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Das Superheldenfilmgenre im Wandel

Selbstreflexivität und Meta-Genre-Elemente in James Gunns "Super"

Titre: Das Superheldenfilmgenre im Wandel

Thèse de Bachelor , 2013 , 42 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Fridjof Krenz (Auteur)

Études Culturelles - Généralités et définitions
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Superhelden sind aus dem zeitgenössischen Hollywoodkino nicht wegzudenken. Seit der Jahrtausendwende erobern die maskierten Heroen jedes Jahr pünktlich zur lukrativen Sommer-Blockbuster-Saison die Leinwände und meistens auch die Box-Office-Charts. Im Jahr 2012 avancierte mit The Avengers sogar ein Superheldenfilm zum kommerziell erfolgreichsten Film des Jahres, ein weiterer, The Dark Knight Rises platzierte sich ebenfalls unter den Top 3 . Es besteht also kein Zweifel: Das Publikum des 21. Jahrhunderts hat ein Verlangen nach kostümierten Helden. Und die Industrie reagiert: Nicht nur werden die bekannten Charaktere wie Batman, Spider-Man oder die X-Men in immer neuen Sequels, Reboots und Prequels in den Kampf gegen Superschurken geschickt, auch bis dato weniger bekannte und obskure Figuren kamen in den letzten zehn Jahren zu Leinwandauftritten. Im Jahr 2010 erschien dann ein Superheld auf der Bildfläche, auf den die Bezeichnungen „Super“ und „Held“ nur noch schwerlich zutreffen: er ist psychisch labil, erschlägt Übeltäter mangels Superkräften mit einer Rohrzange, wird von seinem Sidekick sexuell missbraucht und entstammt nicht einmal einer Comicvorlage. Die Rede ist von dem Crimson Bolt, der Hauptfigur des Films Super (2010) von James Gunn. Der Film lotet die Grenzen des Superheldengenres auf parodierende Weise aus und lässt dadurch die erzählerischen Strukturen sichtbar werden, die das Genre sonst auszeichnet. Welche Strukturen und Elemente es sind, die das Superheldenfilmgenre als solches konstituieren und wie Super diese aufgreift, dekonstruiert und letztlich möglicherweise in etwas Neues transformiert, soll in dieser Arbeit dargestellt werden. Grundlegend dafür wird das Konstrukt des Filmgenres ausführlich beleuchtet. Es sollen die Fragen beantwortet werden, was genau ein Genre definiert und welche Funktion es für die Rezeptions- und Produktionsseite erfüllt. Zudem sollen die Umstände aufgezeigt werden, unter denen sich Genres ausdifferenzieren und (weiter-)entwickeln. Darauf aufbauend werden das Superheldengenre und seine Konventionen betrachtet, wobei der Fokus auf seiner aktuellen Inkarnation als fester Bestandteil des Mainstream-Kinos liegt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Genre-Begriff im Film

2.1. Das Genre und die Produzenten – Historischer Abriss

2.2. Das Genre und die Theorie – Definitionen und Konzepte

2.3. Das Genre und die Rezipienten – Wirkung und Nutzung

2.4. Das Genre im Wandel – Modelle der generischen Entwicklung

3. Das Superheldengenre

3.1. Entstehung, Entwicklung und Bedeutung

3.2. Konventionen des Genres

3.2.1. Charaktere

3.2.2. Narration

3.2.3. Grundthemen

3.2.4. Setting, Ikonographie und Stilmittel

4. Vergleichende Analyse: Spider-Man vs. Super – Generische Konventionen und Brüche

4.1. Exposition & Origin Story

4.2. Leben und Wirken als Superheld

4.3. Superheld vs. Supervillain – Konflikt und Lösung

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht den Wandel des Superheldenfilmgenres durch eine kontrastierende Analyse des konventionellen Blockbusters Spider-Man (2002) und des selbstreflexiven, dekonstruktiven Films Super (2010). Ziel ist es, die konstituierenden Strukturen des Genres zu identifizieren und aufzuzeigen, wie diese in modernen Adaptionen aufgegriffen, parodiert oder transformiert werden.

  • Grundlagen des Filmgenre-Konzepts und dessen sozio-ökonomische Bedeutung
  • Strukturelle Analyse und Definition des Superheldengenres
  • Vergleichende Untersuchung narrativer Muster und Figurenkonstruktionen
  • Dekonstruktion des Helden- und Schurken-Schemas durch Meta-Genre-Elemente
  • Analyse der generischen Entwicklung vom klassischen zum postmodernen Superheldenkino

Auszug aus dem Buch

4.1. Exposition & Origin Story

Gleich zu Beginn von Spider-Man wird die Verbindung des Films zur Welt der Comics deutlich gemacht: Gleich nach dem Logo des Studios werden einige Panels aus Spider-Man-Comics, gefolgt von dem Marvel-Logo, eingeblendet (Spider-Man (2002) 0:00:21). Die folgenden Opening Credits (0:00:36) schließen tonal daran an. Zu dramatischer Musik werden ikonische Merkmale der Spider-Man-Bildsprache grafisch dargestellt: Spinnennetze und Wolkenkratzer, außerdem Fragmente des Kostüms des Helden und die unheilvolle Maske des Bösewichts Green Goblin.

Die darauffolgende erste Sequenz des Films beginnt mit einem Voice-over (0:03:00). Der Sprecher erzählt, es handele sich bei ihm mitnichten um „an average ordinary guy“ (0:03:12) und identifiziert sich damit als der Hauptcharakter – dieser ist in einem Superheldenfilm schließlich stets ein 'außerordentliches' Individuum. Zu Beginn der Geschichte ist davon jedoch noch nicht viel zu sehen. Wie es die Konvention eines Superheldenfilms vorsieht, setzt der Film ein, bevor der Held seine Kräfte erlangt – zunächst muss die Origin Story der Figur erzählt werden. Peter Parker wird als ein klassischer Verlierertyp mit geringem sozialem Status eingeführt: Er läuft dem verpassten Bus nach, dessen Insassen einschließlich des Fahrers über ihn kichern (0:03:38). Nach Betreten des Busses scheint es keinen freien Platz für Peter zu geben, die Mitfahrer versuchen zu vermeiden, dass sich Peter neben sie setzt (0:04:05).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Popularität des Superheldengenres ein, benennt das Forschungsinteresse an strukturellen Genre-Elementen und stellt das Analysedesign (Spider-Man vs. Super) vor.

2. Der Genre-Begriff im Film: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische und theoretische Bedeutung des Filmgenres und beleuchtet die Dynamik zwischen Produktionslogik, Zuschauererwartungen und generischer Entwicklung.

3. Das Superheldengenre: Hier werden die spezifischen Konventionen des Genres, wie die Trias aus Mission, Powers und Identity sowie die Bedeutung urbaner Settings und Comic-Ikonographie, detailliert analysiert.

4. Vergleichende Analyse: Spider-Man vs. Super – Generische Konventionen und Brüche: Dieser Hauptteil vergleicht die Origin Storys, Heldenreisen und Schurken-Konflikte beider Filme, um aufzuzeigen, wie Super genre-typische Erwartungen gezielt dekonstruiert.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass das Superheldengenre eine hohe Selbstreflexivität erreicht hat und hinterfragt, ob Super symptomatisch für ein Endstadium der generischen Evolution steht.

Schlüsselwörter

Superheldenfilm, Genretheorie, Selbstreflexivität, Meta-Genre, Spider-Man, Super, James Gunn, Origin Story, Filmanalyse, generische Evolution, Comic-Adaption, Antiheld, Dekonstruktion, Heldenreise, Action-Blockbuster.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich das Superheldenfilmgenre entwickelt hat und wie moderne Filme mit den etablierten Konventionen dieses Genres umgehen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die theoretische Definition von Filmgenres, die spezifischen Merkmale des Superhelden-Kinos sowie ein Vergleich zwischen einem konventionellen und einem dekonstruktiven Genrebeitrag.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, welche Strukturen das Superheldenfilmgenre konstituieren und wie Filme wie "Super" diese durch gezielte Brüche dekonstruieren oder transformieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt eine kontrastierend-vergleichende Inhaltsanalyse, um die erzählerischen Muster und Figurenkonstruktionen in "Spider-Man" und "Super" systematisch gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Genre-Begriffs, eine Definition der Superhelden-Konventionen und eine detaillierte Analyse der ausgewählten Filme in den Bereichen Exposition, Heldenleben und Konfliktlösung.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Superheldenfilm, Genre-Entwicklung, Meta-Genre, Selbstreflexivität, Dekonstruktion, Origin Story und der Vergleich zwischen konventioneller und parodistischer Darstellung.

Wie unterscheidet sich "Super" von anderen Superheldenfilmen?

Im Gegensatz zu konventionellen Filmen wie "Spider-Man" nutzt "Super" keine übernatürlichen Kräfte und bricht gezielt mit Erwartungshaltungen, etwa durch eine betont unheroische, fast psychotische Darstellung der Hauptfigur und eine gewalttätige, unsentimentale Demontage der Heldenrolle.

Welche Rolle spielt das "Meta-Genre" in der Analyse?

Das Meta-Genre dient als Analyseinstrument für Filme, die sich ihrer eigenen Genrezugehörigkeit bewusst sind, diese reflektieren und die Erwartungen des Publikums als Insiderwissen zur Komik-Erzeugung oder für inhaltliche Brüche nutzen.

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Résumé des informations

Titre
Das Superheldenfilmgenre im Wandel
Sous-titre
Selbstreflexivität und Meta-Genre-Elemente in James Gunns "Super"
Université
Leuphana Universität Lüneburg
Note
1,3
Auteur
Fridjof Krenz (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
42
N° de catalogue
V288700
ISBN (ebook)
9783656890393
ISBN (Livre)
9783656890409
Langue
allemand
mots-clé
Filmtheorie Filmgenre Filmgeschichte Superhelden Comicverfilmungen Superheldenfilme Superhero Spider-Man Super Genretheorie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Fridjof Krenz (Auteur), 2013, Das Superheldenfilmgenre im Wandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288700
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Extrait de  42  pages
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