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Sterbehilfe und Sterbebegleitung. Zum Text "Tanner geht" von Wolfgang Prosinger

Título: Sterbehilfe und Sterbebegleitung. Zum Text "Tanner geht" von Wolfgang Prosinger

Ensayo , 2011 , 8 Páginas , Calificación: 12

Autor:in: Philip Neuß (Autor)

Sociología - Individuo, grupos, sociedad
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Im Jahr 2000 lebten in Deutschland bereits 114.000 Menschen, die 90 Jahre oder älter waren und auch aktuelle Studien zeigen einen anhaltenden demographischen Wandel zu einer Gesellschaft der Alten, die in vielen Industrienationen zu beobachten ist. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Bundesbürger steigen dabei auf 84,5 Jahre für Frauen und 80,5 Jahre für Männer, die Achtzig und Neunzigjährigen sind mittlerweile nicht nur in der Bundesrepublik die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe, während die Unsicherheit und die Zukunftsängste wachsen. Fortschritte der Medizin verdrängen den Tod und die Auseinandersetzung mit dem Sterben immer weiter aus der Gesellschaft. Demgegenüber steht eine große Debatte um die Möglichkeit den eigenen Tod in Krankheits- und Pflegefall einzuleiten, die sich vielfach unter dem Begriff Sterbehilfe in den Medien findet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Sterbehilfe und Sterbebegleitung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe ethische, rechtliche und gesellschaftliche Debatte rund um die Sterbehilfe in Deutschland. Das primäre Ziel ist es, die verschiedenen Formen der Sterbehilfe zu definieren, die konträren Positionen von Befürwortern und Gegnern zu beleuchten und die unklare Rechtslage vor dem Hintergrund historischer Belastungen und moderner medizinischer Möglichkeiten kritisch zu hinterfragen.

  • Differenzierung der Sterbehilfe-Formen (aktiv, passiv, indirekt, Freitodbegleitung)
  • Die Rolle der Patientenverfügung und des Patientenwillens
  • Religiöse und ethische Argumentationslinien in der Debatte
  • Die Bedeutung der Palliativmedizin und Hospizbewegung
  • Juristische Herausforderungen im aktuellen deutschen Recht

Auszug aus dem Buch

Sterbehilfe und Sterbebegleitung

Unter dem Begriff Sterbehilfe lassen sich zunächst vier unterschiedliche Arten des Todes unterschieden, die sich stark voneinander abgrenzen.

Bei der passiven Sterbehilfe handelt es sich um den Verzicht lebensverlängernde Maßnahmen weiter zu führen, während eine schmerzlindernde Behandlung fortgeführt wird. Der Tod setzt dabei beispielsweise durch das Ausschalten der künstlichen Beatmung ein, während sich der Patient in einem anhaltenden komatösen Zustand befindet, der ein Weiterleben ohne maschinelle Unterstützung unmöglich macht.

Davon zu unterscheiden ist die sogenannte indirekte Sterbehilfe. Diese lässt allerdings eher als Lebensverkürzung als als direkte Sterbehilfe beschreiben, da der Patient durch eine lebenswichtige schmerzlindernde Behandlung eine Verkürzung der Lebenszeit in Kauf nimmt. Da das Leben ohne diese schmerzlindernden Medikamente nicht möglich wäre ist diese Methode aber nicht als Wirkliche Beihilfe zum schmerzfreieren Tod zu charakterisieren.

Eine weitere davon zu unterscheidende Vorgehensweise ist die sogenannte Freitodbegleitung, also einer Hilfeleistung zum Suizid, die als ein indirektes Einwirken einer dritten Person in den Tod eines anderen zu beschreiben ist. Vielfach handelt es sich bei der dritten Person um einen Arzt, der, auf Wunsch des Patienten, ein bestimmtes Medikament in einer zu hohen Dosis verschreibt, sodass dieser selbst über die Einnahme und damit seinen Tod verfügen kann.

Ein direkter Eingriff einer dritten Person auf Wunsch des Patienten hin bezeichnet man hingegen als aktive Sterbehilfe. Dies geschieht besonders, wenn die leidende Person nicht mehr selbst dazu in der Lage ist, ein tödliches Medikament einzunehmender auf anderem Wege sein Leben zu beenden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sterbehilfe und Sterbebegleitung: Dieses Kapitel führt in die demographischen und medizinischen Hintergründe der Sterbehilfedebatte ein und definiert systematisch die vier Formen der Sterbehilfe sowie die rechtlichen und ethischen Spannungsfelder in Deutschland.

Schlüsselwörter

Sterbehilfe, Sterbebegleitung, Patientenverfügung, Palliativmedizin, Hospizbewegung, Euthanasie, Freitodbegleitung, Medizinethik, Patientenwille, Rechtslage, Selbstbestimmung, Lebensverlängernde Maßnahmen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Debatte um die Sterbehilfe in Deutschland, wobei sie sowohl die medizinischen Aspekte als auch die rechtlichen und moralischen Diskurse betrachtet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die Abgrenzung verschiedener Sterbehilfe-Methoden, die Bedeutung des Patientenwillens, die Rolle der Religion sowie die Abwägung zwischen dem Schutz des Lebens und dem Recht auf ein Sterben in Würde.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die kontroverse Debatte transparent zu machen und aufzuzeigen, warum eine rechtliche Eindeutigkeit in Deutschland bisher fehlt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung der Thematik auf Basis von Diskursanalysen und rechtlich-ethischen Argumentationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil differenziert zwischen den Formen der Sterbehilfe, untersucht die historischen Hintergründe (Euthanasie-Begriff), die rechtliche Problematik und die Gegenargumente von Gegnern und Befürwortern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sterbehilfe, Patientenverfügung, Palliativmedizin und Selbstbestimmung charakterisiert.

Warum ist der Begriff „Euthanasie“ in Deutschland historisch belastet?

Der Begriff wurde während der NS-Zeit für die systematische Ermordung kranker und behinderter Menschen missbraucht, was eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema bis heute erschwert.

Welche Rolle spielen Patientenverfügungen laut dem Text?

Patientenverfügungen sind essenziell, um den mutmaßlichen Willen des Patienten in einer komatösen Phase rechtssicher zu dokumentieren, auch wenn ihre Verbreitung aktuell noch zu gering ist.

Wie wird die Situation in der Schweiz im Text bewertet?

Die Schweiz wird als Beispiel für eine liberale Praxis angeführt, in der Sterbeorganisationen tätig sein können, was zu einem sogenannten „Todestourismus“ führt, da das deutsche Recht weniger Möglichkeiten bietet.

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Detalles

Título
Sterbehilfe und Sterbebegleitung. Zum Text "Tanner geht" von Wolfgang Prosinger
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen
Calificación
12
Autor
Philip Neuß (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
8
No. de catálogo
V288655
ISBN (Ebook)
9783656888543
ISBN (Libro)
9783656888550
Idioma
Alemán
Etiqueta
sterbehilfe sterbebegleitung text tanner wolfgang prosinger
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Philip Neuß (Autor), 2011, Sterbehilfe und Sterbebegleitung. Zum Text "Tanner geht" von Wolfgang Prosinger, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288655
Leer eBook
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