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Automotive Service und Datenschutz. Dargestellt am Beispiel des EU-eCall

Titel: Automotive Service und Datenschutz. Dargestellt am Beispiel des EU-eCall

Seminararbeit , 2015 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Christian Meffert (Autor:in)

Jura - Datenschutz
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die stetige voranschreitende Vernetzung diverser Geräte, wie zum Beispiel Smartphones bis hin zu Fernsehern, hat sich zum Trend entwickelt. Man spricht auch vom „Internet der Dinge“ – eine Vernetzung immer neuer Geräte mit dem Ziel, dem Nutzer immer individualisierbarere digitalisierte Dienste anzubieten.

Diesen Trend hat die Automobilindustrie ebenso erkannt und BMW bietet beispielsweise bereits heute ein breites Portfolio an Vernetzten Diensten im Rahmen von BMW ConnectedDrive und ist damit nach einer aktuellen Studie im Auftrag von Vodafone Marktführer.

Realisieren lassen sich solche Dienste, oder fortfolgend auch Automotive Services genannt, durch eine Anbindung an das Internet. Dies wird ermöglicht durch ein im Automobil verbautes Subscriber Identity Module (kurz SIM(-Karte)).

Neben den Chancen, welche die Automotive Services beispielsweise für die Sicherheit im Straßenverkehr bieten, bestehen ebenso die Gefahren durch einen Missbrauch dieser Daten. Den Vorteil von Automotive Services will man beispielsweise dadurch nutzen, dass ab 2015 für alle in der Europäischen Union (EU) produzierten Neuwagen der intelligente Notruf (eCall) Pflicht wird und folglich die Vernetzung von Fahrzeugen deutlich steigt.

Entgegen der positiven Aspekte sehen Datenschützer hier ein hohes Risiko durch den Missbrauch dieser Daten. Nicht zuletzt seit der NSA-Affäre hat die Gesellschaft sich für das Thema Datenschutz sensibilisiert und so befürchten Kritiker, dass Autofahrer nahtlos überwacht werden könnten – man spricht auch vom „Gläsernen Autofahrer“.
So sagte bereits der Volkswagen-Vorstandschef M. Winterkorn auf der CeBit 2014 sinngemäß, dass unsere Fahrzeuge heute schon rollende Rechenzentren mit beispielsweise mehr als 50 Steuergeräten sind und das Auto nicht zur Datenkrake werden dürfe
.
Die Problemstellung die sich daraus ergibt ist die Frage, wie sich Automotive Services und das Thema Datenschutz zueinander verhalten – Überwiegen die Chancen dieser Technologie(n) die damit neu entstehenden Risiken und welche Gefahren kann dies bedeuten?

Die Zielsetzung dieser Arbeit soll es sein, dieser Fragestellung am Beispiel des EU-eCall nachzugehen und eine Antwort auf die Frage zu geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.) Thematische Einführung

1.1) Motivation

1.2) Problemstellung & Zielsetzung

1.3) Aufbau der Arbeit

2.) Erläuterungen zum EU-eCall

2.1) Hintergrund – die Initiative „Vision Zero“

2.2) Das Technisches Konzept

2.3) Der Prozess im Notfall

3.) Datenschutz beim EU-eCall

4.) Fazit & Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen den sicherheitsrelevanten Vorteilen vernetzter Fahrzeugsysteme, am Beispiel des EU-eCall, und den damit einhergehenden datenschutzrechtlichen Herausforderungen. Ziel ist es, die Risiken der Technologie zu analysieren und zu bewerten, ob diese durch den Nutzen, insbesondere die Rettung von Menschenleben, gerechtfertigt werden können.

  • Grundlagen der Automotive Services und Vernetzung von Fahrzeugen
  • Technische Funktionsweise und Prozessabläufe des EU-eCall
  • Datenschutzrechtliche Implikationen und Risiken durch Missbrauch
  • Rechtliche Anforderungen an die Datenspeicherung und -übertragung
  • Ausblick auf die gesellschaftliche Akzeptanz und zukünftige Entwicklung

Auszug aus dem Buch

2.2) Das Technisches Konzept

Durch die SIM-Karte in einem Fahrzeug lassen sich sowohl Sprach- als auch Datenverbindungen realisieren. Dabei können moderne Kommunikationstechnologien wie z.B. der Mobilfunkstandard der vierten Generation (4G) realisiert werden, welcher mit LTE Datenübertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s ermöglichen [vgl. (newOn GmbH, kein Datum)].

Neben der SIM-Karte wird im Zuge des EU-eCall für jedes neu fabrizierte Fahrzeug zusätzlich (1) ein globales Positionsbestimmungssystem (GPS), (2) eine Antenne des Mobilfunkstandards der zweiten Generation (GSM), (3) ein Steuergerät (das den Standort im Notfall über eine Mobilfunk-Einheit ermittelt), (4) eine Freisprecheinrichtung (bestehend aus Lautsprecher und Mikrofon), (5) ein Crash-Sensor (zum Erkennen der Unfall-Art), eine Notstromversorgung (um die Funktion auch nach einem Unfall mit Zerstörung der Fahrzeugbatterie aufrecht zu erhalten), (6) eine Taste zum manuellen auslösen des eCall (beispielsweise bei plötzlicher Erkrankungen eines Insassen) (7) sowie einer Kontrollleuchte, welche die Funktionsfähigkeit des Systems anzeigt bzw. eventuelle Fehler fest im Fahrzeug verbaut [vgl. (ADAC e.V., kein Datum)].

In Verbindung mit der Vielzahl an weiteren Sensoren und Steuergeräten, welche sich in modernen Automobilen wiederfinden, lassen sich damit umfangreiche Messdaten übertragen und erlauben es, eine detaillierte Auswertung zum Status des Fahrzeugs zu erstellen (siehe dazu Abbildung 2).

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Thematische Einführung: Dieses Kapitel erläutert den Trend zur Vernetzung in der Automobilindustrie und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Verhältnisses zwischen Automotive Services und Datenschutz am Beispiel des EU-eCall.

2.) Erläuterungen zum EU-eCall: Hier werden der Hintergrund der „Vision Zero“-Initiative, das technische Konzept sowie der automatisierte Prozess im Notfall detailliert beschrieben.

3.) Datenschutz beim EU-eCall: Dieses Kapitel analysiert die datenschutzrechtlichen Bedenken, potenzielle Missbrauchsrisiken durch Dritte und die Anforderungen an die informationelle Selbstbestimmung bei verpflichtenden Systemen.

4.) Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst die Abwägung zwischen Sicherheitsnutzen und Datenschutzrisiken zusammen und gibt einen Ausblick auf die notwendige gesellschaftliche und rechtliche Weiterentwicklung.

Schlüsselwörter

Automotive Services, EU-eCall, Datenschutz, Vernetztes Fahrzeug, Vision Zero, Notrufleitstelle, PSAP, MSD, Datensicherheit, Informationstechnik, Mobilfunknetz, Personenbezogene Daten, IT-Prozesse, Fahrzeugsicherheit, Internet der Dinge

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Einführung des EU-eCall, einem automatisierten Notrufsystem für Fahrzeuge, und untersucht die damit verbundenen Chancen für die Verkehrssicherheit sowie die kritischen Risiken für den Datenschutz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die technische Implementierung von Vernetzung im Automobil, die rechtlichen Aspekte der Datenerhebung und -verwertung sowie die ethische Debatte um Überwachung versus Sicherheit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen technischem Fortschritt und dem Schutz der persönlichen Daten zu durchleuchten und zu hinterfragen, ob die Technologie des eCall die damit einhergehenden Risiken für den Nutzer rechtfertigt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Auswertung aktueller technischer Konzepte und rechtlicher Rahmenbedingungen zur Einführung des EU-eCall.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Initiative „Vision Zero“, die technische Beschreibung der eCall-Komponenten, den Prozessablauf im Notfall sowie eine kritische datenschutzrechtliche Auseinandersetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie EU-eCall, Datenschutz, Vernetztes Fahrzeug, Datensicherheit und Personenbezogene Daten charakterisiert.

Welche Rolle spielt die „Vision Zero“-Initiative für den eCall?

Sie dient als strategische Grundlage der Europäischen Union, um die Anzahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten durch gezielte Maßnahmen, zu denen der EU-eCall gehört, signifikant zu reduzieren.

Warum wird der „Gläserne Autofahrer“ als Risiko genannt?

Das Risiko besteht darin, dass durch die ständige Vernetzung und Datenübertragung des Fahrzeugs Bewegungsprofile erstellt werden könnten, die eine nahtlose Überwachung des Fahrers und dessen Verhalten ermöglichen.

Wie soll laut Arbeit die Schnittstellenproblematik gelöst werden?

Auf EU-Ebene wird eine offene Schnittstelle angestrebt, um ein Datenmonopol der Automobilhersteller zu verhindern und dem Nutzer mehr Kontrolle über die Datenverwertung zu geben.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Automotive Service und Datenschutz. Dargestellt am Beispiel des EU-eCall
Hochschule
Technische Hochschule Ingolstadt  (IAW)
Note
2,0
Autor
Christian Meffert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
22
Katalognummer
V288630
ISBN (eBook)
9783656897163
ISBN (Buch)
9783656897170
Sprache
Deutsch
Schlagworte
automotive service datenschutz dargestellt beispiel eu-ecall
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Meffert (Autor:in), 2015, Automotive Service und Datenschutz. Dargestellt am Beispiel des EU-eCall, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288630
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Leseprobe aus  22  Seiten
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