolz demonstrieren, daß ein von ihm abgeschicktes Telegramm in 80 Sekunden rund um die Welt ging. Über Transkontinental- und Transatlantikkabel ist internationaler Nachrichtenverkehr bereits seit mehr als hundert Jahren technisch ohne Zeitverzug möglich, blieb allerdings noch lange auf wenige machtvolle Akteure begrenzt. Was die Entwicklung der letzten Jahrzehnte auszeichnet, ist vor allem die neugewonnene Chance für einzelne Bürger, sich mit überschaubaren Kosten an der globalen Kommunikation zu beteiligen.

Ein Entwicklungsschub bei den Übertragungsmöglichkeiten wurde seit den 60er Jahren durch den Einsatz von Satelliten ausgelöst. Durch Kommunikationssatelliten mit den entsprechenden Bodenstationen und Empfangsgeräten konnte ein globales Telekommunikationsnetz aufgebaut werden, das die internationale Übermittlung von Daten, Text, Sprache und Bildern erlaubt. Die Satelliten bilden das infrastrukturelle Rückgrat des globalen Fernsehnetzes, indem sie eine Vielzahl von Programmen an Kabelkopfstationen oder über eine kleine Parabolantenne direkt zum Zuschauer senden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung skizziert die Vision des globalen Dorfes und stellt die grundlegende Forschungsfrage nach dem Verhältnis von Globalisierung, Informationsgesellschaft und Demokratie.

2. BEGRIFFSBESTIMMUNG UND ANNÄHERUNG: Dieses Kapitel definiert Globalisierung als multidimensionalen Prozess und analysiert die verschiedenen Interpretationen einer globalen Informationsgesellschaft.

3. DER GLOBALE KOMMUNIKATIONSRAUM: Hier werden die technologischen Voraussetzungen, die Entwicklung globaler Medienkonzerne und das Internet als dezentrales Netzwerk thematisiert.

4. INTERNET UND POLITIK: Dieser Hauptteil untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf Netzpolitik, politische Kommunikation, Öffentlichkeit und demokratische Verfahren.

5. SCHLUßBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung resümiert die Ergebnisse und betont, dass das Internet lediglich als Instrument dienen kann, aber keine automatische Lösung für demokratische Defizite darstellt.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Informationsgesellschaft, Internet, Medienpolitik, Kommunikation, Demokratie, Partizipation, Netzpolitik, Informationsungleichheit, Transnationale Demokratie, Digitalisierung, Online-Medien, Politische Öffentlichkeit, Global Governance, Medienkonzerne

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wechselseitigen Beziehungen zwischen Globalisierung, der Entwicklung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien und deren Auswirkungen auf das politische System.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Globalisierung, die Struktur des globalen Kommunikationsraumes, die Rolle der Massenmedien, das Internet als politisches Instrument und die Möglichkeiten einer transnationalen Demokratie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erörtern, ob das Internet demokratische Partizipationsmöglichkeiten stärkt oder ob die technologischen Entwicklungen eher zu Fragmentierung und neuen Ungleichheiten führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung bestehender Fachliteratur und wissenschaftlicher Debatten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Netzpolitik, der politischen Kommunikation im Internet, der Rolle der Öffentlichkeit sowie spezifischen Instrumenten wie E-Votes und der Frage nach einer transnationalen Demokratie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Globalisierung, Informationsgesellschaft, Netzpolitik, politische Kommunikation, Transnationale Demokratie und der Wandel der Öffentlichkeit.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf das Internet als Demokratisierungsinstrument?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Internet zwar ein wertvolles Mittel zur grenzüberschreitenden Kommunikation ist, aber keine eigenständige Lösung für politische Probleme bietet und oft überschätzte Erwartungen weckt.

Welche Rolle spielen laut Arbeit Medienkonzerne in der Globalisierung?

Medienkonzerne tragen durch eine kommerzielle Logik zur Standardisierung bei und konzentrieren wirtschaftliche wie publizistische Macht, was die Unabhängigkeit der Berichterstattung gefährden kann.

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Details

Title
Globalisierung als Folge der Weltinformationsgesellschaft
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Hauptseminar: Weltpolitik zwischen Globalisierung und Fragmentierung
Grade
1,3
Author
Björn Erichsen (Author)
Publication Year
2000
Pages
31
Catalog Number
V28863
ISBN (eBook)
9783638305242
ISBN (Book)
9783640783939
Language
German
Tags
Globalisierung Folge Weltinformationsgesellschaft Hauptseminar Weltpolitik Globalisierung Fragmentierung Medien Medienevolution
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Björn Erichsen (Author), 2000, Globalisierung als Folge der Weltinformationsgesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28863
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